Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
in Eberswalde

Regelmäßige Kiez-Termine

Kulturbund
Klub "Heinrich Mann"

Cottbuser Str. 5a (hier mehr):
Malzirkel 1./3. Do 14 Uhr
Handarbeiten 2./4. Do 14 Uhr
Foto-Club 2. Di, letzt. Di 18.30 Uhr
FG Ornithologie 3. Di 18.30 Uhr
Klöppelgruppe 4. Dienstag 14 Uhr

Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ):
Mütter-Fitness-Gruppe
Mo 9.30 Uhr, SV Motor Turnhalle
Potsdamer Allee 37
Krabbelgruppe Mi 9.30 - 11 Uhr
Bonhoeffer-Haus, Potsdamer Allee

AWO Ortsverein Finow:
Nachmittag im Seniorenclub
Mi 14 Uhr, Frankfurter Allee 24

WBG-Vereinshaus, Havellandstr. 15:
Sportgruppe @ H15 Mo 18.30-20 Uhr
Offene Naehwerkstatt Mi 10-13 Uhr
Repair-Café & Six-to-Zero Fr 15 Uhr
Hebewerk e.V. im H15

Gemeindezentrum:
Familiennachmittag dienstags
16 - 17 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Potsdamer Allee 35
Familiensport, Di 15-16 Uhr
Do 15-16.30 Uhr, SV Motor Turnhalle
Potsdamer Allee 37

WBG-Freizeitschiff:
Rommé, Skat ... Mo 14 Uhr
Handarbeitstreffen Do 13 Uhr
Prignitzer Str. 48



"Im Ghetto jibts die größten Schoten!" würden Jugendliche aus dem Kiez zu diesem Bild sagen.

Veranstaltungen

Sa, 17. August, 11-15 Uhr:
Spirkus-Sommerfest
Mitmachzirkus und Spiele auf dem
Potsdamer Platz.

Sa, 24. August, 10.30-15 Uhr:
Kinder fotografieren das
Brandenburgische Viertel
(Ausstellung)
 mit »Guten Morgen Eberswalde«
Potsdamer Platz


 Bürgerinitiative  Radwege in Eberswalde
Mitteilungen der Bürgerinitiative



Sa, 7. September, 15 - 21 Uhr:
Fete de la Viertel 2019
Sommerfest auf dem Potsdamer Platz.

MAXE-Volltextsuche:
Kontakt zur


Politik

Mit einer »Galerie Fenster«, die aktuell die Ausstellung »Kinderland in Eberswalde« des Comic-Zeichners Mawil zeigt, will die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG sich zwei Jahre lang von ihrem aktuell dritten dem Abriß preisgegebenen Wohnblock im Brandenburgischen Viertel »verabschieden«. Eigentlich ist es etwas Gutes, daß nun auch solcherart Kultur im Kiez zu sehen ist – aber der Anlaß ist makaber. Während flächendeckend die Mieten und Nutzungsentgelte in die Höhe schießen, werden hier 43 Wohnungen einschließlich einer gut gehenden zahnarztpraxis, dierekt an der Obus-Haltestelle vernichtet werden.

Galerie FENSTER:

Kunst im Abriß-Haus

Mawil: »Kinderland in Eberswalde« 25.6.-18.8.

maxe. Seit dem 25. Juni gibt es die »Galerie FENSTER« in der Brandenburger Allee 19. Sie hat immer sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG feiert mit diesem neuen Kunstformat im Brandenburgischen Viertel den in zwei Jahren geplanten Abriß des Wohnhauses in der Brandenburger Allee 15-21 mit insgesamt 43 Wohnungen. In dem Haus befindet sich derzeit noch eine gutgehende Zahnarztpraxis sowie ein nicht mehr vermietetes, vormals als kleine Gaststätte genutztes Ladenlokal.

Für die temporäre »Galerie FENSTER« sind zwei Wohnungen direkt über der Zahnarztpraxis zusammengelegt worden. Der Zugang ist über die Brandenburger Allee 19.

In der ersten Ausstellung präsentiert die Genossenschaft mit Unterstützung durch Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen den Comiczeichner MAWIL mit »Kinderland in Eberswalde«. Darin berichtet Mawil über eine Kindheit zwischen jungen Pionieren und Kirche, Freundschaft, Mut, Vertrauen und ein Tischtennisturnier am Vorabend der sogenannten Wende.

Am Dienstag, dem 16. Juli, gibt es um 18 Uhr in der »Galerie Fenster« eine Lesung mit Bildern. Jochen Schmidt gibt eine »Gebrauchsanweisung für Ostdeutschland«.

Am 1. und 8. August (jeweils Donnerstag) gibt es dann um 18 Uhr Kino im Abrißhaus: Spuk im Hochhaus (DDR 1982, ab 6 Jahre). Am 1. August laufen die Episoden I-IV und am 8. die Episoden V-VII

Schließlich gibt es am Dienstag, den 13. August, um 18 Uhr unter dem Titel »Zielgerade« ein Fest zur 1. Ausstellung mit Live-Musik.

Neben den Sonntagsöffnungszeiten ist die Ausstellung zu den Veranstaltungen geöffnet oder nach Vereinbarung (eMail: Udo.Muszynski@t-online.de oder janice.fischer@1893-wohnen.de)

Die »Galerie Fenster« befindet sich in der Brandenburger Allee 19 in 16227 Eberswalde. Der Eintritt zur Galerie und zu allen Veranstaltungen ist frei.

9. Juli 2019


Hinweis auf die 2. Ausstellung: Jochen Raiß »Frauen auf Bäumen«. Vernissage am Sonntag, den 25. August 2019, 14 Uhr.





Eberswalde Heimatstraße am 23. April 2019:
Gewaltsame Zwangsräumung

maxe. Die Staatsmacht zeigte sich nach Ostern in voller Pracht. Mindestens 50 Polizisten - darunter an die zwei Dutzend vermummte und in ihrer Verkleidung an Starwars-Klonkrieger erinnernde Beamte - waren am Vormittag des 23. April aufgeboten worden, um 3 alte und kranke Leute aus ihren Wohnungen zu vertreiben.

Der Hauseigentümer Andreas Bläsing hatte die Zwangsräumung in Gang gesetzt, weil er das Haus in der Heimatstraße im Stadtteil Kupferhammer abreißen will. Bläsing hatte Gebäude und Grundstück 2014 preiswert von der städtischen WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH erworben.

Mitglieder der Initiative »Recht auf Eberswalde« hatten unter dem Motto »Unsere Heimat ist die Heimatstraße« zum Protest gegen die Zwangsräumung aufgerufen und sich auf dem Privatgelände auf die Stufen zum Hauseingang gesetzt. Sie wurden von den Polizeibeamten gewaltsam fortgetragen.

(23. April 2019)





»Leerstand abbauen« - daran wollen sich die Mitarbeiter der Eberswalder-Finower Wohnungsgenossenschaft, die seit Anfang des Jahres 1893 eG heißt, laut einer Anzeige in einem lokalen Wochenblatt »messen lassen«. Die Genossenschaft erfüllt ihr Versprechen, wie man sieht.
Leer geräumt. Hier stand einst ein dicht bebautes Wohnquartier. Rund 1000 Wohnungen sind hier in den vergangenen 15 Jahren abgerissen worden. Der größte Teil gehörte der Wohnungsbaugenossenschaft, die jetzt "1893" heißt. Einst AWG (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft) – dann WBG (Wohnungsbaugenossenschaft) – nun WAG (Wohnungsabrißgesellschaft).

Mietendemo am 6. April, 12 Uhr, Marktplatz Eberswalde:
Gemeinsam gegen Verdrängung und #MIETENWAHNSINN

..für eine solidarische Stadt,

  • die kein Geschäftsmodell ist, sondern Lebensraum für Alle – unabhängig z.B. von Herkunft, Sprache, Alter, Behinderung oder Einkommen,
  • in der Wohnen nicht dem Profit dient,
  • und in der Wohnraum im Sinne der Allgemeinheit bewirtschaftet wird

Wir fordern einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik.

Eberswalde darf kein Spekulationsobjekt für Wohnraum sein!

..Eberswalde – schon Speck(ulations)gürtel von Berlin?

Auch in Eberswalde wohnt es sich nicht mehr unbeschwert: die Mieten steigen. Sanierungen für ein gutverdienendes Klientel verdrängen Menschen aus der Innenstadt. Viele Wohnungen stehen unnötig leer, während bezahlbarer Wohnraum nur schwierig im Viertel der Wahl zu finden ist. Immer mehr Eberswalder Mieter befürchten, sich ihre Wohnung bald nicht mehr leisten zu können. Gleichzeitig werden ganze Wohnblöcke abgerissen.

Wir fordern für Eberswalde:

  • Keine Einzellösungen, sondern sozialverträgliche Mieten für alle
  • Demokratisierung der WHG (z.B. Mitbestimmungsrechte für Mieterinnen und Mieter, Gemeinnützigkeit statt Gewinnorientierung...)
  • Modernisierung mit den und für die Mieterinnen und Mieter, statt Luxussanierungen
  • Wohnungsabriß stoppen, Leerstand nutzbar machen

Haben diese Mißstände System?

Wohnen ist Menschenrecht. In dieser Gesellschaft werden jedoch Wohnungen wie Waren gehandelt. Ziel ist die Profitsteigerung. Hingegen müssen viele Menschen schon jetzt einen hohen Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Dabei ist die soziale Ungleichheit der Wohn- und Lebensverhältnisse kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis der Vermarktung unserer Grundbedürfnisse, zu dem auch menschenwürdiges Wohnen zählt. Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört, was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt und Solidarität entgegen.

Widersetzen wir uns!

Für diese Stadt wollen wir uns gemeinsam einsetzen! Seite an Seite – ob schon betroffen oder noch nicht. Mietenwahn und Verdrängung in Großstädte wie Berlin zeigen uns: bezahlbare Mieten müssen wir einfordern, bevor es zu spät ist!

Offene Gruppe Recht auf Stadt Eberswalde & Sympathisanten
(v.i.S.d.P.: S. Dammie)

(veröffentlicht am 31. März 2019)

Siehe auch:
Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung
»Hinter den Fenstern«


Links:
Alternative Liste Eberswalde (ALE)
Die PARTEI Brandenburg oder Die PARTEI Eberswalde auf Facebook




Musizierende Kinder auf dem Adventsmarkt

Der Sprecherrat tagte im Bürgerzentrum:
Die Unverzichtbarkeit der Bratwurst auf Kiezfesten

maxe. Die Quartiersmanagerinnen im Brandenburgischen Viertel Patricia Berndt und Ute Truttmann luden die Mitglieder des Sprecherrats »Soziale Stadt« am Montag, den 11. Februar 2019, um 17 Uhr in das Bürgerzentrum in die Schorfheidestraße 13 ein. Der Sprecherrat tagte öffentlich. Einwohnerinnen und Einwohner des Viertels waren wie immer ausdrücklich eingeladen, hätten aber - aufgrund der Räumlichkeit - keinen Platz mehr gefunden. Das Interesse hielt sich jedoch in Grenzen.

Auf der Tagesordnung standen zuerst die Begrüßung durch das QM und die Vorstellung des neuen Integrationsmanagers durch Herrn Konaretzki aus der Stadtverwaltung. Herr Moysenko, der für die Integration Geflüchteter in Sachen Arbeit, Praktikum und Bewerbung zuständig sein soll, ist seit 4 Wochen Angestellter des Amtes für Beschäftigungsförderung in Vollzeit, stammt aus Russland und seine Stelle ist bis zum 31. Oktober 2021 befristet. Er spricht fließend Deutsch, Russisch und Englisch, ist seit 3 Jahren in Deutschland und hat seinen Master an der Universität Jena gemacht. Durch Netzwerkarbeit, Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, der IHK, dem Europäischen Sozialfond und dem Land Brandenburg will Herr Moysenko die Geflüchteten optimal fördern.

Voraussetzung sei die Ermittlung der Fähigkeiten, Fertigkeiten und der Problemlagen einer Person, wobei bei oftmals ein Dolmetscher für Arabisch gebraucht werde. Frau Berndt warf ein, die Synergien der beteiligten Partner im Prozess der Arbeitsvermittlung müssten zum Tragen kommen. Gerade das sei häufig ein Problem, erläuterte ein Sprecherratsmitglied. Vielfach würden die Bewohner des Wohnverbundes an sechs verschiedene Stellen geschickt und keiner wüßte, was schon abgearbeitet sei. Es fehlten Zuständigkeiten und auch der Datenschutz mache in der Kommunikation über Geflüchtete Schwierigkeiten. Die Lösung sei ein Laufzettel oder ein Beratungspass, mit dem man gute Erfahrungen gemacht habe. Der Integrationsmanager ist unter der Nummer des Quartiersmanagments erreichbar: 03334 / 81 82 45.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Vorstellung von drei Anträgen auf finanzielle Förderung auf dem Programm. Der erste Redner - Herr Witt von »Integration durch Sport« mit Sitz seit 2017 in der Coppistraße - stellte sein geplantes Projekt vor: Offene Sportangebote für heimat- und orientierungslose Flüchtlinge aller Altersklassen soll eine große Zahl von Menschen im Viertel ansprechen und gerade Jugendliche könnten durch die Möglichkeit, in einem gesetzten Rahmen ihre Kräfte zu messen, erreicht werden. Die Spielplätze im Viertel seien am Abend und an den Wochenenden häufig überfüllt gewesen und es gab dadurch Beschwerden von Anwohnern. Die nahtlose Fortsetzung des bestehenden Projektes, welches in Zusammenarbeit mit der SPI und Motor Eberswalde geleistet werde und 4 Honorarkräfte benötige, war leider nicht möglich aufgrund von Verzögerungen im Prozess der Bewilligung der finanziellen Mittel. Die Fördersumme belaufe sich diesmal auf 20.078 Euro, wobei der Sprecherrat nur über den Anteil von 7.500,- entscheiden konnte. Alle Sprecherratsmitglieder stimmten dafür, nur der Eberswalder Sportclub enthielt sich der Stimme. Das Sportangebot für Geflüchtete hat sich im Brandenburgischen Viertel schnell herumgesprochen. Der Fußballsport für Jugendliche, das am samstagabends von 19-21 Uhr in der Motor-Halle stattfinde, werde schon langsam zu voll. Angebote im Westendstadion sowie in der Waldsportanlage würden hingegen, aufgrund der Entfernung, kaum angenommen werden, so Herr Witt von »Integration durch Sport«. Frank Neumann, Vertreter der Kita »Arche Noah«, bedauerte dies, da doch die Waldsportanlage mit viel Aufwand neu hergerichtet werde.


Gerade Jugendliche könnten durch die Möglichkeit,
in einem gesetzten Rahmen ihre Kräfte zu messen,
erreicht werden.

Die vorgestellten Projekte »Schullotsen an der Grundschule Schwärzesee« (550 EUR für 6 Termine) sowie »Spirkus« - artistische Spielangebote aus aller Welt vom Verein Wucki Zucki e.V., durchgeführt in der REKI-Sporthalle Schorfheidestraße - wurden durch den Sprecherrat ebenfalls bewilligt. Beate Gollnast erklärte in ihrer Vorstellung, daß bei Letzterem für insgesamt 50 Kinder 4 Erwachsene als Betreuer benötigt würden, die durch Artistik, Jonglieren und Klettern an einem Tuch den Kindern beibringen würden, wie man längere Zeit an einer Sache dran bleibt und wie sie auch Konfusion bewältigen könnten. Zwei ehrenamtliche Helfer seien aus Somalia, die eine Aufwandsentschädigung bekämen. Die Bewilligungssumme betrug 7.500 Euro.

Die Schlußrunde der Beratung läutete Patricia Berndt mit einem Rückblick auf die Arbeit des Quartiersmanagements im Jahr 2018 ein. Sie bat um Rückmeldungen der Anwesenden - allesamt verantwortliche Vertreter der Träger im Kiez - welche Verbesserungen, insbesondere bei den großen Festen, es geben könnte. Die Vertreterin der Grundschule konstatierte, zum Adventsmarkt 2018 wollten 90 Prozent der Besucher eine Bratwurst essen, doch diesmal hätte es keine Bratwurst gegeben. Auch das Bühnenprogramm, merkte Irina Dessert vom Kontakt e.V. an, war beim letzten Mal etwas dürftig. Frau Berndt erklärte, nur wenige Teilnehmer hätten den Mut, auf die Bühne zu gehen, da müsste man wohl für professionelle Auftritte sorgen. Außerdem hätte die Schnee-Atmosphäre gefehlt, bemängelte Jörg Renell vom Bonhoefferhaus mit Augenzwinkern. Für das Wetter sei nun mal das Quartiersmanagement zuständig, sprang ihm Gerd Markmann bei, der als einziger Einwohner im Brandenburgischen Viertel Mitglied im Sprecherrat ist.

Weitere Kritikpunkte am Adventsmarkt waren, daß der Weihnachtsbaum keine Beleuchtung gehabt hätte und daß die vielen Sitzgelegenheiten überdimensioniert waren, weil sich bei der Kälte niemand hinsetzen wollte. Und beim »Fete de la Viertel«, das dieses Jahr am 7. September stattfinden soll, wäre es wünschenswert, etwas professionelle Musik einzukaufen, sodaß man vielleicht auch am Abend etwas länger abtanzen könne. Leider müsse man Rücksicht auf das benachbarte Pflegeheim nehmen, so Ute Truttmann vom Quartiersmanagement.


Die beiden Akteure des externen Quartiersmanagements
sind zuwenig vor Ort und die Arbeit ist
an nur zwei Tagen pro Woche gar nicht zu schaffen.

Jörg Renell fragte nach der Perspektive des QM für die nächsten Jahre und bemängelte, daß die beiden Akteure der externen S.T.E.R.N.-GmbH zuwenig vor Ort seien und daß die Arbeit in nur zwei Tagen pro Woche gar nicht zu schaffen sei. Ute Truttmann sagte dazu, daß man sich mit der Finanzierung noch in der Phase der »Verstetigung« befinde und daß mit der Wiederaufnahme des Programms »Soziale Stadt« sich die Bedingungen verbessern würden. Frank Neumann von der evang. Kirche vermutete, daß ja bald Frau Johne-Akcinar zu den beiden Quartiersmanagerinnen stoßen könne, aber Herr Konaretzki von der Stadtverwaltung wies darauf hin, daß man noch nicht wisse, wann die hauptamtliche Quartiersmanagerin aus der Mutterschaftszeit zurückkomme und außerdem von diesem Gehalt die externe Beratung durch Frau Berndt und Frau Truttmann bezahlt werde. Ihr Vertrag laufe vorerst nur bis September 2019, so Patricia Berndt, deren Arbeitgeber in Berlin-Friedrichshain ihren Sitz hat.

Frau Berndt informierte die Teilnehmer der Sitzung noch, daß am 13. April 2019 der Frühjahrsputz »Sauberswalde« stattfinde, diesmal mit dem Schwerpunkt des neugeschaffenen Hundeauslaufplatzes an der südlichen Potsdamer Allee. Auch an der Drehnitzwiese könne man an diesem Tag gemeinsam im Wald aufräumen, fügte Frank Neumann hinzu.

(jg) - 12. Februar 2019





Das Brandenburgische Viertel von oben. Viele Probleme sind im einst größten DDR-Neubaugebiet der Stadt Eberswalde zu lösen. Das Viertel feiert schon 40 Jahre seines Bestehens und ist noch immer wichtig für die Lösung der Wohnungsfrage.

Info-Abend zum Integrierten Entwicklungskonzept:
Mitreden im Viertel!

maxe. Knapp 60 Zuhörer kamen am 28. Januar 2019 ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus zur Vorstellung des Integrierten Entwicklungskonzepts für das Brandenburgische Viertel mit dessen Fortschreibung derzeit das Berliner Stadtentwicklungsbüro S.T.E.R.N. arbeitet, deren Mitarbeiterinnen Patricia Berndt und Ute Truttmann zugleich das derzeitige externe Quartiersmanagement bestreiten. Neben Stadtverwaltungsmitarbeitern, Stadtverordneten, Vertretern der hiesigen Wohnungsunternehmen, Mitgliedern des Sprecherrates »Soziale Stadt« und einigen Akteuren sogenannter Träger, waren auch etwa 20 Bürgerinnen und Bürger des Viertels vor Ort.

Der Abend begann mit einer Präsentation dessen, was mit den Mitteln aus dem Programm »Soziale Stadt« seit Anfang des Jahrtausends so alles umgesetzt wurde, wie es nach dem ursprünglichen Auslaufen des Programms vor knapp fünf Jahren weiterging und welche Arbeit das Quartiersmanagement in alter und neuer Besetzung geleistet hat: Weihnachtsmarkt, Sommerfest, der Hundeauslaufplatz, die Mitarbeit der Schwärzeseeschule und nicht zuletzt die zum Teil erfolgreiche Aktivierung von Trägern und Bürgerschaft sind hierbei die Stichpunkte.

Der Bilanz folgte ein Ausblick auf die künftigen Projekte und Maßnahmen im Viertel. Im Fokus standen dabei insbesondere der aktuelle Rückbau von Wohnungen im Verantwortungsbereich der Wohnungsgenossenschaft, die zugleich einen anderen Teil ihres unsanierten Wohnungsbestandes im Viertel mittels beträchtlicher Investitionen deutlich aufwerten will. Ziel dieser Maßnahmen ist eine deutliche Verringerung der aktuellen Leerstandsquote. Hier liegt die Verantwortung hauptsächlich in den Händen der Genossenschaft.

Das städtische Entwicklungskonzept hat darüber hinaus beispielsweise die Aktivierung, Um- bzw. Andersnutzung der infolge des Abrisses entstandenen Brachflächen im Fokus. Auf dem Programm stehen auch der Umbau von Teilen des Vereinshauses H15 - früher Kita »Spatzennest« - zur Nutzung als Kita (notabene!) sowie der Neubau einer Kita auf den Brachflächen der früheren Schwärzesee-Grundschule und der Albert-Einstein-Gesamtschule. Auf dem Programm stehen weiterhin die Aufwertung des Potsdamer Platzes, ein Wegweisersystem für die vielen sozialen und kulturellen Einrichtungen im Kiez und schließlich auch die Idee, ein Logo für den Stadtteil zu entwickeln, um damit das negative Image des Viertels zu überwinden.

Sodann hatten die Teilnehmer der Veranstaltung Gelegenheit, sich an aushängenden Projektplakaten eingehender mit den Projekten vertraut zu machen und auf leeren Blättern spontan eigene Ideen einzubringen. Darunter beispielsweise der Vorschlag, die Wohnungen vom Schwedter Typ künftig mit Küchen- und WC-Fenstern zu versehen. Diese Bürgerbeteiligung wird in die Erarbeitung des Integrierten Entwicklungskonzepts des Brandenburgischen Viertels einfließen. Weitere Vorschläge brachte in der anschließenden Diskussion der frühere Ortsvorsteher Carsten Zinn ein. Es müsse »Feten geben, bei denen auch mal abgedanced werden kann«. Zinn kritisierte zudem die mangelnde Werbung für das Treffen und die ungünstige Uhrzeit für Alte und Berufstätige.

Anschließend ergriff Mirko Wolfgramm von den Zonenboys Eberswalde das Wort. Er bedauerte, daß die Aktivitäten seines Vereins, der seit mehr fast zehn Jahren im Viertel regelmäßig das »Völkerballturnier der Toleranz« veranstaltet, seitens der Stadtverwaltung bisher nicht zur Kenntnis genommen wurde. Weiteren Aktivitäten von Bürgerinnen und Bürgern, die außerhalb der bestehenden Förderstrukturen unternommen werden, gehe es ebenso.

Um mehr Wirksamkeit zu erreichen, sagte Mirko Wolfgramm, engagiere er sich seit einiger Zeit nicht nur in verschiedenen Bürgerinitiativen, sondern auch in der Partei Die PARTEI. Seit Frühjahr 2018 ist er der Vorsitzende des Eberswalder Ortsverbandes. Die PARTEI will mittels Satire auf bestehende Probleme hinweisen. »Ich bin mir allerdings keineswegs sicher«, so Mirko Wolfgramm, »inwieweit einige der heute vorgebrachten Vorschläge als Satire, oder doch vielmehr als schlechter Witz zu bezeichnen sind«. Konkret verwies er auf den Teilabriß und dem mit vielen Fördermitteln realisierten Umbau der einstigen Kita »Spatzennest« zum Vereinshaus, das »nun wieder zur Kita werden soll«.

Ihm fehle auch »in Gänze die Einsicht, wie man vor einigen Jahren eine Schule abreißen konnte, nur um jetzt Schüler in einem Bankgebäude zu beschulen und festzustellen, daß auch dieser Platz künftig nicht reichen« werde. Wohnungsunternehmen, die heute Wohnungen abreißen, sollten daran denken, daß »die Kita-Kinder von Heute, die Schüler von Morgen und die Mieter von Übermorgen sein werden«. Der Abriß sei »die destruktivste Form des Umbaus und garantiert keine Aufwertung des Viertels«.

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger applaudierten, während sich Baudezernentin Anne Fellner zum Widerspruch genötigt sah. Sie polemisierte lautstark gegen Populismus und den Mißbrauch der Veranstaltung für Wahlkampf. Die nachfolgenden Redner, Irina Dessert vom Kontakt e.V. und Jörg Renell vom evang. Gemeindezentrum, folgten der Baudezernentin nicht. Letzterer gab laut dem Bericht der Lokalzeitung zu bedenken, »Konzepte, die vielleicht 2020 bis 2023 umgesetzt werden, bringen hier niemandem etwas.« Es müsse sofort etwas passieren.

Ob sich die Kritik auch in dem künftigen Integrierten Entwicklungskonzept für das Brandenburgische Viertel wiederfindet, wird man sehen. Es wäre auch zu hinterfragen, warum so viele aus dem Programm »Sozialen Stadt« geförderte Maßnahmen gescheitert sind: Pokerclub, Braune Piraten, Bürgerzeitung »WIR«, Gemeinschaftsgarten, Rentnerspielplatz Reki und wohl jetzt auch das Freizeitschiff? Möglicherweise werden die Ergebnisse der Kommunalwahlen im Mai darauf Einfluß haben, wie das Konzept im Viertel umgesetzt wird. Insofern war es vielleicht nicht das Schlechteste, diese Informationsveranstaltung auch für den »Wahlkampf zu mißbrauchen«.

30. Januar 2019




Bürgerinformation am 28. Januar:
Integriertes Entwicklungskonzept

maxe. Das Quartiersmanagement vom Kontaktbüro Soziale Stadt im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde lädt für Montag, den 28. Januar, um 18 Uhr, zu einer Bürgerinformation zum aktuellen Entwurf des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) für das Brandenburgische Viertel ein. Ort der Veranstaltung ist das Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Potsdamer Allee 35) in Eberswalde.

Im Mittelpunkt der Information stehen die Schwerpunkte und Schlüsselmaßnahmen, die in den nächsten Jahren gemeinsam realisiert werden sollen. Eingeladen sind alle Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels sowie Träger, Gewerbetreibende und Wohnungsunternehmen, die im des Brandenburgischen Viertels agieren.

(21. Januar 2019)


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktbüro Soziale Stadt / Bürgerzentrum
Schorfheidestraße 13, 16227 Eberswalde, Telefon: 03334 818245
eMail:
Sprechzeiten: Dienstag,13 - 18 Uhr


Dietrich-Bonhoeffer-Haus · Potsdamer Allee 35 · 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383930 · Fax: 03334 383931
eMail: gemeindezentrum-bbv@t-online.de




Das Brandenburgische Viertel von oben.

Einwohnerversammlung am 15.10. als Ortsteilrundgang:
Bürger dürfen Fragen stellen

Treffpunkt um 17 Uhr auf dem Potsdamer Platz

Die abschließende Station der Einwohnerversammlungen 2018 wird in diesem Jahr der Ortsteil Brandenburgisches Viertel sein. Am Montag, dem 15. Oktober 2018, sind die Bürgerinnen und Bürger des Brandenburgischen Viertels zu einem Ortsrundgang eingeladen.

»Wir hoffen, daß auch im Brandenburgischen Viertel zahlreiche Bürgerinnen und Bürger kommen, am Rundgang teilnehmen und Fragen stellen«, so Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski. Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem Potsdamer Platz.

Für die veränderte Form der Einwohnerversammlung hatte sich die Verwaltungsspitze in diesem Jahr entschieden, um stärker mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ins Gespräch zu kommen. Zudem können Themen vor Ort besprochen werden.

»Partizipation spielt eine große Rolle in der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürgern, deshalb suchen wir immer wieder nach neuen Wegen, um die Bürger besser anzusprechen«, so der Bürgermeister.

Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, diese Gelegenheit des Informationsaustausches vor Ort zu nutzen, um mit ihren Hinweisen und Anregungen einen Beitrag für die weitere Gestaltung Ihres unmittelbaren Wohnumfeldes und für eine positive Entwicklung Eberswaldes zu leisten.

Nancy Kersten
Pressesprecherin der Stadtverwaltung Eberswalde

(veröffentlicht am 10. Oktober 2018)




Die Umzäunung des neuen Hundeauslaufplatzes im südlichen »Barnimpark« (zwischen Potsdamer Allee und Havellandstraße) ist in der vergangenen Woche errichtet worden. Hundeauslaufplatz vor Öffnung

maxe. Wenn am Montag, dem 15. Oktober, um 18 Uhr in der Aula der Grundschule Schwärzesee (Kyritzer Straße 29) die diesjährige Einwohnerversammlung im Brandenburgischen Viertel beginnt, werden Bürgermeister Friedhelm Boginski und seine Stellvertreterin Baudezernentin Anne Fellner verkünden können, daß eines der Anliegen, die im Bürgerforum vor einem Jahr vorgebracht und diskutiert wurden, inzwischen umgesetzt worden ist. Seit der vergangenen Woche steht die Umzäunung für den Hundeauslaufplatz im südlichen Barnimpark.

Anfang Juli hatte es einen gut besuchten Besichtigungstermin des Geländes gegeben. Der südliche Teil des Barnimparks zwischen Potsdamer Allee und Havellandstraße wurde damals von den mehr als 50 Bürgern, die an dem Vor-Ort-Termin teilnahmen, für ideal befunden. Der zweite vorgeschlagene Standort auf den Flächen der abgerissenen Schulen an der Brandenburger Allee war deshalb gar nicht mehr besichtigt worden.

Der künftige Hundeauslaufplatz umfaßt 8.000 Quadratmeter und ist geprägt von Gras, Büschen, Bäumen und kleineren Sandflächen. Mit seiner Topographie bietet er Hunden und Hundehaltern vielfältige Möglichkeiten zum Auslaufen, Herumtollen, Spielen oder einfach zum Erholen. Die Vegetation bietet ausreichend Schattenplätze im Sommer und hat genügend Freiflächen.

Der Platz wurde auf der Grundlage des Stadtteilentwicklungskonzepts realisiert. Zunächst soll es eine Erprobungsphase geben.

(7. Oktober 2018)




Seit Juni 2018 grenzt dieser schicke Bauzaun das Grundstück an der Kreuzung Spechthausener/Eberswalder Straße von der Außenwelt ab. Innerhalb des Areals ist seitdem nichts sichtbares passiert. Die Stadtverwaltung weiß von nichts.

In den 1990er Jahren sollte dieser Baum der Neuordnung des Verkehrs an der benachbarten Kreuzung zum Opfer fallen. Eine Initiative von Eberswalder Bürgern, unter ihnen der heutige »Guten Morgen Eberswalde«-Manager Udo Muszynski, sorgte damals dafür, daß der Baum stehen blieb. Eine aktuelle Gefährdung wegen eventueller Baumaßnahmen auf dem abgegrenzten Grundstück dürfte unwahrscheinlich sein - es sei denn, an dieser Stelle ist eine Grundstückszufahrt mit separater Ampelschaltung notwendig. Sowas hat in Eberswalde Priorität.

Der Bauzaun am Kiez-Eingang

maxe. Seit Juni 2018 »ziert« ein Bauzaun die Zufahrt zum Brandenburgischen Viertel an der Kreuzung Spechthausener/ Eberswalder Straße. Mehrere Kiezbewohner hatten sich an die MAXE-Redaktion gewandt, weil sie wissen wollten, was es mit den Absperrungen auf sich hat.

Der Bauzaun erstreckt sich von den Baracken des einstigen Asylbewerberheims bis zum Toom-Parkplatz und schließt auch den Friedhof mit dem Gedenkstein davor ein. Lediglich das dortige Bethaus ist noch zugänglich. Irgendwelche Aktivitäten waren nach dem Aufstellen des Bauzauns nicht zu beobachten.

Die MAXE-Redaktion fragte daher am 19. Juli bei der Pressestelle der Eberswalder Stadtverwaltung an, ob sie mit entsprechenden Informationen weiterhelfen könne. Leider gab es keine Antwort. Vermutlich ging die Anfrage in der Urlaubszeit irgendwie verloren.

Die MAXE-Leser sind nicht so vergeßlich. Jedenfalls wurde die Redaktion kürzlich angemahnt, wo denn die Antwort auf die Frage vom Juli bleibe. Der Bauzaun stehe immer noch, ohne daß irgendwelche Aktivitäten hinter der Umzäunung ersichtlich sind.

Die MAXE-Redaktion wiederholte also am 25. September ihre Anfrage an die städtische Pressestelle und ergänzte: »Neben dem Friedhof und dem davor gelegenen Denkmal dürfte auch der alleinstehende Baum an der Kreuzung unter Schutz stehen. Zu dem Baum gab es bereits Anfang der 1990er Jahre eine erfolgreiche Initiative gegen die damals beabsichtigte Fällung. Eine Antwort auf die Frage wäre auch in diesem Zusammenhang hilfreich.«

Am 4. Oktober antwortete die Pressesprecherin Nancy Kersten:

»Gern möchte ich Ihnen antworten. Bei der Absperrung muß es sich um eine Absperrung des Grundstückeigentümers handeln. Von Verwaltungsseite aus wurde keine Sperrung veranlaßt.«

Die MAXE-Redaktion bedankt sich für diese ausführliche und aufschlußreiche Antwort.

(gm) - 5. Oktober 2018




Auch die Glocke am Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee wird sich am »Glockenläuten für den Frieden« beteiligen.

In Eberswalde und im gesamten Landkreis Barnim läuten am Internationalen Friedenstag auch die Glocken anderer Kirchen. In der Maria-Magdalenen-Kirche finden zudem regelmäßig zum Weltfriedenstag am 1. September Friedensgottesdienste statt.
Internationaler Friedenstag am 21. September:
Glockenläuten für den Frieden

Erstmals in der Geschichte wird am 21.09.2018 von 18.00 bis 18.15 Uhr das europaweite Glockenläuten anläßlich des Internationalen Friedenstages mit kirchlichen und säkularen Glocken geben, um gemeinsam ein starkes Zeichen des Friedens zu senden. Dazu rufen in Deutschland unter anderem der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das katholische Bonifatiuswerk, die Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz auf.

Auch im Barnim läuten von den Kirchtürmen die Glocken für Frieden, gemeinsam mit vielen hundert anderen in ganz Europa.

Mit dabei ist die Glocke am Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Brandenburgischen Viertel. Zu hören sind unter anderen die Glocken in:

  • Eberswalde (Finow, Evangelische Friedenskirche)
  • Eberswalde (Evangelische Maria-Magdalenen-Kirche)
  • Eberswalde (Evangelische Johanniskirche)
  • Bernau (Katholische Herz-Jesu-Kirche)
  • Biesenthal (Evangelische Stadtkirche)
  • Biesenthal (Katholische Kirche St. Marien)
  • Danewitz (Evangelische Dorfkirche)
  • Groß Schönebeck (Evangelische Immanuelkirche)
  • Joachimsthal (Evangelische Kreuzkirche)
  • Klosterfelde (Evangelische Dorfkirche)
  • Lanke (Evangelische Dorfkirche)
  • Prenden (Evangelische Dorfkirche)
  • Rüdnitz (Evangelische Dorfkirche)
  • Stolzenhagen bei Klosterfelde (Evangelische Dorfkirche)
  • Wandlitz (Katholische Kirche St. Konrad)
  • Werneuchen (Katholische Kirche St. Joseph)
  • Zerpenschleuse (Evangelische Ziegelfachwerkkirche)

Mehr Informationen finden Sie unter https://www.ekbo.de/themen/kirche-politik/friedenslaeuten.html und www.sharingheritage.de/europaweites-glockenlaeuten.

Christoph Strauß - 19. September 2018

Christoph Strauß ist Pfarrer und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Barnim.


Dietrich-Bonhoeffer-Haus - Potsdamer Allee 35 - 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383930 - Fax: 03334 383931
eMail: gemeindezentrum-bbv@t-online.de




Nach der Aktion der Alternativen Liste Eberswalde & der Partei Die PARTEI zum Stadtteilfest am 8. September auf dem Potsdamer Platz, sollen anläßlich der WHG-Mieterhöhungs-Veranstaltung am Dienstag, dem 18. September, ab 17 Uhr im Familiengarten weitere Protestaktionen gegen die aktuelle Mietpreisentwicklung folgen. Dazu haben inzwischen auch andere Gruppen aufgerufen.

Alternative Liste Eberswalde & Die PARTEI:
Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung

maxe. Mit einer gemeinsamen Aktion am Rande des Stadtteilfestest im Brandenburgischen Viertel »Fête de la Viertel« am 8. September machten die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI auf ein Problem aufmerksam, das seit einiger Zeit auch Eberswalde erreicht hat.

Mietpreissteigerungen und Mangel an bezahlbaren Wohnungen schienen lange Zeit ein Thema der großen Metropolen zu sein. In Eberswalde herrschte seit Mitte der 1990er Jahre ein Mieter-Markt. Die Menschen verließen die Stadt und Wohnungsleerstand wurde zunehmend zu einem Problem, das durch staatlich subventionierten Wohnungsabriß gelöst werden sollte. Dabei hatte die Privatisierungspolitik der städtischen WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft im Zusammenhang mit der sogenannten Altschuldenhilfe dazu geführt, daß der Abriß in einer städtebaulich katastrophalen Art und Weise erfolgte.

Während die Fördermittel für den Abriß sprudelten, blieb das Fördergeld für Sanierungen eher knapp bzw. wurde in Bereiche des sogenannten »hochwertigen« Wohnungsbaus umgeleitet (Michaelisgärten).

Inzwischen steigen die Mietpreise auch in Eberswalde rasant an. Dennoch hält es die Wohnungsgenossenschaft aus betriebswirtschaftlichen Gründen für erforderlich, weitere Wohnungen abzureißen.

Die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI wollten mit ihrer Aktion zum Stadtteilfest auf den Zusammenhang von Wohnungsabriß und steigenden Mieten aufmerksam machen.

Am Dienstag, den 18. September, lädt die größte Eberswalder Wohnungsgesellschaft, die städtische WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH, um 18 Uhr in die Hufeisenfabrik im Familiengarten ein, um über ihr aktuelles Mieterhöhungs-Konzept zu informieren (mehr Informationen dazu hier).

Inzwischen haben mehrere Gruppen dazu aufgerufen, diese Veranstaltung zu nutzen, um gegen die Mietpreissteigerungen, die nun auch Eberswalde erreicht haben, zu protestieren. Die Proteste im Familiengarten sollen gegen 17 Uhr beginnen.

(17. September 2018)


Links:
Alternative Liste Eberswalde (ALE)
Die PARTEI Brandenburg oder Die PARTEI Eberswalde auf Facebook




Mißbraucht der Fotograf dieses Foto von der Museumsinsel, oder ist es eine Form künstlerischer Freiheit?

Philosophie der Freiheit:
Ausländer mißbrauchen unser Sozialsystem?

Verzeihen Sie, lieber Leser, die provokante Fragestellung. Ist es wirklich so, daß Asylbewerber und Migranten die einzigen in Deutschland sind, die (manchmal) etwas mißbrauchen? Oder ist es nicht viel mehr so, daß alle deutschen Bürger, ob links oder rechts, ob arm oder reich, ob schwul oder hetero, mehr oder weniger Mißbrauch in bestimmten Lebensbereichen betreiben?

Wie sieht es zum Beispiel mit der Steuererklärung aus? Geht da wirklich alles mit rechten Dingen zu? Da mißbraucht der kleine Mann kleine Belege, und die große Firma mißbraucht große Belege. Und Weltkonzerne verlegen ihren Sitz gleich in eine Steueroase, um überhaupt keine Steuern zu zahlen. Wenn das kein Mißbrauch ist ...

Wir zeigen mit dem Finger auf Habenichtse, die von Stütze leben, dabei leben wir gut abgesichert in einem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes, mit automatischer Gehaltssteigerung, können fleißig das Eigenheim abbezahlen und haben keinerlei Gewissenbisse dabei, daß wir eigentlich schon ab 9 Uhr ständig auf die Uhr schauen, wann denn endlich Feierabend ist.

Auch Beamte lassen sich sich mißbrauchen: mit dem Verzicht auf Streikrecht, mit unbedingter Mobilität, mit dem Kampf gegen die Langeweile des Dienstes und mit der Annahme des dreizehnten Monatsgehaltes, einer ganz klaren Form staatlicher Bestechung, wovon Hartz-IV-Empfänger nur träumen können. Doch wo wären wir ohne die Beamten? Dann hätten wir wieder eine Oberschicht mit Parteiabzeichen ...

Den Mißbrauch sieht man jederzeit in jeder Stadt. Wenn Personen, die kaum größer als 1,70 sind, mit einem tonnenschweren Special Urban Vehicle (SUV) über die Straßen donnern, und das nur, um den Unannehmlichkeiten des Öffentlichen Nahverkehrs zu entgehen, ist das ein Mißbrauch der Ressourcen dieses Planeten und der Möglichkeiten seiner Klimaregulierung, der einen sprachlos macht. Im Prinzip mißbrauchen diese Menschen sich selber und das Leben und die Zukunft ihrer Kinder.

Über Mißbrauch wird gar nicht nachgedacht. In der Kindererziehung zum Beispiel, gibt es viele Grauzonen, die in den Mißbrauch von Seelen führen. Wenn die Eltern sich ständig streiten, wenn ein Kind als Ersatzpartner mißbraucht wird, wenn ein Kind Aufgaben übernehmen muß, die es überfordern. Oder wenn nur mit Strafen und Vorwürfen erzogen wird. Der Mißbrauch macht die Kinder dann krank!

Oder nehmen wir unsere Demokratie: Ist es nicht ein Mißbrauch, wenn wir nur alle vier Jahre einen Stimmzettel ausfüllen können, ansonsten aber nicht viel zu melden haben? Wo ist die echte Bürgerbeteiligung? Und wenn dann mal ein Bürgerbegehren gestartet wird, reden die Politiker nur von Mißbrauch, und setzen die Hürden unüberwindbar hoch. Wer mißbraucht da was?

Auch in der Freizeit wird kräftig mißbraucht. Daß Spitzensportler ihren Körper mißbrauchen, ist ein offenes Geheimnis; aber auch Freizeit-Kicker mißbrauchen ihre Knochen, ihre Sehnen und Gelenke, um im Wettkampf - und sei es jenseits der 50 - mithalten zu können. Das führt unweigerlich in die mißbräuchliche Inanspruchnahme der Leistungen des Gesundheitssystems, das ohne die vielen Sportverletzungen nur halb so viel zu tun hätte.

Hier sei die Frage gestattet: Mißbrauchen auch Rentner unser Sozialsystem? Die jetzige Goldene Generation mit gut gefülltem Rentenkonto leistet sich Welt- und Auslandsreisen, ein neues Eigenheim oder Luxus-Appartments für Senioren, und das von den Rentenbeiträgen der jüngeren Generation, die in ferner Zukunft sich so etwas nicht mehr leisten wird können. Ist das ein Mißbrauch der Generationen-Solidarität? In traditionellen Gesellschaften wurden die Älteren von den Kindern versorgt. Es gab zwar keine Rente, aber dafür musste auch kein aufwändiges Pflegesystem installiert werden.

Heute müssen sich die Kinder in Erzielung des Profits ihres zwielichtigen Arbeitgebers mißbrauchen lassen und haben keine Zeit mehr für die Familie, weder für die Kleinen, noch für Oma und Opa. Das Leben, das doch eigentlich ein Fest sein soll, wird buchhalterisch zerhackt in Stunden und Minuten, in denen man funktionieren muss, oder man wird aussortiert wie ein fauler Apfel und wird auf den Müllhaufen der Gesellschaft geworfen, wo man nur von Hartz-IV lebt und sich schließlich des Elends des Mißbrauchs von Lunge und Leber ergibt.

Soviel Mißbrauch gibt es in unserem Land! Und doch leben wir in einer freien Gesellschaft. Nur eine Diktatur wird es je schaffen, Mißbrauch einzuschränken - doch Diktaturen hatten wir eigentlich schon genug, nicht wahr? Bevor wir mit dem Finger auf andere zeigen, sollten wir genau überlegen: "Wen oder was mißbrauche ich eigentlich?"

Jürgen Gramzow - 10. August 2018




Die Partei Die PARTEI grillt

maxe. Das Sommertreffen des Ortsvereins Eberswalde der Partei Die PARTEI findet am Sonntag dem 12. August, um 16 Uhr, in »Selifs Snack« (Käthe-Kollwitz-Str. 41-45, 16225 Eberswalde) statt!

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Bericht vom LandesPARTEItag der Partei Die PARTEI, die Vorbereitung von zwei konkreten politischen Aktionen sowie die Vorbereitung des Barnimer KreisPARTEItages der Partei Die PARTEI, der planmäßig im Oktober/November zusammenkommen wird. Dort wird es nicht zuletzt darum gehen, wie und ggf. mit welchen Partnern sich die Partei Die PARTEI an den kommenden Wahlen beteiligen wird.

Ganz nebenbei wird im übrigen gegrillt - wie betont wurde, unter Beachtung der Brandschutzvorschriften. Wer oder was gegrillt wird, war der Pressemitteilung der Partei Die PARTEI leider nicht zu entnehmen.

Die Partei Die PARTEI sieht sich als die echte Alternative zu den nicht mehr ernst zu nehmenden sogenannten »etablierten« Parteien in der Bundesrepublik. Insbesondere auf Bundes- und Europaebene wird die Partei Die PARTEI in den öffentlichen Medien oft nur als »Spaßpartei« wahrgenommen. Die dahinterliegende ernsthafte Gesellschaftskritik soll auf diese Weise ausgeblendet werden. Die Partei Die PARTEI will aber - vor allem auf kommunaler Ebene - durchaus mehr sein, als bloß eine »Spaßpartei«. Auch darum soll es am 12. August gehen.

(29. Juli 2018)




Patricia Berndt Ute Truttmann
Neues Quartiersmanagement

Nachdem wir das QM-Büro im Bürgerzentrum nach sechsmonatiger Ruhephase neu bezogen und uns in das Vorliegende eingearbeitet haben, die ersten Tage im Gebiet unterwegs waren und erste Gespräche mit Akteuren sowie mit der Stadtverwaltung geführt haben und uns auch im Ausschuß für Bildung, Jugend und Sport vorgestellt haben, möchten wir uns nun auch auf diesem Wege bei Ihnen vorstellen.

Wer wir sind...

Wir, das sind Patricia Berndt und Ute Truttmann von der S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH. Wir sind von der Stadt Eberswalde zur Durchführung des Quartiersmanagements von Mai 2018 bis September 2019 beauftragt worden.

In dieser Zeit möchten wir gerne auf die Erfolge, insbesondere der vergangenen 1,5 Jahre aufbauen und zusammen mit Ihnen die Weiterentwicklung des Brandenburgisschen Viertels voranbringen.

Unsere nächsten Schritte...

Dazu sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen und gerne möchte wir schnell mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ein erster wichtiger Meilenstein wird daher die Durchführung eines Trägertreffens sein, das noch vor den Sommerferien Ende Juni 2018 stattfinden soll.

Ein weiterer wichtiger Schritt der ansteht, ist die kommende Sitzung des Sprecherrats am Montag, den 11. Juni, 17 Uhr.

Um gemeinsam mit Ihnen kleine und große Projekte umzusetzen, beraten und unterstützen wir Sie auch gerne von der Antragstellung bis zur Abrechnung. Kommen Sie auf uns zu und üben Sie Nachsicht, wenn wir noch nicht gleich »alles und alle auf dem Schirm haben«.

Wie sie uns erreichen können...

Sie finden uns zur Sprechzeit im Stadtteilbüro Brandenburgisches Viertel im Bürgerzentrum (Schorfheidestraße 13), wie gehabt dienstags von 13 bis 18 Uhr sowie gerne nach Vereinbarung.

In den kommenden Monaten sind wir an zwei bis drei Tagen in der Woche im Gebiet tätig, in der Regel dienstags uns donnerstags sowie zu anstehenden Terminen im Viertel. Sollten Sie uns außerhalb der Sprechstunde nicht im Büro antreffen, sind wir im Viertel unterwegs. Daher wäre es gut, wenn Sie uns für ein Gesprächstermin vorab eine kurze Nachricht senden oder anrufen (Kontaktdaten siehe unten).

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen und ein gemeinsames Voranbringen notwendiger und möglicher Schritte hier im Brandenburgischen Viertel!

Herzliche Grüße

Patricia Berndt und Ute Truttmann

(veröffentlicht am 2. Juni 2018)

Siehe auch: »Quartiersmanagement nun extern«, »Sprecherrat im Bonhoefferhaus« und »Bewohnerumfrage zum Brandenburgischen Viertel«


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel · Kontaktbüro Soziale Stadt
Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 18 Uhr
Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 818245 (Di, Mi, Do) oder 030 44363691 (Mo & Fr)
eMail: oder




Nach vier Monaten Vakanz:
Quartiersmanagement nun extern

maxe. Seit dem 2. Mai hat das Brandenburgische Viertel wieder ein Quartiersmanagement. Nachdem Quartiersmangerin Johanna Johne-Akçinar Ende 2017 in die Elternzeit ging, blieb der Posten zunächst vier Monate lang unbesetzt. Auf eine im Herbst 2017 erfolgte Ausschreibung für eine befristete Stelle, mit der die Elternzeit überbrückt werden sollte, meldeten sich laut Auskunft des städtischen Sozialdezernats keine geeigneten Bewerber. Daher entschloß sich die Stadtverwaltung, das Quartiersmanagement vorübergehend an einen Fremdanbieter zu vergeben.

Über die Wirksamkeit des immerhin seit 2003 personell durch die Stadtverwaltung selbst getragene Quartiersmanagement wird in der Vergabevorlage geurteilt, daß mit Hilfe des Quartiersmanagements »erste Aktivierungs- und Einbindungsversuche der Bürgerschaft als auch verschiedener Akteure vor Ort umgesetzt« wurden, so daß – mithin nach fast 15 Jahren – »erste Impulse zur positiven Entwicklung und Imagebildung erfolgten«.

Zugleich wurden in dieser Zeit zahlreiche »Impulse« und Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern des Viertels seitens der Stadtverwaltung abgeblockt. Letzteres blieb natürlich in der Verwaltungsvorlage unerwähnt und ist ja auch kein Alleinstellungsmerkmal für unseren Kiez.

Die Fremdvergabe erfolgte im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung, für die sechs »grundsätzlich fachkundige und leistungsfähige Büros um ein entsprechendes Angebot« gebeten wurden. Drei Firmen gaben ein entsprechendes Angebot ab, darunter zwei Berliner Büros und die bereits im Kiez agierende Bildungseinrichtung Buckow e.V. aus Lichterfelde.

Als Kriterien zur Vergabe wurden im Rahmen eines Kurzkonzeptes Instrumente zur Aktivierung und Motivierung der Bevölkerung sowie zur Imageverbesserung des Viertels (20%), der Nachweis von Erfahrungen und Kompetenzen bei der Bearbeitung ähnlich gelagerter Aufträge (30%) sowie der Gesamtpreis (50%) herangezogen.

Die S.T.E.R.N. Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung mbH hatte zwar mit 74.709,69 Euro das teuerste Angebot abgegeben und lag hinsichtlich der neuen Instrumente zur Aktivierung gleichauf zu den Mitbewerbern, konnte aber laut Aussage der Stadtverwaltung deutlich hinsichtlich der Erfahrungen aus gleichartigen Aufträgen überzeugen.

Die Hauptausschußmitglieder folgten dem Verwaltungsvorschlag und betrauten die STERN GmbH in einstimmigem Votum mit dem bis September 2019 befristeten externen Quartiersmanagement für das Brandenburgische Viertel.

Die STERN GmbH ist keineswegs unbekannt in Eberswalde und im Kiez. Im Jahr 2017 war die Gesellschaft für die »Evaluierung des Verstetigungskonzeptes Soziale Stadt« verantwortlich.

Sozialdezernent Prof. Dr. Jan König informierte, daß sich das externe Quartiersmanagement am 16. Mai in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Sport (18.15 Uhr im Saal des Bürgerbildungszentrums Amadeu Antonio in der Puschkinstraße 13, TOP 9) vorstellen wird.

In der gleichen Sitzung wird Petra Pauli über die Allgemeine Soziale Beratung der Kinder-, Jugend- und Seniorenhilfe Buckow gGmbH, die in der Spreewaldstraße 20-22 angeboten wird, informieren.

(10. Mai 2018 - gm)




Kurz vor Wahlende im Stimmbezirk 21 von Eberswalde, im Wahllokal in der Grundschule "Schwärzesee" im Brandenburgischen Viertel. Stichwahl zum Landratsamt

maxe. Die Wahlbeteiligung bei der entscheidenden Stichwahl zum Landrat des Kreises Barnim ist erwartungsgemäß niedriger ausgefallen als der erste Wahlgang. Kurz vor 18 Uhr hatten im Stimmbezirk 21 im Wahllokal der Grundschule Schwärzesee erst 62 Bürger ihre Stimme abgegeben, und das von 1092 Wahlberechtigten in diesem Wahlbezirk. Auf dem Foto: die letzte Wählerin des Tages hat ihren Stimmzettel eingeworfen. Wahlleiter Ralph Hoeck (hinten) überwacht den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl.

Um Punkt 18 Uhr ging es zur Öffnung der Urne und zur Auszählung der Stimmkreuze, entweder für Othmar Nickel (CDU) oder Daniel Kurth (SPD/LINKE). Nach dem vorläufigen Endergebnis liegt der linke Kandidat mit barnimweiten 61,2 Prozent vor dem bürgerlichen Bewerber mit 38,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei insgesamt 18,7 Prozent. Damit ist die Kür des Landrates durch die Bevölkerung erneut gescheitert. Die Wahlbeteiligung hätte bei diesem Ergebnis (61,2 % für Kurth) mindestens 24,5 Prozent betragen müssen.

6. Mai 2018




Der Kreisverband Barnim der Partei Die PARTEI informiert:
Die Partei Die PARTEI auf Reisen

Am 11. März reiste der Kreisverband (KV) Barnim der Partei Die PARTEI zur Landesklausurtagung der Partei Die PARTEI nach Potsdam. Die fünf Genossinnen und Genossen vertraten nicht nur den KV Barnim, sondern zugleich die in Gründung (i.G.) befindlichen Ortsverbände (OV) Panketal und Eberswalde. Der OV Eberswalde wurde am Ende der Veranstaltung formell gegründet, ist also nicht mehr OV i.G..

Der Landesverband (LV) Brandenburg, vertreten durch den GröLVBaZ* Lars Krause, informierte während der Veranstaltung die Mitgliedsverbände unter anderem über die Wahlergebnisse der Partei Die PARTEI zur Bundestagswahl 2017, aber auch über die Struktur und die Vernetzung der Orts- und Kreisverbände mit dem Landesverband.

Abschließend wurde über das Mega-Wahljahr 2019 gesprochen, für welches Die PARTEI das Ziel 300% ausgab. Jeweils 100% bei Kommunal, Landtags und Europawahl - verbunden mit der Machtübernahme.

Der Kreisverband Barnim bedankt sich herzlich für die Einladung zur Klausurtagung und ganz besonders beim KV Potsdam, der die Veranstaltung organisierte.

Auch beim neugegründeten OV Eberswalde, der wie gesagt seit der Gründung kein OV i.G. mehr ist, möchte sich der Kreisvorstand bedanken. Gleichzeitig ruft der KV Barnim alle Mitglieder und potentielle Neumitglieder zur Mitarbeit in der Partei Die PARTEI auf, denn sie ist sehr gut.

Der Kreisvorstand Barnim der Partei Die PARTEI - 20. März 2018

* für alle Unwissenden: GröLVBaZ heißt Größter Landesvorsitzender Brandenburgs aller Zeiten oder so ähnlich.


Die PARTEI Brandenburg



Bürgerbegehren »Heegermühler Straße« ist zulässig

Die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« hat mittlerweile 2.400 Unterschriften gesammelt. Etwa 1.100 gültige Unterschriften sind noch notwendig, um das Bürgerbegehren erfolgreich ein­reichen zu können.

Wir bedanken uns bei den bisherigen Unterzeichnern.

Niemand kann den Eberswalder Bürgern das Recht streitig machen, ein Bürgerbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Über die Zulässigkeit entscheidet nach der Einreichung die Stadtverordnetenversammlung und nicht die Baudezernentin.

Unser Bürgerbegehren zielt auf die Einhaltung von Recht und Gesetz in Gestalt des Verkehrsentwicklungsplans von 2008. Dieser sieht Radstreifen in der Heegermühler Straße erst nach Fertigstellung einer Umgehungsstraße vor, durch die der Verkehr in der Heegermühler Straße spürbar entlastet wird. Und das auch nur als Zwischenlösung.

Die aktuelle Verkehrsbelastung der zentralen Verkehrsachse von Eberswalde, man denke nur an die vielen LKWs, erlaubt kein sicheres Nebeneinander von Kraftverkehr und Radfahrern auf einer Fahrbahn.

Setzen Sie dieser Farce ein Ende! Nehmen Sie ihr demokratisches Recht wahr, sich in die Unterstützungslisten einzutragen!

Gerd Markmann und Dr. Ulrich Pofahl
(Sprecher der Bürgerinitiative RADWEGE IN EBERSWALDE)

(7. März 2018)


Diese Mitteilung finden Sie auch zum Ausdrucken. Weitere Informationen zur Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« finden Sie hier




Am 19. März trifft sich im Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Sprecherrat »Soziale Stadt« zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr. Die ehrenamtlichen Mitglieder organisieren die Versammlung diesmal ohne die Unterstützung durch das städtische Quartiersmanagement selbst. Quartiersmanagerin Johanna Johne sieht Mutterfreuden entgegen. Einen Ersatz für ihre Elternzeit konnte die Stadtverwaltung trotz Ausschreibung nicht finden. Sprecherrat im Bonhoefferhaus
Ehrenamtler organisieren sich eigenständig

Das Quartiersmanagement ist noch unbesetzt und so versuchen wir neben unseren eigentlichen Aufgaben vorübergehend das Netz zu halten und hoffen auf Tragfähigkeit.

Wir laden Sie herzlich ein, am Montag, den 19. März, um 17 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus den ersten Sprecherrat in diesem Jahr mit uns abzuhalten.

Noch ist unklar ob die Stadtverwaltung Eberswalde in Form von Herrn Prof. Dr. Jan König anwesend sein wird. Eine Einladung hat der Dezernent für soziale Angelegenheiten bekommen.

Wir gehen davon aus, dass spätestens am 19. März eine offizielle Information bezüglich der Besetzung und Arbeit des Quartiersmanagements seitens der Stadtverwaltung an uns Akteure im Brandenburgischen Viertel rausgegeben wird.

In Vorbereitung auf den oben genannten Termin, bitten wir Sie gewünschte Themen an zu senden, sodaß wir einen Vorschlag für die Tagesordnung zusammenstellen können.

Wir verbleiben mit freundlichen und hoffnungsvollen Grüßen,

Dorothea Malik & Jörg Renell – 5. Februar 2018

Kontakt: oder


Dietrich-Bonhoeffer-Haus · Potsdamer Allee 35 · 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383930 · Fax: 03334 383931




Bürgeriniative "Radwege" berichtet:
Große Resonanz beim Bürgerbegehren Heegermühler Straße

maxe. Das im September 2017 gestarte Bürgerbegehren zur Wiederherstellung der Zweispurigkeit in der Heegermühler Straße im Stadtteil Westend von Eberswalde befindet sich auf dem Höhepunkt der Unterschriftensammlungen. Mittlerweile haben 1.887 Eberswalder Bürgerinnen und Bürger mit der Unterschrift auf entsprechenden Listen ihre Unzufriedenheit mit der von der Stadtverwaltung geschaffenen Verkehrssituation beurkundet.

Diese hohe Zahl an Unterstützern sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß noch viel Arbeit vor der Bürgerinitiative "Radwege in Eberswalde" steht, um die Mindestzahl an Unterschriften für ein erfolgreiches Bürgerbegehren - nämlich ca. 4.000 - zu erreichen.

Die Sprecher der Initiative Gerd Markmann und Dr. Ulrich Pofahl weisen darauf hin, daß für eine gültige Zählung der Unterschrift sowohl das Geburtsdatum des Unterzeichnenden, als auch die jetzige Anschrift in Eberswalde (mit Hausnummer) angegeben werden muss. Das seien leider die gesetzlichen Vorgaben.

Die Bürgerinitiative will erreichen, dass für Radfahrer an dieser Stelle der Heegermühler Straße vernünftige Radwege gebaut werden und dass der Verkehr auf der B167 wieder reibungslos fließen kann, um insbesondere den Obusverkehr nicht weiter zu behindern. Außerdem kommt es für PKW-Fahrer zu unklaren Spurfestlegungen, die die Unfallgefahr erhöhen. Zählungen des Radverkehrs an der Ecke Heegermühler Str./Triftstraße (siehe BBP 10/2017) ergaben, dass nur wenige Radfahrer die angeboten Spuren nutzten und stattdessen lieber auf dem Gehweg unterwegs waren.

Die Eintragungslisten für das Bürgerbegehren sind an verschiedenen Stellen der Stadt ausgelegt und werden regelmäßig eingesammelt. Hier einige ausgewählte Einrichtungen, wo man unterschreiben kann:

Eberswalde-Stadtmitte

  • Buchhandlung Mahler
  • Café Märkisch Edel am Markt
  • Grill&Frank (Goethestr. 17)
  • Optic Ortel (An der Friedensbrücke 23)
  • Druckexpreß Eberswalde (Eisenbahnstr. 86)
  • Yamans Grillhaus (Eisenbahnstr. 88)
  • Camilla Pflegedienst (Rudolf-Breitscheid-Str. 1)
  • Hörgeräte Knoll GmbH (Weinbergstraße 15A)
  • Autohaus Meißner (Schneidemühlenweg 7)
  • CityBriefBote (Schneidemühlenweg 13)
  • Restaurant »Haus am Finowkanal« (Bergerstr. 99)
  • Autohaus Schley (Bergerstr. 104)
  • Schlüsseldienst Barnim (Schicklerstraße 1)
  • Vispa/Kennzeichen für Kraftfahrzeuge (Gerichtsstr. 1)
  • Zahnärztin Frau Ulrike Houdelet (Kreuzstraße 25)
  • An- und Verkauf (Eisenbahnstraße, Nähe Bahnhof)

Leibnizviertel:

  • Speicher · Sozialkaufhaus (Leibnizstr. 37)
  • Stöber-Eckchen (Breite Str. 113)

Westend:

  • Zeitung- und Postladen Westend-Center
  • Restaurant »Wilder Eber« (Heegermühler Str. 16)

Brandenburgisches Viertel:

  • Mieterbüro TAG (Frankfurter Allee 13)
  • Physiotherapie P&P Liedtke (Spreewaldstr. 2)
  • Bäckerladen Märkisch Edel am EKZ »Heidewald«
  • Lotto-Tabak-Presse-Shop im EKZ Heidewald (Potsdamer Allee 41)
  • Speicher · Sozialkaufhaus (Heidewald)
  • Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Potsdamer Allee 35)
  • Postfiliale, Tee & Zubehör S. Alisch (Frankfurter Allee 55)
  • Barbierstube (Frankfurter Allee 59)
  • Zahnarztpraxis Kubin (Brandenburger Allee 17)

Finow:

  • Zoo & Co. Herzberg (Eberswalder Str. 12, Gewerbegebiet an der Spechthausener Kreuzung)
  • LEPI Markenschuhe Filiale Eberswalde (Fritz-Weineck-Str.)
  • LTP-Shop im EKZ Kleiner Stern (Eberswalder Str. 87a)
  • Bäckerladen im "schwarzen" NETTO (Eberswalder Str. 86)
  • Frisör am Kleinen Stern (Eberswalder Str. 83)
  • ETC Viktor Jede (Eberswalder Str. 121)
  • Kinderarztpraxis Felicitas Ziegler (Eberswalder Str. 68)

Clara-Zetkin-Siedlung:

  • Antennen-, TV- und Videoservice D. Buß (Fichtestr. 12)

Ostend/Sommerfelde/Tornow:

  • Möbelhaus in Ostend (Saarstr.)
  • "Guidos Selbsthilfewerkstatt" im Eberswalder Ortsteil Tornow
  • HEM Tankstelle (Freienwalder Straße)

Die vollständige Liste der Auslegestellen finden Sie unter radwege.alternative-eberswalde.de.

Alle Bürger der Stadt Eberswalde seien aufgerufen, ein klares Zeichen zu setzen für bessere Radwege, für mehr Verkehrssicherheit und gegen einsame Entscheidungen in Rathausstuben, so die beiden Sprecher der Bürgerinitiative "Radwege in Eberswalde".

(jg) - 23. Januar 2018




Eisige Zeiten. Kein Glück mit Pressesprechern
Nach nur drei Wochen: »Arbeitsverhältnis beendet«

maxe. Der Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) hat kein Glück mit seinen Pressesprechern. Nun ist ihm schon wieder einer abhanden gekommen. Neuer Rekord ist, daß es nicht einmal einen Monat gedauert hat.

Nur eine Woche nach dem im Vergleich zu den vorherigen Events nur mäßig besuchten Neujahrsempfang des Bürgermeisters in der Goethe-Oberschule, der Boginski einst als Schulleiter vorstand, versendete die städtische Pressestelle am Montag, den 22. Januar 2018, um 16.45 Uhr folgende Mitteilung:

Arbeitsverhältnis beendet

Die Stadt Eberswalde und Lutz Lorenz haben sich voneinander getrennt. Lutz Lorenz hatte Anfang Januar den Posten des Pressesprechers in der Stadtverwaltung übernommen.

Die Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernimmt bis auf weiteres wieder Nancy Kersten, die Amtsleiterin des Bürgermeisterbereiches.

Die Liste der verbrauchten Pressesprecher oder Pressestellenmitarbeiter ist lang. Erst im vorigen Jahr war die von der Gemeinde Schorfheide abgeworbene Pressesprecherin Heike Wähner zur städtischen Tochtergesellschaft WHG delegiert worden (auch dort blieb sie nicht lange). Alexander Leifels und Harald Hähnel sind weitere städtische Presseleute, die - meist nach Auseinandersetzungen mit dem Bürgermeister - den »blauen Brief« erhielten oder sich »einvernehmlich« von ihrem Job trennten.

(22. Januar 2018)




Die PARTEI will an die Macht!
100 Prozent sind das Wahlziel zur Kommunalwahl 2019

Am 10. Oktober 2017 fand im schönen Lanke der Kreisparteitag der PARTEI für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – Die PARTEI – statt. Der Einladung des Kreisvorstandes der Partei Die PARTEI zum diesjährigen KreisPARTEItag folgten zehn Mitglieder, darunter fünf Neumitglieder.

Die Tagesordnung sah neben der Neuwahl des Vorstands sowie dem Kassenbericht auch die Formulierung von Zielen für die nächsten Jahre vor. Die Mitglieder einigten sich schnell darauf, zur Kommunalwahl 2019 im Barnim kandidieren zu wollen und die entsprechenden juristischen Hürden schnellst möglich zu überspringen. Verbunden mit der Machtübernahme im Barnim, war das erklärte Ziel der Mitglieder, bei der nächsten Kommunalwahl die 100% zu erreichen. Abseits der möglichen Wahlerfolge, setzte man sich ebenfalls das Ziel, die Basis der Partei in der kommenden Zeit zu entwickeln. Zu diesem Zweck sollen Ortsverbände sowie eine Hochschulgruppe an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde geründet werden.

Folgende Mitglieder wurden in den Kreisvorstand der Partei die PARTEI gewählt: Mario Schlauß Vorsitzender, Andrea Tholl stell. Vorsitzende, Marcell Lehmann Schatzmeister, Michelle Abraham Schriftführerin

Selbstverständlich können sich alle interessierten und veränderungswilligen Mitbürger dem Kreisverband Barnim anschließen. Der Kreisvorstand der Partei, Die PARTEI ist über folgender E-Mailadresse erreichbar: Mario.schlauss@parteimail.de

Die PARTEI, Kreisvorstand Barnim - 22. Oktober 2017




In unserem Kiez hatten fünf Wahllokale geöffnet: im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße, bei Buckow e.V. in der Spreewaldstraße, in der Heidewaldsporthalle Frankfurter Allee sowie zwei Wahllokale in der Schwärzesee-Grundschule. Wahl zum Deutschen Bundestag

Vorläufiges amtliches Ergebnis (Bundeswahlleiter):

maxe. Nach dem vorläufigen Ergebnis von 20.41 Uhr sind in allen fünf Wahlbezirken im Brandenburgischen Viertel die Stimmen ausgezählt worden. Hier die Ergebnisse:

Wahlbezirk 18 (Bürgerzentrum)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 881 881
Wähler/innen 437 49,6% 437 49,6%
Gültige Stimmen 432 428
CDU (Koeppen) 96 22,2% 91 21,3%
SPD (Zierke) 85 19,7% 78 18,2%
DIE LINKE (Büttner) 90 20,8% 89 20,8%
AfD (John) 114 26,4% 115 26,9%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 12 2,8% 12 2,8%
NPD 4 0,9%
FDP (Schieritz) 13 3,0% 13 3,0%
FREIE WÄHLER (Klix) 6 1,4% 6 1,4%
MLPD 1 0,2%
BGE 2 0,5%
DKP (Zieger) 4 0,9% 2 0,5%
DM 2 0,5%
ÖDP 0 0,0%
Die PARTEI (Petzold) 12 2,8% 4 0,9%
Die Tierschutzpartei 9 2,1%

Wahlbezirk 19 (Buckow e.V.)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 940 940
Wähler/innen 383 40,7% 383 40,7%
Gültige Stimmen 371 372
CDU (Koeppen) 92 24,8% 92 27,7%
SPD (Zierke) 70 18,9% 69 18,5%
DIE LINKE (Büttner) 92 24,8% 87 23,4%
AfD (John) 84 22,6% 85 22,8%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 7 1,9% 3 0,8%
NPD 2 0,5%
FDP (Schieritz) 12 3,2% 14 3,8%
FREIE WÄHLER (Klix) 6 1,6% 3 0,8%
MLPD 0 0,0%
BGE 2 0,5%
DKP (Zieger) 0 0,0% 0 0,0%
DM 1 0,3%
ÖDP 0 0,0%
Die PARTEI (Petzold) 8 2,2% 7 1,9%
Die Tierschutzpartei 7 1,9%

Wahlbezirk 20 (Sporthalle Am Heidewald)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 798 798
Wähler/innen 400 50,1% 400 50,1%
Gültige Stimmen 392 392
CDU (Koeppen) 85 21,7% 74 18,9%
SPD (Zierke) 75 19,1% 76 19,4%
DIE LINKE (Büttner) 95 24,2% 84 21,4%
AfD (John) 102 26% 105 26,8%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 13 3,3% 11 2,8%
NPD 8 2,0%
FDP (Schieritz) 8 2,0% 7 1,8%
FREIE WÄHLER (Klix) 6 1,6% 5 1,3%
MLPD 0 0,0%
BGE 0 0,0%
DKP (Zieger) 0 0,0% 1 0,3%
DM 2 0,5%
ÖDP 1 0,3%
Die PARTEI (Petzold) 8 2,0% 8 2,0%
Die Tierschutzpartei 10 2,6%

Wahlbezirk 21 (Grundschule Schwärzesee 1 - Aula)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 1030 1030
Wähler/innen 432 41,94% 432 41,94%
Gültige Stimmen 419 417
CDU (Koeppen) 88 21,0% 77 18,5%
SPD (Zierke) 111 26,5% 84 20,1%
DIE LINKE (Büttner) 100 23,9% 102 24,5%
AfD (John) 92 22,0% 104 24,9%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 5 1,2% 5 1,2%
NPD 5 1,2%
FDP (Schieritz) 12 2,9%
FREIE WÄHLER (Klix) 3 0,7% 5 1,2%
MLPD 1 0,2%
BGE 3 0,7%
DKP (Zieger) 3 0,7% 4 1,0"
DM 0 0,0%
ÖDP 0 0,0%
Die PARTEI (Petzold) 5 1,2% 2 0,5%
Die Tierschutzpartei 8 1,9%

Wahlbezirk 22 (Grundschule Schwärzesee 2 - Schule)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 924 924
Wähler/innen 334 36,15% 334 36,15%
Gültige Stimmen 324 323
CDU (Koeppen) 52 16,0% 44 13,6%
SPD (Zierke) 76 23,5% 63 19,5%
DIE LINKE (Büttner) 64 19,8% 64 19,8%
AfD (John) 97 29,9% 95 29,4%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 11 3,4% 20 6,2%
NPD 7 2,2%
FDP (Schieritz) 11 3,4% 9 2,8%
FREIE WÄHLER (Klix) 1 0,3% 0 0,0%
MLPD 0 0,0%
BGE 3 0,9%
DKP (Zieger) 2 0,6% 1 0,3%
DM 2 0,6%
ÖDP 3 0,9%
Die PARTEI (Petzold) 10 3,1% 5 1,5%
Die Tierschutzpartei 7 2,2%

Briefwahl Wahlbezirk 13-15, 18-22, 33, 35
(Leibnizviertel, Brandenburgisches Viertel, Spechthausen und Südend)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte
Wähler/innen 809 % 809 %
Gültige Stimmen 802 802
CDU (Koeppen) 198 24,7% 187 23,3%
SPD (Zierke) 199 24,8% 172 21,4%
DIE LINKE (Büttner) 175 21,8% 176 21,9%
AfD (John) 112 14,0% 114 14,2%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 39 4,9% 42 5,2%
NPD 6 0,7%
FDP (Schieritz) 31 3,9% 34 4,2%
FREIE WÄHLER (Klix) 19 2,4% 13 1,6%
MLPD 2 0,2%
BGE 7 0,9%
DKP (Zieger) 5 0,6% 0 0,0%
DM 7 0,9%
ÖDP 5 0,6%
Die PARTEI (Petzold) 24 3,0% 18 2,2%
Die Tierschutzpartei 19 2,4%

Die Wahlbeteiligung für Gesamt-Eberswalde betrug 65,5 Prozent.

24. September 2017 - Quelle: https://service.uckermark.de/wahlen/btw2017.html




Sozialreferentin Barbara Bunge auf dem Einwohnerforum:
»Integration geht alle an«

maxe. Auf der Einwohnerversammlung am Abend des 19. September 2017 in der Aula der Grundschule »Schwärzesee« stellte nach dem Beifall für Patricia Berndt (die die Ergebnisse der Einwohnerbefragung präsentierte) die Sozialreferentin der Stadt Eberswalde, Barbara Bunge, die Erfolge und Mißerfolge des Programms »Soziale Stadt«aus der Sicht des Quartiersmanagement vor:

Barbara Bunge resümierte, viele Dinge seien falsch eingeschätzt worden; insbesondere sei unterschätzt worden, wieviel Zeit man brauchen würde um mit den Menschen in Kontakt zu kommen, um Vertrauen aufzubauen, um ihnen auch Vertrauen zu schenken und sie »mitzunehmen«, damit ein Verständnis aufgebaut werden kann.

Nach diesem Umsteuerungsprozeß sei das Programm »Soziale Stadt« auf einem guten Weg, aber, betonte die Sozialreferentin, es habe die Verstetigungsphase noch lange nicht erreicht. Deshalb kam es auch zur erneuten Evaluierung (einschließlich Befragung), um zu sehen: »Wie ist unser Stand als Quartiersmanagement?« Es zeigte sich, daß dieses Instrument der Stadtplanung umgestaltet werden und an die neuen Herausforderungen angepaßt werden müsse, die sich im Brandenburgischen Viertel ergeben haben.

Mit einer gewissen Portion Stolz berichtete die Sozialreferentin der Stadt von einem neuen Vertrag mit der Bundesagentur für Arbeit, die nun zum ersten Male gebietsbezogene Arbeitsmarktdaten zur Verfügung stelle, so daß ein stadtteilbezogenes Sozial-Monitoring möglich sei.

Barbara Bunge schlug ebenfalls vor, daß aus Sicht des Quartiersmanagements das Programm »Soziale Stadt« ab 2019 fortgeführt werden muß, und daß darüber hinaus »Erweiterungsfelder im investiven und nichtinvestiven Bereich« benötigt werden. Sie fragte zudem rhetorisch: »Welche Aufgabe soll das Quartiersmanagement haben?«, um gleich die Antwort zu liefern: es müsse auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels ausgerichtet sein!

Direkte Kontakte zum Bürger seien nötig, ein »Kümmerer« müsse man sein, sich die Sorgen der Bürger anhören, ihre Vorschläge ernst nehmen und gegebenfalls der Verwaltungsspitze als Handlungsoptionen vorzuschlagen. So hätte das Quartiersmanagement, wie im letzten Einwohnerforum vorgeschlagen, den Potsdamer Platz für sich entdeckt, der in den letzten 15 Wochen durch verschiedenste Aktionen bespielt wurde. Sie seien überrascht über den großen Zuspruch gewesen, müßten aber nun auch auswerten, welche Dinge weniger gut angenommen worden sind.

»Ihre Anwesenheit auf dem Potsdamer Platz« habe gezeigt, so Barbara Bunge mit Blick auf die Einwohnerinnen und Einwohner, die zu den »Bespielungen« kamen, daß er ein Ort für die Kontaktaufnahme ist, ein Ort für kulturelle Angebote und ein Platz, wo man gemeinsam aktiv sein kann. Auch das Finden einer Form für die Vernetzung und Abstimmung der verschiedensten Träger im Viertel sein enorm wichtig, um ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen und neue Ideen zu entwickeln.

Zum Abschluß gab die Sozialreferentin bekannt, daß man der Stadtverordnetenversammlung im November vorschlagen werde, einen Grundsatzbeschluß zu verabschieden, der die »Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes für das Brandenburgische Viertel« beinhalten soll und, natürlich, die Fortführung des Programms »Soziale Stadt« mit neuen Schwerpunkten, wie folgt:

  • Der wichtigste Schwerpunkt sei die Integrationsarbeit. Viele dächten, daß sei nur eine Sache der Zugewanderten. Frau Bunge sieht das anders: Es sei auch eine Aufgabe der Einheimischen, der langjährigen Bewohner der Stadt und des Viertels, die Zugewanderten »mitzunehmen« und in die Gesellschaft zu integrieren. Dieser Prozeß gelinge nur, wenn wir ihn gemeinsam gestalten.

  • Der zweite wichtige Aspekt sei die Bildung, und zwar in all ihren Facetten und überall dort, wo Bildung möglich ist. Das beginne bei den Allerkleinsten in der Kindertagesstätte, dann über den Kindergarten, die Schule, den Hort, aber auch Bildung für Erwachsene und Senioren, und schließlich auch Bildung über Kultur. In der Arbeit mit Kindern müssen die Eltern gestärkt werden und die Familien, die Unterstützung benötigen, so daß sie »mit auf den Weg«genommen werden können.

  • Und als letzter Schwerpunkt: Es müssen Treffpunkte geschaffen werden für Begegnungen und das Zusammenkommen, wo SIE (die Einwohner des Brandenburgischen Viertels) die Möglichkeit haben, untereinander ins Gespräch zu kommen und miteinander etwas gemeinsam gestalten können.

»Das Brandenburgische Viertel hat eine Chance, aber es wird nur so stark sein wie ihre Bewohnerinnen und Bewohner.« Mit diesen Worten schränkte Barbara Bunge die Handlungsmöglichkeiten der Stadt Eberswalde ein und schloß ihren Redebeitrag.

(23. September 2017)

Siehe auch:
Vom »Ghetto« zur »Endlösung«?
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel
Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Mehr als 60 Teilnehmer konnten am Abend des 19. September in der Aula der Grundschule "Schwärzesee" gezählt werden. Zur diesjährigen Einwohnerversammlung, wie im Vorjahr in Form eines Einwohnerforums mit Diskussionsmöglichkeiten an mehreren Tischen organisiert, nahmen 36 Funktionsträger der Stadtverwaltung, der vier Großvermieter WHG, WBG, TAG und AWO sowie von Einrichtungen im Kiez teil. Auch drei Stadtverordnete, Irene Kersten und Carsten Zinn aus dem Brandenburgischen Viertel und Viktor Jede aus Finow, waren da. Einschließlich der beiden Stadtverordneten kamen etwa 25 der Versammlungsteilnehmer aus dem Brandenburgischen Viertel.

Ergebnisse der Einwohnerbefragung präsentiert:
Vom »Ghetto« zur »Endlösung«?

22 Prozent der Befragten sind mit der Zusammensetzung der Bevölkerung im Viertel unzufrieden

maxe. Am 19. September 2017, von 18 bis 20 Uhr, fand die jährliche Einwohnerversammlung für das Brandenburgische Viertel in Anwesenheit des Bürgermeisters und seiner ersten Dezernentin statt. Aber nicht nur die Rathausspitze erschien zu diesem besonderen »Einwohnerforum«, auch die Spitzenvertreter der großen Wohnungsunternehmen im Kiez nahmen im Rund der Gäste Platz, vom Bürgermeister besonders erwähnt: die WHG, die WBG, die TAG und die AWO.

Friedhelm Boginski übergab nach den Eröffnungsworten an Frau Fellner, die das Procedere der Veranstaltung etwas erläuterte, um schließlich Frau Berndt das Wort zu erteilen, die im Namen der S.T.E.R.N.-GmbH die Ergebnisse der Bürgerbefragung präsentierte.

Gleich am Anfang schränkte die Agentur für Stadterneuerung aus Berlin die Aussagekraft der Ergebnisse ein: 1.) haben nur 19 Prozent der Bewohner teilgenommen, 2.) vor allem ältere und alteingessene Bewohnerinnen und Bewohner antworteten auf die Fragen und 3.) fanden jüngere Einwohner, darunter besonders Familien mit Kindern, keine Zeit und Interesse, den Umschlag zu öffnen und den umfangreichen Fragenkatalog auszufüllen.

Mit dieser Einschränkung stellte Frau Berndt folgendes fest: Negative Assoziationen mit dem BBV überwiegen, darunter die Nennung von »Ausländern, Flüchtlingen und Migranten«, die »Verwahrlosung und mangelnde Pflege« des Viertels sowie der »Ghetto«-Begriff. Desweiteren wurden als negative Aspekte »Kriminalität, Gewalt, Vandalismus« und »Arbeitslosigkeit, Armut und Hartz IV« genannt.

Es gebe aber auch positive Assoziationen zum Kiez, darunter sehr stark die »Natur«, das »Grün« und die »Nähe zum Wald«. Für viele Befragten ist das Brandenburgische Viertel »Heimat«, der Ort wo sie sich wohlfühlen, sie spüren hier »Zufriedenheit« und eine gewisse »Nostalgie«. Weiterhin sind als positive Begriffe die gute Verkehrsanbindung, die Sauberkeit, Sicherheit und Schönheit des Viertels genannt, also Dinge, die sich teilweise mit den negativen Aspekten widersprechen, aber es müssen ja nicht unbedingt Aussagen derselben Befragten sein.

Bei der Auswertung der Noten-Bewertungen stellte sich heraus, daß die Einschätzung der Sauberkeit und Sicherheit sich leicht gebessert hat im Vergleich zur Analyse vor 6 Jahren. Ebenfalls fanden die Befragten das Wohnumfeld und die Grünanlagen als gebessert vor. Leider verschlechterten sich »Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote« um eine ganze Note gegenüber 2011. Hier ist also dringender Handlungsbedarf. Insgesamt erhält das Brandenburgische Viertel eine Note von 3,0. Das sei so schlecht nicht, aber es gebe noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Ein Indikator dafür, das Programm Soziale Stadt fortzuführen, seien die Abnahme stabiler Nachbarschaftsbeziehungen; auf der anderen Seite wurde jedoch angegeben, weniger problematische Nachbarn als 2011 zu haben. Das habe die S.T.E.R.N.-GmbH doch »ein Stück weit« überrascht.

Der dringendste Wunsch der Bewohner ist die Verbesserung der Versorgungssituation (Ärzte, Gastronomie, Heidewald-EKZ). An zweiter Stelle wird Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit genannt. Überraschend häufig wurde das Hundeproblem erwähnt, wobei viele offenbar übersehen, daß durch die »Patrouillen« von Herrchen und Frauchen zu jeder Tages- und Nachtzeit die Sicherheit im Viertel entscheidend erhöht wird. Desweiteren müsse das Alkoholproblem auf dem Potsdamer Platz gelöst werden, sowie wünsche man sich eine andere Bevölkerungszusammensetzung mit weniger Ausländern und Flüchtlingen. Hierbei ist anzumerken, daß sich die Befragten doch hoffentlich keine »Endlösung« wünschten, die schon ein gewisser Herr Hitler vor über 70 Jahren in einem mörderischen Reinheitswahn auslebte, und mit ihm das gesamte deutsche Volk in einen totalen Krieg führte ...

Einig waren sich die Befragten darin, daß die Wohnungsbestände qualitativ aufgewertet werden sollen, und daß die Specht-Ruine beseitigt werden muß. Auch Radwege, Gehwege und Straßen seien verbesserungsbedürftig. Das Image des Brandenburgischen Viertels müsse besser werden, die gesamte Atmosphäre des Kiezes.

Als Hauptaspekte der Einwohnerwünsche können zusammenfassend genannt werden: »bessere Versorgung«, »mehr Ordnung« und »weniger soziale Probleme«. Die Befragten zeigten dabei eine gestiegene Bereitschaft, selber aktiv an der Überwindung der Probleme mitzuwirken.

Frau Berndt sprach sich dafür aus, das Programm »Soziale Stadt« fortzuführen, insbesondere sei wichtig der Integrationsaspekt, auf den auch ihre Nachrednerin, Frau Barbara Bunge, ausführlicher einging. Darüber wird im nächsten Beitrag berichtet ...

(19. September 2017)

Siehe auch:
»Integration geht alle an«
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel
Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Wer die Wahl hat, hat die Qual. Mit Briefwahl kann man in Ruhe entscheiden und kann sich für den Wahlsonntag mit wichtigeren Dingen beschäftigen.

Bundestagswahl am 24. September 2017:
Wahlvorbereitungen

Podiumsdiskussion am 15. September, 18 Uhr

maxe. Am 24. September sind Wahlen zum Bundestag. Darauf weist die Pressestelle der Stadt Eberswalde hin. Im Rathaus laufen die Arbeiten rund um die Bundestagswahl auf vollen Touren, sagt Pressesprecherin Nancy Kersten.

Einen breiten Raum nehme hierbei die Ausstellung von Briefwahlunterlagen ein, die einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Wahlleiter Robby Segebarth: »Zwei Wochen vor dem Wahltag haben wir bereits rund 3.500 Briefwahlunterlagen versandt oder im Briefwahllokal ausgegeben. Das sind schon jetzt 400 mehr als für die Bundestagswahl 2013 insgesamt ausgestellt wurden.« Robby Segebarth, zugleich Leiter des für die Wahlorganisation zuständigen Bürgeramtes, freut sich über das große Interesse.

Ein weiterer Grund zur Freude sei die vielfache Bereitschaft zur Übernahme eines Wahlehrenamtes. Alle Wahlvorstände in der Stadt konnten wie geplant besetzen werden.

Mit Blick auf den Wahlsonntag bittet der Bürgeramtsleiter alle Wählerinnen und Wähler an die Mitnahme eines amtlichen Lichtbildausweises ins Wahllokal zu denken, da vor der Ausgabe eines Stimmzettels grundsätzlich das Vorlegen eines dieser Dokumente erforderlich ist. Ein Lichtbildausweis kann zum Beispiel der Personalausweis, der Reisepaß, der Führerschein oder die mit einem Lichtbild versehene Karte einer gesetzlichen Krankenversicherung sein. Dies gilt auch beim Vorweisen einer Wahlbenachrichtigungskarte, welche die Arbeit der Wahlvorstände erleichtert, die jedoch im Unterschied zum Lichtbildausweis nicht unbedingt vorgelegt werden muß.

Die Öffentlichkeit bekommt davon, daß bald Wahlen sind, vor allem anhand der vielen an den Laternenmasten hängenden Plakaten mit. Hinzu kommen einige Großplakate, mit denen die Grünanlagen vollgestellt wurden. Ab und zu sieht man auch mal einen lokalen Direktkandidaten, der an einem Info-Stand erklären will, warum die Wählerinnen und Wähler gerade bei seinem Namen ihr Kreuz auf dem Stimmzettel machen sollen.

Wer »alle Kandidaten der demokratischen Parteien und deren Positionen« kennenlernen will, hat dazu am Freitag, dem 15. September, Gelegenheit. Dann führt die Lokale Agenda 21 Eberswalde im Plenarsaal des Kreishauses (»Paul-Wunderlich-Haus«) am Eberswalder Marktplatz ihre traditionelle Podiumsdiskussion durch.

Wie Frank Wruck, der Vorsitzende der Lokalen Agenda 21 Eberswalde, mitteilt, gibt es solche Podiumsdiskussionen seit ihrer Gründung zu allen Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen organisiert.

»Dieser guten Tradition«, sagt Frank Wruck, »möchten wir auch bei der diesjährigen Wahl für den Deutschen Bundestag folgen und haben die Kandidaten des Wahlkreises eingeladen. In der Podiumsdiskussion erhält jeder Kandidat die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen und seine Ziele und Ideen für die zukünftige Entwicklung der Region darzustellen und wie er diese Entwicklung als Mitglied des Bundestages unterstützen will. In einer weiteren Fragerunde wollen wir den Gästen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen. Der Rahmen der Veranstaltung soll den Zeitrahmen von zwei Stunden möglichst nicht überschreiten.

Wenn Sie sich noch informieren wollen, sind sie als Gäste herzlichst eingeladen.«

(12. September 2017)




Das Rathaus ist eine Trutzburg, in die selbst hartgesottene Stadtverordnete nur schwer eindringen.

Stadtparlament vor der Sommerpause
»Verehrter Herr Vorsitzender ...«

maxe. So beginnt der Stadtverordnete des Wahlkreises Finow und Brandenburgisches Viertel, Carsten Zinn, die meisten seiner Anfragen an die Rathausspitze. Diesmal geht es um den vom Bürgermeister Friedhelm Boginski verkündeten Mieterhöhungsstopp für 2017. Den hat das Stadtoberhaupt, nach öffentlichen Diskussionen zur Mietproblematik, mit der Führung der WHG ausgehandelt. Der Stadtverordnete Zinn möchte gerne wissen, ob dieser Stopp schon ab 1.7. dieses Jahres gelte. Den Mietern angekündigte Mieterhöhungen - zum Teil auch ab dem 1.7. - werden vollzogen, so der Bürgermeister.

Ein anderes Problem ist der Finowkanal: Die Verhandlungen mit dem Bund und dem Land verlaufen sehr schleppend. Das Verkehrsministerium bestehe auf seiner Position, dass ohne eine Beteiligung der Kommunen die Motorschiffahrt auf dem Finowkanal eingestellt werde. Bezüglich finanzieller Beteiligung sendeten die kleineren Anrainer-Kommunen aber keine positiven Signale. Was das für den Schleusenbetrieb bedeute, will der Abgeordnete Johannes Creutziger (Bündnis 90/Die Grünen) wissen, wenn nur noch muskelkraftbetriebene Boote auf dem Kanal unterwegs wären. Der Bürgermeister dazu: "Die Schleusen würden geschlossen."

Außerdem setze sich die Stadt Eberswalde massiv für die Barnimer Waldstadt als Verwaltungssitz eines eventuellen Großkreises Barnim-Uckermark ein, so Boginski. Seine Fachkraft in Bau- und Umweltfragen, Anne Fellner, kommt in dieser 31. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der laufenden Wahlperiode ebenfalls ausführlich zu Wort: Einmal geht es um von Misteln befallene Ebereschen, ein anderes Mal um den Weg am Herthateich hinter dem Zoo, der durch die Aktivität von Bibern nicht mehr verkehrssicher ist. Der Weg sei vernässt und Baumstämme lägen quer.

Auf Anfrage, diesmal von Conrad Morgenroth (Bürgerfraktion Eberswalde), den Weg freizuräumen, erklärt die Baudezernentin, der Anteil von Totholz im Wald müsse erhöht werden, da wolle man den Biber auch nicht stören und den Weg etwas oberhalb der Problemstelle neu entlang führen. In der kalten Jahreszeit werde man diese Arbeiten durchführen. Der Abgeordnete Viktor Jede (Bündnis Eberswalde) meldet sich zu Wort: Viele der Bewohner der Eberswalder Straße, die früher mit dem 910-er Bus zum Werbellinsee fahren konnten (Haltestelle Forsthaus), müssen nun den langen Umweg via Schönholzer Straße in Kauf nehmen. Die Dezernentin versprach Abhilfe.

Und ein weiteres Problem, so Jede, seien viele durch die intensiven Regenfälle der letzten Stunden vollgelaufenen Keller in Finow. Wie das zusammenpasse mit dem großzügigen Ausbau der Kanalisation, für die der Bürger ja bekanntlich ordentlich zahlen muss. Anne Fellner kontert einfach, Informationen zu überfluteten Finower Kellern seien ihr nicht zugetragen worden. Die Baudezernentin, mindestens einen Kopf größer als der Vorsitzende, und mit dem dreifachen Selbstbewußsein, ist nicht so leicht aus der Fassung zu bringen. Mit fester Stimme setzt sie den quengelnden Abgeordneten ihre Grenzen.

Der Einzige in der Stadtverordnetenversammlung, der es an Statur und Präsenz mit ihr aufnehmen kann, ist der oben erwähnte Abgeordnete Zinn. Diesmal geht es um die Anfrage der DIE-SPD-Fraktion, eventuell eine Jugenddisco einzurichten. Carsten Zinn lässt sich von den Aussagen der Verwaltung nicht beeindrucken, es gebe keine Interessenten dafür, und für die Stadt als Betreiber sei das ein Minusgeschäft; er besteht konsequent darauf, das Thema Jugenddisco nocheinmal in den betreffenden Fachausschüssen zu diskutieren. "Ich bitte darum, das ins Protokoll aufzunehmen!"

Petra Stibane, die Verwaltungsdezernentin, ist aus ganz anderem Holz geschnitzt als ihre Kollegin. Mit klarer freundlicher Stimme informiert sie über die 121 Vorschläge zum Bürgerbudget, dessen Einreichungsfrist nun ablaufe. Außerdem informiert sie über die Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei, die schon seit 20 Jahren existiert, bei der speziell ausgebildete Bürger in ihrem Umfeld und Alltagsleben auf Recht und Ordnung achten. Natürlich ohne das Tragen einer Waffe. Frau Stibane nimmt man es glaubhaft ab, dass sie sich in einer dienenden Position gegenüber dem Stadtparlament sieht.

Der Abgeordnete Zinn, der das Privileg der Fraktionsvorsitzenden (hier: Alternatives Wählerbündnis Eberswalde) genießt, ein zuschaltbares Mikrofon auf seinem Tisch zu haben, meldet sich wieder zu Wort: Er bitte darum, dass die PDF-Vorlage zur Sicherheitspartnerschaft in dem Großen E-Mail-Verteiler an alle Abgeordneten und relevante Gremien versandt werde. Und wieviele Personen denn in dieser Angelegenheit tätig sind, will er wissen. Die Antwort der Verwaltungs- und Finanzdezernentin: drei Eberswalder Bürger kümmern sich (ehrenamtlich - d.Red.) um die Sicherheit in der Stadt.

Weitere Anfragen gab es von Götz Trieloff (FDP) zu der Anzahl der auf einen Kitaplatz wartenden Kinder, von Ringo Wrase (SPD) zu der tatsächlichen Gehaltshöhe des fristlos entlassenen Dezernenten Gatzlaff und von Lutz Landmann (ebenfalls SPD) zu der Frage, gerichtet an Anne Fellner, warum die Stadtverordneten erst im Juni über die Nachtragskosten bei der Sanierung der Borsighalle informiert wurden, obwohl schon im April die zu den Mehrkosten führenden Erdarbeiten abgeschlossen waren. Die Baudezernentin gelobte Besserung.

Der Vorsitzende wurde gebeten, die Sitzung für eine Pause zu unterbrechen. Doch Volker Passoke (DIE LINKE), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde, vergleichbar mit der Position des Norbert Lammert im Deutschen Bundestag, also mit der Funktion des Versammlungsleiters und Moderators, lehnte ab mit dem Hinweis, das wäre noch zu früh und ging in der Tagesordnung zur Abstimmung der Beschlußvorlagen über. Doch damit, lieber Leser, wollen wir Sie nicht langweilen ...

Jürgen Gramzow - 29. Juni 2017




Die Bibliothek in Frankfurt/Oder, ein archtektonisches Juwel im Backsteinstil.

Presse-Echo auf MAXE-Kritik
Die Bibliothek -
ein Aushängeschild der Stadt

maxe. Am 4. Juni berichtete MAXE über die Öffnungszeiten der Eberswalder Stadtbibliothek und verglich sie mit anderen Städten der Region. Dabei stellte sich heraus, daß Bernau, Oranienburg, Frankfurt, Schwedt und Fürstenwalde ihren Bürgern einen weitaus besseren Zugang zur Bildung ermöglichen.

Die Märkische Oderzeitung zitierte am 22. Juni ausführlich die vom Maxe-Autor geäußerte Kritik in diesem Artikel und ließ auch Kulturamtsleiter Stefan Neubacher zu Wort kommen, der die Position der Stadt Eberswalde in diesem Bereich als »ganz hervorragend« darstellte. Die vom Amtsleiter angeführten Vergleiche bezogen sich dabei auf Angermünde, Bad Freienwalde und Luckenwalde - Städte mit 13.800, 12.400 bzw. 20.350 Einwohnern (Quelle: Wikipedia) und damit wesentlich kleiner als die Stadt Eberswalde, die fast genausoviel Einwohner hat, wie die drei genannten Städte zusammen und sich mit dem Titel »Mittelzentrum mit Funktionen eines Oberzentrums« schmückt.

Als Vorbild sollte sich die Stadt Eberswalde lieber Frankfurt an der Oder nehmen. Die ehemalige Bezirksstadt, mit Stammsitz oben genannter Zeitung, ehemalige Hansestadt und Universitätsstadt der »Viadrina«, hat ein ebenso schönes wie repäsentatives Bibliotheksgebäude wie die Barnimer Waldstadt, gleich gegenüber dem Rathaus gelegen, und am Eingang begrüßt ein lesendes Mädchen aus Bronze die Gäste.

Die Öffnungszeiten der Frankfurter Bibliothek unterscheiden sich von denen in Eberswalde in einem wesentlichen Punkt: an Freitagen ist schon ab 10 Uhr die Benutzung der Bibliothek möglich und statt mittwochs ist montags geschlossen. Wir schlagen deshalb für die Stadt Eberswalde und ihre Bürger bessere, der Bedeutung der Barnimer Kreisstadt angemessenere Öffnungszeiten vor:

Montag 14 bis 18 Uhr
Dienstag 10 bis 18 Uhr
Mittwoch - geschlossen -
Donnerstag 10 bis 18 Uhr
Freitag 10 bis 18 Uhr
Sonnabend 10 bis 14 Uhr

Damit hätte die Eberswalder Stadtbibliothek die gleiche Anzahl an Wochenstunden wie vor 2009, und zum anderen bliebe die beliebte Öffnung am Sonnabend bestehen, die, wie die MOZ den Kulturamtsleiter zitierte, »sich bewährt habe«.

Diese 4 Stunden sollten doch für die Barnimer Kreisstadt mit der gegenwärtigen Mitarbeiterzahl (6,25 Stellen auf 40 Wochenstunden gerechnet) zu schaffen sein, denn bei einer Bibliothek ist nicht nur die Fassade wichtig, auch der Inhalt zählt!

(jg) - 24. Juni 2017




Die Einwohnerversammlung 2016, die erstmals als Einwohnerforum organisiert war, bildete den Startschuß zur Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzeptes. Im September 2017 sollen auf einem weiteren Einwohnerforum die Ergebnisse vorgestellt werden.

Vom 26. Juni bis 14. Juni findet im Zusammenhang mit der Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzepts eine Bewohnerbefragung statt. Die ersten Umfragebögen wurden bereits verteilt.
ACHTUNG! Es handelt sich um weiße Umschläge im Format A5, die trotz der Aufschrift "Achtung: Keine Werbung" leicht mit Werbung verwechselt werden können.
Daher aufpassen und lieber die Werbestapel vor dem Wegwerfen nochmal durchgucken!

Neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK):
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel

Fortführung des Programms Soziale Stadt

maxe. Seit 1999 werden mit dem Förderprogramm Soziale Stadt im Eberswalder Ortsteil »Brandenburgisches Viertel« ganz unterschiedliche Maßnahmen realisiert – von investiven Maßnahmen in die Infrastruktur bis zu Beteiligungs- und Aktivierungsangeboten.

Das Verstetigungskonzept von 2012, mit dem ein langsamer Ausstieg aus dem Programm Soziale Stadt gesichert werden sollte, wird derzeit evaluiert. Dabei zeigt sich, erläutert Baudezernentin Anne Fellner, »daß eine Vielzahl an Maßnahmen noch keine Verstetigungsreife erlangt hat, zudem haben sich neue Herausforderungen durch den Zuzug von geflüchteten Menschen ergeben. Eine Fortführung des Programms Soziale Stadt wird demzufolge sinnvoll und erforderlich sein.«

Die aktuelle Entwicklung war für die Stadtverwaltung Anlaß, über die Stadtteilentwicklungsstrategie des Brandenburgischen Viertels neu nachzudenken. Hierzu erarbeitet die Verwaltung derzeit ein neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK).

»Mit diesem Konzept«, so die Dezernentin, »wird ein Strategiewechsel für das Quartier eingeleitet, der eine nachhaltige Stabilisierung und Entwicklung zum Ziel hat.« Bisher war das Quartier Schwerpunkt des Wohnungsrückbaus - und hat mit diesem »negativen Image« auch die Bemühungen der Wohnungsmarktakteure erschwert, den Wohnungsleerstand zu verringern. Das soll nun anders werden.

Die Stadtverwaltung verfolgt dabei vier Strategien:

  • Schaffung vielfältiger Wohnungsqualitäten (Bestandsanpassung, Neubau und langfristige Rückbauziele, Barrierefreiheit, bezahlbar)
  • öffentliche und private Räume/Freiflächen pflegen und gezielt aufwerten (Wegenetze, Barrierefreiheit, Stadtteileingänge, Parkanlagen pflegen)
  • sozialen Zusammenhalt stärken (Bildung, Sport, Kultur, Freizeit, Integration/Inklusion, Nachbarschaften)
  • (Nah)Versorgung sichern (Einzelhandel, medizinische Versorgung).

In einem ersten Bürgerforum am 25. Oktober 2016 wurden Ideen diskutiert und ausgetauscht. Auf einem zweiten, für den Herbst 2017 vorgesehenen Bürgerforum, soll der Entwurf des Stadtteilentwicklungskonzeptes in den Diskussionsfokus gestellt werden.

Aus den vier Strategien ergeben sich laut Anne Fellner eine Reihe von Handlungsansätzen. So stehe z.B. die weitere Sanierung des Wohnraums durch die Wohnungsunternehmen auf der Agenda.
Hier haben die Akteure vor allem den veränderten Wohnbedarf vor Augen: Mit Grundrißveränderungen, dem Auf- bzw. Anbau von Aufzügen, der barrierearmen bzw. -freien Gestaltung von Zugängen, Wohnungen und Außenanlagen werden die Unternehmen darauf reagieren – was an sich nichts neues ist.

»Auf kommunaler Seite besteht Handlungsbedarf bei der weiteren barrierefreien Gestaltung von Wegebeziehungen, der Beseitigung von städtebaulichen Mißständen – insbesondere in den Eingangsbereichen zum Quartier – sowie in der Sanierung von Sport- und Freizeiteinrichtungen«, informiert die Baudezernentin. Dringlicher Handlungsbedarf bestehe bei der Realisierung zusätzlicher Kita-, Hort- und Schulplätze. »Hier sind rasche Lösungen gefragt«.

Bei der Umsetzung des Handlungsbedarfs, betont Anne Fellner, ist die Stadt auf die weitere Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Ziel sei, auch künftig einen Fördermittelmix aus Stadtumbau, Wohnraumförderung und Sozialer Stadt einzusetzen. Diese Kombination unterschiedlicher Fördermittel habe sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt und sollte auch künftig fortgesetzt werden.

(23. Juni 2017)

Siehe auch: hier




Die 2016er Einwohnerversammlung im Kiez präsentierte sich in einem anderen Format als bisher. In einzelnen Arbeitsgruppen wurde am 25. Oktober 2016 detailliert über die künftige Entwicklung des Brandenburgischen Viertels diskutiert. Die Bewohnerumfrage ist nun ein weiterer Schritt zur Überarbeitung des bisherigen Integrierten programmübergreifenden Stadteilentwicklungskonzept (IPStEK). Künftig entfallen die integrierenden und programmübergreifenden Bestandteile, so daß ein pures Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) übrigbleibt.

Neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK):
Bewohnerumfrage zum Brandenburgischen Viertel

maxe. »In den vergangenen Jahren ist viel Positives im Brandenburgisches Viertel in Eberswalde passiert«, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadtverwaltung Eberswalde. Baulich sei zum Beispiel das Dietrich-Bonhoefer-Haus mit Außenfläche entstanden, berichtet die städtische Pressesprecherin Nancy Kersten und zählt weiter auf, daß das Bürgerzentrum sowie die Vereinshäuser der WBG Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow eG »Freizeitschiff« und »Havellandstraße 15« mit dem Verkehrsgarten umgebaut und aufgewertet wurden und die Grundschule Schwärzesee ist in »das modernste Schulgebäude der Stadt Eberswalde« eingezogen ist. »Auf der anderen Seite wurden unter anderem das alte Gebäude Grundschule Schwärzesee und die ehemalige Kaufhalle abgerissen.«

Nancy Kersten verweist auch auf die regelmäßig durchgeführten Veranstaltungen im Brandenburgischen Viertel. Das Familienfest im Sommer und der Weihnachtsmarkt im Winter seien inzwischen etablierte Veranstaltungen. Neben diesen gebe es viele kleine Aktionen und Feste in den Kitas und in der Schule, »sodaß immer etwas los ist«.

Damit es noch besser wird, möchte die Stadtverwaltung Eberswalde erfahren, was die Bewohnerinnen und Bewohner des Brandenburgischen Viertels über ihren Wohnort denken. Daher startet die Verwaltung am 26. Juni 2017 eine Bewohnerumfrage. Dies ist wichtig für die Weiterentwicklung des Stadtteils.

»Vor fünf, sechs Jahren gab es für das Viertel eine Sozialstudie und ein Verstetigungskonzept. Die durch Fördermittel-Maßnahmen angestoßenen Dinge sollen in weiterführende Strukturen gebracht werden. Dafür sind aber aktuelle Daten und Fakten sowie eine Evaluation von Studie und Konzept notwendig«, so Silke Leuschner, die Leiterin des Eberswalder Stadtentwicklungsamtes.

Mit Unterstützung der Wohnungsunternehmen AWO Eberswalde e.V, TAG Immobilien AG, WBG e.G. und WHG GmbH werden die Fragebögen in die Briefkästen verteilt. Drei Wochen lang bis zum 14. Juli 2017 haben die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, ihre Meinung zu ihrem Wohnviertel abzugeben.

Der ausgefüllte Fragebogen kann portofrei an die S.T.E.R.N. GmbH zurückgesandt werden oder vor Ort an folgenden Stellen abgegeben werden:

  • im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13, Quartiersmanagement
  • im Mieterbüro der AWO in der Frankfurter Allee 24
  • im Mieterbüro der TAG in der Frankfurter Allee 13
  • im Genossenschaftshaus der WGB e.G. in der Ringstraße 183 (Finow)

Die Firma S.T.E.R.N. GmbH aus Berlin unterstützt die Befragung und steht während des Befragungszeitraums für Rückfragen zur Verfügung. Ansprechperson ist Frau Patricia Berndt, zu erreichen per E-Mail: berndt.patricia@stern-berlin.de oder telefonisch 030 443636-91.

(veröffentlicht am 16. Juni 2017)




Seit der Neuregelung der Verkehrsführung in der Heegermühler Straße im Herbst 2016 sind häufige Staus die Regel. Für Radfahrer wurde die Verbindung weder schneller noch sicherer.
Die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« fordert daher als erste Sofortmaßnahme, die Änderungen in der Verkehrsführung rückgängig zu machen.
Für eine radfreundliche Stadt

BI »Radwege in Eberswalde« unterstützt Fahrrad-Demo

Die Forderungen der Initiatoren der Fahrrad-Demo, die am Freitag, dem 16. Juni 2017, um 17 Uhr auf dem Marktplatz startet, finden die Unterstützung der Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde«. Auch wir sind für schnelle & sichere Radwege, für ein gutes Miteinander auf der Straße und für saubere Luft & Klimaschutz.

Die Stadtverordneten von Eberswalde haben zur Umsetzung dieser Ziele im Jahr 2015 ein Radnutzungskonzept beschlossen. Bei der Umsetzung des Konzeptes kamen inzwischen leider erhebliche Mängel zum Vorschein, die den formulierten Zielen nicht entsprechen und zum Teil sogar entgegenlaufen.

Offensichtlich wurde dies vor allem, als im Oktober 2016 die Verkehrsführung in der Heegermühler Straße geändert wurde.
Die eingerichteten Radstreifen brachten wenig für eine bessere Sicherheit der Radfahrer, deren schnelles Vorankommen dort nun sogar noch durch eine zusätzliche Ampel behindert wird. Die direkte Konfrontation mit dem Autoverkehr auf der Straße erhöht sogar die Gefahren für den Radverkehr. Statt der Förderung des Miteinanders wird durch die neue Verkehrsführung ein Gegeneinander von Rad- und Autofahrern provoziert. Für den Autoverkehr, einschließlich dem ÖPNV, hatte die Reduzierung auf eine Fahrspur je Richtung erhebliches Chaos und ein erhöhtes Unfallrisiko zur Folge.
Die Abgase der im Stau stehenden Autos belasten zusätzlich die Luft und wirken dem Klimaschutzziel entgegen.

Die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« fordert daher als erste Sofortmaßnahme, daß die geänderte Verkehrsführung der Heegermühler Straße schnellstmöglich rückgängig gemacht wird.

Im weiteren setzt sich die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« für eine Novellierung des Radnutzungskonzepts der Stadt Eberswalde ein. Insbesondere ist das Leitbild zu überarbeiten. Anstelle der Priorität durchgehender Radschnellverbindungen entlang der Bundes- und Landesstraßen – mit den inzwischen bekannten Mängeln – sollten künftig intelligente Radwegverbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen mit Blick auf die Erreichbarkeit wichtiger Quellen und Ziele im Vordergrund stehen.

In diesem Sinne wünschen wir der »Fahrrad-Demo für ein radfreundliches Eberswalde« am 16. Juni viel Erfolg.

Für die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde«:

Gerd Markmann – 12. Juni 2017


Kontakt zur Bürgerinitiative: radwege (et) alternative-eberswalde.de





Aufruf:
Fahrrad-Demo in Eberswalde

Am 16. Juni um 17 Uhr lädt ein breites Bündnis aus Parteien, Initiativen, Umweltverbänden und Einrichtungen zu einer Fahrraddemonstration durch Eberswalde ein. Die Demo startet am Marktplatz und führt über Breite Straße und Bergerstraße zur Heegermühler Straße und von dort zurück ins Zentrum. Im Ammonpark wird der Abschluß stattfinden.

Mit der Demonstration wollen die Initiatoren und Unterstützer – Bündnis 90/Die Grünen, Wandelbar, VCD, ADFC, NABU, BUND, ALNUS, SPD, Globus Naturkost, Krumme Gurke und die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung – deutlich machen, daß sie die Entwicklung in Richtung einer fahrradfreundlichen Stadt Eberswalde ausdrücklich unterstützen und dabei zeitnah weitere Fortschritte erwarten.

Die Demonstranten setzen sich ein für durchgängige, sichere und komfortable Radverbindungen, für gute Radabstellmöglichkeiten, für ein tolerantes, gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer und insgesamt für ein fahrradfreundliches Klima in der Stadt.

Radfahren liegt im Trend und ist absolut zeitgemäß. Es schützt das Klima, kommt ohne Lärm und giftige Abgase aus, verbraucht im Vergleich zum Auto wenig Straßenraum und ist gesundheitsfördernd. Ein höherer Radverkehrsanteil in der Stadt bedeutet mehr Lebensqualität. Daher setzen wir uns dafür ein, diesen Anteil durch deutlich verbesserte Radfahrbedingungen kräftig zu erhöhen.

Freitag der 16. Juni ist nicht zufällig gewählt. An der Eberswalder Hochschule für Nachhaltige Entwicklung findet die Klimaschutzwoche statt und am darauffolgenden Sonntag beginnt das dreiwöchige Stadtradeln für ein gutes Klima in Eberswalde.

Für die Initiatoren:

Karl Dietrich Laffin – Sprecher RV Oberbarnim Grüne/B90

Fabian Wulf – Initiative Wandelbar

Jonathan Metz – Stellv. Vorsitzender des VCD Brandenburg e.V.

(veröffentlicht am 12. Juni 2017)




Diskussion im Hebewerk am 16. Juni:
So wollen wir leben!

In einer Diskussionsrunde entwerfen wir Ideen, Visionen und ganz konkrete Forderungen an die Parteien für politischen Wandel hin zu einer gerechteren Gesellschaft und ökologischen Fortschritt.

Die Ergebnisse landesweiter Diskussionsrunden werden durch Campact e.V. (Bürgerbewegung, parteineutral, www.campact.de/aufbruch-2017) gebündelt und in den Wahlkampf gebracht.

Wann? Freitag, 16. Juni 2017 um 19 Uhr
im Hebewerk e.V., Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde

Die Initative geht von Katharina und Frank von der Wassermühle Hohenfinow aus. Sie freuen sich auf euch.

Christoff Gaebler - 2. Juni 2017


Hebewerk e.V.
Zwischenraum-Mail-Liste
Adresse: Zwischenraum H15/ Hebewerk e.V., Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde




Parlamentarische Fahrt im Kiez

maxe.Das Städteforum Brandenburg hat am 8. Juni zu einer »parlamentarischen Fahrt« in die Städte Eberswalde und Fürstenwalde mit den Bundes- und Landespolitikern aus der Region eingeladen.

Dabei soll es insbesondere um die Thematik »Soziale Stadt« gehen. Unter den Teilnehmer befindet sich unter anderen Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung. Für Eberswalde ist hierbei hauptsächlich der Besuch des Brandenburgischen Viertels vorgesehen.

Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) teilte den Stadtverordneten am 27. April mit, daß Baudezernentin Anne Fellner und Sozialreferentin Barbara Bunge den Besuch seitens der Stadt »intensiv vorbereiten«. Ziel sei, »an diesem Tag mit breiten Bevölkerungsschichten ins Gespräch zu kommen und die Parlamentarier auf die Situation vor Ort hinzuweisen«.

(21. Mai 2017)




Abrißbagger in der Lübbenauer Straße im Februar 2014. War das der letzte Wohnungsabriß?

Kiez mit mehr Einwohnern

Bevölkerung im Viertel wuchs 2016 um fast 5 Prozent

maxe. Die Einwohnerzahl der Stadt Eberswalde erhöhte sich im Jahr 2016 um 582 auf nunmehr 41.134. Erstmals seit 1990 kehrte sich damit der Nachwende-Schrumpfungsprozeß um.

Bemerkenswert ist, daß erstmals auch das Brandenburgische Viertel am Bevölkerungswachstum beteiligt war. Und dies sogar überproportional. Ende 2016 lebten 6.678 Menschen im Kiez, das waren fast 300 mehr als Ende 2015. Dies entspricht einem Zuwachs um etwa 4,6 Prozent. Für die Gesamtstadt liegt dieser Wert hingegen nur bei 1,4 Prozent.

Dabei hat sich die Zahl der gemeldeten Personen mit Nebenwohnsitz deutlich reduziert. Während des Jahres 2016 betraf dies nur noch im Mittel 50 Menschen. Ende 2014 waren es noch 251.

Nach den MAXE vorliegenden Zahlen war im 1. Quartal 2015 der Tiefpunkt erreicht. Damals wohnten 6.097 Personen mit Hauptwohnsitz sowie 200 mit Nebenwohnsitz, in Summe also 6.297 Personen im Kiez.

Ein Jahr zuvor, im Februar 2014, waren in der Lübbenauer Straße nochmals 90 Wohnungen abgerissen worden (siehe Video). Danach fiel im Frühjahr 2015 noch das alte Gebäude der Schwärzesee-Grundschule dem Abrißbagger zum Opfer. Inzwischen sind die Räumlichkeiten der neuen Schule zu eng für die wieder wachsende Schülerzahl.

Die wachsende Einwohnerzahl ist Folge des höheren Zuzugs. In ganz Eberswalde standen im vergangenen Jahr 3.074 Zuzügen 2.357 Wegzüge gegenüber. Aus eigener Kraft können die Eberswalder ihre Zahl nicht beibehalten. Den 387 Geburten standen 522 Sterbefälle gegenüber.

Die gestiegene Bevölkerungszahl ist dabei fast ausschließlich dem Zuzug von Ausländern zu verdanken, im Saldo 572, während der deutsche Bevölkerungsteil immerhin 10 Personen zum Positvsaldo beisteuerte. Den 1.324 Zuzügen stehen bei Ausländern 789 Wegzüge gegenüber. Und auch deren Geburtensaldo ist positiv. Bei 6 Sterbefällen kamen 43 Kinder als Neu-Eberswalder zur Welt.

In der nachfolgenden Tabelle stehen die genauen Zahlen für das Brandenburgische Viertel:


Datum Hauptwohnsitz Nebenwohnsitz Gesamt

31.03.2015 6097 200 6297
31.03.2016 6363 50 6413
30.06.2016 6436 48 6484
30.09.2016 6546 47 6593
31.12.2016 6626 52 6678


(12. Februar 2017)

Siehe auch: Zwei Drittel wohnen hier




Leider kein bild verfügbar

Vizebürgermeister entlassen

Nichtöffentliche StVV-Sitzung beschließt fristlose Kündigung des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Eberswalde

maxe. Am Abend des 5. Dezember haben die Eberswalder Stadtverordneten in nichtöffentlicher Sitzung mehrheitlich die fristlose Entlassung von Bellay Gatzlaff, dem bisherigen stellvertretenden Bürgermeister und Dezernent (zuletzt nur noch) für Kultur und Beschäftigungsförderung beschlossen. 27 Stadtverordnete und der Bürgermeister waren zu der kurzfristig einberufenen Sitzung in der Aula der Eberswalder Fachhochschule (HNEE) erschienen, wie vor dem Versammlungsort anwesende Beobachter der Redaktion berichteten.

Wie später zu erfahren war, soll es es bei der namentlichen Abstimmung 8 oder 9 Gegenstimmen bzw. Enthaltungen gegeben haben. Ob der Bürgermeister aufgrund seiner Befangenheit von der Abstimmung ausgeschlossen blieb, ist nicht bekannt.

Die kurzfristige Einberufung der StVV erfolgte auf der Grundlage der Geschäftsordnung § 1 Abs. 6. Danach kann in dringlichen Angelegenheiten – zur Abwehr einer Gefahr oder eines erheblichen Nachteils für die Stadt Eberswalde, die Ladungsfrist auf 24 Stunden verkürzt werden.

Aus der Dringlichkeit der Einladung konnte auf den Inhalt geschlossen werden. Demnach kam nur eine fristlose Entlassung in Frage. Eine solche muß nach BGB § 626 innerhalb von 2 Wochen ausgesprochen werden, nachdem der Grund für die Entlassung bekannt geworden ist. Die Suspendierung vom Dienst von Bellay Gatzlaff durch Bürgermeister Boginski erfolgte am Tag nach der Stadtverordnetenversammlung vom 24. November. Dort muß es demnach zu dem Vorfall gekommen sein, der Boginski zur fristlosen Kündigung veranlaßte. Im vorherigen öffentlichen Teil dieser Stadtverordnetenversammlung hatte Carsten Zinn von der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde den Bürgermeister und seinen Vize nach den Ursachen gefragt, die zu dem spätestens Anfang November öffentlich gewordenen Zerwürfnis zwischen beiden und der sich daraus entwickelnden Führungskrise im Eberswalder Rathaus geführt hatten. Zugleich hatte Zinn Lösungen angemahnt und die Hilfe und Unterstützung seiner Fraktion angeboten.

Eine Antwort in der öffentlichen Sitzung gab es nicht. Wohl aber in der nichtöffentlichen Sitzung, wie inzwischen bekannt wurde. Demnach war es die dort von Bellay Gatzlaff gegebene Antwort, die Bürgermeister Boginski zu seiner schroffen Reaktion veranlaßte.

Im übrigen darf kaum erwartet werden, daß mit dem StVV-Beschluß Schaden von der Stadt abgewendet wurde. Eher dürfte das Gegenteil der Fall sein. Zumindest steht ein teurer Arbeitsrechtsstreit bevor. Es kann als sicher gelten, daß in diesem Rahmen auch nähere Details des Streits zwischen Boginski und seinem Stellvertreter in die Öffentlichkeit kommen.

(5. Dezember 2016)

Mit freundlicher Genehmigung der »Barnimer Bürgerpost«
Mehr dazu in der Druckausgabe der »Barnimer Bürgerpost«, die in den nächsten Tagen erscheint.




Einwohnerzahl im Kiez steigt

maxe. Per 30. September 2016 hatten im Brandenburgischen Viertel 6.546 Menschen ihren Hauptwohnsitz. Weitere 47 sind im Ortsteil mit Nebenwohnsitz gemeldet.

Insgesamt wohnen also 6593 Menschen im Kiez. Das sind 134 mehr als noch vor zwei Jahren, wobei die Zahl der Hauptwohnsitzler sogar um 363 gewachsen ist.

Damit hat sich entgegen dem bisherigen Trend die Einwohnerzahl erstmals wieder erhöht. Zu verdanken ist das nicht zuletzt dem Zuzug von Flüchtlingen. Zudem haben offenbar viele Einwohner mit Zweitwohnsitz sich in Eberswalde nun mit Hauptwohnsitz angemeldet. Darunter sind vermutlich vor allem Bewohner der Studentenwohnheime, welche die neu eingeführte Zweitwohnsitzsteuer sparen wollten.

Für die Stadtkasse rechnet sich das trotzdem, da anstelle der Zweitwohnsitzsteuer mit jedem zusätzlichen Einwohner mit Hauptwohnsitz die Schlüsselzuweisungen des Landes Brandenburg steigen.

Im Kiez ist weiterhin genug Platz für neue Einwohner. Die Mietpreispolitik der großen Wohnungsgesellschaften wirkt dem allerdings entgegen.

(20. Oktober 2016)




Wie weiter mit dem Familienzentrum?

maxe. Die Stadtverwaltung in persona des zuständigen Dezernenten Bellay Gatzlaff hat bereits vor längerer Zeit signalisiert, daß ein Fortbestand des Familienzentrums positiv gesehen und ein Umzug an einen barrierefreien Standort Unterstützung finden werde.

Praktische Ergebnisse gibt es allerdings noch nicht. Inzwischen dürfte klar sein, daß sich der bisherige Träger, der Berliner Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V. zurückzieht. Zu den Sitzungen der städtischen Ausschüsse für Kultur, Soziales und Integration (AKSI) und Bildung, Jugend und Sport (ABJS) am 5. und 6. Oktober gab es keine eigenständige Information seitens der Stadtverwaltung, sondern jeweils lediglich Antworten auf Fragen, die seitens der Fraktion Alternative Wählerliste Eberswalde (AWBE) gestellt wurden.

Wie der AWBE-Fraktionsvorsitzende Carsten Zinn berichtet, läßt sich derzeit folgendes Fazit ziehen:
Es gibt weiterhin das verbale Bekenntnis seitens der Stadtverwaltung, das Familienzentrum weiterzuführen. Allerdings wäre der bisherige Standort nur zu halten, wenn die im ersten Stock liegenden Räumlichkeiten barrierefrei zugänglich gemacht würden. Dem hat die Vermieterin, die stadteigene WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH ausdrücklich widersprochen und eine externe Finanzierung für Fahrstuhl etc. steht nicht zur Debatte.

Inwieweit andere barrierefrei zugängliche Räumlichkeiten, auch von anderen Vermietern, zur Verfügung stehen, konnte bislang seitens der Stadtverwaltung niemand sagen. Aus anderer Quelle war zu erfahren, daß es immerhin inzwischen Verhandlungen mit neuen Betreibern zwecks Weiterführung des Familienzentrums gibt.

(20. Oktober 2016)

Siehe auch:
Hoffnung für das Familienzentrum
Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Einwohnerversammlung 2016

Diesmal erst am 25. Oktober

maxe. Nach den kaum besuchten Versammlungen der letzten beiden Jahre findet die Einwohnerversammlung 2016 im Brandenburgischen Viertel nicht im Hitzemonat August, sondern erst Ende Oktober statt. Damit wird der Reigen der diesjährigen Einwohnerversammlungen in den Eberswalder Ortsteilen beschlossen.

Bürgermeister Friedhelm Boginski lädt alle Einwohnerinnen und Einwohner am Donnerstag, den 25. Oktober, um 18 Uhr in die Aula der Grundschule »Schwärzesee« ein.

Mit erweiterter Tagesordnung soll die Einwohnerversammlung diesmal zugleich als Ortsteilforum und Bürgerworkshop dienen. Dabei steht die derzeit in Angriff genommene Novellierung des Integrierten Programmübergreifenden Stadtteilentwicklungskonzepts (IPSTEK) im Fokus.

(19. September 2016)




Hoffnung für das Familienzentrum

maxe. »Nach den hier vorliegenden Informationen dürfte eine Schließung des Familienzentrums, die von der Stadtverwaltung weder beabsichtigt ist, noch durch ihr Handeln befördert wurde, vom Tisch sein«, erklärte Sozialdezernent Bellay Gatzlaff am 31. August gegenüber Carsten Zinn von der Fraktion »Alternatives Wählerbündnis Eberswalde« (AWBE). Der Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V. als Träger müsse dazu »lediglich Barrierefreiheit herstellen«. Sowohl die Stadt als auch das Land würden das Projekt dann weiter fördern.

Bis vor kurzem wußte der Dezernent nur wenig vom Familienzentrum in der Potsdamer Allee 59 im Brandenburgischen Viertel, verwechselte deren Angebot gar mit dem des Eltern-Kind-Zentrums in der Kita »Arche Noah«. Inzwischen hatte die Fraktion »Alternatives Wählerbündnis Eberswalde« das Thema »Erhalt und Weiterführung des Familienzentrums im Brandenburgischen Viertel ab 2017« auf die Tagesordnung des städtischen Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport (ABJS) am 8. September setzen lassen und neben dem Bericht des Trägers, Stellungnahmen der Referentin für soziale Angelegenheiten Barbara Bunge und der Jugendkoordinatorin Katrin Forster-König sowie eine Diskussion der Ausschußmitglieder eingefordert.

Daraufhin machte sich der Dezernent offensichtlich sachkundig. Die Forderung nach Barrierefreiheit geht auf das von der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2010 beschlossene Konzept »Barrierefreies Eberswalde – eine Stadt für alle« zurück. Die städtische Förderung war daher für das laufende Jahr mit der »zwingenden Auflage« verbunden worden, daß auch gehbehinderte Menschen das Familienzentrum besuchen können. Dies hätte der Träger spätestens im kommenden Jahr umsetzen müssen. Aus der Sicht des Trägers war damit das Aus besiegelt.

Nun hat Gatzlaff eine verlängerte Übergangszeit in Aussicht gestellt. »Wenn der Verein z.B. ein halbes Jahr länger dafür benötigt, ist das aus meiner Sicht kein Problem.« Barrierefreiheit könne der Verein relativ leicht durch Umzug ins Einkaufszentrum »Heidewald« oder ins Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße herstellen, »wenn denn eine Herstellung in den jetzigen Räumen des Vereins nicht möglich sein sollte«. Unterstützung dazu werde die Stadtverwaltung dem Verein am 8. September anbieten.

Allerdings hat die Stadtverwaltung den Verein »in Abstimmung mit dem ABJS-Vorsitzenden« Lutz Landmann (SPD) gar nicht eingeladen, weil sowohl Landmann als auch Gatzlaff meinen, daß für diese Angelegenheit der Ausschuß für Kultur, Soziales und Integration (AKSI) zuständig sei. Gatzlaff kündigte an, daß die Verwaltung bereits dem AKSI, der bereits am 6. September zusammenkommt, die Angelegenheit vortragen werde.

Den Kontakt der Stadtverwaltung zum Trägerverein soll inzwischen die Sozialreferentin Barbara Bunge realisieren. Daß sie in dem vereinbarten Treffen mit der Leiterin des Familienzentrums Eva-Maria Lauft »alle offenen Fragen« klären kann, wird indes von AWBE-Fraktionschef Carsten Zinn bezweifelt. Schließlich dürfte die Leiterin des Familienzentrums als angestellte Mitarbeiterin des Trägers kaum autorisiert sein, verbindliche Zusagen zu machen. Dementsprechend hat Eva-Maria Lauft den Gesprächstermin inzwischen abgesagt.

Dennoch ist sich Dezernent Bellay Gatzlaff sicher, daß »bei aktivem Wirken des Vereins zur Herstellung der Barrierefreiheit eine gute Lösung gefunden werden, die nötigen Übergangsfristen gewährt und sich alles andere als unnötiger Sturm im Wasserglas entpuppen kann«.

(31. August 2016, Update am 4. September)

Siehe auch: Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Bürgerzentrum bleibt Kita

Mehr Betreuungsplätze im »Gestiefelten Kater«

maxe. Nach 399 Tagen Umbauzeit wird am 5. September die modernisierte Kita Nesthäkchen in unserem Nachbarortsteil Finow an die Kinder, die Kitaleiterin sowie die Erzieherinnen und Erzieher übergeben. Wie die Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner mitteilt, wird neben dem Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) auch die Brandenburgische Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung Kathrin Schneider (SPD) bei der Schlüsselübergabe dabei sein.

Die Nesthäkchen-Kinder waren während der Bauzeit in den Räumen des Bürgerzentrums im Brandenburgischen Viertel (Schorfheidestraße 13) untergekommen.

Dem Bürgerzentrum werden die beiden Veranstaltungssräume im hinteren Bereich allerdings auch zukünftig nicht zur Verfügung stehen. Denn inzwischen sind Kita-Plätze knapp in Eberswalde, nachdem noch vor zehn Jahren die Kita »Spatzennest« in der Havellandstraße gegen den Widerstand der Eltern und Erzieher geschlossen worden ist. Damals wurde der Vorschlag, die Kita mit weniger Plätzen zu erhalten und die nicht benötigten Räume per Zwischennutzung durch Vereine als Reserve vorzuhalten, von der Stadtverwaltung und schließlich auch von der Mehrheit der Stadtverordneten abgelehnt. (»Barnimer Bürgerpost« Nr. 4/2006, Seite 4)

Nun werden die mit vielen Fördergeldern zum Bürgerzentrum umgebauten Räume in der Schorfheidestraße wieder dauerhaft der Kita »Gestiefelter Kater« zur Verfügung stehen und voraussichtlich 35 Kindern Platz bieten. Damit erhöht sich die Gesamtkapazität der Kita von 120 (davon 13 Plätze mit Ausnahmegenehmigung) auf 155. Vorausgesetzt, die beantragte Änderung der Betriebserlaubnis wird genehmigt.

Nach den aktuellen Zahlen vom Juni fehlen rund 100 Kitaplätze in Eberswalde. Dabei sind die ca. 150 Kinder von in Eberswalde lebenden Asylbewerbern, die einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kitaplatz haben, noch gar nicht berücksichtigt. Dreißig davon hat die evangelische Kita »Arche Noah« in der Cottbuser Straße aufgenommen, so daß immer noch über 100 ohne Kitabetreuung bleiben. (vgl. »Barnimer Bürgerpost« Nr. 7/2016, Seite 4)

Insgesamt kann also von einem Fehlbedarf von rund 200 Kita-Plätzen ausgegangen werden. Mit der Kapazitätserweiterung in der Kita »Gestiefelter Kater« wird das etwas gemildert. Hier gibt es zudem seit 2015 eine ehrenamtlich organisierte Eltern-Kind-Gruppe für rund 20 Kinder von Flüchtlingen, die im Brandenburgischen Viertel leben.

Mit geringfügigen Erweiterungen tragen auch andere Kitas zur besseren Bedarfsdeckung bei. Hinzu kommt die neue Waldorfkita »Morgenglanz« in Finow in der Biesenthaler Straße, die nun trotz fehlender Unterstützung durch die Stadt Eberswalde (Verwaltung und Stadtverordnetenversammlung) voraussichtlich Anfang September ihren Betrieb aufnimmt. Zunächst werden hier 20 Kinder ab 1? Jahre betreut. Kontinuierlich werden dann weitere Kinder aufgenommen, die bereits in der Warteliste eingetragen sind, bis zur Kapazitätsgrenze von 40 Plätzen.

(31. August 2016)

Siehe auch: Vermietung von Räumen im Bürgerzentrum, »Spielzeit« für Flüchtlingskinder,




Hat das Familienzentrum
eine Zukunft?

Im 19. Jahr des Bestehens droht dem Familienzentrum in der Potsdamer Allee 59 das Aus. Bereits im Spätfrühling teilte die Eberswalder Jugendkoordinatorin Katrin Forster dem Berliner Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V. als Träger des Familienzentrums mit, daß die bisher gewährte jährliche Förderung in Höhe von 3.500 Euro zum Ende des Jahres eingestellt wird.

Einer der entscheidenden Gründe soll sein, daß der Zugang zum Familienzentrum in der ersten Etage in der Potsdamer Allee 59 nicht barrierefrei ist. Dies wurde von Barbara Bunge, der städtischen Referentin für soziale Angelegenheiten, bestätigt. Das Brandenburger Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, das den größten Teil der Kosten für das Familienzentrum trägt, habe bereits vor mehreren Jahren unmißverständlich signalisiert, daß die Förderung 2017 nicht fortgesetzt werde, wenn keine Barrierefreiheit hergestellt wird.
Die städtische Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) als Vermieterin lehnt den Einbau eines Fahrstuhls aus wirtschaftlichen Gründen ab. Bis vor einem Jahr stand das Gebäude noch unmittelbar auf der Abrißliste der WHG.
Erst durch die Nutzung von Teilen des Gebäudes als Wohnverbund für Flüchtlinge konnte der Abriß abgewendet werden. Bei den Protesten gegen den Abriß spielte das Familienzentrum mit ihrer langjährigen Leiterin Eva-Maria Lauft keine unbedeutende Rolle. Inwieweit dies die aktuellen Entscheidungen beeinflußte, bleibt freilich im dunkeln.

Das Familienzentrum ist bereits einmal aus der Cottbuser Straße in jetzigen Räume in der Potsdamer Allee umgezogen, weil der Block in der Cottbuser Straße abgerissen wurde. Ein neuerlicher Umzug in barrierefreie Räumlichkeiten sollte insofern nicht unmöglich sein. Allerdings führt das Aus für den Berliner Trägerverein zu einer »Bereinigung« der Trägerlandschaft. Dabei mag eine Rolle spielen, daß Eva-Maria Lauft demnächst altersbedingt in den Ruhestand wechselt, was dem Berliner Verein den Verzicht auf seine Dependance im Brandenburgischen erleichtern mag.

Ein Familienzentrum hat im »sozialen Brennpunkt« von Eberswalde, dem Brandenburgischen Viertel, auch weiterhin seine Daseinsberechtigung. Nicht zuletzt wegen des neuen Wohnverbunds in unmittelbarer Nähe und der zunehmend in Wohnungen untergebrachten Flüchtlingen mit dauerhaftem Duldungsstatus, die weiterhin soziale Betreuung und Hilfe bei der Integration benötigen. Insoweit könnte sich das Familienzentrum – vielleicht in anderer Trägerschaft – als soziale und interkulturelle Bildungs- und Begegnungsstätte profilieren, ohne die bisherigen Nutzer auszuschließen. Es gibt Hinweise, daß eine solche Entwicklung auch seitens der WHG Unterstützung finden könnte.

Gerd Markmann - veröffentlicht am 16. August 2016
(aus »Barnimer Bürgerpost« Nr. 8/2016 vom 9.8.2016)
Update vom 29. August 2016

Siehe auch: Der Abriß ist vom Tisch, Fragen zum Abriß, Antworten auf die Fragen zum Abriß, »Informationen« statt Konfliktlösung, Warum verweigert der Bürgermeister die Diskussion?, Städtebaulicher Unsinn.




An Stelle dieses Schildes wird bald ein neues erscheinen ...

Ab 4. Juli 2016:

Wieder Allgemeinärztin im Kiez

maxe. Dr. Jörg Mocek hat Wort gehalten. Im Februar antwortete der Geschäftsführer der kreiseigenen Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG) auf eine Initiative des Vorsitzenden der Fraktion Alternatives Wählerbündnisse Eberswalde Carsten Zinn: »Ihre Information zur medizinischen Versorgungssituation im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde habe ich aufgenommen. Sollte es zukünftig von Seiten der GLG mbH Wege zur Verbesserung der genannten Situation geben, werde ich Ihre Hinweise im Rahmen unserer Möglichkeiten berücksichtigen.« (siehe Februar-Artikel)

Nun hat er bestätigt, daß ab Juli durch die GLG wieder eine Praxis im Brandenburgischen Viertel eröffnet wird. Nach Recherchen der Maxe-Redaktion öffnet die GLG-Praxis in den gleichen Räumen, die Frau Jordan bis Ende des vorigen Jahres nutzte. Zunächst wird hier eine Ärztin in Teilzeit ein Angebot realisieren. Eine zweite Ärztin ist bereits vertraglich gebunden, wird aber erst nach ihrer Elternzeit für den demnächst die Welt erblickenden Nachwuchs für die Patienten im Kiez zur Verfügung stehen. Insgesamt ein positiver Ausblick für die Menschen im Brandenburgischen Viertel, der ohne das Engagement der GLG wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre.

(veröffentlicht am 19. Juni 2016)


siehe auch: Presseinformation der GLG vom 28.06.2016





Stefan Zierke wurde im September 2013 über die Brandenburger Landesliste der SPD in den Bundestag gewählt. Am 24. Mai besuchte er den Jugendmigrationsdienst (JMD) im WBG-Vereinshaus in der Havellandstraße 15, deren Mitarbeiterinnen Elena Schäfer und Christiane Goldschmidt über die JMD-Angebote für junge Migranten informierten.

Bundestagsabgeordneter Stefan Zierke im Kiez:

Beim Jugendmigrationsdienst

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke (SPD) war am 24. Mai im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde unterwegs und traf sich zusammen mit dem Vorsitzenden des SPD Ortsverein Finow Ringo Wrase mit den Mitarbeiterinnen des Jugendmigrationsdienst Barnim (JMD) in deren Domizil im WBG-Vereinshaus in der Havellandstraße 15, um sich über deren Arbeit zu informieren.

Seit fast 25 Jahren berät der JMD junge Menschen mit Migrationshintergrund vom 12. bis zum 27. Lebensjahr zu allen Fragen der schulischen, beruflichen und sozialen Integration. Seit September 2015 läuft zudem die modellhafte Erprobung der Öffnung des JMDs für junge Flüchtlinge mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung.

Das sogenannte Projekt »jmd2start« ist auf zwei Jahre ausgelegt und wird von den geflüchteten jungen Menschen positiv angenommen.
Allerdings bewegt sich die Beratungsarbeit im Spannungsfeld zwischen aufenthaltsverlängernden und -beendenden Maßnahmen der Ausländerbehörden. Ferner fehlen weitreichende Integrationsangebote sowie Ausbildungsplätze seitens der regionalen Unternehmen im Barnim und der Uckermark.

Stefan Zierke möchte sich deshalb dafür einsetzen, daß die Unternehmer mehr Angebote für die Geflüchteten machen.

Constantin Muhs

Besuch im Skate-Park

maxe. Im Anschluß seiner Visite beim Jugendmigrationsdienst besuchte Stefan Zierke gemeinsam mit den Jusos Barnim auf der Skateanlage am »Club am Wald« in der Senftenberger Straße den BMX-Club »Young Rebels?«.

Die »jungen Rebellen« wünschen sich nichts sehnlicher, als eine Vergrößerung ihres BMX- und Skate-Parks. Schätzungsweise 20.000 bis 50.000 Euro würde die Vergrößerung des 900 Quadratmeter großen Areals um weitere 200 Quadratmeter etwa kosten, wenn dort weitere Rampen und ein sogenannter »Pool« aufgestellt würden.

Leider fehle es dem Verein an Zeit und Knowhow, um ein fertiges Konzept vorzulegen. Ein solches fordert die Stadtverwaltung als Voraussetzung für eine Unterstützung des Vorhabens.

Stefan Schmiedel von den Jusos und zugleich sachkundiger Einwohner im städtischen Ausschuß für Bildung, Jugend und Sport versprach, daß er »das Thema in den Ausschuß hineintragen« werde.

Unterstützung versprach auch der CDU-Stadtverordnete Dietmar Ortel, dessen Sohn ein begeisterter BMX-Fahrer ist.

Carsten Zinn, der einstige Ortsvorsteher – zu Zeiten, als der Kiez noch eine Ortsteilvertretung hatte – und jetziger Stadtverordnete der Fraktion »Alternatives Wählerbündnis Eberswalde« hielt sich beim offiziellen Termin des SPD-Bundestagsabgeordneten nach Berichten der lokalen Tageszeitung (MOZ, 26.5.2016) im Hintergrund. Später habe er den Vereinsaktivisten geraten, berichtet die Zeitung, sich aktiv in die Debatte zum neuen Betreiberkonzept für den Familiengarten einzubringen. Dort könne gegebenenfalls in Kombination mit der Sanierung der Borsighalle ein Jugenderlebnis-Park mit integrierter Skateranlage entstehen.

Eine Umsetzung dieses Vorschlages würde den einstigen Planungsfehler, eine teilweise lärmintensive Skateranlage mitten ins Wohngebiet zu bauen, korrigiert werden. Im Umkreis der Borsighalle wären weit weniger Menschen von den Lärmemissionen betroffen als im Brandenburgischen Viertel. Zudem würden die Wände der Borsighalle den Lärm dämmen. Für die Skater und BMX-Sportler wäre zudem durch die Überdachung eine ganzjährige Nutzung möglich.

(veröffentlicht am 1. Juni 2016)




Gehwegsanierung in der Prignitzer Straße 2012. Geh- und Radwegsanierung

Runder Tisch diskutiert Prioritätenliste 2017/18

maxe. Am 8. Juni tagt der »Runde Tisch Geh- und Radwegsanierung«, um über die Prioritätenliste zu befinden, nach der in den Jahren 2017 und 2018 die Geh- und Radwege in Eberswalde instandgesetzt werden.

Wegen des hohen Sanierungsbedarfes, so die Aussage von Baudezernentin Anne Fellner, reichen die geplanten Mittel, die bislang für den Doppelhaushalt 2017/18 vorgesehen sind, nicht für alle Maßnahmen aus. Daher müsse eine Prioritätenliste aufgestellt werden.

»Für die Sanierung einer 1 m? großen Geh- oder Radwegfläche«, so Anne Fellner, »werden ca. 50 Euro benötigt, für eine Bordabsenkung werden ca. 1.000 – 2.000 Euro veranschlagt«. Dabei können die zur Verfügung stehenden Mittel ausschließlich für Unterhaltungsmaßnahmen eingesetzt werden, nicht für den Neubau von Geh- und Radwegen. »Das heißt, es können z. B. nur Borde abgesenkt und vorhandene Gehwegplatten oder Betonsteine ausgetauscht werden. Die darunterliegenden Kies- und Tragschichten dürfen nicht mit erneuert werden.«

Auch bislang unbefestigte Geh- und Radwege fallen nicht unter diese Maßnahmen. Hierbei handelt es sich um Investitionen, die nach dem Kommunalabgabengesetz anteilig durch die Anlieger und die Stadt finanziert werden müssen.

Als Kriterien, die bei der Festlegung der Prioritäten beachtet werden sollten, nennt die Baudezernentin:

  • den vorhandenen Zustand der Geh- und Radwege
  • die Wichtigkeit der Straße (Aufenthaltsfunktion, Geschäftsauslagen, Spielen)
  • anliegende Einrichtungen (Kita, Schulen, Altersheime, Geschäfte, Versorgungs-, Verwaltungs- und Freizeiteinrichtungen)
  • das Verkehrsaufkommen auf den Fahrbahnen
  • das Verkehrsaufkommen auf den Geh- und Radwegen
  • die Umfeldnutzung, Randbebauung
  • die Bedeutung innerhalb des Fußgängerverkehrsnetzes
  • die Anbindungen zu den Haltestellen des ÖPNV

Die Stadtverwaltung will am 8. Juni die aus ihrer Sicht wichtigsten Maßnahmen vorstellen und bittet die Teilnehmer am Runden Tisch, die aus ihrer Sicht notwendigsten Sanierungen in die Diskussion mit einzubringen.

Teilnehmer am Runden Tisch Geh- und Radwegsanierung sind Vertreter der Stadtfraktionen, der Ortsteilvertretungen, Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Derzeit stehen jährlich ca. 200.000 Euro für die Sanierung der Geh- und Radwege in der Stadt Eberswalde zur Verfügung.

Hinweise für die Prioritätenliste können (möglichst mit Foto und der konkreten Bezeichnung des betreffenden Weges) direkt an das Tiefbauamt (Tel. 03334/64667, eMail: g.mueller@eberswalde.de) oder an den Stadtverordneten Carsten Zinn (eMail: kommunal@gmx.de) gesandt werden.

(7. Mai 2016)




Sprecherratssitzung am 9. Mai

maxe. Der Sprecherrat »Soziale Stadt« trifft sich am Montag, dem 9. Mai, im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13 zu seiner nächsten Beratung. Die Sitzung beginnt um 16.30 Uhr.

Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:

  • TOP1 Informationen aus der Verwaltung: Informationen, Termine u.ä.
  • TOP2 Informationen von den Akteuren: Informationen, Termine, Beobachtungen, Bedarf u.ä.
  • TOP3 Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz 2016
  • TOP4 Diskussion: »Wie soll der zukünftige Sprecherrat aussehen und welche Funktionen hat er?«
  • TOP5 Sonstiges

Seit der vorigen Sprecherratssitzung ist bereits ein Vierteljahr vergangen. Grund für die längere Sitzungspause waren vor allem terminliche Gründe, wie der Urlaub der städtischen Referentin für soziale Angelegenheiten Barbara Bunge, die seit Herbst 2015 in der Stadtverwaltung für die Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Sprecherrat »Soziale Stadt« verantwortlich ist.

Die Referentin sieht den Sprecherrat in der Rolle eines »Motors« für das Brandenburgische Viertel, sagte sie zur bislang letzten Sprecherratssitzung am 8. Februar 2016, auf der sie zugleich die Beratungspause bis Mai vorschlug.

Ganz tatenlos war der Sprecherrat allerdings in der Zwischenzeit nicht. Denn per eMail-Abstimmung wurde ein finanzieller Zuschuß für ein Beteiligungsprojekt des Eltern-Kind-Zentrums in der Kita »Arche Noah« genehmigt.

Zur Zukunft des Sprecherrats, der in TOP 4 behandelt werden soll, gab es bereits in der Februarsitzung einen ersten Gedankenaustausch, an den nun angeknüpft werden kann.

Damals wurde zum einen darauf verwiesen, daß der Sprecherrat das einzige Forum im Kiez ist, in dem sich über die Geschehnisse im Viertel einschließlich potentieller Probleme ausgetauscht werden kann. Als Gremium, das im Rahmen des Förderprogramms »Soziale Stadt« entstand, fehlt es dem Sprecherrat allerdings an darüberhinausgehende Legitimation und Struktur. Das erschwert wegen unbestimmter Verbindlichkeit das ehrenamtliche Engagement.

In anderen Ortsteilen sind Stadtteilvereine aktiv, mit Gewerbetreibenden als treibende Kraft, die es im Brandenburgischen Viertel aber nicht oder nur wenige gibt. Es gibt wenig Hoffnung, daß sich hier eigenständig etwas vergleichbares entwickelt, zumal solche Stadtteilvereine wie in Westend und Finow über ihre Akteure zugleich über eine enge Parteibindung und damit über entsprechende Hebel einer politischen Einflußnahme verfügen.

Seit der Kommunalwahl 2014 verfügt das Brandenburgische Viertel nicht mehr über eine Ortsteilvertretung gemäß Kommunalverfassung. Das wurde von mehreren Sprecherratsmitgliedern als Mangel genannt. Statt des bisherigen Ortsvorstehers wäre auch die Einrichtung eines Ortsbeirates denkbar, der als solcher nicht dem Quorum unterliegen würde, an dem die Ortsvorsteherwahl 2014 scheiterte.

Im Protokoll der Sprecherratssitzung vom 8. Februar 2016 heißt es dazu abschließend:
»Für die nächste Sitzung im Mai haben sich die Sprecherratsmitglieder darauf geeinigt, sich von ihnen favorisierte Modelle für ein Gremium für das Brandenburgische Viertel zu überlegen und zur Diskussion zu stellen.«

(5. Mai 2016)


Quartiersbüro »Soziale Stadt«, Schorfheidestraße 13, 16227 Eberswalde

Siehe auch: hier




Diese Allgemeinarzt-Praxis gibt es nicht mehr. KEIN Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel

maxe. Die Information in der »Märkischen Oderzeitung«, wonach die kreiseigene Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG) ein Grundstück für ein neues Ärztehaus in Eberswalde sucht, ist nicht gelogen – aber dennoch falsch.

Der GLG-Geschäftsführer Dr. Jörg Mocek stellte gegenüber der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde richtig, »daß es sich bei dem in der Märkischen Oderzeitung erwähnten Projekt um einen Ersatzbau für das Ärztehaus im Leibnitzviertel (Robert-Koch-Straße) und um die Suche nach einem Grundstück in diesem Bereich handelt«. Die GLG plane gegenwärtig nicht, Grundstücke in anderen Stadtteilen von Eberswalde zu erwerben.

»Ihre Information zur medizinischen Versorgungsituation im Brandenburgischen Viertel von Eberwalde habe ich aufgenommen«, schreibt Dr. Mocek. »Sollte es zukünftig von Seiten der GLG mbH Wege zur Verbesserung der genannten Situation geben, werde ich Ihre Hinweise im Rahmen unserer Möglichkeiten berücksichtigen.«

Der Fraktionsvorsitzende Carsten Zinn hat inzwischen im Ausschuß für Wirtschaft und Finanzen der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde über das Ergebnis der Fraktionsinitiative informiert. Er hatte ein längeres Telefongespräch mit dem GLG-Geschäftsführer geführt und davon erfahren, wie schwierig es derzeit sei, Facharztstellen für Allgemeinmedizin zu besetzen. Dementsprechend hoch seien die Ansprüche der wenigen, die auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Bezüglich des Brandenburgischen Viertels, so Carsten Zinn, spiele auch das gemeinhin als problematisch bewertete Image des Viertels eine Rolle.

Fakt sei, daß potentiellen Bewerbern möglichst gute Bedingungen geboten werden müssen. Dafür, solche guten Bedingungen im Brandenburgischen Viertel zu schaffen, wird die GLG bis auf weiteres nicht zur Verfügung stehen.

Nachdem im Dezember die einzige Allgemeinärztin im Kiez Irene Jordan in den Ruhestand ging, gibt es im Ortsteil für die 6.500 Einwohner keine allgemeinmedizinische Versorgung mehr.

(12. Februar 2015)

Weitere Informationen




Ein Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel?

Ende Dezember schloß die letzte allgemeinärztliche Praxis im Brandenburgischen Viertel ihre Pforten. Trotz eifrigen Bemühens, hieß es, habe Dipl.-med. Irene Jordan, die zum 21.12.2015 in den verdienten Ruhestand wechselte, keinen Nachfolger gefunden, der ihre Praxis übernimmt. Im Brandenburgischen Viertel gibt es seitdem keinen Allgmeinarzt mehr. Die Patienten müssen zusehen, ob und wo sie künftig im Bedarfsfall ärztliche Betreuung herbekommen.
Anfang Februar wurde bekannt, daß die kreiseigene Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG) vorhat, in Eberswalde ein Ärztehaus zu bauen und dafür ein passendes Grundstück sucht. Die Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde reagierte sofort und schlug dem GLG-Geschäftsführer Dr. Jörg Mocek vor, das geplante Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel zu bauen. Nachfolgend Auszüge aus dem Brief des Fraktionsvorsitzenden Carsten Zinn an Dr. Mocek:

Sehr geehrter Herr Dr. Mocek,
namens der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde gratuliere ich Ihnen für die erfolgreiche Entwicklung der GLG, wie sie in der Ausgabe der Märkischen Oderzeitung vom 6. Februar 2016 dargestellt wird.

Demnach sehen Sie die größten Ressourcen für die Zukunft in einer weiteren Vernetzung der Gesellschaften, in den Synergien sowie in der Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung, weshalb für Eberswalde auch der Bau eines Ärztehauses geplant sei.

Dem MOZ-Beitrag ist zu entnehmen, daß Sie für dieses Ärztehaus derzeit einen passenden Standort suchen. Ich freue mich sehr, Ihnen hierbei vielleicht helfen zu können und schlage Ihnen vor, daß die GLG ihr neues Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel erbaut.

Als Standort kommt unseres Erachtens die Fläche der einstigen „großen EDEKA-Kaufhalle“ in der Frankfurter Allee in Frage...

Die Fläche des Flurstücks 225 ist unkompliziert erweiterbar durch die westlich angrenzende und derzeit als wilder Parkplatz genutzte Brachfläche...

Östlich angrenzend .. befindet sich ... ein regulärer Parkplatz, der Mitte der 1990er Jahre für die damals noch vorhandene Kaufhalle sowie dem gegenüberliegenden ehemaligen Wohngebietszentrum „Specht“ angelegt wurde und derzeit in geringem Umfang durch die Anwohner der Frankfurter Allee genutzt wird...

Der von uns für das Ärztehaus in Eberswalde vorgeschlagene Standort an der Frankfurter Allee ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen.

Die Anbindung an das Werner-Forßmann-Krankenhaus ist über die Zoostraße gegeben. Die Entfernung beträgt weniger als 3 km.

Für die rund 7.000 Einwohner des Brandenburgischen Viertels und der Quartiere Wolfswinkel und Eisenspalterei des Ortsteils Finow ist der Standort innerhalb von höchstens 15 Minuten fußläufig zu erreichen. Für die etwa 3.800 Einwohner von Finow-Ost dauert der Fußweg weniger als 30 Minuten. Auch aus dem südlichen Bereich von Eberswalde-Westend mit ca. 2.200 Einwohnern ist der Standort in etwa 30 Minuten zu Fuß erreichbar, allerdings müssen hier die unbefestigten Wege im Waldgebiet im Umfeld der Drehnitzwiesen genutzt werden.
Insgesamt können etwa 13.000 Eberswalderinnen und Eberswalder den Standort in der Frankfurter Allee von ihrer Wohnung aus binnen 30 Minuten zu Fuß erreichen.

Hinzu kommt die sehr gute Anbindung an den ÖPNV. Direkt vor dem Grundstück befinden sich in beiden Richtungen Haltestellen der Obus-Linien 861 und 862.

Gute Straßenverbindungen bestehen darüber hinaus über die Schönholzer Straße in Richtung Finow, über die Spechthausener Straße in Richtung Lichterfelde sowie über die Spechthausener Straße und die Zoostraße in Richtung der Ortsteile Eberswalde 1 und 2.
Für Patienten, die mit dem PKW anreisen, sollte der erwähnte in städtischem Eigentum befindliche und derzeit kaum genutzte Parkplatz östlich des Grundstücks genutzt werden können...

In unmittelbarer Nähe des Standortes befinden sich das AWO-Pflegeheim Wolfswinkel und die beiden AWO-Würfelhäuser. Hier wohnen Senioren, die überdurchschnittlich auf ärztliche Betreuung angewiesen sind. Hinzu kommen das Seniorenheim und die Anlagen für betreutes Wohnen am Potsdamer Platz, die weniger als 500 m entfernt sind.

Der Standort im Brandenburgischen Viertel bietet sich für ein Ärztehaus nicht zuletzt besonders deshalb an, weil die ärztliche Versorgung im Brandenburgischen Viertel infolge der innerhalb der Stadt unregulierten Standortwahl der niedergelassenen Ärzte in den letzten Jahren eine deutlich negative Tendenz aufweist. So gibt es in dem Viertel mit 6.500 Einwohnern seit Anfang des Jahres bspw. keinen einzigen Allgemeinarzt mehr.
Eine kommunale Gesellschaft wie die GLG trägt u.E. eine besondere Verantwortung, hier gegenzusteuern – und sie hat auch die Möglichkeiten dazu.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, daß aktuell zusätzlich zur oben erwähnten Bevölkerungszahl fast 400 Flüchtlinge im Brandenburgischen Viertel untergebracht sind, die nicht zuletzt auch einen zusätzlichen Bedarf an ärztlicher Versorgung mitbringen.
In diesem Zusammenhang ist auch langfristig mit einer gewissen Umkehr der bisherigen negativen demographischen Entwicklung im Brandenburgischen Viertel zu rechnen.

Für Rückfragen und ggf. Unterstützung stehen wir gern zur Verfügung.
Wir bitten Sie um wohlwollende Prüfung unseres Vorschlages und verbleiben
mit freundlichen Grüßen

Carsten Zinn,
Vorsitzender der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde in der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde

(7. Februar 2016)

Siehe auch: hier




In der Kita »Arche Noah« werden 2016/17 Sanitäranlagen saniert

maxe. Im Jahr 2016 ist laut Auskunft von Kerstin Ladewig, der städtischen Amtsleiterin für Bildung, Jugend und Sport, die Sanierung eines Kinderbades in der Kita »Arche Noah« vorgesehen. Voraussetzung dafür ist allerdings die Gewährung von Fördermitteln, die über den Landkreis Barnim beantragt wurden.

Für das darauffolgende Jahr sind laut Baudezernentin Anne Fellner weitere Modernisierungen in Sanitärbereichen der Kita geplant. Für zwei Kinder- und einen Personalsanitärbereich sind insgesamt 75.000 Euro in der mittelfristigen Finanzplanung für 2017 vorgesehen.

(14. Dezember 2015)




Allgemeinärztin im Kiez hört auf

maxe. Die einzige Allgemeinärztin im Brandenburgischen Viertel macht zum Jahresende ihre Praxis zu. Wie zu erfahren war, hat sich Dipl-Med. Irene Jordan intensiv um einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin bemüht. Leider vergebens.

Inwieweit es eine Unterstützung der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung gab, ist nicht bekannt. Im Juni hatte deren stellvertretender Vorsitzender in Brandenburg Andreas Schwark im städtischen Ausschuß für Kultur, Soziales und Integration mitgeteilt, daß sich in Eberswalde zusätzlich drei weitere Hausärzte ansiedeln könnten.

Es gab also schon vor einem halben Jahr eine eklatante Unterversorgung, die nun – speziell für unseren Stadtteil – noch deutlich schlimmer wird.

Eine Lösung für die Einwohnerinnen und Einwohner des Brandenburgischen Viertels gibt es derzeit nicht.

Wie von der scheidenden Allgemeinärztin zu erfahren war, haben die Patienten Anspruch darauf, ihre Patientenakten zu erhalten. Frau Jordan bittet darum, zu diesem Zweck einen frankierten und mit der eigenen Anschrift versehenen Umschlag in der Praxis abzugeben bzw. in den Praxisbriefkasten zu hinterlegen.

(8. Dezember 2015)




Quartiersmanagerin Johanna Johne-Akçinar (Mitte) mit Jan Schultheiß (links) und Patrick Giebel vom externen Quartiersmanagement.
(Foto: Stadtverwaltung Eberswalde)

Sprecherrat »Soziale Stadt« tagt am 7. Dezember:

Die Tagesordnung

maxe. Der Sprecherrat »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel kommt am 7. Dezember, um 17.30 Uhr, zu seiner letzten Sitzung im Jahr 2015 zusammen. Wie immer tagt der Rat in den Räumen des Bürgerzentrums in der Schorfheidestraße 13.

Nachfolgend die Tagesordnung:

  • TOP1 Begrüßung und Protokollkontrolle
  • TOP2 Vortrag durch die Projektträger die raumplaner zum Quartiersmanagement Gesundheit und Sport
  • TOP3 gemeinsame Auswertung der Arbeit
  • TOP3.1 gemeinsame Überlegung zur Aufteilung der Gelder Soziale Stadt ab 2016 (Aktionsfonds, ....)
  • TOP3.2 Rolle des Gremiums Sprecherrat ab 2016
  • TOP4 Einkaufszentrum Heidewald - hier fortgeführte Sammlung von Ideen, Vorschlägen, Hinweisen etc.
  • TOP5 Sonstiges

(29. November 2015)

Siehe auch: hier




Die verwandelte Stadt

Wie sich das Brandenburgische Viertel seit 1990 entwickelte

Im Museum der Stadt Eberswalde kann man sich zur Zeit die Ausstellung »Die verwandelte Stadt« ansehen. Hier wird der Versuch unternommen, die vielfältigen Entwicklungen des letzten Vierteljahrhunderts darzustellen, einer Zeit großer Umbrüche, im gesellschaftlichen wie im privaten. Man muß den Museumsmachern, wie auch dem Amt für Wirtschaftsförderung, das einen Begleitband gestaltet und gedruckt hat, Respekt zollen für einen bunten Überblick der Highlights von Kultur, Wirtschaft, Sport, Städtebau, Bildung und Politik.

Gezeigt werden Produkte der Seilrollenfertigung des ehemaligen Kranbaus, Highend-Lautsprecher der Firma C.E.R.T., ein Bedienelement eines Außenfahrstuhls, Utensilien eines Faschingsclubs, diverse Sportpokale und eine Videodokumentation über Eberswalde im Jahre 1990.

Daß über den Bau des Paul-Wunderlich-Hauses berichtet wird, über die Wiedereröffnung der forstlichen Fachhochschule und über die Sanierung und den Umzug des psychiatrischen Landeskrankenhauses, das alles ist natürlich selbstverständlich. Weniger verständlich ist hingegen, daß die Finower, die Nordender, die Ostender, die Westender und die Bewohner des Brandenburgischen Viertels in der Stadtgeschichte der letzten 25 Jahre überhaupt nicht vorkommen, so als sei Eberswalde noch der kleine Marktflecken des 18. Jahrhunderts, der vom Kanal bis zur Kirche reicht.

Die Passage wurde gebaut. Zu dieser Zeit wurde wohl in jeder größeren deutschen Stadt ein Einkaufscenter errichtet. Dafür mußten viele kleine Läden, besonders in der Eisenbahnstraße, ihr Geschäft aufgeben. Die Altstadt wurde saniert, sehr lobenswert. Aber damit die steigenden Mieten an den Mann bzw. die Frau gebracht werden können, mußte anderswo in Eberswalde »der Markt bereinigt« werden.

Diese andere Stadtgeschichte illustriert nebenstehende Abbildung: Im Brandenburgischen Viertel wurden im letzten Jahrzehnt 26 Wohnblöcke abgerissen. Preiswerter Wohnraum für 3000 Menschen!
Das Reimannviertel war in den 1980ern gefragt bei jungen Familien, moderne Häuser mit Zentralheizung und Bad. Auch viele Familien der sowjetischen Bundesgenossen wohnten hier im Waldviertel, während die MiGs zum Landeanflug nach Finow ansetzten.

In dem Video, das im Museum läuft, kann man zurückblicken: auf ein Reimannviertel voller Menschen, auf gut besuchte Kaufhallen, auf Spielplätze, die noch weit vom heutigen Standard entfernt waren – auf ein junges Wohngebiet, das noch vorwiegend von Sand, von Kiefern und von Trabants beherrscht wurde.

Reimannviertel - dieser Name wurde schnell obsolet in der neuen Marktwirtschaft Brandenburgs. Was lag näher, als das Viertel nach dem Land und die Straßen nach ihren Städten zu benennen? Ein Zeichen von märkischem Patriotismus. Aber auch ein Zeichen davon, die eigene Geschichte verdrängen zu wollen. Wenigstens das Denkmal des Namensgebers Max Reimann durfte stehenbleiben.

Noch wohnten 1992 über 13.000 Menschen im neuen Brandenburgischen Viertel, die teilweise recht gut verdienten. Der Geist der Zeit erforderte nun ein Einkaufszentrum und ein Bankgebäude, und so kam das Viertel zu einem richtigen Zentrum mit einem zentralen Platz, der zum Treffpunkt, zum Marktplatz und zum Festplatz wurde.

Aber vielen Familien wurde es zu eng im Wohngebiet, sie wollten ein Häuschen im Grünen, es gab ja so günstige Kredite vom Bankhaus! Wohnst du noch, oder baust du schon? Die neue Zeit machte es möglich.
Dazu kam die allgemeine Situation in den östlichen Bundesländern mit hoher Arbeitslosigkeit, was den Wegzug der jungen Leute in den Westen zur Folge hatte.

So kam es, daß immer mehr Wohnungen leer standen, die Vermieter nur noch wenig investierten und ein Block nach dem anderen abgerissen wurde. Es hieß, es werde im Rahmen des Stadtumbaus »zurückgebaut«. Ein schönes Wort für die Vernichtung von Werten. Erst kam der Bagger, dann kam der Schutt, dann kam die Sandfläche und dann kamen die Kräuter und Bäumchen. Gras wuchs über die ganze Sache.

Aber nicht nur Wohnungen mußten weg. Ganze 4 Schulen wichen den »Stadtumbauern«: die Grundschule Am Stadtwald (vorher 6. POS Max Reimann), die Gesamtschule Rosa Luxemburg (13. POS), die Gesamtschule Albert Einstein (14. POS Ernst Thälmann) und schließlich, im letzten Jahr, das alte Gebäude der Schwärzesee-Grundschule. Dabei wohnen hier im Viertel die meisten Kinder von Eberswalde. So viele Spielplätze wie hier gibt es in keinem anderen Stadtteil!

Aber die Goetheschule war wichtiger. Schließlich stammte sie noch aus alter preußischer Zeit. So müssen nun viele Oberschüler weit fahren am frühen Morgen. Mit einem Schülerabo der Barnimer Busgesellschaft (BBG).

Ach ja, die Busse! Die fehlten ein bißchen in der Ausstellung. Was wäre Eberswalde ohne seine Obusse? Das ist ein Auftrag ans Stadtmuseum. Das sollte man nicht der BBG alle Jubeljahre überlassen.

Das ehemalige Reimannviertel jedenfalls hat sich, ungewollt, dahin entwickelt, wie es sich der planende Architekt eigentlich vorgestellt hatte: großzügig, weit, mit Sonne und Licht und viel Grün. Und vielen spielenden Kindern. Aber was der Architekt sagt, ist das eine, das andere bestimmt die Politik ...

Jürgen Gramzow - 23. November 2015




Quartiersmanagerin Johanna Johne-Akçinar (Mitte) mit Jan Schultheiß (links) und Patrick Giebel vom externen Quartiersmanagement.
(Foto: Stadtverwaltung Eberswalde)

Quartiersmanagement erhält Verstärkung

maxe. Alexander Leifels, ehrenamtlicher Vorsitzender des Sprecherrates »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel hat seit Anfang November auch hauptamtlich seinen Arbeitsplatz im Brandenburgischen Viertel.

Bisher war er als Mitarbeiter der Pressestelle im Rathaus tätig. In seinem Engagement für die städtischen Angelegenheiten nahm er auch intern kein Blatt vor den Mund. Mutiges Auftreten wird auch im Referat für soziale Angelegenheiten dringend benötigt, vor allem angesichts der aktuellen Herausforderungen infolge der wachsenden Zahl an Flüchtlingen in Eberswalde.

Die Sozialreferentin Barbara Bunge darf sich deshalb freuen, daß ihr Referat durch Alexander Leifels verstärkt wird. Er fungiert künftig als Sachbearbeiter für Flüchtlingshilfe.

Die Pressestelle wird künftig ohne ihn auskommen müssen. Angesichts der Professionalität der Pressesprecherin Nancy Kersten, die sich inzwischen eingearbeitet hat, ist die hier erfolgte Stellenreduzierung von 2 auf 1 Stelle kein Problem.

Alexander Leifels wird, zumindest vorübergehend, auch das Quartiersmanagement unterstützen, da Johanna Johne-Akçinar bis Februar für drei Tage in der Woche von der Referentin in Sachen Verwaltungstätigkeit weitergebildet wird. Dienstag und Freitag wird sie aber weiterhin im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13 ihre Aufgaben als Quartiersmanagerin wahrnehmen.

Verbunden mit diesen personellen Änderungen sind auch neue Sprechzeiten des Quartiersmanagements. Künftig ist das Büro »Soziale Stadt« im Bürgerzentrum jeden Dienstag von 13 bis 18 Uhr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger geöffnet.

Das Quartiersmanagement hat künftig auch eine neue eMail-Adresse. Das Quartiersmanagement ist ab sofort unter quartiersmanagement@eberswalde.de erreichbar. Auch dies ein Zeichen für die neue Professionalität. Übergangsweise wird die bisherige Adresse (qm-brandenburgischesviertel@hotmail.de) noch bis Jahresende parallel angeboten.

(2. November 2015)




Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel:

Aktivierung EKZ Heidewald

Liebe Mitstreiterinnen des Brandenburgischen Viertels,

vielen von uns als auch den Bewohnerinnen des Viertels ist nicht entgangen, dass das Einkaufszentrum Heidewald immer leerer wird. Geschäfte schließen nach und nach und lassen eine besorgniserregende Wirkung zurück. Wir sind uns alle einig, dass das Zentrum für das Viertel sowohl für Versorgungszwecke als auch als sozialer Treffpunkt eine tragende Funktion hat, die es unbedingt zu erhalten gilt. Die gewerbliche Vermietung funktioniert aufgrund der geringen Kaufkraft als auch der alternativen Einkaufsmöglichkeiten allerdings sichtbar schlecht.

Der Hausverwalter des Einkaufszentrums Heidewald unterstützt deshalb die Idee, alternativ zu der gewerblichen Nutzung Trägern beratender, sozialer als auch sozio-kultureller Angebote die Räume zur Verfügung zu stellen. Bevor die Flächen gänzlich leer bleiben, werden sie für andere Zwecke als ursprünglich angedacht geöffnet. Das ist die Chance das Image des Einkaufszentrums zu verbessern und es längerfristig wieder zu beleben. Die Angebotsträger könnten so auch die Barrierefreiheit ihrer Angebote verbessern und den Bewohnern des Brandenburgischen Viertels durch die zentrale Lage mehr ins Bewusstsein rücken.

Wenn Sie von der Bewohnerschaft gut zugängliche, einsehbare Flächen brauchen, das Einkaufszentrum aktivieren wollen und Ideen haben oder Interessierte kennen, dann setzten Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Johanna Johne-Akcinar


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktbüro Soziale Stadt I Bürgerzentrum

Schorfheidestraße 13, 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 818245, Handy: 0152 56464528
Sprechzeiten: Di 13-18 Uhr und nach Vereinbarung

Stadt Eberswalde · Referat für soziale Angelegenheiten

(23. Oktober 2015)

Sitzung des Sprecherrates »Soziale Stadt«

Die nächste Sitzung des Sprecherrates »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel findet diesmal abweichend vom üblichen Rhythmus nicht am zweiten Montag des Monats, sondern bereits

am Mittwoch, den 4. November 2015, um 17.30 Uhr
im Bürgerbildungszentrum in der Schorfheidestraße 13

statt. Dies teilte der Vorsitzende des Sprecherrates Alexander Leifels mit.

Die Tagesordnungspunktliste enthält folgende Themen:

TOP1: Begrüßung und Protokollkontrolle
TOP2: Antrag Motor: »Begegnung durch Sport«
TOP3: Auswertung externes Quartiersmanagement/ Maßnahmeplanung 2016
TOP4: Aktivierung Einkaufszentrum Heidewald
TOP5: Sonstiges

(28. Oktober 2015)




Antworten zu Fragen zum Wohnungsabriß

maxe. Zur Sitzung des Eberswalder Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen (AWF) am 10. September 2015 hatte Gerd Markmann, der als sachkundiger Einwohner Ausschußmitglied mit beratender Stimme ist, Fragen zum geplanten Wohnungsabriß der städtischen Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH (WHG) in der Potsdamer Allee 45 bis 53 im Ortsteil Brandenburgisches Viertel gestellt (BBP 9/2015).
Nach anderthalb Monaten hat der WHG-Geschäftsführer Hans-Jürgen Adam geantwortet. Inzwischen wurde der Abriß zurückgestellt. Angesichts der erhöhten Zahl an Flüchtlingen, die untergebracht werden müssen, hat die Landesregierung beschlossen, den Abriß nicht mehr zu fördern. Aufgrund der geänderten Bedingungen kamen WHG, Stadtverwaltung und die für die Unterbringung der Flüchtlinge verantwortliche Kreisverwaltung überein, die beiden Wohnblöcke in der Potsdamer Allee vorerst nicht abzureißen. Stattdessen will der Landkreis hier Wohnungen zur Unterbringung der Flüchtlinge anmieten.
Ungeachtet der veränderten Lage dokumentieren wir nachfolgend die Antwort von Hans-Jürgen Adam auf die Fragen zum Abriß. Obwohl die Antwort auf den 21. Oktober datiert ist, gibt der WHG-Geschäftsführer hier den Stand der Dinge zum Zeitpunkt der Fragestellung am
10. September vor dem Verzicht auf den Abriß wieder:

Vorbemerkung

Im Rahmen der Quartiersentwicklung in Eberswalde und unter Berücksichtigung der städtebaulichen und demographischen Entwicklungen wurde im Geschäftsjahr 2014 beschlossen, im Brandenburgischen Viertel zwei Immobilien in industrieller Bauweise mit insgesamt 86 Wohnungen zurückzubauen. Für die Jahre 2015-2017 sind der Freizug der Wohnungen und die Stillegung der Objekte vorgesehen.

Der Antrag auf Aufnahme in das Programm Stadtumbau Ost Programmjahr 2015 (Laufzeit 2015-2019) wurde bei der Stadt Eberswalde gestellt. Der Rückbau dieser beiden Objekte ist im langfristigen Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2018 eingeplant.

Aufgrund dieser Entscheidung wurde im Geschäftsjahr 2014 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 541,5 bei diesen Objekten mit verkürzter Restnutzungsdauer aufgrund von geplantem Rückbau vorgenommen. Wie alle kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften trägt die WHG die Last der Altschulden. Dies verschafft privaten Anbietern auf den Wohnungsmärkten einen Wettbewerbsvorteil. Bei weiterem Rückbau ist deshalb die weitere Teilentlastung von Altschulden dringend notwendig, zumal sich erfahrungsgemäß private Anbieter nicht an erforderlichen Rückbaumaßnahmen beteiligen, jedoch von einer Anpassung des Wohnungsangebots an die Erfordernisse des Marktes profitieren.

Es besteht ansonsten sowohl eine erhebliche negative Wettbewerbssituation für die WHG am Markt als auch eine negative wirtschaftliche Beeinträchtigung des Unternehmens.

Per 24.09.2015 stellt sich die Belegung der Wohnungen in diesen bei den Objekten wie folgt dar:


Objekt WE bewohnt Leerstand in Prozent

0229 Potsdamer Allee 53-59 43 16 24 59%
0230 Potsdamer Allee 45-51 43 12 31 72%


Frage 1

Wie hoch sind – bezogen auf eine durchschnittliche Wohneinheit von ca. 60 m? (3-Raum-Wohnung) – die Leerstandskosten der beiden für den Abriß vorgesehenen Wohnblöcke
a) aus den fixen Betriebskosten
b) aus den Finanzierungskosten (getrennt nach Zins und Tilgung)?
Da aufgrund der unterschiedlichen baulichen Zustände von erheblichen Unterschieden zwischen den beiden Wohnblöcken auszugehen ist, bitte ich um eine separate Aufstellung der genannten Kosten für jeden der beiden betroffenen Wohnblöcke.

Antwort:

Anhand der vorliegenden Zahlen aus der Betriebskostenabrechnung 2014 läßt sich ermitteln, daß für ganzjährig leerstehende Wohnungen mit einer Fläche von ca. 60 m? Betriebs- und Heizkosten in Höhe von durchschnittlich 1,50 €/m? monatlich (Objekt 0229) bzw. durchschnittlich 1,70 €/m? monatlich (Objekt 0230) zu verbuchen sind.

Im Geschäftsjahr 2014 sind der WHG Betriebskosten - einschließlich der nicht umlagefähigen Betriebskosten - für leerstehende Einheiten in den bei den Objekten in folgender Höhe entstanden:


Objekt Geschäftsjahr 2014

0229 Potsdamer Allee 53-59 19.171,23 €
0230 Potsdamer Allee 45-51 30.407,34 €

Die WHG refinanziert sich am Kapitalmarkt als Unternehmen, d.h. daß eine objektscharfe Zuordnung von Verbindlichkeiten zu einzelnen Objekten weder möglich noch erforderlich ist. Eine reine Unternehmensfinanzierung ist in der Immobilienbranche allgemein üblich. Eine Herunterrechnung von Verbindlichkeiten bzw. der Annuität auf eine einzelne Wohneinheit ist somit rein hypothetisch.

Im Geschäftsjahr 2014 hat die WHG insgesamt für bestehende Darlehen Zahlungen für Zinsen in Höhe von TEUR 3.484,1 und für Tilgung in Höhe von 5.449,4 geleistet. Für eine (hypothetische) 60 m?-Wohnung stellen sich diese Zahlungen rechnerisch wie folgt dar:


60 m?-WE p.a. pro m? p.m.

Zinsen 581,92 € 0,81 €
Tilgung 910,16 € 1,26 €


Frage 2

Wie hoch sind die Kosten, die durch die sogenannten »Altschulden« verursacht werden?
(Bitte auch hier separate Angaben für die beiden betroffenen Wohnblöcke).

Antwort:

Per 31.12.2014 weist die WHG Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 104.544,9 aus, davon für die sogenannten Altschulden TEUR 15.852,9. Die im Geschäftsjahr 2014 geleisteten Zahlungen für Zinsen und Tilgung stellen sich wie folgt dar:


60 m?-WE p.a. pro m? p.m.

Zinsen 610.000 € 101,88 € 0,14 €
Tilgung 738.500 € 123,34 € 0,17 €


Frage 3

Wie hoch wären die Kosten aus den finanziellen Belastungen durch die verbleibende Restschuld und die Bewirtschaftungskosten nach einem erfolgten Abriß der beiden Wohnblöcke?
(Bitte auch hier zum Zwecke der Vergleichbarkeit auf die nunmehr völlig fiktive 3-Raum-Wohneinheit bezogen und für beide Wohnblöcke getrennt).

Antwort:

Für zwei Darlehen bei der Nord LB


Darlehensnummer Nominalbetrag Restschuld
per 31.08.15
vorr. Restschuld per 31.12.18

20100002 5.963.810,97 € 4.224.146,62 € 2.931.553,71 €
20100003 4.302.049,03 € 2.981.495,59 € 2.025.822,15 €
(Zinsbindung bis 31.03.2016)

dienen – neben 49 anderen Objekten – auch die Objekte Potsdamer Allee 45-59 als Sicherheiten. Wegen des Prinzips der Unternehmensfinanzierung (s.o.) ist eine Herunterrechnung auf einzelne Objekte – ebenso wie auf eine einzelne Wohneinheit – hypothetisch.

Zum 31.12.2018 stellt sich die voraussichtliche anteilige Restschuld (anteilig auf die Objektwohnfläche gerechnet) wie folgt dar:


Darlehensnummer Objekt vorr. anteilige Restschuld per 31.12.18

20100002 0229 90.201,54 €
20100002 0230 93.222,65 €
20100003 0229 62.205,60 €
20100003 0230 64.289,04 €

Natürlich fallen nach dem Abriß von Wohnblöcken noch weitere Betriebskosten für die dann entstehenden unbebauten Flächen an, wie z. B. öffentliche Lasten, Straßenreinigungsgebühren und gegebenenfalls Grünflächenpflege sowie sonstige Verkehrssicherungspflichten. Es wird aus heutiger Sicht geschätzt, daß diese jährlich bei ca. 5.000,00 € liegen.

Frage 4

Welche Vorteile verspricht sich die Geschäftsführung der WHG aus dem Abriß der Wohngebäude in der Potsdamer Allee 45 – 59?
Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden, die leerstehenden Wohnungen zu vermieten?
(Dies insbesondere unter dem Aspekt des aktuell zunehmenden Bedarfs an Unterkünften für Flüchtlinge).

Antwort:

Von den insgesamt 928 Wohnungen der WHG im Brandenburgischen Viertel (einschließlich Osterweiterung) stehen insgesamt 161 leer; dies entspricht einer Leerstandsquote von 17 %. Diese liegt somit über der Leerstandsquote der WHG von insgesamt 13,29 % (Stand per 31.12.2014).

Eine Zukunftsfähigkeit dieser beiden Objekte ist angesichts der Situation auf dem Eberswalder Immobilienmarkt - der ein reiner Mietermarkt ist - sowie der demographischen Entwicklung und vor dem Hintergrund des bautechnischen Zustandes nur sehr eingeschränkt zu sehen. Eine Vermietung war nicht möglich; deshalb die Entscheidung zum Rückbau,

Aktuell wird gemeinsam mit dem Landkreis Barnim und der Stadt Eberswalde die Möglichkeit einer temporären Nutzung als Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber geprüft. Hierzu hat der Bürgermeister im nichtöffentlichen Teil der letzten Sitzung der StVV ausführlich informiert; hierauf wird Bezug genommen.

Frage 5

Warum werden die zum Abriß vorgesehenen Wohnblöcke nicht verkauft?
Wie hoch müßte aus Sicht der WHG das Mindestgebot für einen Verkauf (pro durchschnittlicher Wohneinheit) sein?

Antwort:

Nach Einschätzung der Geschäftsführung besteht für derart problematische Objekte kein Markt. Ein Verkauf würde auch nicht der durch die demographische Entwicklung geforderten Anpassung des Wohnungsmarktes durch Verringerung des Angebots Rechnung tragen; vielmehr wäre dies ein Beitrag zur Stabilisierung oder gar Erhöhung des Leerstandes und der damit verbundenen Kosten.

Für den Fall eines (für unwahrscheinlich gehaltenen) Verkaufs müßten zumindest die Restbuchwerte für die beiden Objekte sowie der anteilige Buchwert des Grundstücks realisiert werden; weiterhin müßte die per 31.12.2014 vorgenommene außerordentliche Teilwertabschreibung aufgeholt werden. Der Erlös müßte somit mindestens und insgesamt bei ca. TEUR 682 für beide Objekte liegen. Ein solcher Verkaufspreis ist nach Einschätzung der Geschäftsführung für Objekte in diesem Zustand völlig unrealistisch. Da es sich bei den beiden Objekten nicht um aufgeteiltes Wohneigentum nach WEG handelt, erscheint eine Umrechnung auf einen fiktiven Verkaufspreis pro Wohneinheit wenig sinnvoll.

Sehr geehrter Herr Markmann,
ich hoffe, Ihre Anfrage ausführlich und erschöpfend beantwortet zu haben. Die WHG ist sich ihrer sozialen Verantwortung bewußt. Diese Verantwortung kann jedoch nur realisiert werden, wenn die wirtschaftlichen Parameter dies auch ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jürgen Adam
Geschäftsführer

(veröffentlicht am 25. Oktober 2015)

Siehe auch: Der Abriß ist vom Tisch, Fragen zum Abriß, »Informationen« statt Konfliktlösung, Warum verweigert der Bürgermeister die Diskussion?, Städtebaulicher Unsinn.
Alle Artikel zum Thema: hier




Wie viele Einwohner
hat der Kiez?

Glaubt man der Baudezernentin von Eberswalde Anne Fellner, sind es nur noch 5.700 Menschen, die im Brandenburgischen Viertel wohnen. Das sagte sie am 14. September auf der Einwohnerversammlung im Brandenburgischen Viertel und wiederholte damit ihre Aussage vom Juni vor den Mietern in der Potsdamer Allee 45 bis 59, deren Wohnungen der Abrißbirne preisgegeben werden sollten.

Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) »rundete« die Einwohnerzahl eine Woche später am 21. September anläßlich der Einwohnerversammlung im Leibnizviertel dann sogar auf glatte 5.000 Einwohner ab. Während die Baudezernentin immerhin noch darauf hinwies, daß sie die sogenannte Osterweiterung – das »italienische Viertel« – nicht mitrechnete, ließ Boginski seine »gerundete« Zahl einfach so im Raume stehen.

Tatsächlich wohnen im Brandenburgischen Viertel mit Stichtag 30.06.2015 insgesamt 6.138 Menschen mit Hauptwohnsitz. Dazu kommen die Einwohner mit Zweitwohnsitz. Zusammen sind es also sogar 6.204.

Warum läßt der Bürgermeister einfach mal so die Anzahl von 1.200 Einwohner des Brandenburgischen Viertels – immerhin fast ein Fünftel der Menschen, die hier wohnen – unter den Tisch fallen? Wo er sich doch sonst über jeden zusätzlichen Eberswalder Einwohner bubenhaft freuen kann?

Auch Blauäugigkeit kann inzwischen kaum noch als Entschuldigung angeführt werden. Denn nicht nur auf der MAXE-Seite und in der »Barnimer Bürgerpost« wurden die realen Zahlen schon nach der Juni-Versammlung genannt – auch in den Gremien der Stadtverordnetenversammlung hat Carsten Zinn von der Alternativen Liste Eberswalde (ALE)* wiederholt die verfälschten Aussagen kritisiert und korrigiert. Wer das jetzt noch wiederholt, macht das bewußt.

Aber warum?

Nun gut, sie sind der Lobbyarbeit für innerstädtische Immobilienbesitzer verpflichtet. Da werden die Ortsteile außerhalb des Stadtzentrums, vor allem die Gegenden mit preiswertem Wohnraum, schlicht als Konkurrenz angesehen, die man sich durch Abriß am liebsten komplett vom Halse schaffen will.

Aber glauben Fellner, Boginski und die anderen etwa tatsächlich, daß sie die Menschen in Eberswalde dauerhaft für dumm verkaufen können?

Gerd Markmann – 24.09.2015

* Carsten Zinn vom Wahlträger »Alternative Liste Eberswalde« hat sich zusammen mit Otto Baaz vom »Bündnis für ein demokratisches Eberswalde« und Dr. Günther Spangenberg von der »Allianz freier Wähler« zur Fraktion »Alternatives Wählerbündnis Eberswalde (ALE/BdE/AfW)« zusammengeschlossen.

(veröffentlicht am 11. Oktober 2015)

Siehe auch: Verwirrspiel um Einwohnerzahlen




Vor 66 Jahren gegründet:

Erinnerung an die DDR

maxe. »Es war der erste deutschen Versuch, die sozialistische Idee in die Realität umzusetzen«, sagt Helmut Braunschweig von der Oberbarnimer Regionalgruppe der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Er gehörte zu den zehn Teilnehmern der Kundgebung am Max-Reimann-Denkmal, die Karl Blättermann von der »Neuen Spartakusgruppe« für den 7. Oktober angemeldet hatte.

Blättermann, der zugleich Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in Barnim/Märkisch-Oderland ist, wollte die Veranstaltung nutzen, um »den Bürgern die Augen (zu) öffnen, über die verbrecherischen Machenschaften des Unrechtsstaates BRD«.

Bei den intensiven Gesprächen zwischen den Teilnehmern ging es allerdings eher um aktuelle Themen, wie dem Umgang mit den vielen Flüchtlingen und insbesondere den Fluchtursachen, der Abwehr der Provokationen von Neonazis (wie am 3.10. im Leibnizviertel, als über 500 Menschen gegen die Demo der Partei »Die Rechte« mit ca. 25 Teilnehmern protestierten) und der bevorstehenden Großdemonstration »STOP TTIP & CETA« am 10. Oktober in Berlin.

Nicht zuletzt wegen der Anti-Nazi-Demo am gleichen Tag blieben bei der ebenfalls von Karl Blättermann namens der »Neuen Spartakusgruppe« für den 3. Oktober am Max-Reimann-Denkmal angemeldeten Kundgebung "Gegen den Einheitstag" der Anmelder und die Polizei weitgehend unter sich.

Vor allem die Veranstaltung am 7. Oktober fand bei den mit Auto oder Obus Vorbeifahrenden reges Interesse und oft auch durch Hupen oder Winken signalisierte Zustimmung. Fußgänger kamen freilich an dem Standort an der Zufahrt zum Brandenburgischen Viertels kaum vorbei.

Die Eberswalder Lesergruppe der Zeitschrift »Rotfuchs«, die ebenfalls zur Teilnahme an der DDR-Erinnerungsveranstaltung aufgerufen hatte und mit mehreren ihrer Mitglieder vertreten war, lädt übrigens zu weiteren Veranstaltungen ein:

  • Freitag, 9. Oktober, 16.30 Uhr: »25 Jahre Konterrevolution«, Vortrag mit Diskussion. Referent: Rechtsanwalt Hans Bauer aus Berlin. Ort: Studentenclub, Schicklerstraße 1, 16225 Eberswalde.
  • Montag, 12. Oktober, 16 Uhr: Rotfuchsversammlung in der Eisenbahnstraße 69.
    Alle Politik-Interessierten, ob Mitglieder einer Partei oder Parteilose, haben hier die Möglichkeit, sich zu begegnen.
  • Montag, 2. November, 16 Uhr: Rotfuchsversammlung im BBZ »Amadeu Antonio« in der Puschkinstraße 13
  • Montag, 7. Dezember, 16 Uhr: Rotfuchsversammlung im BBZ »Amadeu Antonio« in der Puschkinstraße 13

(7. Oktober 2015)




Quartiersmanagement
in neuer Zuständigkeit

maxe. Das Quartiersmanagement »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel wird künftig dem Bereich der Referentin für soziale Angelegenheiten Barbara Bunge zugeordnet. Bisher unterstand das Quartiersmanagement dem Amt für Bildung, Jugend und Sport. Die Betreuungsaufgaben hatte vorwiegend der Sachgebietsleiter Jugend und Sport Rainer Pförtner wahrgenommen. Pförtner informierte den Sprecherrat »Soziale Stadt« auf dessen Sitzung am 21. September über die Änderung.

(7. Oktober 2015)




Wohnungsabriß ist vom Tisch

Zumindest ist der geplante Abriß der Wohnblöcke in der Potsdamer Allee 45 bis 59 erst einmal abgesetzt worden.
Das verkündete Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) am Montagabend (14. September) in der Einwohnerversammlung im Brandenburgischen Viertel.

maxe. Die 30 Anwesenden (vor zwei Jahren waren es über 100 - siehe Foto), darunter 13 Einwohner des Viertels und 14 Mitarbeiter der Stadt- und anderer Verwaltung sowie von Wohnungsunternehmen und anderen Institutionen, kamen sich in der großen Aula der Grundschule Schwärzesee etwas verloren vor. Der hitzigen Diskussion tat das indes keinen Abbruch.

Neben der Abrißdiskussion waren Auslastung und Zustand des Einkaufszentrums »Heidewald«, die Hinterlassenschaften des »liebsten Freunds« der Menschen und die Spielplätze im Kiez die gewohnten Dauerbrenner.

Die Spielplätze werden regelmäßig gereinigt und instandgehalten; für das, was die Hunde fallen lassen, sind zuförderst die Hundehalter verantwortlich – bei der Stadtverwaltung gibt’s kostenlose Tüten; der »Heidewald« ist ein Privatunternehmen, mit dem es nicht ganz leicht ist, zu kommunizieren.
Die Antworten ähneln denen, die es in den Vorjahren gab.
Die Probleme bleiben oder werden schlimmer.
Es sind alles Einzelfälle. Zusammenhänge – z.B. mit Schul- und Kitaschließungen oder dem forcierten Abriß von Wohnungen – werden kaum oder bestenfalls als Folge, nie jedoch als Ursache wahrgenommen.

Das Interesse der gewählten Stadtverordneten hielt sich in Grenzen. Von den drei Stadtverordneten mit Wohnsitz im Ortsteil war nur Carsten Zinn (Alternatives Wählerbündnis Eberswalde) anwesend. Weder Martin Hoeck (FDP) noch Irene Kersten (DIE LINKE) hatten Zeit für die Einwohnerversammlung übrig.
Umso löblicher bewerteten die Einwohner die Anwesenheit von Viktor Jede (DIE SPD) und Dietmar Ortel (CDU), die sich auch aktiv in die Diskussion einbrachten.

Der Stopp der Abrißplanungen ist das Resultat der Proteste der betroffenen Bewohner der Wohnblocks und der sie unterstützenden Einwohner des Ortsteils sowie nicht zuletzt der politischen Aktivitäten der Stadtverordneten und Sachkundigen Einwohner der Alternativen Liste Eberswalde (ALE).
(Carsten Zinn, der Stadtverordnete der ALE, hat sich mit anderen zur Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde zusammengeschlossen.)
Zuletzt hatte es zu dem Abriß-Thema eine Anfrage im Ausschuß für Wirtschaft und Finanzen gegeben.

Nicht zuletzt wirken sich natürlich auch die geänderten Rahmenbedingungen aus. Aufgrund der vielen Flüchtlinge hatte zuletzt das Land Brandenburg ein Ende der Förderung von Wohnungsabrissen gefordert.
Das müssen nun auch Bürgermeister Boginski und die Geschäftsführung der stadteigenen WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH zur Kenntnis nehmen.

(14. September 2015)




Fragen zum Abriß

Offizielle Anfrage im Ausschuß für Wirtschaft und Finanzen der Stadt Eberswalde zur Sitzung am 10.09.2015 zum beabsichtigten Abriß von Wohnblöcken der WHG in der Potsdamer Allee 45 bis 59:

Im Dezember 2014 informierte die stadteigene WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH darüber, daß zwei Wohnblocks im Brandenburgischen Viertel abgerissen werden sollen. Zugleich wurden Mietsteigerungen für den gesamten Wohnungsbestand der WHG angekündigt.

Welche Wohnhäuser konkret für den Abriß vorgesehen sind, gab die WHG im Februar 2015 bekannt (siehe: Städtebaulicher Unsinn). Die betroffenen Wohnungen in der Potsdamer Allee 45 bis 59 sind im 2009 beschlossenen Integrierten Programmübergreifenden Stadtteilentwicklungskonzept (IPStEK) nicht für einen Abriß vorgesehen. Resultat des Abrisses wäre eine Lückenbildung und eine Zerstörung von städtebaulichen Zusammenhängen.

In einem Teil der für den Abriß vorgesehenen Wohnungen sind erst vor einigen Jahren Bewohner eingezogen, die aus ihren Wohnungen ausziehen mußten, weil selbige dem Abriß preisgegeben worden waren. Ihnen war versprochen worden, daß ihnen kein nochmaliger Umzug zugemutet werde.

Mir ist bewußt, daß die städtebaulichen Aspekte im Ausschuß für Bau, Planung und Umwelt, und die sozialen Aspekte im Ausschuß für Kultur, Soziales und Integration zu diskutieren sind. Diese Aspekte sollten aber auch hier im Ausschuß für Wirtschaft und Finanzen zumindest erwähnt werden.

Hier zu diskutieren sind die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der geplanten Abrisse. Die entsprechenden Fragen wurden in einer Zusammenkunft von WHG und Mietern am 18. Juni 2015, die dankenswerterweise vom Eberswalder Landtagsabgeordneten Daniel Kurth organisiert worden war, zwar gestellt – aber nicht beantwortet.

Es geht darum, wirtschaftlichen Schaden sowohl von der WHG als städtischem Unternehmen, das vorrangig aus betriebswirtschaftlicher Sicht agiert, als auch von der Stadt insgesamt abzuwenden. Dabei spielen neben bloßen betriebswirtschaftlichen, auch die erwähnten städtebaulichen und sozialen – oder zusammenfassend gesagt volkswirtschaftlichen – Aspekte eine bedeutende Rolle.

Ausgehend davon bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie hoch sind – bezogen auf eine durchschnittliche Wohneinheit von ca. 60 m? (3-Raum-Wohnung) – die Leerstandskosten der beiden für den Abriß vorgesehenen Wohnblöcke
    • aus den fixen Betriebskosten
    • aus den Finanzierungskosten (getrennt nach Zins und Tilgung)?
    Da aufgrund der unterschiedlichen baulichen Zustände von erheblichen Unterschieden zwischen den beiden Wohnblöcken auszugehen ist, bitte ich um eine separate Aufstellung der genannten Kosten für jeden der beiden betroffenen Wohnblöcke.
  2. Wie hoch sind die Kosten, die durch die sogenannten »Altschulden« verursacht werden?
    (Bitte auch hier separate Angaben für die beiden betroffenen Wohnblöcke).
  3. Wie hoch wären die Kosten aus den finanziellen Belastungen durch die verbleibende Restschuld und die Bewirtschaftungskosten nach einem erfolgten Abriß der beiden Wohnblöcke?
    (Bitte auch hier zum Zwecke der Vergleichbarkeit auf die nunmehr völlig fiktive 3-Raum-Wohneinheit bezogen und für beide Wohnblöcke getrennt).
  4. Welche Vorteile verspricht sich die Geschäftsführung der WHG aus dem Abriß der Wohngebäude in der Potsdamer Allee 45 – 59?
    Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden, die leerstehenden Wohnungen zu vermieten? (Dies insbesondere unter dem Aspekt des aktuell zunehmenden Bedarfs an Unterkünften für Flüchtlinge).
  5. Warum werden die zum Abriß vorgesehenen Wohnblöcke nicht verkauft?
    Wie hoch müßte aus Sicht der WHG das Mindestgebot für einen Verkauf (pro durchschnittlicher Wohneinheit) sein?

Sofern Teile der Beantwortung Geschäftsinterna der WHG betreffen, die öffentlich nicht beantwortet werden können, bitte ich für diese Teile um Antwort in nichtöffentlicher Sitzung.

Neben der mündlichen Beantwortung der Frage bitte ich zur Vermeidung von Mißverständnissen und eventuellen Fehlinterpretationen um eine schriftliche Antwort.

Gerd Markmann, Sachkundiger Einwohner im Ausschuß für Wirtschaft und Finanzen – 8. September 2015

Siehe auch: hier

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Asylbewerber in Plattenbauten?

»Die spannende FRAGE ist, ob diesbezüglich auch in EBERSWALDE – insbesondere für den ORTSTEIL BRANDENBURGISCHES VIERTEL – ein strategisches UMDENKEN und HANDELN erfolgt.«
(Carsten Zinn, Stadtverordneter der Alternativen Liste Eberswalde, Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde)

Das RBB-Fernsehen beschäftigte sich am 21. August in »Brandenburg Aktuell« mit dem Thema.

Auf der RBB-Internetseite heißt es dazu:

»Leerstehende Wohnungen lieber sanieren als platt machen. Das ist wohl schon manchem durch den Kopf gegangen. Erst recht nach den neuen Flüchtlingszahlen. Die haben sich für Brandenburg innerhalb eines Jahres verdoppelt. Also Flüchtlingshilfe statt Abrißbirne?

Das paßt auch zu dem, was Ministerpräsident Woidke fordert: Keine Ghettos schaffen. In Märkisch-Oderland haben wir ein nahezu mustergültiges Beispiel gefunden. Außerdem konnten wir dazu live im Studio mit Michael Knape sprechen, Bürgermeister in Treuenbrietzen.«

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der Adresse http://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/7plus/asylbewerber-in-plattenbauten-fragezeichen.html

(22. August 2015)

Siehe auch: »Gespräch im Abrißblock«, »Städtebaulicher Unsinn«




Verwirrspiel um Einwohnerzahlen

Suggerierten Einwohnerschwund gab es nicht

maxe. Anfang 2014 wurden die Grenzen der Eberswalder Stadtbezirke, die die territoriale Grundlage der statistischen Berechnungen für diverse städtische Planungen darstellen, an die Ortsteilgrenzen angeglichen. Ziel war, das statistische Durcheinander zu ordnen, wenn für künftige Planungen in den Ortsteilen beispielsweise auf die Einwohnerentwicklung zurückgegriffen wird.

Doch trotz der satzungsmäßigen Klarstellung setzt sich das Durcheinander fort. So bezifferte die Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner anläßlich des gemeinsamen Gespräches mit den Mietern der Abrißblöcke in der Potsdamer Allee, dem SPD-Landtagsabgeordneten und Stadtverordneten Daniel Kurth sowie Vertretern der stadteigenen Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) die aktuelle Einwohnerzahl des Brandenburgischen Viertels auf 5.600.

Was sie nicht sagte war, daß sich diese Zahl nur auf die vier schon zu DDR-Zeiten errichteten Bauabschnitte ohne die sogenannte Osterweiterung bezieht – die zudem »leicht« abgerundet wurde.

Tatsächlich leben 6.137 Menschen mit Erstwohnsitz im Brandenburgischen Viertel (Stichtag 24.06.2015). Per 31.12.2014 waren es 6.126, was auf eine leichte Stabilisierung der Einwohnerzahl in diesem Jahr hindeutet.

Demgegenüber beziehen sich auch jetzt noch manche Planungen, wie beispielsweise die aktuelle Sportentwicklungskonzeption, auf den ehemaligen Stadtbezirk Finowtal, der das Brandenburgische Viertel und zwei Finower Stadtunterbezirke umfaßte. Dort lag die Einwohnerzahl per Jahresende 2014 bei 6.608.

Wenn nun aktuell nur mit der Einwohnerzahl der vier alten Stadtbezirke (5.680 Einwohner per 31.12.2014) argumentiert wird, suggeriert das einen dynamischen Einwohnerschwund, der zwar den Abrißbefürwortern den gewünschten Hintergrund liefert, mit der Realität jedoch nichts zu tun hat.

Es waren einmal mehr die konsequenten Nachfragen des Stadtverordneten und früheren Ortsvorstehers Carsten Zinn (ALE – Alternative Liste Eberswalde), welche die tatsächlichen Zahlen an die Öffentlichkeit brachten.

(29. Juli 2015)

Siehe auch: Gespräch im Abrißblock: »Informationen« statt Konfliktlösung, weitere Artikel zum Thema




Einwohnerversammlung 2015

maxe. Die Einwohnerversammlung 2015 für den Ortsteil Brandenburgisches Viertel findet am Montag, den 14. September, um 18.30 Uhr in der Aula der Grundschule Schwärzesee in der Kyritzer Straße 29 statt.

Bürgermeister Friedhelm Boginski lädt die Einwohnerinnen und Einwohner des Kiezes zum Austausch von Informationen, Anregungen und Hinweisen herzlich ein.

Die Termine der Einwohnerversammlungen in unseren Nachbarstadt- bzw. -ortsteilen sind:

  • Montag, 7. September, 18.30 Uhr, Aula der Karl-Sellheim-Schule (Wildparkstr. 1) für die Stadtteile Westend und Kupferhammer.
  • Montag, 28. September, 18.30 Uhr, Aula des Gymnasiums Finow (Fritz-Weineck-Str. 36) für den Ortsteil Finow.
  • Die Einwohnerversammlung im Ortsteil Spechthausen fand bereits vor den Ferien statt.
(1. August 2015)



Das Bürgerzentrum im Brandenburgischen Viertel mit dem Team des Quartiersmanagements. Dieses steht den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung. Auf dem Foto zu sehen sind neben der Quartiersmanagerin Johanna Johne (Mitte), Jan Schultheiß (links) und Patrick Giebel vom externen Quartiersmanagement. Das Team wird von Jana Medvedchuk (nicht im Bild) unterstützt, die derzeit im Bürgerzentrum ihren Bundesfreiwilligendienst absolviert.
(Foto: Stadtverwaltung Eberswalde)

Das Quartiersmanagement informiert:
Vermietung von Räumen
im Bürgerzentrum

Infolge umfangreicher Sanierungsarbeiten an der Finower Kita Nesthäkchen gibt es vorübergehend Änderungen im Bürgerzentrum im Brandenburgischen Viertel mit temporären Einschränkungen der bisherigen Nutzung.

»Wir alle freuen uns, daß die Kita Nesthäkchen endlich umfangreich modernisiert werden kann. Doch die gesamte Bauphase bedeutet für viele Kompromisse. In erster Linie sind die Kinder und Eltern der Einrichtung gefordert, denn die 73 Kinder der Einrichtung werden bis voraussichtlich August 2016 auf drei andere Einrichtungen verteilt. Unter anderem werden Kinder der Kita Nesthäkchen in der Kita Gestiefelter Kater untergebracht, weshalb weitere Räume des Bürgerzentrums mit genutzt werden müssen«, informiert Anke Bessel, die Leiterin des Sachgebietes Bildung.

Das Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13 im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde vermietete bisher für Bürgerinnen und Bürger des Viertels, der Stadt Eberswalde sowie an Gäste von außerhalb Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Dafür standen der Versammlungsraum für eine Mietgebühr von 80 Euro und der Bürgertreff inklusive Küche für eine Mietgebühr von 70 Euro pro Tag zur Verfügung. Damit einher ging die Nutzung des unmittelbaren Außenbereiches, die Mitnutzung des Spielplatzes des Kita-Geländes sowie die angrenzende Grillhütte

Aufgrund der Unterbringung der Kinder der Kita Nesthäkchen stehen diese zwei Räume sowie der Außenbereich des Bürgerzentrums bis voraussichtlich August 2016 nicht zur Verfügung. In dieser Zeit werden die Kinder der Finower Kita in eben diesen Räumen übergangsweise betreut, informiert die Sachgebietsleiterin.

Dennoch wird den Bürgern eine Alternative geboten. Die vorderen Räume im Bürgerzentrum – die ehemalige Meldestelle im Brandenburgischen Viertel – werden alternativ zur Vermietung für je 70 Euro pro Tag angeboten. Hierzu gehören ein breiter Eingangsbereich, 2 Räume, eine kleine Küchenleiste, ein Abstellraum für das für Feierlichkeiten notwendige Geschirr sowie eine Toilette. Tische und Stühle sind ebenfalls vorhanden.

»Aus dem Quartiersmanagement gab es die Rückmeldung, daß sich die bisherigen Nutzer des alternativen Raumangebotes aufgrund der günstigen Raumaufteilung ausschließlich positiv geäußert haben«, so Anke Bessel. Außerdem ist nächster Zeit angedacht, einen Herd in die kleine Küchenleiste zu integrieren.

Nancy Kersten,
Pressesprecherin der Stadtverwaltung Eberswalde

(12. Juni 2015)




Gespräch im Abriß-Block

Daniel Kurth (SPD) hält sein Versprechen

maxe. Die städtische Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH (WHG) will in der Potsdamer Allee zwei Wohnblöcke abreißen lassen. Seitdem dies bekannt wurde, regt sich der Widerstand.

Ein Beschlußantrag der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde, mit dem der Abriß verhindert werden sollte, scheiterte im Januar an den Mehrheitsverhältnissen in der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung.
Doch auch, wenn der unmittelbare Erfolg ausblieb, trug die Initiative des Alternativen Wählerbündnisses dazu bei, daß auch bei anderen politischen Gruppen in der Stadt ein Nachdenken über die Sinnhaftigkeit des beabsichtigten Abrisses in Gang gesetzt wurde.

Denn der Abriß würde nicht nur eine zerstörerische Lücke in das städtebauliche Ensemble im Brandenburgischen Viertel reißen, sondern auch einen bereits teilsanierten Wohnblock betreffen, in den eine Reihe von Mietern wohnen, die bereits von vorherigen Abrißmaßnahmen betroffen waren und denen seitens der WHG versprochen worden war, daß sie dort dauerhaft wohnen bleiben könnten.

Auf Initiative von Daniel Kurth, für die SPD Stadtverordneter und zugleich Abgeordneter im Brandenburger Landtag, wo er als stellvertretender Fraktionsvorsitzender agiert, findet am 18. Juni 2015 von 15.30 bis 16.15 Uhr eine Gesprächsrunde zum Thema im Familienzentrum in der Potsdamer Allee 59 statt.

Das Familienzentrum ist ebenfalls von den Abrißplänen der WHG betroffen und gehört zu jenen Mietern, die bereits einen Umzug wegen Abriß hinter sich haben.

Damit hält Daniel Kurth, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der SPD ist, sein Versprechen gegenüber der langjährigen Leiterin des Familienzentrum im Brandenburgischen Viertel Eva-Maria Lauft ein und holt die Verantwortlichen im Eberswalder Rathaus und in der WHG zeitnah an einen Gesprächstisch, wo sie sich dem konstruktiv-kritischen Dialog mit den vom beabsichtigten Abriß Betroffenen stellen können.

Als Teilnehmer der Gesprächsrunde sind neben Daniel Kurth und Eva-Maria Lauft avisiert:

  • Bellay Gatzlaff, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Eberswalde und Dezernent für Bildung, Soziales, Kultur und öffentliche Beschäftigungsförderung
  • Anne Fellner, Baudezernentin der Stadt Eberswalde
  • Hans-Jürgen Adam, Geschäftsführer der WHG Eberswalde
  • Doreen Boden, Kaufmännische Prokuristin und Leiterin der Kundenbetreuung der WHG Eberswalde

(14. Mai 2015)




Blumen für die Befreier

Gedenkfeier am Sowjetischen Ehrenmal zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus

maxe. Aus Anlaß des 70. Jahrestages der Befreuung vom Faschismus hatte die Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft gemeinsam mit der Stadt Eberswalde am 8. Mai zu einer Gedenkveranstaltung am 8. Mai aufgerufen. Weit über 100 Eberswalderinnen und Eberswalder fanden am Abend des 8. Mai den Weg zum Sowjetischen Ehrenmal in der Freienwalder Straße.

Bürgermeister Friedhelm Boginski hielt eine eindrucksvolle Rede weit jenseits vom aktuellen russophoben Mainstream der BRD.

Mit dabei waren auch die Frauen vom Chor IWUSCHKA (Foto).

(8. Mai 2015)

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Tag der Befreiung am 8. Mai
mit IWUSCHKA

Kranzniederlegung zum 70. Jahrestag der Befreiung
vom Hitlerfaschismus am Sowjetischen Ehrenmal

maxe. Aus Anlaß des 70. Jahrestages der Befreuung vom Faschismus rufen die Stadt Eberswalde und die Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft zu einer Gedenkveranstaltung am 8. Mai auf. Die Gedenkfeier beginnt um 17 Uhr am sowjetischen Ehrenmal auf dem Waldfriedhof an der Freienwalder Straße.

Vor der traditionellen Kranzniederlegung wird Bürgermeister Friedhelm Boginski das Wort ergreifen. Wie in den Vorjahren wird die Veranstaltung durch den Chor IWUSCHKA, der seinen Sitz im Brandenburgischen Viertel hat, musikalisch begleitet.

(6. Mai 2015)




Erster Mai 2015 in Eberswalde

So viele Menschen wie lange nicht

maxe. Das RBB-Fernsehen sprach unter Bezugnahme auf die Veranstalter von 1.500 Teilnehmern. An die 500 nahmen ab 9.30 Uhr an der erstmals seit mehreren Jahren wieder stattfindenden Demonstration teil, die vor dem Werktor des Eberswalder Bahnwerkes in der Eisenbahnstraße begann.

An der Spitze des Demonstrationszuges marschierten der Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP), der erstmals seit seiner Wahl zum Bürgermeister an einer Maiveranstaltung der Gewerkschaften teilnahm, sowie regionale Bundestags- und Landtagsabgeordnete von SPD, LINKEN, CDU und Grünen. Auch der Vorsitzende der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung Volker Passoke (DIE LINKE) und der Vorsitzende des städtischen Wirtschafts- und Finanzausschusses Dietmar Ortel (CDU) marschierten neben dem Bürgermeister in der ersten Reihe mit.

Der Marktplatz war dann voll, als der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Klaus Gieter Hommel und die Brandenburgische Sozialministerin Diana Golze (DIE LINKE) ihre Reden hielten.

(1. Mai 2015)

Hier geht es zum Aufruf des DGB.

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Braucht der Kiez ein »externes Quartiersmanagement«?

Seit 2003 gibt es im Brandenburgischen Viertel eine Quartiersmanagerin. Zehn Jahre lang war das der Job von Cornelia Sprengel (siehe Maxe Nr. 16 vom Januar 2014), die Anfang 2014 das Stadtteilbüro »Soziale Stadt« an ihre Nachfolgerin Johanna Johne übergab.

Im Rahmen des 2012 beschlossenen »Verstetigungskonzeptes« für das Programm Soziale Stadt sollte das Quartiersmanagement »qualifiziert« werden (vgl. Maxe Nr. 2 vom November 2012). Dies wollte Cornelia Sprengel jüngeren Leuten überlassen, was wohl auch mit dem dynamischen – aber nur ein halbes Jahr währenden – Überflug von Regina-Dolores Stiehler-Hinz im Amt der Sozialdezernentin zusammenhängen mag.

Während der dezernentenlosen Zeit kehrte wieder ein ruhigerer Arbeitsrhythmus ein. Die »Qualifizierung« sollte nun, wie es die Stadtverordneten bereits im Dezember 2012 beschlossen hatten, durch ein zusätzliches externes Quartiersmanagement (QM) stattfinden. Den Zuschlag für 24.000 Euro pro Jahr bekam ein Berliner Büro, das gerade in der Eisenbahnstraße ein Beteiligungsprojekt abgeschlossen hatte und nun über freie Kapazitäten verfügte.

Einen ersten Erfolg feierte das externe QM mit der Veranstaltung »Bewegung im Viertel« am 12. Januar. Im Januar und Februar stand dann die Erarbeitung von Förderrichtlinien für die künftigen Verfügungs- und Aktionsfonds im Mittelpunkt. Für die beiden Fonds stehen jährlich 6.000 Euro aus dem Stadthaushalt zur Verfügung.

Inzwischen mehrt sich die Kritik an der Relation zwischen den Fördermitteln, die den Einwohnern im Kiez für ihre Initiativen zur Verfügung stehen, und den Kosten des externen Büros, das deren Verwendung »qualifizieren« soll. Zumal die Stadt selbst eine hauptamtliche Quartiersmanagerin bezahlt, die inzwischen über genügend eigene Erfahrungen verfügt und nun auch entsprechende Entscheidungskompetenzen erhalten sollte.

Die städtische Quartiersmanagerin Johanna Johne hat inzwischen mehrfach in den Ausschüssen der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung über ihre Arbeit berichtet und ihr Aufgabenprofil vorgestellt.

Ihre Tätigkeitsfelder umfassen neben der klassischen Projekt- und Gremienarbeit des Quartiersmanagements die Entwicklung der neuen Förderrichtlinie, das Geschehen am Potsdamer Platz sowie das Thema Bildung und Schule.

Der »klassische Teil« umfaßt die Netzwerkarbeit mit den Akteuren im Kiez, wobei hier der Schwerpunkt Bildung und Schule im Mittelpunkt steht, die Begleitung des Sprecherrates sowie die Bearbeitung der Projekt- und Antragsformalitäten für die Projekte des Programms »Soziale Stadt«. In diesen Bereich gehören das schon erwähnte Projekt »Bewegung im Viertel« vom Januar, das im Februar bearbeitete Projekt »Veranstaltungen im Viertel« und die im März begonnene »Spielzeit. Eltern-Kind-Gruppe für Flüchtlinge und Migranten«.

Die Erarbeitung der Förderrichtlinie zur Vergabe der Mittel aus den Aktions- und Verfügungsfonds erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem externen QM und umfaßte auch die Schulung und den Erfahrungsaustausch mit dem Sprecherrat am 20. Januar und 12. Februar. Eine Beschlußvorlage für die Stadtverordnetenversammlung ist für das 4. Quartal 2015 geplant.

Der Projektteil »Schule im Stadtteil« umfaßt die Unterstützung der Schule bei Projekten für Eltern, die Vernetzung der Schule im Stadtteil durch Arbeitsgemeinschaften und der Suche nach Partnern und die konkrete Projektarbeit, z.B Pflastermalerei auf dem Potsdamer Platz und das Basteln von Dekoration für den Kiez-Weihnachtsmarkt. Am 26. März gab es ein Auftakttreffen in »kleiner Runde« für eine AG »Schule im Stadtteil«.

Die Aktivitäten am Potsdamer Platz basieren auf das Beteiligungsprojekt »Potsdamer Platz – ein Platz für alle!« vom Frühsommer 2014. An Aktionen gab es 2014 neben der Schuleröffnung mit Kinderfest am 23. August, die Frühblüheraktion am 25. November und im Dezember die Grillaktion des Dietrich-Bonhoefer-Hauses, den Weihnachtsmarkt und schließlich die »Choreographie auf dem Potsdamer Platz«. Parallel dazu lief vom November 2014 bis Februar 2015 das Projekt »Ein Leben jenseits des Potsdamer Platzes«, das sich vorrangig mit der Bestandsaufnahme befaßte und letztlich die gesellschaftlichen Ursachen der Problematik bloßlegte, denen mit noch so gutgemeinten Einzelprojekten nicht beizukommen ist.

Im Jahr 2015 sind anläßlich eines Sommerfestes am 9. Juli Pflastermalereien auf dem Platz geplant, ein Nachmittagsangebot »Gesundheit und Sport« gibt es im Rahmen der Familienwoche (Mitte Juli), der Kiez-Weihnachtsmarkt findet am 13. Dezember statt. Im 2. Quartal soll es zur Koordinierung der Arbeit ein Trägertreffen geben. Schließlich soll die Ausgabe von Hundekottüten organisiert werden. Gespräche mit potentiellen Ausgabestellen gab es bereits.

Als vorrangige Aufgaben formuliert die Quartiersmanagerin die Elternarbeit an der Grundschule Schwärzesee, die Vernetzung der Grundschule mit dem Stadtteil sowie die Entwicklung von Projekten mit den verschiedenen Trägern.

In der Stadtverwaltung wird dieses Herangehen aktuell überprüft. Die Sprechstunden in der Grundschule haben sich als wenig effektiv herausgestellt, weswegen künftig darauf verzichtet werden soll. Der Quartiersmanagerin bleibt dann wieder mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit, die Vernetzung der verschiedenen Initiativen innerhalb des Quartiers zu betreuen. Auf ein zusätzliches »externes Quartiersmanagement« kann dann verzichtet werden.

Gerd Markmann – 27. April 2015





Torsten Duckert (rechts im Bild) übergab am 15. November2014 den Vorsitz des Eberswalder Stadtverbandes der LINKEN an seinen Nachfolger Michael Wolff. Am Osterwochenende ist Torsten Duckert, der weiterhin Stadtverordneter der LINKEN blieb, überraschend verstorben. Für den LINKEN-Politiker ist nun Irene Kersten aus dem Brandenburgischen Viertel in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung nachgerückt.

Eine dritte Stadtverordnete aus dem Brandenburgischen Viertel

Irene Kersten zieht für DIE LINKE ins Stadtparlament ein

maxe. Nach dem tragischen Tod des Stadtverordneten Torsten Duckert (DIE LINKE) ist Irene Kersten in die Stadtverordnetenversammlung nachgerückt. Mit ihr ist unser Kiez künftig wieder mit drei Abgeordneten in der höchsten Volksvertretung der Stadt Eberswalde vertreten.
Neben der LINKEN Irene Kersten sind das Martin Hoeck (FDP) und der frühere Ortsvorsteher Carsten Zinn (Alternative Liste Eberswalde).

Torsten Duckert war am 7. April im Alter von nur 50 Jahren überraschend verstorben. Er hinterläßt eine erwachsene Tochter. Bis 2014 führte Duckert auch den Stadtverband der LINKEN. Nach den Niederlagen der LINKEN bei den Wahlen zum Bundestag 2013 sowie den Kommunal- und Landtagswahlen 2014 trat er im November 2014 bei der anstehenden Neuwahl nicht wieder für den Stadtvorsitz an. Torsten Duckert war seit 2009 Stadtverordneter. Seit 2014 war er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Energiewirtschaft und Mitglied des Hauptausschusses.

Die Nachrückerin Irene Kersten kandidierte 2014 erstmals auf der Liste der LINKEN für das Stadtparlament. Seit Juli 2014 arbeitete sie als sachkundige Einwohnerin im Ausschuß für Wirtschaft und Finanzen mit.

(26. April 2015)




1. Mai: Bahnwerk retten

Erstmals wieder mit Demo in Eberswalde
(hier gehts zum Aufruf des DGB)

maxe. Das Eberswalder Bahnwerk (ehemals RAW) ist der größte verbliebene Industriebetrieb Eberswaldes. Der Vorstand der Deutschen Bahn AG plant die Schließung. Seit dies bekannt wurde, regt sich der Widerstand.

Unterstützung für den Kampf der Bahnwerker gibt es auch aus dem Eberswalder Rathaus. Wirtschaftsamtsleiter Dr. Jan König verkündete auf der Sitzung des städtischen Wirtschafts- und Finanzausschuß am 16. April, daß entgegen der Praxis der vergangenen Jahre diesmal auch Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) am Ersten Mai an der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf dem Marktplatz teilnehmen werde. Auch auf der erstmals seit mehreren Jahren wieder stattfindenden Kampfdemonstration werde Boginski dabei sein.

Die Demonstration am Ersten Mai beginnt um 9.30 Uhr vor dem Werktor des Eberswalder Bahnwerkes in der Eisenbahnstraße 37. Anschließend beginnt um 10 Uhr die Kundgebung auf dem Marktplatz Eberswalde.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden des DGB-Kreisvorstandes Eberswalde Ralf Kaiser und Bürgermeister Boginski werden der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Klaus Dieter Hommel und die Brandenburger Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Diana Golze die Mai-Reden halten.

Danach gibt es eine Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen mit Bernd Fröhlich, Geschäftsstellenleiter der EVG in Potsdam, Stefan Zierke, MdB (SPD) und Klaus-Dieter Hommel, EVG. Die Kolleginnen und Kollegen der regionalen Unternehmen sind vom DGB aufgerufen, sich rege an der Diskussion zu beteiligen.

(18. April 2015)




Aktionstag gegen TTIP

Sonnabend, 18. April, um halb zwölf
auf dem Eberswalder Marktplatz

maxe. Am Sonnabend, dem 18. April, findet ein globaler Aktionstag gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA statt.

In Eberswalde findet die Aktion nach dem allsonnabendlichen Kulturevent Guten Morgen Eberswalde auf dem Marktplatz statt.

An Infoständen sammeln die Aktiven Unterschriften für die von mehr als 250 Organisationen aus 21 EU-Ländern getragene selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und das bereits ausgehandelte CETA-Abkommen. Die Bürgerinitiative wird europaweit mittlerweile von knapp 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürgern unterstützt.

In der Bevölkerung ist kaum bekannt, welch einschneidende Folgen die im Geheimen ausgehandelten umfangreichen vertraglichen Vereinbarungen voraussichtlich haben werden.

Gesetze zum Umweltschutz, Rechte der Beschäftigten, Verbraucherschutz, Datenschutz – all diese Dinge werden möglicherweise bald als »unzulässige Handelshemmnisse« definiert, über deren Bestand dann private Schiedsgerichte in den USA entscheiden.

Bei der Aktion in Eberswalde mit dabei sind neben Attac-Aktivisten u.a. die Eberswalder Bündnisgrünen, die DKP-Gruppe Oberbarnim und die Rotfuchs-Regionalgruppe.

(17. April 2015)




Kiez-Aktionsfonds beschlossen

maxe. Die Abstimmung im Sprecherrat »Soziale Stadt« endete mit einem einstimmigen Ergebnis. Auf der Sitzung am 13. April stimmten alle 8 anwesenden Mitglieder des Sprecherrates für den Antrag der Quartiersmanagerin Johanna Johne, einen Kiez-Aktionsfonds einzurichten.

Ab 1. Juli können Aktivitäten im Kiez unkompliziert mit bis zu 250 Euro bezuschußt werden. Antragsberechtigt sind nicht nur Vereine und Institutionen, sondern auch Einzelpersonen, die hier etwas tun wollen.
Insgesamt stehen in diesem Jahr 2000 Euro für den Aktionsfonds zur Verfügung, aus dem »soziokulturelle und gemeinschaftsstiftende Projekte« – so wird es im Fördermittelbürokratendeutsch formuliert – unterstützt werden sollen.

Grundlage für den Aktionsfonds bildet das 2012 von der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung beschlossene »Verstetigungskonzept« für das Förderprogramm »Soziale Stadt«. Demnach wird es den Aktionsfonds auch in den Folgejahren geben.

Entsprechend dem Verstetigungskonzept will die Stadt bis zum Jahr 2019 jährlich 30.000 Euro für die Weiterführung des Programms »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel einsetzen.
Davon sind 24.000 Euro pro Jahr für die Finanzierung eines zusätzlichen »externen Quartiersmanagements« vorgesehen und 4.000 Euro als kommunaler Anteil für einen »Verfügungsfonds«, der zur Hälfte aus Drittmitteln bestehen muß. In den Aktionsfonds für kleinteilige Maßnahmen sollen pro Jahr jeweils 2.000 Euro fließen.

(13. April 2015)

siehe auch:
Sprecherrat »Soziale Stadt« tagt am 13.4.




Das Siegerteam "TheosGym"

Völkerball

Die Pokale

Aus unserem Kiez: Die Mannschaft vom »Underground Pokerclub«

Sportlich fair gegen Rassismus

»TheosGym« siegten beim Völkerballturnier der Toleranz zum fünften Mal in Folge

maxe. Den Pokal des 5. Völkerballturniers der Toleranz, das am 11. April in der Turnhalle des REKI e.V. in der Schorfheidestraße stattfand, gewannen auch in diesem Jahr die Sportler des Fitneßstudios »TheosGym«. Auf Platz 2 kam diesmal die 1. Mannschaft der gastgebenden „Zonenboys Eberswalde“. Den Fairneß-Pokal gewann die Mannschaft »Vorspiel« aus Berlin.

Insgesamt nahmen dreizehn Mannschaften an dem Turnier mit dem Motto »Sportlich fair gegen Rassismus« teil. Dabei ging es nicht nur darum, die besten Völkerball-Teams der Region zu küren, sondern auch darum, ein Zeichen für eine tolerantere Gesellschaft zu setzen.

Robin Mühlberg, der Präsident der Zonenboys, begrüßte zur Eröffnung Kerstin Ladewig, die als Leiterin des Amtes für Bildung, Jugend und Kultur an der Spitze einer kleinen repräsentativen Delegation das Eberswalder Rathaus vertrat und im Auftrag von Bürgermeister Friedhelm Boginski herzliche Grüße und die besten Wünsche für ein erfolgreiches Gelingen des Turnieres überbrachte.

Barbara Bunge, Referentin für soziale Angelegenheiten und zugleich städtische Migrations- und Integrationsbeauftragte erinnerte in einem kurzen Statement an die aktuellen Herausforderungen einer menschenwürdigen Asyl- und Flüchtlingspolitik in Europa, in der BRD, in Brandenburg, im Landkreis Barnim und nicht zuletzt in der Kreishauptstadt Eberswalde mit dem multikulturellen Eberswalder Ortsteil Brandenburgisches Viertel.

Die beiden Frauen aus dem Rathaus wurden begleitet von Rainer Pförtner, der als Sachgebietsleiter für Jugend und Sport unmittelbar bei der organisatorischen Vorbereitung des Völkerballturniers geholfen hatte.

Die Eberswalder Stadtverordneten waren durch Carsten Zinn von der Fraktion »Alternatives Wählerbündnis Eberswalde« vertreten. Er ist bereits Stammgast des Völkerballturniers der Toleranz. Die vier vorangegangenen Wettkämpfe hatte Carsten Zinn als Ortsvorsteher des Brandenburgischen Viertels begleitet.

Die Grüße und Wünsche des ehrenamtlichen Vorstandes des Kreisportbundes Barnim überbrachte dessen Mitglied Jan Toron der zugleich als Vereinsmanager des Reki e.V agiert, der die Turnhalle für das Turnier bereitstellte.

Die Stadt und der KSB hatten das Turnier auch finanziell unterstützt.

Das Demokratie-Mobil des »Toleranten Brandenburg« aus der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam war mit umfangreichen Informationsmaterialien ebenfalls vor Ort präsent.

Die »Zonenboys Grillbude« sorgte in bewährter Weise mit Grillwürsten, gebratenem Hähnchenfleisch, Pommes und diversen Getränken für das kulinarische Wohl. Für »nachhaltige« Wirkungen sorgten die in fünf Schärfestufen angebotenen Soßen. Mit ihrer Ankündigung von »Eberswaldes schärfste Bratwurst« dürften die Zonenboys jedenfalls nicht daneben gelegen haben.

Wer es eher süßer mochte, war bei der »Backfee« Agnes Grüning und Bäckermeister Karl Diedrich mit ihren »Nonnenfürzchen« gut aufgehoben.

Ihre Preisfrage, was der Name »Nonnenfürzchen« tatsächlich bedeutet, konnte allerdings keiner der Teilnehmer und Gäste beantworten. Vielleicht liegt das daran, daß in hiesigen Breiten die Bezeichnung »Nonnefüzken« geläufiger ist. Im Bäckerladen heißt das Gebäck schlicht »Schürzkuchen«.

Bäckermeister Karl Diedrich hat das Rätsel am Ende aufgelöst. Das war allerdings nach dem Redaktionsschluß dieser Meldung. Hier muß die Frage also offen bleiben.

Wer die Lösung weiß, schickt sie bitte per eMail an redaktionsbuero(AT)maxe-eberswalde.de. Der Preis für alle richtigen Einsendungen ist – wie kann es anders sein – ein »Nonnenfürzchen«. Einsendeschluß ist der 30. April. Den Gewinnern wird rechtzeitig mitgeteilt, wo sie sich ihr »Nonnenfürzchen« oder »Nonnefüzken« oder »Schürzkuchen« abholen können.

Im Anschluß an das Turnier luden die Zonenboys alle Aktiven zur traditionellen Völkerball Players Party ein. Die Party fand diesmal im WBG-Vereinshaus »Freizeitschiff« statt.

(11./12. April 2015)




Sprecherrat »Soziale Stadt« tagt

Ein Aktionsfonds für das Brandenburgische Viertel soll eingerichtet werden

Der Sprecherrat »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel trifft sich am Montag, den 13. April, um 17.30 Uhr zu seiner nächsten Sitzung im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13.

Folgende Tagesordnung liegt vor:

  • TOP1 Begrüßung und Protokollkontrolle
  • TOP2 Informationen aus dem Sprecherrat
  • TOP3 Informationen aus der Verwaltung
  • TOP4 Antrag des Quartiersmanagements Brandenburgisches Viertel zur Einführung des Aktionsfonds
  • TOP5 Sonstiges

Im Mittelpunkt steht ein Antrag, den die Quartiersmanagerin Johanna Johne eingereicht hat. Darin geht es um die Errichtung eines Aktionsfonds für die unkomplizierte Unterstützung der Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern im Brandenburgischen Viertel.
Für den Aktionsfonds werden, sofern der Sprecherrat dem Antrag zustimmt, im Zeitraum vom 1. Juni bis 31. Dezember 2015 insgesamt 2.000 Euro bereitgestellt. »Aus dem Aktionsfonds«, schreibt Johanna Johne in ihrem Antrag, »werden soziokulturelle und/oder gemeinschaftsstiftende Projekte bis zu maximal 250 Euro nach der bestehenden Förderrichtlinie des Programms Soziale Stadt gefördert.«

Grundlage für den Aktionsfonds bildet das 2012 von der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung beschlossene »Verstetigungskonzept« für das Förderprogramm »Soziale Stadt«. Dementsprechend wird es den Aktionsfonds auch in den Folgejahren geben. Entsprechend dem Verstetigungskonzept will die Stadt bis zum Jahr 2019 jährlich 30.000 Euro für die Weiterführung des Programms »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel einsetzen.

Jeweils 2.000 Euro sollen pro Jahr in den Aktionsfonds für kleinteilige Maßnahmen fließen. Für größere Maßnahmen sollen jährlich 4.000 Euro in einen Verfügungsfonds fließen - vorausgesetzt, es finden sich Geldgeber, die mindestens die gleiche Summe als Drittmittel beisteuern.
Über den Verfügungsfonds wird ein spezieller Vergaberat entscheiden, der aus dem jetzigen Sprecherrat hervorgehen soll.

Außerdem wurden von der Stadtverordnetenversammlung jährlich 24.000 Euro für die Bezahlung eines Büros als zusätzliches »externes Quartiersmanagement« mit Schwerpunkt Gesundheit und Sport bewilligt.

Die Quartiersmanagerin Johanna Johne, in deren Verantwortung dann auch die Vergabe der Mittel des Aktionsfonds liegen wird, ist im Stadtteilbüro »Soziale Stadt«/Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel, im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13 erreichbar. Sprechzeiten sind am Dienstag von 13 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 13 bis 16 Uhr. Telefonisch ist Johanna Johne unter 03334/8182458 oder 0152/56464528 erreichbar.

Maxe - 6. April 2015




Solarpark am Rande des Brandenburgischen Viertels

maxe. Auf den Brachflächen der ehemaligen Chemischen Fabrik soll demnächst eine 7 Hektar große Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 3,5 MW entstehen. Der entsprechende »vorhabenbezogene Bebauungsplanes Nr. 504 "Solarpark Eisenspalterei"« stand am 26. März auf der Tagesordnung der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung.

Das Gelände der »Chemischen« ist im Altlastenkataster des Landkreises Barnim als Verdachtsfläche geführt und ist deshalb nur schwer zu vermarkten. Daher sind sie im 2014 überarbeiteten Flächennutzungsplan der Stadt Eberswalde als »Sonderbaufläche Erneuerbare Energien« ausgewiesen worden. Die Nutzung für die Solarstromerzeugung entspreche auch den Zielen des »Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes« der Stadt, schrieb das Stadtentwicklungsamt in die Sachverhaltsdarstellung. Daraufhin habe die Flächeneigentümerin, die GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten, eine bundeseigene Nachfolgefirma der Treuhandanstalt, gezielt nach Investoren für Photovoltaikanlagen gesucht und die Flächen angeboten.

Gefunden hat sich die Envalue GmbH aus Hofkirchen in Niederbayern, die bereits auf eine längere Zusammenarbeit mit der GESA verweisen kann und nun einen Vorhaben- und Erschließungsplan eingereicht hat. Die Stadtverwaltung begrüßt die Absichten der Niederbayern, weil sie den »stadtentwicklerischen Zielstellungen und denen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes des Stadt« entsprechen.

Die Envalue Gmbh ist seit zehn Jahren auf dem Gebiet der Solarstromproduktion tätig. Seit 2009 sind die Niederbayern auch in den neuen Bundesländern tätig. Im Landkreis Barnim zeichnete die Envalue GmbH für den Solarpark auf dem ehemaligen Flugplatz Werneuchen verantwortlich. Die Planungen verantwortete damals das Eberswalder Architekturbüro Dörner + Partner, das nun auch für den »Solarpark Eisenspalterei« die Genehmigungsplanung begleiten soll.

Das beplante Grundstück hat eine Gesamtgröße von 9 Hektar. Die 7 Hektar für das Solarfeld entsprechen der »Sondergebietsfläche EE« des Flächennutzungsplans. Das verbleibende Areal steht etwaigen naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen und für Leitungen im Zusammenhang einer notwendigen Entwässerung des Plangebietes zur Verfügung.

Die Entwässerung sei notwendig, weil im südlichen Teil des Geländes der ehemaligen Chemischen Fabrik Schicht- bzw. Grundwasser austritt. Das nach Norden abfließende Wasser hat mittlerweile weite Flächen im südlichen und westlichen Teil des Geländes vernäßt. Das Wasser soll entweder direkt aus dem südlichen Teil in den Graben westlich des alten Werksgeländes oder durch Ertüchtigung der vorhandenen Grundstücksentwässerung über den Abwasserhauptsammler der ehemaligen Chemischen Fabrik in den Finowkanal abgeleitet werden. Als dritte Variante soll eine Aufhöhung des Geländeniveaus im Nordteil des Geländes geprüft werden.

Der Bebauungsplan stand bereits am 10. März im Ausschuß für Bau, Planung und Umwelt auf der Tagesordnung. Über kontroverse Diskussionen wurde nichts bekannt. Auch die Stadtverordnetenversammlung am 26. März nickte den Beschluß durch.

Allerdings gab es einige Fragen seitens der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde. Deren Vorsitzender Carsten Zinn fragte u.a. warum die Stadt nicht über ihre Gesellschaften Technische Werke Eberswalde (TWE) oder Solarstromgesellschaft Eberswalde (SSGE) selber als Investor aktiv geworden ist. Auch der Landkreis Barnim, der Kreiswerke etablieren will, käme als regionaler Investor infrage. Die kommunalen Investoren könnten zudem eine Bürgerbeteiligung (Stichwort: Bürgersolaranlage) befördern und organisieren.

»Die TWE haben kein Interesse«, heißt es in der Antwort von Baudezernentin Anne Fellner, »da das Risiko aus den Altlasten (hier sei insbesondere die Wasserhaltung erwähnt) zu groß ist. Desweiteren wäre eine Anlage in der Größenordnung wie die Envalue GmbH sie plant vom Investitionsvolumen zu groß für die TWE.« Und auch die SSGE habe auf Nachfrage geantwortet, daß die Investitionen in eine Feiflächenanlage dieser Größenordnung zu groß sei. Von der Barnimer Energiegesellschaft des Landkreises kam ebenfalls eine Absage, da selbige nur beratend tätig werden könne und insofern keine Möglichkeit zum Kauf bzw. Betrieb einer solchen Anlage bestehe.

(27. März 2015)




Transparenz für Fernwärme

Die städtische Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH Eberswalde (WHG) bezieht die Wärme für ihre fernbeheizten Wohnungen von der EWE. Die Kosten werden als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt, die keinerlei Einfluß auf die ausgehandelten Preise haben.

Sie haben jedoch das Recht auf Information zur Effizienz insbesondere in Vergleich zu Lösungen durch »Eigenversorgungen«. Allerdings tut sich die WHG damit schwer, ihren Mietern gegenüber die Wärmebezugspreise und die zugrundeliegenden Verträge und Kalkulationen offenzulegen. Mehrere Mieter in Finow-Ost und im Brandenburgischen Viertel hatten sich ausgetauscht und festgestellt, daß ihre Fernwärmepreise pro Megawattstunde zwischen 90 und 130 Euro differieren.

Alle Versuche, hinter die Ursachen der erheblichen Differenzen zu kommen, haben die Verantwortlichen der WHG, bis zum Bürgermeister, der die Stadt in der Gesellschafterversammlung vertritt und in Personalunion auch Aufsichtsratsvorsitzender ist, bisher abgeblockt. Unter Federführung der Fraktion DIE SPD, unterstützt vom Alternativen Wählerbündnis Eberswalde, wird derzeit an einer Beschlußvorlage für die Stadtverordnetenversammlung gearbeitet, um den Bürgermeister als Vertreter in der Gesellschafterversammlung mit der Einholung entsprechender Informationen über die Wärmelieferungsverträge zu beauftragen.

»Im Sinne der Förderung der Akzeptanz der ökologisch günstigen Nutzung von Fernwärme einerseits und dem Anspruch der Mieter auf eine effiziente Versorgung mit Wärme andererseits muß die Stadtverwaltung als Gesellschafter für ausreichende Informationen ihrer Gesellschaft gegenüber den Mietern Sorge tragen«, heißt es in der Begründung. Damit fördere sie auch »die Meinungsbildung der Mieter zur weiteren positiven Entwicklung in der Nutzung der ökologisch günstigen Fernwärme«.

Erfragt werden sollen insbesondere die Zahl der angenommenen Vollbenutzungsstunden, die bestellte Anschlußleistung, die Vertragsleistung, die vereinbarten Anschlußleistungen bei Extremsituationen sowie die Inhalte der Preisgleitklauseln. Außerdem sollen die Auswirkungen der Vertragsgestaltung mit dem Wärmelieferanten EWE auf die Preisbestimmung der Wärmelieferungen zwischen WHG und Mietern erläutert werden.

Falls die Wärmeversorgung über eine »Eigenversorgung der Blöcke« gegenüber der Fernwärmeversorgung wesentliche Vorteile für den Mieter bringen könnte, sollen in einem zweiten Schritt entsprechende Vollkostennachweise gegenüber alternativen Investitionen geführt und Vorschläge durch die WHG ausgearbeitet werden. Der Bürgermeister soll die Stadtverordneten und den Ausschuß für Energiewirtschaft bis zum 30. Juni 2015 über das Ergebnis informieren, heißt es im Beschlußentwurf.

Derzeit bemühen sich die Initiatoren, weitere Fraktionen als Miteinreicher ins Boot zu holen.

(aus "Barnimer Bürgerpost" 3/2015, 3. März 2015)




Kulturamtsleiter lädt zum Eintopfessen

Kulturküche am 20. März 2015 - und Folgetermine

Für die Freunde der Kulturküche heißt es wieder: kommen, schnippeln, essen, plaudern, planen.

Am 20. März 2015 um 18 Uhr (Vorbereitung) bzw. 19 Uhr (Essen steht auf dem Tisch) findet die nächste kulinarische Runde statt und bietet wie immer einen lockeren Rahmen für Gespräche in den Bereichen Kulturszene, Politik, Hochschule, Wirtschaft und Verwaltung. Die hoffentlich zahlreichen Gäste erwartet ein Eintopf aus der Ideenküche des Kulturamtsleiters.

Ort:
Hebewerk e.V.
Vereinshaus der WBG
Havellandstraße 15
Brandenburgisches Viertel

O-Bus Linien 861 oder 862
Haltestelle Brandenburger Allee

Auf dem Speisezettel steht diesmal:
Steinpilzrisotto und Rote-Beete-Salat mit Minze
Bitte vorher anmelden, zwecks Mengenermittlung!

Die weiteren Termine in diesem Jahr sind Montag, 27.4. - Donnerstag, 21.5. - Mittwoch, 24.6. - Donnerstag, 20.8. - Freitag, 30.10. - Mittwoch, 16.12.

Weitere Infos: Stefan Neubacher, Kulturamtsleiter, Stadt Eberswalde




Warum verweigert der Bürgermeister die Diskussion?
Die stadteigene Wohnungsgesellschaft will zwei Wohnungsblöcke in der Potsdamer Allee abreißen lassen, unweit des Heidewald-Einkaufszentrums.

In einem anonymen Online-Kommentar zu dem MOZ-Beitrag »Klares Nein zum Abriß-Stopp« heißt es, die Stadt brauche bezahlbare Wohnungen, »die aber den heutigen Standards angeglichen werden müssen« .

Es ist richtig, viele Menschen in unserer Stadt sind auf solche für sie bezahlbaren Wohnungen angewiesen.
Die Wohnungen, die in der Potsdamer Alle 45 bis 59 nach dem Willen der WHG abgerissen werden sollen, haben hinsichtlich ihres Komforts durchaus »den heutigen Standard« . Allerdings haperte es in den letzten 20 Jahren ein bißchen mit der Instandhaltung, so daß die betroffenen Wohnblocks zumindest teilweise, wie die Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner sagt, in »einem miserablen Zustand« sind.
Allerdings sind, wie WHG-Geschäftsführer Adam mitteilte, erst vor einigen Jahren mehr als 460.000 Euro in die Erneuerung der Elektro- und Wasserleitungen in den beiden Blöcken gesteckt worden. In ihrer Geschäftspolitik setzt die WHG mindestens seit den späten 90er Jahren den Schwerpunkt auf die Sanierung der Altbausubstanz in Alt-Eberswalde und bedient dabei eher das hochpreisige Mietsegment.

Ob diejenigen, die mutwillig vorhandene Wertsubstanz an Wohnungen (mittels Fördermittel) zerstören, damit sie an anderer Stelle (mit Fördermitteln) neue Wohnungen bauen können, Weitblick besitzen, wie der Anonymos vermutet, will ich zumindest bezweifeln. Da spielt vielleicht eher der Nahblick aufs schnelle (eigene) Geld eine Rolle. Ein Umbau der Plattenbauten wie in Schwedt, darauf verweist der Anonymos, scheiterte bei uns in Eberswalde übrigens daran, das DAFÜR keine Fördermittel zur Verfügung standen.

Die Wohnungsgenossenschaft bekam für ihr Umbau-Projekt in der Lübbenauer Straße, wo barrierefreie Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten entstehen sollten, keine ILB-Förderung. Zur gleichen Zeit faßte die WHG ILB-Fördermittel für ihre »Michaelisgärten« ab, wo alles andere als Sozialwohnungen entstehen (BBP 3/2014). »Leerstand kostet Geld«, heißt es in dem anonymen Online-Kommentar, »und aus betriebswirtschaftlichen Gründen wird gerade im Brandenburgischen Viertel zurückgebaut«.

Da sind zwei Aussagen miteinander verknüpft, die eigentlich nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Sicherlich liegt auf der Hand, daß eine Wohnung – ob bewohnt oder leer – ein gewisses Maß an Grundkosten verursacht. Die fixen Betriebskosten kann man durch verschiedene Maßnahmen – die Wohnungsgenossenschaft praktiziert da neuerdings einiges – einschränken. Die kreditfinanzierten Baukosten – bei unsanierten Plattenbauten sind das im wesentlichen die sogenannten »Altschulden« – lassen sich hingegen kaum minimieren. Diese Kosten bleiben auch, wenn die Wohnung abgerissen wird. Und dann ohne Chance, jemals wieder durch eine Vermietung dieser Wohnung bedient zu werden.

Die Zeiten, daß bei Abriß auch die »Altschulden« vom Staat übernommen wurden, sind längst vorbei. Sofern für die Wohnblocks in der Potsdamer Allee 45 bis 59 noch Verbindlichkeiten in den Büchern der WHG stehen, werden diese dort auch nach einem Abriß zu finden sein. Von den Leerstandskosten kann die WHG die fixen Betriebskosten einsparen. Die Finanzierungskosten hingegen müssen von der WHG weiterhin bedient werden.

Wie hoch die Leerstandskosten tatsächlich sind und welcher Anteil davon Finanzierungskosten sind, bleibt freilich das Geschäftsgeheimnis der WHG, die ja die ganze Zeit nicht einmal sagen wollte, welche Wohnblöcke konkret auf ihrer Abrißliste stehen.

Dazu, warum »aus betriebswirtschaftlichen Gründen gerade im Brandenburgischen Viertel zurückgebaut« werden soll, fehlt jede Aussage. Leerstand, der Geld kostet, gibt es auch in anderen Stadtteilen. In Stadtmitte, wie man hört, sogar mehr als im Brandenburgischen Viertel. Möglicherweise hat es mit der oben erwähnten Geschäftspolitik der WHG zu tun, daß sie »gerade« im Brandenburgischen Viertel abreißen will.

Andere Wohnungsgesellschaften, die zum Teil in Eberswalde nur im Brandenburgischen Viertel als Wohnungseigentümer aktiv sind, weigern sich, ihr Eigentum an Wohnungen der Abrißbirne preiszugeben. Entgegen den gängigen Demographieparolen schafften die es sogar, den Leerstand in ihrem Wohnungsbestand auf rund 5 Prozent zu drücken. Dabei steht in deren Gesellschaftervertrag ganz gewiß nichts von sozialverträglichem Wohnen als Ziel. Nimmt man diese Fakten, dann gibt es offenbar überhaupt gar keinen betriebswirtschaftlichen Grund, Wohnungen »gerade« im Brandenburgischen Viertel abzureißen. Da stellt sich die Frage, warum dem Bürgermeister soviel daran liegt, nicht »wochenlang darüber zu diskutieren, ob zwei Wohnblöcke abgerissen werden sollen oder nicht«.

Gerd Markmann – 7. März 2015

siehe auch: "Städtebaulicher Unsinn"




Städtebaulicher Unsinn

Zum geplanten Abriß zweier Wohnblöcke unweit des Heidewald-Einkaufszentrums

Eberswalde (bbp). Die städtische Wohnungsgesellschaft (WGH) hatte im Dezember verkündet, daß sie zwei Wohnblöcke im Brandenburgischen Viertel abreißen will. Zugleich sollen die Mieten in den Wohnungen der WHG steigen. Welche Wohnungen genau abgerissen werden sollen, unterlag der Geheimhaltung. Inzwischen wurden die betroffenen Bewohner zu der angekündigten Informationsveranstaltung eingeladen.

Sie findet am Donnerstag, den 5. Februar,
um 17 Uhr im Bürgerzentrum im Brandenburgischen Viertel (Schorfheidestraße 13) statt.


Vom Abriß betroffen sind nach bislang vorliegenden Informationen die Potsdamer Allee 45 bis 59. Entsprechend dem 2009 beschlossenen Integrierten Programmübergreifenden Stadtteilentwicklungskonzept (IPStEK) sollte es hier keinen Abriß geben. Während in der übrigen Stadt bei Bebauungsplänen regelmäßig auf eine möglichst durchgehende „Blockrandbebauung“ geachtet wird, scheint so eine Anforderung städtebaulicher Gestaltung im Brandenburgischen Viertel keinerlei Rolle zu spielen.

Werden die Abrißpläne realisiert, bliebe der Wohnblock in der Finsterwalder Straße separat in der Landschaft stehen. Man muß wohl kein ausgebildeter Stadtplaner sein, um den groben städtebaulichen Unsinn erkennen zu können. Statt „Lückenschluß“ heißt die Devise hier „Lückenbildung“. Vom avisierten Abriß sind viele ältere und langjährige Mieter der WHG betroffen. Einige sind bereits mehrfach innerhalb des Brandenburgischen Viertels umgezogen. Vom damaligen WHG-Geschäftsführer Rainer Wiegand hatten sie die Zusage erhalten, nicht noch einmal umziehen zu müssen. So manche haben sich so eingerichtet, daß sie hier ihren Lebensabend verbringen können. Die Aussage des jetzigen WHG-Geschäftsführers Hans-Jürgen Adam, »niemand muß Angst haben, daß er einfach so aus seiner Wohnung herausgeworfen wird«, nimmt so mancher als Verhöhnung wahr.

(aus "Barnimer Bürgerpost" 2/2015 vom 3. Februar 2015. Mit freundlicher Genehmigung)




BÜRGERBUDGET verbesserungswürdig

Die Kriterien für Ideen und Projekte müssen geändert werden, damit alle Bürger etwas davon haben!

Am 21. Oktober 2014 stimmten ca. tausend Eberswalder in einer überaus aufwendigen Veranstaltung über Projektideen ab, die von Bürgern zuvor eingereicht worden waren. Die Vorgabe der Stadtverwaltung, diesmal keine Kriterien für vorgeschlagene Projekte zu bestimmen, erwies sich als Bumerang: Gewonnen hat der Studentenclub, die Grundschule, ein Sportverein und ein Theaterprojekt.

Dem Theaterprojekt kann man zugute halten, dass jeder Eberswalder in den möglichen Genuss einer Veranstaltung kommen kann. Jedoch von der Schalldämmung des Studentenclubs haben nur wenige Party-Studenten etwas und außerdem wäre es eine normale Aufgabe der WHG oder HNE, dafür zu sorgen, dass Nebenmieter nicht belästigt werden.

Auch das Gartenhäuschen der Grundschule fällt normalerweise in die Zuständigkeit der Finanzierung durch die Stadt Eberswalde. Wird hier der Bürgerhaushalt genutzt, um den allgemeinen Haushalt zu kürzen? Und Sportvereine haben ein großes Aktivierungs-Potential seiner Mitglieder, das ist klar: Sie landen regelmäßig auf den Siegerplätzen. Aber auch davon haben die meisten Eberswalder keinen Gewinn!

Mit dieser Aufwertung von Sonderinteressen muss Schluss sein! Ein vorgeschlagenes Projekt muss einer allgemeinen Mehrheit zugute kommen. Und das Prozedere der Abstimmung muss generell geändert werden, damit auch ältere Menschen und Berufstätige daran teilnehmen können.

Ein BÜRGERHAUSHALT für alle, nicht nur für geschlossene Gesellschaften!!!

Jürgen Gramzow (23. November 2014)




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