Kiezmagazin fürs Brandenburgische Viertel in Eberswalde



Vorweihnachtlicher Himmel

Kiez-Termine

Sonntag, 16. Dezember, 14-18 Uhr:
Kiez-Weihnachtsmarkt 2018
Potsdamer Platz, siehe auch hier.

Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ):
Mütter-Fitness-Gruppe Mo 9.30 Uhr,
SV Motor Turnhalle, Potsdamer Allee 37
Krabbelgruppe Mi 9.30 - 11 Uhr, Bonhoeffer-Haus, Potsdamer Allee 35

WBG-Vereinshaus, Havellandstr. 15:
Sportgruppe @ H15 Mo 18.30-20 Uhr
Offene Naehwerkstatt Mi 10-13 Uhr
Repair-Café & Six-to-Zero Fr 15 Uhr
Hebewerk e.V. im H15

WBG-Freizeitschiff:
Rommé, Skat ... Mo 14 Uhr
Handarbeitstreffen Do 13 Uhr
Prignitzer Str. 48

Gemeindezentrum:
Familiennachmittag dienstags, 16 - 17 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Potsdamer Allee 35
Familiensport, Di 15-16 Uhr, Do 15-16.30 Uhr, SV Motor Turnhalle
Potsdamer Allee 37

AWO Ortsverein Finow:
Nachmittag im Seniorenclub Mi 14 Uhr, Frankfurter Allee 24

Bürgerinitiative
Radwege in Eberswalde

Mitteilungen der Bürgerinitiative

MAXE-Volltextsuche:
Kontakt zur

Wohnen und Umwelt
Nach der Aktion der Alternativen Liste Eberswalde & der Partei Die PARTEI zum Stadtteilfest am 8. September auf dem Potsdamer Platz, sollen anläßlich der WHG-Mieterhöhungs-Veranstaltung am Dienstag, dem 18. September, ab 17 Uhr im Familiengarten weitere Protestaktionen gegen die aktuelle Mietpreisentwicklung folgen. Dazu haben inzwischen auch andere Gruppen aufgerufen.

Alternative Liste Eberswalde & Die PARTEI:
Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung

maxe. Mit einer gemeinsamen Aktion am Rande des Stadtteilfestest im Brandenburgischen Viertel »Fête de la Viertel« am 8. September machten die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI auf ein Problem aufmerksam, das seit einiger Zeit auch Eberswalde erreicht hat.

Mietpreissteigerungen und Mangel an bezahlbaren Wohnungen schienen lange Zeit ein Thema der großen Metropolen zu sein. In Eberswalde herrschte seit Mitte der 1990er Jahre ein Mieter-Markt. Die Menschen verließen die Stadt und Wohnungsleerstand wurde zunehmend zu einem Problem, das durch staatlich subventionierten Wohnungsabriß gelöst werden sollte. Dabei hatte die Privatisierungspolitik der städtischen WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft im Zusammenhang mit der sogenannten Altschuldenhilfe dazu geführt, daß der Abriß in einer städtebaulich katastrophalen Art und Weise erfolgte.

Während die Fördermittel für den Abriß sprudelten, blieb das Fördergeld für Sanierungen eher knapp bzw. wurde in Bereiche des sogenannten »hochwertigen« Wohnungsbaus umgeleitet (Michaelisgärten).

Inzwischen steigen die Mietpreise auch in Eberswalde rasant an. Dennoch hält es die Wohnungsgenossenschaft aus betriebswirtschaftlichen Gründen für erforderlich, weitere Wohnungen abzureißen.

Die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI wollten mit ihrer Aktion zum Stadtteilfest auf den Zusammenhang von Wohnungsabriß und steigenden Mieten aufmerksam machen.

Am Dienstag, den 18. September, lädt die größte Eberswalder Wohnungsgesellschaft, die städtische WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH, um 18 Uhr in die Hufeisenfabrik im Familiengarten ein, um über ihr aktuelles Mieterhöhungs-Konzept zu informieren (mehr Informationen dazu hier).

Inzwischen haben mehrere Gruppen dazu aufgerufen, diese Veranstaltung zu nutzen, um gegen die Mietpreissteigerungen, die nun auch Eberswalde erreicht haben, zu protestieren. Die Proteste im Familiengarten sollen gegen 17 Uhr beginnen.

(17. September 2018)


Links:
Alternative Liste Eberswalde (ALE)
Die PARTEI Brandenburg oder Die PARTEI Eberswalde auf Facebook




Nachdem im November einer »Starkastentfernung« irrtümlicherweise ein ganzer Baum zum Opfer gefallen war, erfolgte Anfang April die versprochene Ersatzpflanzung. Neben acht weiteren Winterlinden wurden Insgesamt wurden 525 Sträucher gepflanzt (Purpur-Hartriegel, Gelbbunter Hartriegel, Blutberberitze, Großblättrige Berberitze, Gefüllter Ranunkelstrauch, zwei verschiedene Sorten Sommerflieder, Japanische Scheinquitte, Weigelie, Potentillen, Heckenjasmin, Amethystbeere und Sommer-Tamariske). Neue Bäume und Sträucher

maxe. Im Zusammenhang mit der Neupflanzung von Winterlinden in der Prenzlauer Straße hatte die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Christin Zierach versprochen, daß zudem Sträucher gepflanzt würden, die zum einen als Bienenweide dienen und zum anderen Kleinvögeln Unterschlupf und Versteck bieten können.

»Ab der Strausberger Straße bis kurz vor die Uckermarkstraße«, erläutert Daniel Mattis vom Eberswalder Bauhof die Pflanzaktion, »wurde in der Mitte der Grünfläche ein Pflanzstreifen angelegt. Dazu wurde die vorhandene Grasnarbe dünn abgetragen und mit etwas Mutterboden ausgeglichen. Dann pflanzten die Bauhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter die Sträucher und deckten zum Schluß die Flächen mit Rindenmulch ab.«

Die Auswahl der Sträucher besorgte die Baumexpertin Christin Zierach vom Tiefbauamt unter Berücksichtigung der Standortverhältnisse, klimatischen Bedingungen sowie Insekten- als auch Vogel-Freundlichkeit.

»Insgesamt wurden 525 Sträucher gepflanzt und es handelt sich um folgende Arten: Purpur-Hartriegel, Gelbbunter Hartriegel, Blutberberitze, Großblättrige Berberitze, Gefüllter Ranunkelstrauch, 2 verschiedene Sorten Sommerflieder, Japanische Scheinquitte, Weigelie, Potentillen, Heckenjasmin, Amethystbeere und Sommer-Tamariske.«

In diesem Frühjahr wurden zusätzlich zu den bereits 2017 gepflanzten zehn Winterlinden acht weitere Winterlinden gepflanzt, so daß es jetzt insgesamt 18 neue Bäume in der Prenzlauer Straße gibt.

Hinzu kommen bereits seit 2015 und 2016 die drei kleinen MAXE-Linden. Die aus natürlichem Nachwuchs gewonnenen Bäumchen sehen neben den deutlich älteren Baumschulen-Linden natürlich etwas unscheinbar aus. MAXE hofft dennoch, daß ihnen ein längeres Leben beschieden ist, auch wenn bei einem der 2015 gepflanzten Bäumchen aufgrund von Vandalismus der Hauptast abgebrochen wurde. Inzwischen hat sich die kleine Linde erholt. Allerdings sind deutliche Wachstumsnachteile gegenüber der zeitgleich gepflanzten zweiten MAXE-Linde erkennbar.

In diesem Frühjahr haben die MAXE-Linden einen ersten Erziehungsschnitt bekommen, der hoffentlich (nicht zuletzt dank der helfenden Hinweise des WBG-Mitarbeiters Marco Reinhardt) einigermaßen gelungen ist.

Weitere Pflanzungen im Brandenburgischen Viertel erfolgten in diesem Frühjar laut Daniel Mattis auf dem Gelände des »Club am Wald«. Dort kamen 5 Obstbäume in den Boden und zwar je ein Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und Pfirsich.

(5. Mai 2018 - gm)

Siehe auch:
Pflanzaktion im Kiez zum Tag des Baumes am 25. April 2015
Prenzlauer Straße um einen Eschen-Ahorn ärmer
MAXE-Linde Nummer Drei
Neue Bäume und Büsche im Kiez
Alles zum Thema Baum findet sich hier.




Feuer im Papiercontainer

maxe. In der Nacht zum Sonnabend (13. Januar) riefen gegen 1 Uhr Einwohner der Prenzlauer Straße die Feuerwehr. Ein Papiercontainer stand lichterloh in Flammen.

Die schnell heranrückenden Einsatzkräfte der Eberswalder Berufsfeuerwehr wurden bald Herr der Lage und nahmen sich auch den Nachbarcontainer vor, der schon verdächtig rauchte. Nach einer gründlichen Ablöschung der Zone konnten die Feuerwehren wieder zurück in ihre Zentrale im Wolfswinkel.

Von einem Papiercontainer blieb nur ein kläglicher Aschehaufen zurück. Die Einwohner gehen von Brandstiftung aus.

(13. Januar 2018)


Siehe auch: »Feuerteufel schlägt wieder zu«




Die 2016er Einwohnerversammlung im Kiez präsentierte sich in einem anderen Format als bisher. In einzelnen Arbeitsgruppen wurde am 25. Oktober 2016 detailliert über die künftige Entwicklung des Brandenburgischen Viertels diskutiert. Die Bewohnerumfrage ist nun ein weiterer Schritt zur Überarbeitung des bisherigen Integrierten programmübergreifenden Stadteilentwicklungskonzept (IPStEK). Künftig entfallen die integrierenden und programmübergreifenden Bestandteile, so daß ein pures Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) übrigbleibt.

Neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK):
Bewohnerumfrage zum Brandenburgischen Viertel

maxe. »In den vergangenen Jahren ist viel Positives im Brandenburgisches Viertel in Eberswalde passiert«, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadtverwaltung Eberswalde. Baulich sei zum Beispiel das Dietrich-Bonhoefer-Haus mit Außenfläche entstanden, berichtet die städtische Pressesprecherin Nancy Kersten und zählt weiter auf, daß das Bürgerzentrum sowie die Vereinshäuser der WBG Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow eG »Freizeitschiff« und »Havellandstraße 15« mit dem Verkehrsgarten umgebaut und aufgewertet wurden und die Grundschule Schwärzesee ist in »das modernste Schulgebäude der Stadt Eberswalde« eingezogen ist. »Auf der anderen Seite wurden unter anderem das alte Gebäude Grundschule Schwärzesee und die ehemalige Kaufhalle abgerissen.«

Nancy Kersten verweist auch auf die regelmäßig durchgeführten Veranstaltungen im Brandenburgischen Viertel. Das Familienfest im Sommer und der Weihnachtsmarkt im Winter seien inzwischen etablierte Veranstaltungen. Neben diesen gebe es viele kleine Aktionen und Feste in den Kitas und in der Schule, »sodaß immer etwas los ist«.

Damit es noch besser wird, möchte die Stadtverwaltung Eberswalde erfahren, was die Bewohnerinnen und Bewohner des Brandenburgischen Viertels über ihren Wohnort denken. Daher startet die Verwaltung am 26. Juni 2017 eine Bewohnerumfrage. Dies ist wichtig für die Weiterentwicklung des Stadtteils.

»Vor fünf, sechs Jahren gab es für das Viertel eine Sozialstudie und ein Verstetigungskonzept. Die durch Fördermittel-Maßnahmen angestoßenen Dinge sollen in weiterführende Strukturen gebracht werden. Dafür sind aber aktuelle Daten und Fakten sowie eine Evaluation von Studie und Konzept notwendig«, so Silke Leuschner, die Leiterin des Eberswalder Stadtentwicklungsamtes.

Mit Unterstützung der Wohnungsunternehmen AWO Eberswalde e.V, TAG Immobilien AG, WBG e.G. und WHG GmbH werden die Fragebögen in die Briefkästen verteilt. Drei Wochen lang bis zum 14. Juli 2017 haben die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, ihre Meinung zu ihrem Wohnviertel abzugeben.

Der ausgefüllte Fragebogen kann portofrei an die S.T.E.R.N. GmbH zurückgesandt werden oder vor Ort an folgenden Stellen abgegeben werden:

  • im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße 13, Quartiersmanagement
  • im Mieterbüro der AWO in der Frankfurter Allee 24
  • im Mieterbüro der TAG in der Frankfurter Allee 13
  • im Genossenschaftshaus der WGB e.G. in der Ringstraße 183 (Finow)

Die Firma S.T.E.R.N. GmbH aus Berlin unterstützt die Befragung und steht während des Befragungszeitraums für Rückfragen zur Verfügung. Ansprechperson ist Frau Patricia Berndt, zu erreichen per E-Mail: berndt.patricia@stern-berlin.de oder telefonisch 030 443636-91.

(veröffentlicht am 16. Juni 2017)




Abrißbagger in der Lübbenauer Straße im Februar 2014. War das der letzte Wohnungsabriß?

Kiez mit mehr Einwohnern

Bevölkerung im Viertel wuchs 2016 um fast 5 Prozent

maxe. Die Einwohnerzahl der Stadt Eberswalde erhöhte sich im Jahr 2016 um 582 auf nunmehr 41.134. Erstmals seit 1990 kehrte sich damit der Nachwende-Schrumpfungsprozeß um.

Bemerkenswert ist, daß erstmals auch das Brandenburgische Viertel am Bevölkerungswachstum beteiligt war. Und dies sogar überproportional. Ende 2016 lebten 6.678 Menschen im Kiez, das waren fast 300 mehr als Ende 2015. Dies entspricht einem Zuwachs um etwa 4,6 Prozent. Für die Gesamtstadt liegt dieser Wert hingegen nur bei 1,4 Prozent.

Dabei hat sich die Zahl der gemeldeten Personen mit Nebenwohnsitz deutlich reduziert. Während des Jahres 2016 betraf dies nur noch im Mittel 50 Menschen. Ende 2014 waren es noch 251.

Nach den MAXE vorliegenden Zahlen war im 1. Quartal 2015 der Tiefpunkt erreicht. Damals wohnten 6.097 Personen mit Hauptwohnsitz sowie 200 mit Nebenwohnsitz, in Summe also 6.297 Personen im Kiez.

Ein Jahr zuvor, im Februar 2014, waren in der Lübbenauer Straße nochmals 90 Wohnungen abgerissen worden (siehe Video). Danach fiel im Frühjahr 2015 noch das alte Gebäude der Schwärzesee-Grundschule dem Abrißbagger zum Opfer. Inzwischen sind die Räumlichkeiten der neuen Schule zu eng für die wieder wachsende Schülerzahl.

Die wachsende Einwohnerzahl ist Folge des höheren Zuzugs. In ganz Eberswalde standen im vergangenen Jahr 3.074 Zuzügen 2.357 Wegzüge gegenüber. Aus eigener Kraft können die Eberswalder ihre Zahl nicht beibehalten. Den 387 Geburten standen 522 Sterbefälle gegenüber.

Die gestiegene Bevölkerungszahl ist dabei fast ausschließlich dem Zuzug von Ausländern zu verdanken, im Saldo 572, während der deutsche Bevölkerungsteil immerhin 10 Personen zum Positvsaldo beisteuerte. Den 1.324 Zuzügen stehen bei Ausländern 789 Wegzüge gegenüber. Und auch deren Geburtensaldo ist positiv. Bei 6 Sterbefällen kamen 43 Kinder als Neu-Eberswalder zur Welt.

In der nachfolgenden Tabelle stehen die genauen Zahlen für das Brandenburgische Viertel:


Datum Hauptwohnsitz Nebenwohnsitz Gesamt

31.03.2015 6097 200 6297
31.03.2016 6363 50 6413
30.06.2016 6436 48 6484
30.09.2016 6546 47 6593
31.12.2016 6626 52 6678


(12. Februar 2017)

Siehe auch: Zwei Drittel wohnen hier






Modernisierung am Wärmenetz geht weiter

Energiedienstleister EWE baut 320 Meter neue Wärmeleitung / Investition: 200.000 Euro

Der regionale Energiedienstleister EWE modernisiert bis Ende Oktober das Wärmenetz im Brandenburgischen Viertel Eberswalde. Dafür investiert das Unternehmen rund 200.000 Euro. »Nach der Modernisierung eines ersten Leitungsabschnittes im vergangenen Jahr erneuern wir derzeit einen 320 Meter langen Leitungsabschnitt«, so EWE-Projektingenieur Thomas Schelk. Ziel der Modernisierung sei es, die Versorgungssicherheit im Brandenburgischen Viertel zu erhöhen.

Im Bereich Schwedter Straße, Ecke Templiner Straße sei es in der Vergangenheit vermehrt zu Störungen gekommen. »Untersuchungen haben ergeben, daß die isolierte Stahlleitung schadhafte Stellen aufweist«, so Thomas Schelk. Durch das Leck sei unnötig Warmwasser ausgetreten. Für die angeschlossenen Haushalte und öffentlichen Einrichtungen war der Defekt allerdings bisher kaum zu merken.

Während der Neuverlegung des Leitungsabschnittes hält EWE die Wärmeversorgung aufrecht. Möglich wird dies dadurch, daß der Energiedienstleister die neue Leitung parallel zur alten verlege. Das poröse Stahlrohr bleibe in Betrieb, bis die neue isolierte Stahl-Leitung in das bestehende Wärmenetz eingebunden werden kann. »Wir planen die Einbindung vom 26. Oktober abends bis in die frühen Morgenstunden des 27. Oktober. Dann müssen wir die Wärmeversorgung für ca. acht Stunden unterbrechen«, erklärt Thomas Schelk. Damit die Haushalte sich so wenig wie möglich einschränken müssen, habe EWE diese Arbeiten in den Nachtstunden vorgesehen. »Für den Ausfall der nächtlichen Wärmeversorgung bitten wir alle Betroffenen jetzt schon um Verständnis«, so Thomas Schelk weiter.

Geringe Beeinträchtigungen werde es auch durch die Erdarbeiten geben. »Bis Ende Oktober können die Bewohner und Besucher des Brandenburgischen Viertels leider nicht immer alle Parkplätze im Baustellenbereich nutzen«, so Thomas Schelk. Für die Erdarbeiten müsse EWE zeitweise Erdaushub auf den Parkplätzen zwischenlagern. Für diese Einschränkungen bittet EWE um Verständnis. Der Straßenverkehr sei nicht betroffen.

Die Baumaßnahme führen ortsansässige Fachfirmen im Auftrag für EWE durch. »Als regionales Unternehmen ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, die regionale Wirtschaft einzubinden«, so Thomas Schelk. Das gelte für den Bau von modernen Wärme- und Stromerzeugungsanlagen wie im EWE-Heizhaus in der Prignitzer Straße oder im Bürgerbildungszentrum Eberswalde genauso wie für Baumaßnahmen am Wärmenetz, für die der Energiedienstleister überwiegend regionale Firmen beauftragt.

Nadine Auras

(24. September 2015)




Prenzlauer Straße um einen Eschen-Ahorn ärmer

Innerhalb einer Stunde war alles erledigt, aufgeräumt und gekehrt. Die Kollegen von den »Barnimer Industrie- und Baumkletterern« haben gute und schnelle Arbeit geleistet.

maxe. Der Eschen-Ahorn, den die beiden Mitarbeiter der »Barnimer Industrie- und Baumkletterer« am Mittag des 8. Juni gefällt haben, hatte schon viele trockene Äste. Das war schon im vorigen Jahr aufgefallen, sagte Baumexpertin Christin Zierach vom Tiefbauamt der Stadt Eberswalde der Maxe-Redaktion. Von einer Fällung im Winter wurde aber abgesehen, um noch den Frühjahrsaustrieb abzuwarten.

Dabei zeigte sich dann eine starke Zunahme der trockenen Äste. Die halbe Baumkrone blieb kahl. Weitere Pflegemaßnahmen, um den Baum noch ein oder zwei weitere Jahre zu halten, erschienen zwecklos. Die Frühjahrsstürme hatte der Baum noch überstanden, ohne kaum mal einen seiner trockenen Zweige abzuwerfen. Daß das so bleibt, konnte und wollte niemand garantieren. Es folgte die Einordnung als »Gefahrenbaum« und der Auftrag zur Fällung.

Die Eschen-Ahorne in der Prenzlauer Straße haben ihr Grenzlebensalter von rund 50 Jahren inzwischen fast erreicht. Daher ist in den nächsten Jahren hier mit weiteren absterbenden Bäumen zu rechnen.

Christin Zierach begrüßte die Pflanzung der beiden »Maxe-Linden«, die am Tag des Baumes am 25. April in unmittelbarer Nähe des jetzt gefällten Eschen-Ahorns in die Erde kamen. Sie regte an, daß in der Straße auch künftig Linden nachgepflanzt werden, um in der Zukunft wieder eine artengleiche Baumreihe zu haben. Zumal drei weitere schon etwas größere Linden die Baumreihe zur Strausberger Straße hin beschließen.

Bei dieser Gelegenheit drückte die Baumverantwortliche der Stadt dem Baumpaten Bernd Stöwe aus der Prenzlauer Straße ihren herzlichen Dank aus. Bernd Stöwe hat am anderen Ende der Baumreihe einen nachgepflanzten Baum in seine Pflege genommen.

Leider wurde dieser Baum mehrfach Opfer von Vandalismus, was eine erneute Nachpflanzung notwendig machte.

Im Brandenburgischen Viertel sind seitens der Stadtverwaltung bislang keine weiteren Fällungen vorgesehen. Voraussichtlich Ende August werden in Finow die in der Industriestraße als Gefahrenbäume gekennzeichneten Pappeln gefällt. Außerdem sind in der Stadtmitte mehrere Bäume von Bibern angefressen und dadurch in ihrer Standsicherheit gefährdet.

(8. Juni 2015)

Siehe auch: Pflanzaktion im Kiez zum Tag des Baumes am 25. April 2015




WBG saniert Wohnungen

Frisch sanierte Wohnungen in der Spreewaldstraße

maxe. Die WBG hatte bei der ILB Fördergelder beantragt, um drei Wohnblocks in der Lausitzer und Spreewaldstraße zu modernisieren und umzubauen. Die ILB-Fördergelder wurden allerdings für die »Michaelisgärten« der WHG in der Eberswalder Innenstadt dringender gebraucht. Daher konnte die Wohnungsgenossenschaft ihre ambitionierten Pläne nicht umsetzen. Zwei der drei Wohnblocks mußten der Abrißbirne preisgegeben werden.
Nur auf Eigenmittel angewiesen, konnte die WBG nur noch kleinere Brötchen backen. Die 40 verbliebenene Wohnungen in der Spreewaldstraße wurden 2014/15 grundlegend saniert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

(21. April 2015)




Frühjahrsputz im Zeichen
der Willkommenskultur

Am vergangenen Samstag wurde in der Barnimer Kreisstadt, wie in vielen Orten des Landes auch, zum traditionellen Frühjahrsputz geladen. Dieser heißt hier: „Sauberswalde“.

In allen Stadtteilen gab es wie in jedem Jahr vielfältige Aktionen an den örtlichen Grünanlagen und an anderen öffentlichen Plätzen, um diese für die sonnige Zeit des Jahres herauszuputzen. So trafen sich im Gemeinschaftsgarten des Brandenburgischen Viertels der „Runde Tisch – Willkommen in Eberswalde“ und andere Vereine und Initiativen mit interessierten Bürger/innen und Flüchtlingen aus verschiedenen Herkunftsländern.
Der Einladung der Eberswalder Willkommensinitiative zum Frühjahrsputz mit anschließendem Grillen folgten insgesamt mehr als zwanzig Helfer/innen.

Vor dem gemütlichen Teil stand natürlich die gemeinschaftliche Arbeit. Der gesamte Garten wurde von seinen herbstlichen Laubresten befreit, die Beete wieder für ihren Einsatz fit gemacht, ein neuer Komposthaufen wurde errichtet und auch das Essen mußte für den Grill vorbereitet werden.

Im Anschluß begann ein fröhliches Grillen, bei dem freundschaftliche Gespräche zwischen „Eberswalder/innen“ und Flüchtlingen aus dem nahegelegenen Wohnverbund entstanden. Diese Gespräche sind ein wichtiger Beitrag zum interkulturellen Austausch.

Alle Beteiligten waren sich einig: Die Aktion war ein voller Erfolg und wird mit großer Sicherheit in dieser und anderen Formen wiederholt, damit der Kontakt erhalten bleibt und die Willkommenskultur in der gesamten Stadt Eberswalde weiter gestärkt wird.


Stefan Schmiedel, Runder Tisch „Willkommen in Eberswalde“ -
2. April 2015


Ergänzung:
Eine weitere Putzaktion im Kiez hatte die Eberswalder Greenpeace-Gruppe organisiert, um Unrat aus dem Wäldchen an der Prignitzer Straße aufzusammeln.
Andere Bewohner des Brandenburgischen Viertels beteiligten sich an den Aufräumaktionen am Südrand der Drehnitzwiesen.

Maxe – 2. April 2015




Erfahrungsaustausch zum Skaterpark

Am 16. März 2015 fand ein Gespräch mit den Nutzern des Funparks, den Anwohnern, Jugendclub-Mitarbeitern und Lokalpolitikern statt. Etwa zehn Jugendliche des Vereins »Young Rebels« unter Leitung Ihres Vorsitzenden Florian Schirmer waren anwesend.

Florian Schirmer ist das Eberswalder Urgestein der BMX- und Skaterszene und aktiver Macher zur Errichtung der Skateranlage des Club am Wald im Brandenburgischen Viertel. Die Jugendlichen und Anwohner informierten sich in einer konstruktiven und verständnisvollen Gesprächsatmosphäre zu den aktuellen Gegebenheiten und den bisher gesammelten Erfahrungen. Die Skater baten, die Nutzungzeit des Fun-Parks von April-Oktober auf März-November zu erweitern und auch am Sonntagnachmittag die Aktionsfläche nutzen zu dürfen.

Die anwesenden Anwohner zeigten sich demgegenüber aufgeschlossen. Sie regten an, die Frage der ständigen Ordnung und Sauberkeit auf und um der Aktionsfläche durch die Nutzer nie aus den Augen zu verlieren. Gleiches gilt für die konsequente Einhaltung der gemeinsam vereinbarten Nutzerzeiten.

Florian Schirmer und Christoffer Retschlag erwähnten, wie wichtig es ist, über ausreichende Nutzungszeiten zu verfügen. Beide sind berufstätig und in der persönlichen Freizeitplanung stark eingegrenzt. Auch die Schüler betonten, wie wichtig ausreichende Nutzungszeiten sind, da Schulzeiten teilweise bis 15.30 Uhr andauern.

Im Gespräch ging es auch u.a. auch darum, die Anregung der Jugendlichen aufzunehmen, die Rasenfläche links vom Haupteingang für eine breitere Nutzung der BMX-Fahrer neu zu erschließen. Einen Antrag dazu gab es bereits zum Bürgerhaushalt 2015. Dieser scheiterte allerdings bereits in der verwaltungsinternen Vorauswahl.

Die Jugendlichen wollen ein Nutzungskonzept für die neue erweiterte Fläche erarbeiten. Der Stadtverordnete Carsten Zinn (Alternatives Wählerbündnis Eberswalde) regte an, dies zur Haushaltsdebatte 2016 im Ausschuß Bildung, Jugend und Sport mit im Fokus zu haben.
Rainer Pförtner, Sachgebietsleiter Jugend und Sport, informierte, daß die Ämter jetzt schon verwaltungsintern Ihren Bedarf für die Haushaltsplanung 2016 erarbeiten und anmelden.

Der Stadtverordnete Dietmar Ortel (CDU) befürwortete insbesondere die eigenständige Gestaltungsinitiative der Jugendlichen für Ihren Park und stimmte dem Vorschlag seines Kollegen Zinn zu, die Skater-Fläche weiter zu erschließen, zumal es bisher die einzige im Eberswalder Stadtgebiet ist. Im Rahmen des Programms »Soziale Stadt« stehen dafür aber bisher nur im sehr begrenzten Maße Fördermittel zur Verfügung.

Silke Leuschner, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes im Eberswalder Rathaus, informierte, daß jederzeit die Möglichkeit besteht, Projekt und Gestaltungsideen im Brandenburgischen Viertel zu entwickeln, zu koordinieren und letztendlich auch umzusetzen. Dazu wäre zu prüfen, inwieweit andere Fördermittel in Anspruch genommen werden können, insbesondere auch im Rahmen des Stadtumbau Ost.

Der Sprecherrat »Soziale Stadt« Brandenburgisches Viertel als beratendes Gremium zur Inanspruchnahme von Bund-Länder-Fördermitteln, wird über Johanna Johne, Quartiersmanagerin für das Brandenburgisches Viertel, koordiniert. Sie sicherte zeitnahe Informationen zu den Förderkriterien des Programms »Soziale Stadt« zu und bot ihre Hilfe beim Stellen der notwendigen Anträge an.

Carsten Zinn, ehemaliger Ortsvorsteher und Mitglied im städtischen Ausschuß für Bildung, Jugend und Sport, merkte an: »Für mich war es das bisher am besten verlaufende Gespräch zwischen den direkten Anwohnern, den Nutzern, Stadtverordneten und Vertretern der Stadtverwaltung seit Jahren.«

Der Stadtverordnete Dietmar Ortel (CDU) schlug vor, einen Grillabend auf der Freizeitfläche des Club am Wald mit den Anwohnern und Nutzern zu gestalten und durchzuführen. »Es geht nur miteinander und füreinander«, so Dietmar Ortel. Die Anwesenden stimmten dieser Idee erwartungsvoll zu. Quartiersmanagerin Johanna Johne sicherte finanzielle und organisatorische Hilfe zu. Der innovative und kulinarische Abend soll im Juni 2015 stattfinden.

cz/maxe - 2. April 2015

Ergänzung:

Auf Initiative von Dietmar Ortel gab es am 25. März ein weiteres Treffen vor Ort.

Jugendsozialarbeiter Thomas Lathan, der diensthabende Mitarbeiter zur sozialpädagogischen Betreuung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen im Jugendklub am Wald, stand den ehrenamtlichen kommunalpolitischen »Honorationen« zur unmittelbaren Beantwortung von Fragen die mit dem Funpark und dem Jugendklub zu tun haben, uneingeschränkt, sach- und fachkompetent zur Verfügung.

Daran nahmen vier Stadtverordnete teil:

  • Dietmar Ortel (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen
  • Dr. Ilona Pischel (DIE LINKE), Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Soziales und Integration
  • Victor Jede (DIE SPD), Stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen
  • Carsten Zinn (Alternatives Wählerbündnis Eberswalde)

Der Termin für das geplante lockere Treffen von Nutzern, Mitgliedern des Vereins »Young Rebels«, Anwohnern, Kommunalpolitikern und Vertretern der Stadtverwaltung wurde konkretisiert und in den Wonnemonat Mai vorgezogen. Die Teilnehmer des Treffens einigten sich auf Sonnabend, den 30. Mai, ab 14 Uhr.

Offizielle Einladungen werden zeitnah durch die Verantwortlichen im Rathaus und im Jugendklub am Wald auf den Weg gebracht.

Aus gut informierten Kreisen ist zu erfahren das die beiden Stadtverordneten Dietmar Ortel und Viktor Jede ihre unternehmenseigene »Portokasse« ein wenig entlasten werden, um u.a. dafür Sorge zu tragen, daß zum konstruktven, kreativen sowie generationsübergreifenden Bürgerdialog und der sich anschließenden FUNPark-Party eine mit Weit- und Durchsicht versehene FUN-Grillscheibe und Grillwurst gereicht werden kann, einschließlich der kostenlosen Bereitstellung von kinder- und jugendgemäßen Erfrischungsgetränken.

cz/maxe - 4./8. April 2015




Frühjahrsputz im Kiez am 28. März:
Aufräumen im Gemeinschaftsgarten und an der Prignitzer Straße

Auch im Brandenburgischen Viertel beteiligen sich Aktive am Eberswalder Frühjahrsputz „Sauberswalde“ am Sonnabend, dem 28. März 2015. Das teilte Alexander Leifels, Vorsitzender des Sprecherrates „Soziale Stadt“ und Mitarbeiter der städtischen Pressestelle, drei Tage vor dem Frühjahrsputztermin mit.
Der Runde Tisch "Willkommen in Eberswalde" und die örtliche Greenpeace-Gruppe werden im Gemeinschaftsgarten und im Wäldchen an der Prignitzer Straße aktiv.

Der Runde Tisch „Willkommen in Eberswalde“ möchte zusammen mit seinen Akteuren sowie mit Menschen mit Flüchtlingserfahrung und allen Interessierten im Brandenburgischen Viertel den Gemeinschaftsgarten auf Vordermann bringen. Eine gute Gelegenheit sowohl den Garten und als auch einander kennenzulernen.

„Die Idee im Runden Tisch ist, wöchentlich gemeinsam mit zugewanderten Mitmenschen zu gärtnern. Dafür bietet der Frühjahrsputz einen guten Auftakt“, so die Quartiersmanagerin im Brandenburgischen Viertel Johanna Johne, die ehrenamtlich beim Runden Tisch mitarbeitet.

Der Gemeinschaftsgarten befindet sich in der Schorfheidestraße am Wohnheim des Studentenwerkes.
Gearbeitet wird dort ab 10 Uhr. Zum Mittag wollen die Aktiven am Gemeinschaftsgarten auch grillen.

Die Greenpeace-Gruppe Eberswalde beteiligte sich schon in den Vorjahren am Frühjahrsputz in der Stadt.
Am kommenden Sonnabend wollen die Umweltaktivisten ab 9 Uhr Unrat aus dem Wäldchen an der Prignitzer Straße sammeln.

Maxe – 25. März 2015

Ergänzung

Wie der Stadtverordnete und ehemalige Ortsvorsteher Carsten Zinn (Alternative Liste Eberswalde) die Maxe-Redaktion informierte, werden an der Aufräumaktion im Gemeinschaftsgarten auch die ehrenamtlichen Vorsitzenden der städtischen Auschüsse Jugend, Bildung und Sport sowie Wirtschaft und Finanzen Lutz Landmann (DIE SPD-FRAKTION) und Dietmar Ortel (CDU-Fraktion) teilnehmen.

Carsten Zinn im Originalton: „SEIT an SEIT, HARKE an HARKE – ohne sich in der Sache zu beharken, werden die beiden aktiv am Frühjahrsputz 2015 im Brandenburgischen Viertel teilnehmen. Und das ist auch gut sooo!!! Das haben beide schriflich bzw. mündlich mir gegenüber avisiert. Das ist aktiv gelebte GROßE Koaltion im ALLGEMEINEN wie im BESONDEREN. Einfach SPITZE!!!.“

Maxe – 25. März 2015

Ergänzung 2

Leider mußte der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen Dietmar Ortel kurzfristig seine Teilnahme am Frühjahrsputz absagen. Aus personellen Gründen muß er am Sonnabend den Geschäftsbetrieb in seiner Ebeswalder Filiale selber sicherstellen. Er wünscht aber allen teilnehmern eine gelungene Veanstaltung und spricht seinen Dank für den ehrenamtlichen Einsatz aus.

Maxe – 27. März 2015




Transparenz für Fernwärme

Die städtische Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH Eberswalde (WHG) bezieht die Wärme für ihre fernbeheizten Wohnungen von der EWE. Die Kosten werden als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt, die keinerlei Einfluß auf die ausgehandelten Preise haben.

Sie haben jedoch das Recht auf Information zur Effizienz insbesondere in Vergleich zu Lösungen durch »Eigenversorgungen«. Allerdings tut sich die WHG damit schwer, ihren Mietern gegenüber die Wärmebezugspreise und die zugrundeliegenden Verträge und Kalkulationen offenzulegen. Mehrere Mieter in Finow-Ost und im Brandenburgischen Viertel hatten sich ausgetauscht und festgestellt, daß ihre Fernwärmepreise pro Megawattstunde zwischen 90 und 130 Euro differieren.

Alle Versuche, hinter die Ursachen der erheblichen Differenzen zu kommen, haben die Verantwortlichen der WHG, bis zum Bürgermeister, der die Stadt in der Gesellschafterversammlung vertritt und in Personalunion auch Aufsichtsratsvorsitzender ist, bisher abgeblockt. Unter Federführung der Fraktion DIE SPD, unterstützt vom Alternativen Wählerbündnis Eberswalde, wird derzeit an einer Beschlußvorlage für die Stadtverordnetenversammlung gearbeitet, um den Bürgermeister als Vertreter in der Gesellschafterversammlung mit der Einholung entsprechender Informationen über die Wärmelieferungsverträge zu beauftragen.

»Im Sinne der Förderung der Akzeptanz der ökologisch günstigen Nutzung von Fernwärme einerseits und dem Anspruch der Mieter auf eine effiziente Versorgung mit Wärme andererseits muß die Stadtverwaltung als Gesellschafter für ausreichende Informationen ihrer Gesellschaft gegenüber den Mietern Sorge tragen«, heißt es in der Begründung. Damit fördere sie auch »die Meinungsbildung der Mieter zur weiteren positiven Entwicklung in der Nutzung der ökologisch günstigen Fernwärme«.

Erfragt werden sollen insbesondere die Zahl der angenommenen Vollbenutzungsstunden, die bestellte Anschlußleistung, die Vertragsleistung, die vereinbarten Anschlußleistungen bei Extremsituationen sowie die Inhalte der Preisgleitklauseln. Außerdem sollen die Auswirkungen der Vertragsgestaltung mit dem Wärmelieferanten EWE auf die Preisbestimmung der Wärmelieferungen zwischen WHG und Mietern erläutert werden.

Falls die Wärmeversorgung über eine »Eigenversorgung der Blöcke« gegenüber der Fernwärmeversorgung wesentliche Vorteile für den Mieter bringen könnte, sollen in einem zweiten Schritt entsprechende Vollkostennachweise gegenüber alternativen Investitionen geführt und Vorschläge durch die WHG ausgearbeitet werden. Der Bürgermeister soll die Stadtverordneten und den Ausschuß für Energiewirtschaft bis zum 30. Juni 2015 über das Ergebnis informieren, heißt es im Beschlußentwurf.

Derzeit bemühen sich die Initiatoren, weitere Fraktionen als Miteinreicher ins Boot zu holen.

(aus "Barnimer Bürgerpost" 3/2015, 3. März 2015)




Warum verweigert der Bürgermeister die Diskussion?
Die stadteigene Wohnungsgesellschaft will zwei Wohnungsblöcke in der Potsdamer Allee abreißen lassen, unweit des Heidewald-Einkaufszentrums.

In einem anonymen Online-Kommentar zu dem MOZ-Beitrag »Klares Nein zum Abriß-Stopp« heißt es, die Stadt brauche bezahlbare Wohnungen, »die aber den heutigen Standards angeglichen werden müssen« .

Es ist richtig, viele Menschen in unserer Stadt sind auf solche für sie bezahlbaren Wohnungen angewiesen.
Die Wohnungen, die in der Potsdamer Alle 45 bis 59 nach dem Willen der WHG abgerissen werden sollen, haben hinsichtlich ihres Komforts durchaus »den heutigen Standard« . Allerdings haperte es in den letzten 20 Jahren ein bißchen mit der Instandhaltung, so daß die betroffenen Wohnblocks zumindest teilweise, wie die Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner sagt, in »einem miserablen Zustand« sind.
Allerdings sind, wie WHG-Geschäftsführer Adam mitteilte, erst vor einigen Jahren mehr als 460.000 Euro in die Erneuerung der Elektro- und Wasserleitungen in den beiden Blöcken gesteckt worden. In ihrer Geschäftspolitik setzt die WHG mindestens seit den späten 90er Jahren den Schwerpunkt auf die Sanierung der Altbausubstanz in Alt-Eberswalde und bedient dabei eher das hochpreisige Mietsegment.

Ob diejenigen, die mutwillig vorhandene Wertsubstanz an Wohnungen (mittels Fördermittel) zerstören, damit sie an anderer Stelle (mit Fördermitteln) neue Wohnungen bauen können, Weitblick besitzen, wie der Anonymos vermutet, will ich zumindest bezweifeln. Da spielt vielleicht eher der Nahblick aufs schnelle (eigene) Geld eine Rolle. Ein Umbau der Plattenbauten wie in Schwedt, darauf verweist der Anonymos, scheiterte bei uns in Eberswalde übrigens daran, das DAFÜR keine Fördermittel zur Verfügung standen.

Die Wohnungsgenossenschaft bekam für ihr Umbau-Projekt in der Lübbenauer Straße, wo barrierefreie Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten entstehen sollten, keine ILB-Förderung. Zur gleichen Zeit faßte die WHG ILB-Fördermittel für ihre »Michaelisgärten« ab, wo alles andere als Sozialwohnungen entstehen (BBP 3/2014). »Leerstand kostet Geld«, heißt es in dem anonymen Online-Kommentar, »und aus betriebswirtschaftlichen Gründen wird gerade im Brandenburgischen Viertel zurückgebaut«.

Da sind zwei Aussagen miteinander verknüpft, die eigentlich nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Sicherlich liegt auf der Hand, daß eine Wohnung – ob bewohnt oder leer – ein gewisses Maß an Grundkosten verursacht. Die fixen Betriebskosten kann man durch verschiedene Maßnahmen – die Wohnungsgenossenschaft praktiziert da neuerdings einiges – einschränken. Die kreditfinanzierten Baukosten – bei unsanierten Plattenbauten sind das im wesentlichen die sogenannten »Altschulden« – lassen sich hingegen kaum minimieren. Diese Kosten bleiben auch, wenn die Wohnung abgerissen wird. Und dann ohne Chance, jemals wieder durch eine Vermietung dieser Wohnung bedient zu werden.

Die Zeiten, daß bei Abriß auch die »Altschulden« vom Staat übernommen wurden, sind längst vorbei. Sofern für die Wohnblocks in der Potsdamer Allee 45 bis 59 noch Verbindlichkeiten in den Büchern der WHG stehen, werden diese dort auch nach einem Abriß zu finden sein. Von den Leerstandskosten kann die WHG die fixen Betriebskosten einsparen. Die Finanzierungskosten hingegen müssen von der WHG weiterhin bedient werden.

Wie hoch die Leerstandskosten tatsächlich sind und welcher Anteil davon Finanzierungskosten sind, bleibt freilich das Geschäftsgeheimnis der WHG, die ja die ganze Zeit nicht einmal sagen wollte, welche Wohnblöcke konkret auf ihrer Abrißliste stehen.

Dazu, warum »aus betriebswirtschaftlichen Gründen gerade im Brandenburgischen Viertel zurückgebaut« werden soll, fehlt jede Aussage. Leerstand, der Geld kostet, gibt es auch in anderen Stadtteilen. In Stadtmitte, wie man hört, sogar mehr als im Brandenburgischen Viertel. Möglicherweise hat es mit der oben erwähnten Geschäftspolitik der WHG zu tun, daß sie »gerade« im Brandenburgischen Viertel abreißen will.

Andere Wohnungsgesellschaften, die zum Teil in Eberswalde nur im Brandenburgischen Viertel als Wohnungseigentümer aktiv sind, weigern sich, ihr Eigentum an Wohnungen der Abrißbirne preiszugeben. Entgegen den gängigen Demographieparolen schafften die es sogar, den Leerstand in ihrem Wohnungsbestand auf rund 5 Prozent zu drücken. Dabei steht in deren Gesellschaftervertrag ganz gewiß nichts von sozialverträglichem Wohnen als Ziel. Nimmt man diese Fakten, dann gibt es offenbar überhaupt gar keinen betriebswirtschaftlichen Grund, Wohnungen »gerade« im Brandenburgischen Viertel abzureißen. Da stellt sich die Frage, warum dem Bürgermeister soviel daran liegt, nicht »wochenlang darüber zu diskutieren, ob zwei Wohnblöcke abgerissen werden sollen oder nicht«.

Gerd Markmann – 7. März 2015

siehe auch: "Städtebaulicher Unsinn"




Städtebaulicher Unsinn

Zum geplanten Abriß zweier Wohnblöcke unweit des Heidewald-Einkaufszentrums

Eberswalde (bbp). Die städtische Wohnungsgesellschaft (WGH) hatte im Dezember verkündet, daß sie zwei Wohnblöcke im Brandenburgischen Viertel abreißen will. Zugleich sollen die Mieten in den Wohnungen der WHG steigen. Welche Wohnungen genau abgerissen werden sollen, unterlag der Geheimhaltung. Inzwischen wurden die betroffenen Bewohner zu der angekündigten Informationsveranstaltung eingeladen.

Sie findet am Donnerstag, den 5. Februar,
um 17 Uhr im Bürgerzentrum im Brandenburgischen Viertel (Schorfheidestraße 13) statt.


Vom Abriß betroffen sind nach bislang vorliegenden Informationen die Potsdamer Allee 45 bis 59. Entsprechend dem 2009 beschlossenen Integrierten Programmübergreifenden Stadtteilentwicklungskonzept (IPStEK) sollte es hier keinen Abriß geben. Während in der übrigen Stadt bei Bebauungsplänen regelmäßig auf eine möglichst durchgehende „Blockrandbebauung“ geachtet wird, scheint so eine Anforderung städtebaulicher Gestaltung im Brandenburgischen Viertel keinerlei Rolle zu spielen.

Werden die Abrißpläne realisiert, bliebe der Wohnblock in der Finsterwalder Straße separat in der Landschaft stehen. Man muß wohl kein ausgebildeter Stadtplaner sein, um den groben städtebaulichen Unsinn erkennen zu können. Statt „Lückenschluß“ heißt die Devise hier „Lückenbildung“. Vom avisierten Abriß sind viele ältere und langjährige Mieter der WHG betroffen. Einige sind bereits mehrfach innerhalb des Brandenburgischen Viertels umgezogen. Vom damaligen WHG-Geschäftsführer Rainer Wiegand hatten sie die Zusage erhalten, nicht noch einmal umziehen zu müssen. So manche haben sich so eingerichtet, daß sie hier ihren Lebensabend verbringen können. Die Aussage des jetzigen WHG-Geschäftsführers Hans-Jürgen Adam, »niemand muß Angst haben, daß er einfach so aus seiner Wohnung herausgeworfen wird«, nimmt so mancher als Verhöhnung wahr.

(aus "Barnimer Bürgerpost" 2/2015 vom 3. Februar 2015. Mit freundlicher Genehmigung)




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