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Der Rückbau von öffentlichen Kfz-Stellplätzen geht weiter. Hier werden im westlichen Bereich der Flämingstraße beidseitig die Parkflächen entfernt. An deren Stelle entstehen flache Mulden, in denen das Regenwasser versickern soll. Dem Anschein nach sind hier auch nach dem Rückbau noch genügend freie Stellplätze verfügbar. Inwieweit diese gegebenenfalls für Bewohner der Havelland- oder Schwärzeseestraße benötigt werden, falls dort einkommensstärkere Familien mit Auto einziehen, ist nicht bekannt. Siehe auch: hier.

Den Monatsplan Juli der Begegnungsstätte »Silberwald« (Spreewaldstr. 1) gibt es hier (PDF 1,6 Mb).


Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.

Die Kfz-Stellplätze in der Gubener Straße, die demnächst entsiegelt und begrünt werden sollen, sind links unten im Luftbild zu sehen. Weitere Stellflächen, die laut Stadtverwaltung nicht mehr benötigt werden, sollen entlang der Straßen Zum Schwärzesee und Flämingstraße zurückgebaut werden.
Weitere 30 Stellplätze entlang der Lausitzer Straße sollen im Rahmen der sogenannten Radwege-»Südroute« entfallen. Zugleich soll der alte Gehweg auf der Waldseite der Lausitzerstraße zurückgebaut werden. Anzunehmen ist, daß das einmal zu den Bauarbeiten ausgesprochene Parkverbot auch nach der Umwandlung des Gehweges in Versickerungsmulden danach dauerhaft bestehen bleibt. Nach dem bewährten Motto der »Bürgerbeteiligung«, daß sich die Betroffenen dann ja schonmal an die neue Situation gewöhnt haben.

Klimaanpassung und Entsiegelung im Kiez:
»Entwicklungen mitdenken«

Parkmöglichkeiten müssen auch in der Zukunft ausreichen

Zur geplanten Entsiegelung im Brandenburgischen Viertel gibt der Stadtverordnete Martin Hoeck (FDP), der selbst im Viertel wohnt, folgende ergänzende Stellungnahme ab:

Die angekündigten Maßnahmen zur Entsiegelung und Klimaanpassung im Brandenburgischen Viertel sind ein wichtiger Schritt hin zu mehr Lebensqualität und einem zukunftsfähigen Stadtquartier. Insbesondere die Reduzierung von Hitzeinseln sowie die Verbesserung der Regenwasserversickerung sind angesichts zunehmender Extremwetterereignisse sinnvoll und notwendig.

Gleichzeitig ist eine ausgewogene Planung im Hinblick auf die Parkplatzsituation notwendig. Während aktuell ein Großteil der vorhandenen Stellplätze in der Gubener Straße nur gering ausgelastet ist, könnte sich der Bedarf in naher Zukunft deutlich verändern.

Die Entsiegelung und Begrünung des Quartiers unterstütze ich ausdrücklich. Wir müssen unsere Stadt klimaresilient gestalten. Gleichzeitig sollten wir die Entwicklungen im Umfeld mitdenken.

Durch das geplante Projekt Südroute werden in der Lausitzer Straße zahlreiche Parkplätze wegfallen, deren Bedarf sich unter anderem in die Gubener Straße verlagern wird. Hier ist es aus meiner Sicht wichtig, ausreichend Puffer einzuplanen, um künftige Nutzungskonflikte zu vermeiden.

Nach derzeitigen Planungen sollen rund 70 Prozent der Stellplätze in der Gubener Straße entfallen. Angesichts des wachsenden Quartiers und der absehbaren Verlagerung von Parkdruck rege ich an, die Reduzierung moderater zu gestalten.

Eine Reduzierung um etwa 50 Prozent könnte ein sinnvoller Kompromiß sein: Mehr Grün und bessere Aufenthaltsqualität einerseits, aber weiterhin ausreichend Parkmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner andererseits. So vermeiden wir, daß durch gut gemeinte Maßnahmen neue Probleme entstehen.

Martin Hoeck – 23. April 2026

Siehe auch:
Kfz-Stellplätze zu Grünflächen
Ein »richtiger Radweg«
Entwurfsplanung für Radweg-Südroute beschlossen: »Bullshit«
Gehwege und Regenrückhaltung
Lausitzer Straße: Gehwege werden zurückgebaut




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