Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel
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An jedem Mittwoch, gibt es auf dem Wochenmarkt im Brandenburgischen Viertel eine neue »Helle Stunde mit Kultur«. Wer am aktuell auf dem Potsdamer Platz zu Gast sein wird, gibt der Veranstalter einige Tage vorher bekannt. Los geht es am Mittwoch immer um 11 Uhr am Vormittag auf dem Potsdamer Platz.

2. KUNSTspaziergang im Kiez am Sonntag, 25.9., 11 Uhr mit der Künstlerin Gudrun Sailer. Treffpunkt: Galerie Fenster (Freizeitschiff der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG, Prignitzer Str. 50)... mehr.

Am Donnerstag, dem 29.9., kommt in der »Dialogbox« der Genossenschaft 1893 eG der neu konstituierte Sprecherrat zusammen.


»Helle Stunde« am 21. September. Dabei war auch das Wetterteam vom RBB-Fernsehen mit Joanna Jambor, das Aufnahmen für den abendlichen Wetterbericht machte.

Am Montag, dem 3.10., heißt es ab 11 Uhr Hippie-Groove-Jazz mit »Slowboy«. Der 5. KUNSTfrühschoppen in der WERFT/Galerie Fenster (Freizeitschiff, Prignitzer Str. 5) findet im Rahmen von »Jazz in den Kneipen« statt.

Livestream der aktuellen Stadtverordnetenversammlung.


Der hölzene Kater ist der Namensgeber für die Kindertagesstätte »Gestiefelter Kater« in der Schorfheidestraße.

Kita »Gestiefelter Kater« und Kreiswerke Barnim:
Künftige Partnerschaft besprochen

maxe. Am 20. September gab es ein »sehr angenehmes« Gespräch zwischen der Leiterin der Kita »Gestiefelter Kater« Dörthe Schmidt und dem Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim GmbH Christian Mehnert statt. Wie der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Kiez Carsten Zinn mitteilte, ging es in dem Gespräch um eine künftige Kooperation zwischen Kita und Kreiswerken.

Zinn hatte zuvor die Kater-Kita bei der Kontaktaufnahme mit dem Kreiswerke-Chef unterstützt. Kitaleiterin Dörthe Schmidt geht nun davon aus, daß eine »gelingende Zusammenarbeit« mit den Kreiswerken geplant werden und dann im Jahr 2023 auch umgesetzt werden kann.

(25. September 2022)


Kita »Gestiefelter Kater« · Schorfheidestraße 11 · 16227 Eberswalde
Tel: 03334 32092 · eMail:




Im Frühjahr 2021 hatte Gudrun Sailer ihre Figuren im Eingangsflur in der Havellandstraße angebracht. Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG hatte diesen Wohnblock als ersten im Rahmen ihres Projekts »Brand Vier« saniert. Die Künstleragentur Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen begleitet dieses Projekt »Kunst am Bau«. 2. KUNSTspaziergang

maxe. Zum 2. KUNSTspaziergang im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde unter der Leitung der Künstlerin Gudrun Sailer laden wir am Sonntag, dem 25. September, ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr die Galerie Fenster in der Prignitzer Straße 50.

Gudrun Sailer gehört zu vier Künstlern, die sich der Herausforderung gestellt haben, neu geschaffene Eingangsbereiche in den frisch sanierten Neubaublöcken im Brandenburgischen Viertel künstlerisch zu gestalten. Beim Rundgang sind die bislang realisierten Arbeiten von Ina Abuschenko-Matwejewa, DAG und Gudrun Sailer zu sehen.

Das Brandenburgische Viertel wurde in vier Bauabschnitten von 1977 bis 1989 gebaut und hieß bis 1993 »Max-Reimann-Viertel«. Der KUNStspaziergang führt nicht nur zu den neuen Arbeiten in der Cottbuser Straße, sondern auch zu Arbeiten aus der Entstehungszeit des Viertels, u.a. zur »Schwebenden Pracht«, einer Bronze von Axel Schulz und zur »Hockenden«, einer Bronze von Herbert Burschik.

Zudem besteht am Ende der Führung die Möglichkeit, die aktuelle Ausstellung in der Galerie Fenster zu besichtigen.

Udo Muszynski – 21. September 2021

Siehe auch:
»Hauswächter und gute Hausgeister«




Die bisherigen Quartiersmanagerinnen: In der Mitte die (interne) städtische Mitarbeiterin Katharina Brunnert mit den beiden externen Quartiersmanagerinnen Julia Hantke (links) und Julia Klemm (rechts). Welche Mitarbeiterinnen der S.T.E.R.N. GmbH künftig in Eberswalde wirken werden, wird nach der am 22. September vorgesehenen Vergabeentscheidung des Eberswalder Hauptausschusses bekanntgegeben.

Neuvergabe des externen Quartiersmanagements:
S.T.E.R.N. soll bleiben

Das externe Quartiersmanagement im Brandenburgischen Viertel soll weiter durch die S.T.E.R.N Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung mbH betrieben werden. Dies sieht eine Beschlußvorlage vor, über die am 22. September der Hauptausschuß der Stadt Eberswalde entscheiden soll. Hierbei geht es um den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2024 mit einer Option einer jährlichen Verlängerung bis Ende 2026.

Die S.T.E.R.N. GmbH betreibt bereits seit mehreren Jahren das externe Quartiersmanagement im Brandenburgischen Viertel und ist mit zwei Mitarbeiterinnen jeweils an zwei Tagen je Woche im Viertel präsent oder im Berliner Homeoffice erreichbar. Für die tägliche Erreichbarkeit sorgt die (interne) städtische Quartiersmanagerin Katharina Brunnert.

»Mit Hilfe des Quartiersmanagements werden Bürgerinnen und Bürger sowie Träger zunehmend aktiviert und in die Belange des Viertels eingebunden«, heißt es in der Begründung zu dem Vergabevorschlag. Dies trage »zu einer positiven Entwicklung und Imagebildung bei«. Vielfältige Aufgaben und Herausforderungen sowie eine »heterogene Akteurslandschaft mit verschiedenen Schwerpunkten« verlangen vom Quartiersmanagement »ein hohes Maß an Koordinierungs- aber auch Initiierungs- und Umsetzungsaufgaben«, wofür »ein personell hinreichend abgesichertes Quartiersmanagement Grundvoraussetzung« sei. Daher soll das durch die Stadt getragene interne Quartiersmanagement durch ein externes Quartiersmanagement erweitert, unterstützt und mit der Arbeit vor Ort beauftragt werden.

Die Etablierung eines Quartiersmanagements ist ein zentraler Punkt bei der Förderung und Umsetzung im Rahmen des Programms »Sozialer Zusammenhalt« sowie in der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Eberswalde, dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG. Durch die Bindung eines externen Quartiersmanagements gibt es eine weitere wichtige Anlaufstelle im Quartier. Darüber hinaus kann eine gute Strukturierung des komplexen Auftrages erfolgen, wobei der Fokus des externen Quartiersmanagements auf dem Programm »Sozialer Zusammenhalt« liegt.

Neben der Organisation und Begleitung der Förderfonds und der Beteiligungsprozesse, wie dem Sprecherrat und verschiedener Arbeitsgruppen, sowie der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit erfolgt gemeinsam mit dem städtischen Quartiersmanagement die Quartiersarbeit. »Dabei liegt das Hauptaugenmerk des externen Quartiersmanagements stets auf der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung des Außen- und Innenimages.«

Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung hatten zwei Unternehmen ein Angebot abgegeben. Allerdings wurde das zweite Angebot ausgeschlossen, weil ein Kostenangebot für den gesamten Leistungszeitraum fehlte. Somit gab »die Firma S.T.E.R.N. GmbH das wirtschaftlichste Angebot ab«.

Die jährlichen Kosten für das externe Quartiersmanagement betragen knapp 102.000 Euro, die zu jeweils einem Drittel vom Bund und vom Land gefördert werden. Etwa 34.000 Euro pro Jahr werden direkt aus städtischen Haushaltsmitteln finanziert. Für 2022 werden anteilige Kosten für drei Monate fällig. Der städtische Eigenanteil liegt hier bei 8.500 Euro.

Ronald Schild – 20. September 2022

Siehe auch:
»Ein starkes Team«
Beschlußvorlage zur Vergabe




Oben sehen Sie den aktuellen Zustand des von den neuen Investoren für ihre Pläne in Anspruch genommenen Areals. Unten sind die visualisierten Vorstellungen der Projektentwickler für das EKZ »Heidewald« und das »Specht«-Grundstück zu sehen. Leider werden nach der vorliegenden Grobplanung für die Neugestaltung der Fläche zwischen dem EKZ und der Sporthalle »Heidewald« alle vorhandenen Bäume weichen müssen. Hier sollten seitens die städtischen Gremien ihren Einfluß geltend machen, um das vorhandene Grün möglichst zu erhalten.

»Heidewald« und »Specht«:
Neue Pläne für den Kiez

maxe. Im vergangenen Jahr wurde vermeldet, daß sowohl die »Specht«-Ruine als auch das Einkaufszentrum »Heidewald« mit dem türkischstämmigen Geschäftsmann Sahin Sanli einen neuen Eigentümer haben. In der Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt (ASWU) stellte sich nun als Projektträger für die beiden Objekte »Specht« und »Heidewald« die Bechtolsheim Real Estate vor, die beide Immobilien von dem Berliner Geschäftsmann Sahin Sanli erworben hat. Sanli war selbst erst vor kurzem neuer Eigentümer der Grundstücke geworden. Ende 2020 hatte er die »Specht«-Ruine und im Herbst 2021 den »Heidewald« erworben. Für die Projekte in Eberswalde gründete Sahin Sanli die Projekt Specht Eberswalde GmbH und die Projekt HDW Eberswalde GmbH. Daneben gehören zu der als Muttergesellschaft fungierenden LIRIK Real Estate GmbH Sanlis noch mehrere andere Projektgesellschaften.

Zunächst war die Entwicklung von »Specht« und »Heidewald« als Kooperationsprojekt geplant, bevor die Entscheidung zur vollständigen Übernahme der beiden Projektgesellschaften durch die Bechtolsheim Real Estate fiel.

Bei dem neuen Neu-Eigentümer handelt es sich um ein inhabergeführtes Immobilienunternehmen der Brüder Philipp und Matthias von Bechtolsheim. Die Gesellschaft investiert seit über 20 Jahren BRD-weit »in Entwicklungsprojekte in diversen Bereichen«, erfuhren die Ausschußmitglieder.

In einer Präsentation wurden Bilder mit den Vorstellungen der Projektentwickler gezeigt. Demnach soll das Dach vom EKZ »Heidewald« mit Photovoltaikanlagen bestückt werden. Auf dem derzeitigen Parkplatz sollen neben der Heidewald-Sporthalle zwei siebengeschossige Wohnhäuser entstehen, die über Laubengänge mit dem EKZ verbunden werden. Auch das »Specht«-Grundstück ist für eine Wohnbebauung vorgesehen, U-förmig und ebenfalls mit sieben Geschossen. Insgesamt dürften etwa 150 neue Wohnungen geplant sein, die dem Kiez etwa 400 bis 500 neue Bewohner bescheren.

Bei den dargestellten Planungen handelt es sich sicherlich zunächst um sehr grobe Überlegungen, die später zu konkretisiern sind. Die Präsentation kann von der Internetseite des Sitzungsdienstes der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung als PDF heruntergeladen werden.

Wenn infolge von Sanierung und Neubau wieder mehr Menschen im Brandenburgischen Viertel wohnen, wird es für die Stadt Eberswalde wichtig sein, auch mit der Entwicklung der Infrastruktur Schritt zu halten. Sofern nicht ausschließlich Seniorenwohnen angestrebt wird, sondern auch junge Familien angelockt werden, ist beispielsweise die entsprechende Bereitstellung von Kita- und Schulplätzen notwendig. Da bereits jetzt die Schwärzeseeschule aus allen Nähten platzt, sollte darüber nachgedacht werden, den geplanten Oberschulneubau von dem ungünstigen Standort in der Nähe der 380-kV-Hochspannungsleitung in den Kiez zu holen und dies zugleich mit einer Erweiterung des Grundschulangebotes zu verbinden.

(14. September 2022, Foto-Update am 16. September 2022, letzte Änderung: 25. September 2022)

Siehe auch:
»Heißer Herbst« im Kiez?
Ortsteil ohne Lebensmittelmarkt?
Hoffnung im »Sozialen Brennpunkt«
»Specht« hat neuen Eigentümer
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik




Moussa Coulibaly und Johannes Lauer sind am 7. September um Elf zur »Hellen Stunde mit Kultur« zu Gast auf dem Wochenmarkt auf dem Potsdamer Platz. Moussa Coulibaly und Johannes Lauer am 7. September um Elf zur »Hellen Stunde mit Kultur« auf dem Wochenmarkt auf dem Potsdamer Platz. Kultur im Kiez

HELLE STUNDE, NEUBAUVIERTELFILME und SELTENE FRÜCHTE

Ein absehbar ziemlich feines Konzert hält die 32. »Helle Stunde mit Kultur« am Mittwoch, dem 7. September, bereit. Wir begrüßen das Duo Senimile mit Moussa Coulibaly und Johannes Lauer, die als Musiker seit zehn Jahren zusammenarbeiten.

Moussa Coulibaly ist Griot-Musiker, aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Burkina Faso. Er spielt eine Vielzahl von Perkussions- und Saiteninstrumenten, singt, dichtet und komponiert.
Johannes Lauer ist Posaunist und Komponist. Sein vielfältiges Wirken erstreckt sich auf Klassik bis Avantgarde, Traditional und Modern Jazz sowie Folklore aus Europa und Südamerika.

»Moussa Coulibaly verzaubert mit fliegender Eleganz an den Saiten der Ngoni und auf dem Balaphon. Er erzählt mit seiner herrlich schrillen Stimme die Geschichten der in Westafrika hoch angesehenen Griots von Liebe und Leid und der Kraft der dörflichen Gemeinschaften. Lauer spielt auf der Posaune, zart, einfühlsam, den bewundernden Kommentar, das Grummeln und Brummeln der afrikanischen Zuhörer. Ein Dialog auf gleicher Augenhöhe. Kein ethno-verklärtes Africa light, sondern musikalische Gespräche, in denen beide authentisch bleiben.« (Wolfram Frommelt, SZ 16.11.18)

Los geht es um 11 Uhr am Vormittag auf dem Wochenmarkt im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde.

Am Donnerstag, 8. September, gibt es dann in der Galerie Fenster einen weiteren »Neubauviertelfilm« zu schauen. Um 19 Uhr zeigen wir mit „Insel der Schwäne“ eine Defa Produktion aus dem Jahr 1983 in der Regie von Herrmann Zschoche. Der Film entstand als Adaption von Ulrich Plenzdorf nach dem gleichnamigen Kinder- und Jugendbuch von Benno Pludra. Der vierzehnjährige Stefan Kolbe zieht mit Mutter und Schwester aus einem idyllischen Dorf in das Neubaugebiet Berlin-Marzahn, wo sein Vater Bauarbeiter ist. Er muß sich in einer völlig neuen Umgebung und unter fremden Menschen zurechtfinden.

Unsere Galerie hat am Donnerstag wie immer bereits ab 17 Uhr geöffnet. Zeit also, um sich »Seltene Früchte« anzuschauen. Unsere 11. Ausstellung präsentiert Plastik und Malerei von Gudrun Sailer. Prignitzer Straße 50 im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde.

Udo Muszynski – 6. September 2022

Vorausblick: Helle Stunde mit Kultur XXXII am Mittwoch, 14. September 2022, 11 Uhr auf dem Potsdamer Platz im Brandenburgischen Viertel Eberswalde mit dem Saxophontrio Les Connaisseurs Rainer Hanke (as) – Achim Kleiner (bars) – Gert Anklam (ss). Eintritt frei.

Siehe auch:
22 Mal »Helle Stunde mit Kultur«


Udo Muszynski · Konzerte + Veranstaltungen · Prignitzer Straße 48 · 16227 Eberswalde
Tel: 0177 3076684 · eMail: · internet: www.mescal.de




Im Brandenburgischen Viertel leben viele Menschen mit geringem Einkommen, die für ihre Kinder einen Ferienzuschuß beantragen können. Ferienzuschüsse für Familien

Anträge für Herbstferien jetzt stellen

maxe. Der im Brandenburgischen Viertel wohnende fraktionslose Stadtverordnete Carsten Zinn macht darauf aufmerksam, daß Familien mit geringem Einkommen für ihren Urlaub durch das Brandenburger Familienministerium unterstützt werden. Für die Ferienzuschüsse stehen in diesem Jahr 370.000 Euro aus dem Landeshaushalt zur Verfügung.

Bis Ende August wurden bereits über 1.020 Anträge bewilligt, hat Zinn in Erfahrung gebracht. Im Durschnitt wurden rund 300 Euro pro Familie ausgezahlt.

Da die Antragsfrist sechs Wochen vor Reisebeginn ist, sollten Anträge für Urlaube in den Herbstferien (24.10.-05.11.22) jetzt gestellt werden. Darauf weist das Ministerium hin.

»Ein gemeinsamer Urlaub ist wesentlicher Bestandteil des Familienlebens«, sagt Familienministerin Ursula Nonnemacher. Er fördere den Zusammenhalt und eröffne neue Perspektiven. »Viele Familien in Brandenburg«, so Nonnemacher, »könnten sich ohne Unterstützung keinen Urlaub leisten. Das betrifft vor allem Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Gerade für Kinder ist das Verreisen in den Ferien etwas ganz Besonderes. Die gemeinsamen Erlebnisse mit der Familie stärken sie und verstärken die Bindung in der Familie. Ferienzeit ist Familienzeit – das unterstützen wir.«

Die Ferienzuschüsse betragen zehn Euro pro Übernachtung für jedes mitreisende Familienmitglied und werden einmal jährlich gewährt. Gefördert werden Familienferienreisen in Quartiere, die als Beherbergungsbetriebe beziehungsweise Ferienunterkünfte betrieben werden. Weiterhin sind Familienreisen mit gemieteten Wohnwagen bzw. Wohnmobilen sowie auf Zeltplätzen förderfähig.

Ferienzuschüsse können Familien in Anspruch nehmen, die in Brandenburg wohnen und nur über ein geringes Einkommen verfügen. Der Zuschuß soll für mindestens zwei und höchstens 13 Übernachtungen gewährt werden und muß mindestens sechs Wochen vor Reiseantritt beantragt werden. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.

Alle Informationen zu den Förderbedingungen sowie die Antragsformulare gibt es beim Landesamt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg, Dezernat 53, Lipezker Straße 45, 03048 Cottbus, Telefon: 0355 2893-853 oder im Internet.

(4. September 2022)




Das Brandenburgische Viertel: Spitzenpolitiker des Landes geben sich die Klinke in die Hand. Am 22. August besuchten Ministerpräsident Dietmar Woidke sowie der Bauminister Guido Beermann den Kiez.

Wohnungsgenossenschaft 1893 eG lud ein zum:
»Walk & Talk« im Kiez

Stadtverwaltung zieht positive Bilanz

Gemäß der im Jahr 2020 abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, der Stadt Eberswalde sowie der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG fließen innerhalb von fünf Jahren rund 57 Millionen Euro Fördermittel in das Brandenburgische Viertel. Davon stammen rund 52 Millionen aus der Wohnraumförderung und fünf Millionen aus der Städtebauförderung. Die Planung und Durchführung der letzteren koordiniert dabei die Stadt Eberswalde. Mit diesen Bundes- und Landesmitteln sowie dem kommunalen Eigenanteil werden zahlreiche Projekte zur Aufwertung des Viertels umgesetzt.

Am Montag, dem 22. August 2022, besuchten gleich zwei brandenburgische Spitzenpolitiker das Quartier: Neben Ministerpräsident Dietmar Woidke war auch der Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Guido Beermann, zu Besuch im Brandenburgischen Viertel. Während der Ministerpräsident sich einen Eindruck von der Kita »Kleeblatt« verschaffte, zog später am Tag Herr Beermann im Rahmen eines »Walk & Talk« getauften Stadtrundgangs und in Anwesenheit von Bürgermeister Götz Herrmann, der ersten Beigeordneten und Baudezernentin Anne Fellner sowie dem Vorstand der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG Volker Klich und Guido Niehaus, eine positive Bilanz zur Umsetzung der Quartiersentwicklung.

»Heute haben wir Halbzeitbilanz unserer Kooperationsvereinbarung gezogen. Wir hatten 2020 vereinbart, gemeinsam mit der Stadt und dem Wohnungsunternehmen das Brandenburgische Viertel als lebenswerten Stadtteil zu stärken und seine Attraktivität zu steigern. Da sind wir auf einem guten Weg. (…) Im Rahmen unserer Kooperationsvereinbarung wollen wir generationsgerechten und bezahlbaren Wohnraum erhalten und gleichzeitig in die soziale Infrastruktur und den öffentlichen Raum investieren. Der integrierte Ansatz der Stadt Eberswalde in Zusammenarbeit mit der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG zur Qualifizierung des Brandenburgischen Viertels zeigt, wie Stadtentwicklung konstruktiv und miteinander gestaltet werden kann«, so der Minister.

Auch Bürgermeister Götz Herrmann freute sich über den Besuch des Ministers und lobte die Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren. »Für uns als Stadt war es wichtig, auch in einem Stadtteil wie dem Brandenburgischen Viertel, das vor allem für preiswerten Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten steht und die Hauptlast der Integration von geflüchteten Menschen trägt, ein positives Zeichen für die Einwohnerinnen und Einwohner zu setzen. Wir haben uns sehr über das Angebot des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) gefreut, eine Kooperationsvereinbarung zwischen MIL, der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG und der Stadt Eberswalde abzuschließen. Die Städtebaufördermittel aus der Kooperationsvereinbarung fließen in die soziale Infrastruktur, in das Quartiersmanagement, soziale Projekte und Klimaanpassungsmaßnahmen. Ein Highlight ist der Neubau des Horts an Kyritzer Straße 17, der Ende 2022 in Betrieb gehen soll.«

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde - 24. August 2022

Siehe auch:
Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung zum Stadtrundgang »Walk & Talk« der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG




Neue Sozialarbeiterin im Kiez

maxe. Wenke Brendel ist seit dem 1. Juni 2022 im Brandenburgischen Viertel für die Stiftung SPI als Sozialarbeiterin tätig. Die SPI hat ihren Sitz im Bürgerzentrum in der Schorfheidestr.13.

Am 14. Juli stellte sie sich im Kiez-Sprecherrat vor, der sich an diesem Tag in der neuen Senioren-Begegnungsstätte »Silberwald« in der Spreewaldstraße 1 traf. Derzeit macht sie sich mit ihrem Wirkungsbereich vertraut, der vorwiegend den Potsdamer Platz und die anliegenden Parks umfaßt. Sie wird selbstverständlich auch darüber hinaus wirken, versicherte Wnke Brendel den Sprecherratsmitgliedern. Den Schwerpunkt in ihrer Arbeit legt sie auf die Prävention.

Wenke Brendel ist Teil des SPI-Jugend-Teams in Eberswalde, das im gesamten Stadtgebiet tätig ist. Das Jugend-Team Eberswalde bietet sozialpädagogische Jugendförderung auf der Grundlage des Jugendhilfeplans des Landkreises Barnim.

Seit 2008 kooperiert das Jugend-Team mit zwei Obgerschulen und einer Grundschule in der Stadt. Ziel dieser Jugendförderung am Standort Schule ist es, die soziale Kompetenz des einzelnen Jugendlichen zu stärken sowie Klassen die Möglichkeit zu geben, ihr Klassenklima samt individueller Problemlagen zu verbessern. Individualle Beratungen, sozialpädagogische Gruppenarbeit sowie offene Gesprächs-, Kontakt- und Freizeitangebote gehören dazu.

Neben der Jugendförderung an den Schulen bietet die SPI die mobile Jugendförderung an, bei dem die »Streetworker« des Teams die Kinder und Jugendlichen an den Plätzen aufsucht, wo sie ihre Freizeit verbringen, um sie bei sozialen Problemen zu beraten und zu begleiten, wenn sie nicht durch andere soziale Hilfsangebote erreicht werden. Im Brandenburgischen Viertel übernimmt Wenke Brendel diese Aufgabe.

(11. August 2022)


Stiftung SPI · Jugend-Team Eberswalde · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 818302 · eMail:
Ansprechperson: Maren Gumlich




Das Genossenschafts-Parkhaus

Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG errichtet an der Cottbuser Straße ein zweigeschossiges Parkhaus. Die Stadt läßt im Gegenzug die Straße grundhaft erneuern und zum Teil bisherige Parkmöglichkeiten vorm Haus zurückbauen.

Anstelle einer üppigen Wiese mit zahlreichen Kräutern, die nach dem Abriß eines einst dort stehenden Wohnhauses jahrelang Zeit zum Wachsen hatten, entstehen nun kostenpflichtige Stellplätze für die Genossenschaftsmitglieder, deren Nutzungsentgelte sich nach der Sanierung ihrer Wohnungen schon bis zu 200 EUR erhöhen, wobei die steigenden Nebenkosten für Gas, Heizung und Strom dabei noch nicht berücksichtigt sind. Ob sich viele Mieter in Zukunft überhaupt noch ein Auto leisten können, bleibt abzuwarten. In diesem Fall können sie sich auch die Stellplatzgebühren von 35 bis 40 Euro sparen.

Jürgen Gramzow – 8. August 2022




Die »Dialogbox« an der Frankfurter Allee. »Dialogbox« eröffnet

Zeitweiliger Beratungscontainer der Wohnungsgenossenschaft

maxe. Seit Anfang Juli steht gegenüber der Einmündung der Spreewaldstraße in die Frankfurter Allee ein Büro-Container. Nun ist auch der Innenausbau abgeschlossen und am 1. August folgte die offizielle Eröffnung des zeitweiligen Werbe- und Beratungsbüros der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG. Die Anlaufstelle für Mitarbeiter und Mieter soll bis Ende 2024 in Betrieb sein.

»Wir wollen da sein, wo unsere Mieter leben«, wird Caroline Breit vom Marketing-Team der Genossenschaft in der lokalen Tageszeitung zitiert. Zumindest, solange das Brandenburgische Viertel die größte Baustelle der Genossenschaft darstellt. Der Container sei die »kleine Schwester des großen Lofts« im Hauptsitz der Genossenschaft in der Ringstraße 183.

Das vom Namen des Kiezes abgeleitete Projekt »Brand Vier« basiert auf einer Kooperaktionsvereinbarung mit dem Land Brandenburg und der Stadt Ebereswalde sieht vor, bis 2024 elf Wohnblocks mit insgesamt 468 Wohnungen saniert werden. 33 Aufgänge sollen barrierefrei gestaltet werden, wodurch 340 Wohnungen stufenlos erreichbar werden. Mindestens 284 Wohnungen sollen als Sozialwohnungen (mit Kaltmieten von 4,90 € oder 6,00 €) ausgewiesen werden.

Mit dem »Aktionsraum Cottbus« steht der erste Bauabschnitt mit drei neu gestalteten Wohnblocks und 168 Wohnungen in der Cottbuser und Spreewaldstraße kurz vor der Fertigstellung. In Bau sind noch die Außenanlagen im Innenhof sowie eine Parkgarage mit rund 80 Stellplätzen auf zwei Etagen, die für 35 bis 40 € pro Monat gemietet werden können. Zugleich werden vorhandene Stellplätze an den Straßen zurückgebaut.

In diesem Jahr soll mit dem »Aktionsraum Oderbruch« der zweite Bauabschnitt begonnen werden. Derzeit ist der Leerzug der zu sanierenden fünf Wohnblocks in der Oderbruchstraße und der Prenzlauer Allee in vollem Gange. Einige Bewohner beziehen sanierte Wohnungen im »Aktionsraum Cottbus«, andere wollen wieder zurück in ihre bisherige Wohnung und beziehen Ausweichwohnungen in den erst teilsanierten Wohnungen in der näheren Umgebung. Wieder andere verlassen den Kiez, bleiben aber meist in der Genossenschaft.

Als dritter Bauabschnitt soll 2024 der »Aktionsraum Barnim« folgen. Angesichts der gestiegenen Baupreise und der Kapazitätsprobleme im Bausektor bleibt allerdings fraglich, ob das Geld und nicht zuletzt auch die eingeplante Zeit ausreichen. Ursprünglich sollten bis 2030 weitere 16 Wohnblocks im Brandenburgischen Viertel eine Grundsanierung erhalten.

Die nun übergebene »Dialogbox« entstand aus drei alten Baucontainern und soll, so heißt es, dem Mietergespräch, der Beratung, für die Unterzeichnung von Verträgen oder für Teambesprechungen dienen. Auch Kooperationen mit Partnern, wie dem Quartiersmanagement, seien angedacht. Feste Öffnungszeiten wird es nicht geben. Vielmehr könnten Genossenschaftsmitglieder bei Gesprächsbedarf Termine vereinbaren.

(3. August 2022)

Siehe auch:
»Der Genossenschaftscontainer« »Baustart mit »Sprechblasen« und "Maskottchen"«
»Der Brausediebstahl«
»Initiative: Denkmalschutz für einen Plattenbau!«
»Abriß abgesegnet«
»Denkmalschutz für Abrißblock«
»Unser Viertel wird weiter zerstört!«
»Großprojekt BRAND.VIER«
»Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung«
»Unglaublich! – Wohnungsgenossenschaft auf neuen (Miet)Höhen«




Wie man hier sieht, handelt es sich bei der Drehnitzwiese um eine Feuchtwiese, auf der sich auch bei der aktuellen Trockenheit teilweise Fahrspuren in den Untergrund graben.

Pflege der Natur:
Die Drehnitzwiese wird gemäht

maxe. Durch die relative Trockenheit sinkt das Fahrzeug, das hinter sich eine breite Schneiderolle herzieht, nicht so tief in die ansonsten doch feuchte Wiese ein. Ein Storch nahm gestern dankend die Gelegenheit wahr und suchte in den frisch gemähten Schneisen nach aufgescheuchter Nahrung. Die Fahrzeuggeräusche störten ihn dabei nicht im geringsten.

Durch das regelmäßige herbstliche Mähen geht, so hofft man, die Monokultur des Seggengrases zurück und eine üppige Wiesenkräuterkultur entsteht wieder, wie das noch vor Jahrzehnten der Fall war, als Pächter regelmäßig die Flächen mit der Sense bearbeiteten, um Futter für die Kaninchen zu bekommen.

Das Ökoprojekt sollte zu Beginn (2016) vom Naturpark Barnim in Zusammenarbeit mit einem Landwirt durchgeführt werden. In den letzten Jahren hatte sich der studentische Verein ALNUS e.V. der HNE in ehrenamtlicher Arbeit um die Mahd von Flächen auf den Drehnitzwiesen gekümmert.

Jürgen Gramzow – 17. Juli 2022

Siehe auch:
»Pflege der Drehnitzwiesen«
ALNUS: »Feuchtwiesen-Held werden!«
ALNUS: »Wiesenmahd«




Die Erste Beigeordnete und Baudezernentin Anne Fellner beim Nageleinschlagen. Richtfest für Hortneubau

Zwei Monate Verzug – Eröffnung im November fraglich

Die Stadt Eberswalde baut im Brandenburgischen Viertel. Auf einer Gesamtfläche von 6.500 Quadratmetern entsteht seit dem ersten Spatenstich im November 2021 ein Hortneubau für insgesamt 150 Kinder. Großzügige Freianlagen sollen in Kürze zum Toben, Spielen und Entdecken einladen. Alles in unmittelbarer Nähe zur Grundschule Schwärzesee, welche mit dem Hort eine räumliche und funktionale Einheit bilden wird. Die Stadt ist damit gut aufgestellt, wenn die Anforderungen an die Ganztagsbetreuung ausgeweitet werden.

Am Donnerstag, dem 7. Juli, konnte nun Richtfest gefeiert werden. Den symbolischen letzten Nagel hämmerte Eberswaldes Baudezernentin und Erste Beigeordnete Anne Fellner ins Holz.

»Eberswalde ist erfolgreich auf dem Holzweg!«, scherzte die Dezernentin in ihrer Ansprache. »Mit dem Neubau des Hortes, hier in der Kyritzer Straße, verbinden wir nicht nur nachhaltiges Bauen mit guten Zielen für die Zukunft, wir schaffen auch Synergieeffekte für die angrenzende Grundschule Schwärzesee, deren Raumkapazitäten durch die Fertigstellung des neuen Gebäudes zunehmen werden. Unsere Priorität liegt auf der sozialen Infrastruktur unserer Stadt.«

Ungefähr zwei Monate liegen die Bauarbeiten aktuell in Verzug. Grund für die zeitliche Verschiebung sind die mangelnde Verfügbarkeit von Baumaterialien und Corona-bedingte Fertigungsausfälle. Auch bestimmte Bauprodukte wie Holz, Stahl oder Elektronik stellen die Bauverantwortlichen vor Herausforderungen.

»Wir liegen, trotz aller unwägbaren Widrigkeiten, gut in der Zeit. Ob die für November 2022 anvisierte Eröffnung gelingt, können wir im Moment jedoch leider nicht versprechen«, so Anne Fellner.

Um gegebenenfalls den Ausbau in bereits fertiggestellten Bereichen vorziehen zu können, wird das Gebäude in drei Bauabschnitten errichtet. Der Gebäuderohbau steht zu gut 90 Prozent, die Dachdecker haben ihre Tätigkeit aufgenommen und auch der Innenausbau hat begonnen. Geplant ist bis Ende August die Arbeiten mit Schnellestrich abzuschließen, damit im Anschluss alle anderen Gewerke ihre Verrichtungen aufnehmen können. Die Gestaltung der Außenanlagen ist für das Frühjahr 2023 angesetzt.

Finanziert wird das Projekt mit Mitteln aus der Städtebauförderung von Bund und Land (Teilprogramm SZH Sozialer Zusammenhalt) sowie mit Zuschüssen aus der LandesKitaInvest-Richtlinie 2019-2022 der ILB. Ursprünglich anberaumt war eine Summe von 6,6 Millionen Euro, momentan ist man mit 6,54 Millionen (80 Prozent Förderung, 20 Prozent Bauherrenteil) im Kostenrahmen. Aktuell sind jedoch erhebliche Baupreissteigerungen zu verzeichnen.

Pressestelle der Stadtverwaltung – 8. Juli 2022

Siehe auch:
»Auf dem Holzweg«,
»Bürgermeister auf der Hortbaustelle«,
»Brandenburger Allee voll gesperrt«,
»Amtierende auf Baustellenvisite«
»Das Märchen von Kiefern im Innenhof«
»Kloppe« für die Baudezernentin
»Hortneubau in 30 Monaten«
»Straßenbaumaßnahme Frankfurter Allee: Öffnung und Sperrung«
»Wettbewerb für Hortneubau«




Die sogenannte »Uckermarkleitung« verläuft in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern im Brandenburgischen Viertel und in Finow-Ost. Einige der Masten, die die Häuser deutlich überragen stehen bereits und werden aktuell mit den Stromseilen bespannt. Die Gefährdung der hier wohnenden Menschen spielte in der Entscheidungsfindung schon lange keine Rolle mehr. Nun ging das Gericht auch über den Schutz von Vögeln hinweg. Die Stromleitung darf gebaut werden.

380kV-Freileitung Bertikow – Neuenhagen (»Uckermarkleitung«)
Skandalöse Fehlentscheidung

Bundesverwaltungsgericht Leipzig verkündete sein Urteil

Am 21. Juni 2022 ist über die Klage des NABU-Brandenburg gegen den Beschluß des Landesbergamts im Planergänzungsverfahren für die von 50 Hertz geplante Leitung mündlich verhandelt worden. Am Montag, den 5.7.2022, wurde das Urteil des 4. Senats des Bundesverwaltungsgerichts verkündet.

Das Gericht hat die Klage abgewiesen und auch nicht einen der Beweisanträge, die unser Anwalt gestellt hatte für den Fall daß die Klage abgewiesen würde, befürwortet. Dieses Urteil ist aus unserer Sicht ein glattes Fehlurteil, das weder juristisch noch fachlich gerechtfertigt ist.

Es ist eine skandalöse Fehlentscheidung mit schweren Folgen für unsere Region, nicht nur für die Vogelwelt, sondern für den Natur- und Landschaftsschutz, für die unmittelbaren Trassenanwohner und auch für die ökonomische Entwicklung der Region. Der naturnahe Tourismus wird die Orte, die in Sichtweite der Trasse liegen meiden, die Immobilien in Trassennähe werden einen erheblichen Wertverlust erleiden und der Imageschaden für Anbieter und Verarbeiter von Lebensmitteln in der Region ist nicht abzuschätzen. Die Bürgerinitiative hat von schon zu Beginn des Konflikts auf diese Risiken hingewiesen.

Das Urteil wird für die Vogelwelt im Biosphärenreservat und im Randow-Welse-Bruch verheerende Folgen haben. Beim Herbst- und Frühjahrszug wird man das, wenn die Leitung steht, sehen können. Denn die Freileitung durchschneidet den Nordosten Brandenburgs, das Gebiet mit dem hochwertigsten Vogelaufkommen in Deutschland.

Hier leben auch viele gefährdete Arten, deren Lebensbedingungen durch die 380kV-Freileitung erheblich beeinträchtigt werden.
Es ist nicht nachvollziehbar, wie der 4. Senat dazu kommt, festzustellen, daß eine erhebliche Beeinträchtigung der geschützten Arten im Gebiet des Landiner Haussees und des Felchowsees, zwischen denen die Freileitung verlaufen wird, ausgeschlossen ist. In den verschiedenen Schriftsätzen und in der mündlichen Verhandlung haben unsere Experten, ausgewiesene und anerkannte Ornithologen, dargelegt, weshalb eine erhebliche Gefährdung der geschützten Vogelarten nicht auszuschließen ist, wie der gesetzliche Auftrag lautet.
Mit dem heutigen Urteil werden diese Argumente vom Tisch gewischt.

Auch die Ausführungen zum zweiten Schwerpunkt in der mündlichen Urteilsbegründung sind nicht akzeptabel, denn hier bezieht das Gericht, ohne auf die Details der Problematik einzugehen, einen komfortablen rechtspositivistischen Standpunkt, indem es – ungeachtet der Tatsache, daß in Europa seit gut zehn Jahren 1000 km Erdkabel im Hoch- und Höchstspannungsbereich in Betrieb sind – feststellt, daß der Einsatz von Erdkabeln im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) nur in den im EnLAG genannten Pilotprojekten vorgesehen sei.
Daß die Verfassungskonformität des EnLAG »zweifelhaft« ist (so das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutsche Bundestags) und das EnLAG durch die Begrenzung des Einsatzes von Erdkabeln auf die Pilotprojekte im Falle von Abweichungsprüfungen in europäischen Schutzgebieten möglicherweise mit EU-Recht kollidiert, diese Hinweise werden vom Gericht ignoriert bzw. nicht für relevant erachtet. Eine Vorlage der Klage beim EuGH hat der 4. Senat abgelehnt.

Als Konsequenz der Abweisung der Klage ergibt sich auch, die Kostenentscheidung, die allein zu Lasten des Klägers geht.

Juristisch ist also das letzte Wort gesprochen, ein böses Wort, das das Vertrauen in den Rechtsstaat untergräbt, gerade weil es nicht nachvollziehbar ist, vor allem weil es im Vorfeld der mündlichen Verhandlung eine Reihe von Entscheidungen gab, die zu unseren Gunsten ausgefallen sind. Immerhin hat das Gericht einen teilweisen Baustopp für 2/3 der Trasse verfügt und uns im Eilverfahren Rechtsschutz gewährt. Nachvollziehbar ist allerdings, daß 50 Hertz durch seine Baumaßnahmen »auf eigenes Risiko« (Beschluß des BVerwG) Fakten geschaffen hat, die das Gericht offenkundig nicht unbeeindruckt gelassen haben.

Es gibt keine Möglichkeit, dieses Urteil durch einen andere Instanz überprüfen zu lassen. Das BVerwG ist hier – eine Konsequenz des EnLAG – erste und letzte Instanz. Ich sehe auch keine Möglichkeit, daß wir den Konflikt vor das Bundesverfassungsgericht tragen. Der Rechtsweg ist erschöpft und es ist bitter, festzustellen, daß man nicht Recht bekommen hat.

Wir werden die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und dann noch einmal ausführlich diese »Rechtsfindung« würdigen.

So bitter das Urteil ist, das heute gesprochen wurde, so bitter es ist, festzustellen, daß die Bürgerinitiative ihr Ziel, den Schutz von Mensch und Natur im Einzugsbereich der Trasse nicht erreicht hat, so ziehe ich dennoch für die Bürgerinitiative eine positive Bilanz.
Wir haben, getragen vom Engagement der Bürger, den Vorhabenträger und die Genehmigungsbehörde gezwungen, ihr Planungen wiederholt zu überarbeiten und damit das Verfahren entschleunigt. Wir haben zwei gerichtliche Baustopps erfochten und den Vorhabenträger zu einer Fülle von Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen veranlaßt. Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß wir durch das in diesem Konflikt erfochtene Urteil aus dem Jahr 2016 den Artenschutz erheblich und nachhaltig prägen und verbessern konnten, denn die Pflicht einer artbezogenen Prüfung, die heute gang und gebe ist, haben wir damals durchgesetzt.

Senftenhütte, 5. Juli 2022

Hartmut Lindner, Sprecher der Bürgerinitiative:
Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat!

Siehe auch:
»Masten wachsen gen Himmel«
»50Hertz schafft Tatsachen«
»Licht für alle – und das kostenlos!«
»Beschleunigungszuschläge«
»Eine breite Schneise im Wald...«
Bürgerinitiative »Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat!«
Barnimer Bürgerpost: »So banal wie die Realität«




Die Schulräume in der oberen Etage der Sparkassenfilliale am Potsdamer Platz stehen künftig leider nicht mehr für das "LernEngel"-Projekt zur Verfügung. Im neuen Schuljahr bieten die "LernEngel" ihre Dienste in Räumlichkeiten an, die von der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG zur Verfügung gestellt werden.

Nachhilfeprojekt soll 2022/23 weitergeführt werden:
»LernEngel« an der GS Schwärzesee

»Grünes Licht« für 12.500 Euro Förderung

maxe. Seit dem Juli 2021 konnte die SchutzengelWerk gGmbH ein kostenfreies Nachhilfeangebot im Brandenburgischen Viertel für einkommensschwache Familien etablieren. Der Fokus liegt auf der individuellen Einzel- und Gruppennachhilfe der Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schwärzesee, um Lernrückstände abzubauen, die infolge der Corona-Maßnahmen entstanden sind. Über 130 Kinder erhielten wöchentlich Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch oder in der Lese- und Rechtschreibförderung.

Auf Grund der hohen Nachfrage – aktuell nutzen etwa 115 Kinder das Nachhilfeangebot – soll das Projekt ab dem 1. August 2022 nahtlos weiter fortgesetzt werden – unter dem Titel »LernEngel«. Nach wie vor erhält jedes Kind, welches sich anmeldet, eine Stunde pro Woche Nachhilfe nach Bedarf in den genannten Fächern. Beim Einstieg eines Kindes findet eine Lernstandserhebung statt und kontinuierliche Verlaufskontrollen, um die Nachhilfe paßgenau zu gestalten.

Im Sprecherrat »Soziale Stadt« berichtete die Leiterin des Projektes am 19. Mai von einem über 80%igen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Daher hat das Projekt sowohl für benachteiligte Familien als auch für Familien mit Migrationshintergrund einen integrativen Charakter, welches durch Bildung die Teilhabe fördert. Damit entspricht das Projekt der Richtlinie für kommunale Förderung von sozialen Maßnahmen und Initiativen der Stadt Eberswalde. Der Ausschuß für Kultur, Soziales und Integration (AKSI) der Stadt Eberswalde hat auf seiner Sitzung am 16. Juni entsprechend dieser Richtlinie 5.000 Euro für die verbleibenden Monate im Jahr 2022 bewilligt. Nach Abschluß des Projekts wird dem AKSI eine Evaluation vorgelegt.

Der Sprecherrat »Soziale Stadt« (künftig »Sozialer Zusammenhalt«) im Brandenburgischen Viertel hatte bereits am 18. Mai weitere 7.500 Euro für das »LernEngel«-Projekt bewilligt und zwar für den gesamten Projektlaufzeit vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023.

Die Projektkosten für das gesamte Schuljahr betragen insgesamt rund 95.000 Euro, die größtenteils durch Spenden und Sponsoring erbracht werden.

(23. Juni 2022)

Siehe auch:
Hausaufgabenhilfe bei »Kontakt«




Das Brandenburgische Viertel mit Blick von Westen mit diversen Baulücken als Folge des Wohnungs-»Rückbaus« (sprich: Abriß) in den vergangenen 20 Jahren.

Haushaltsbefragungen im Kiez:
Neue Sozialstudie

Dritte Studie seit 1999 ist in Arbeit

Von der Stadt Eberswalde beauftragt, wird derzeit eine schriftliche Haushaltsbefragung im Brandenburgischen Viertel durchgeführt.

Diese erfolgt im Rahmen einer Sozialstudie. Neben der Untersuchung der sozialen Situation der Haushalte soll in der Studie ermittelt werden, inwiefern die vorhandenen sozialen Angebote zu den Bedarfen und Wünschen der Bevölkerung passen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind nach ihrer Meinung gefragt: Welche der sozialen Einrichtungen und Angebote im Gebiet werden von den Haushalten genutzt und wie zufrieden sind sie mit diesen?

Des weiteren soll herausgefunden werden, ob den Menschen im Brandenburgischen Viertel bestimmte Angebote fehlen. Mit der Untersuchung hat die Stadt Eberswalde mit der Landesweiten Planungsgesellschaft (LPG mbH) ein erfahrenes Büro beauftragt. Die Fragebögen werden ab Mitte Juni 2022 an alle im Brandenburgischen Viertel gemeldeten Haushalte verschickt.

Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, ist es wichtig, daß möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner den Fragebogen ausfüllen. Sie sind dazu aufgerufen, auch in ihrem Umfeld aktiv für die Teilnahme zu werben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LPG unterstützen bei Fragen zur Befragung gerne. Bei Bedarf hilft zudem das Team des in der Schorfheidestraße gelegenen Quartiersmanagements beim Ausfüllen des Fragebogens. Auch die Träger der verschiedenen Beratungseinrichtungen im Brandenburgischen Viertel, beispielsweise die Allgemeine Soziale Beratung Eberswalde in der Spreewaldstraße, wurden vorab von der Befragung in Kenntnis gesetzt und bieten Unterstützung an.

Die ausgefüllten Fragebögen können im beigelegten Rückumschlag bis zum 18. Juli 2022 an das Büro der LPG mbH zurückgesendet werden. Dabei entstehen keine Kosten. Die Antworten werden anonymisiert und unterliegen dem Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten im Land Brandenburg (BrbDSG) und der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Nach dem Abschluss der Untersuchung werden alle Fragebögen sachgerecht vernichtet.

Die Ergebnisse der Haushaltsbefragung werden im Spätsommer auf der Internetseite der Stadt unter www.eberswalde.de bekannt gegeben und liegen auch beim Quartiersmanagement im Bürgerzentrum aus.

Neben der Befragung der Bevölkerung werden im Sommer mit einer Vielzahl von Trägern und Akteuren im Gebiet Gespräche geführt, um deren Perspektive auf das Brandenburgische Viertel und seine Bewohnerinnen und Bewohner aufzunehmen.

Für weitergehende Informationen zur Untersuchung können Sie sich gerne direkt die LPG mbH wenden:
LPG mbh: Herr Frühauf, Tel.: 030/816160390, E-Mail: office@lpgmbh.de

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde – 15. Juni 2022

Siehe auch:
»Bewohnerumfrage zum Brandenburgischen Viertel«




Eberswalder Familienwoche an der Grundschule Schwärzesee

Grundschule Schwärzesee:
Buntes Treiben und ein Apfelbaum

»Familienapfelbaum« mit vier verschiedenen Apfelsorten

Am Dienstag, den 17. Mai, pflanzten im Rahmen der achten Eberswalder Familienwoche Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c der Grundschule Schwärzesee im Brandenburgischen Viertel ein kleines Apfelbäumchen in ihrem Schulgarten. Unterstützt wurden sie dabei von Schulleiterin Anke Billing, Eberswaldes Wirtschafts- und Sozialdezernent Prof. Dr. Jan König sowie einigen Mitgliedern des Lokalen Bündnisses für Familie Eberswalde.

Bei dem Apfelbaum handelt es sich um eine besondere Züchtung, welche irgendwann einmal vier unterschiedliche Apfelarten tragen wird. Zum Beispiel sogenannte Rosen- und Glockenäpfel. Als Symbol der Vielfalt und Gemeinschaft ziert das Bäumchen nun den Garten neben der Grundschule.

Schon vor der Pflanzung begann es im Eingangsbereich der Schule bunt herzugehen. Grund hierfür war der »Bündnisparcours«, welcher, wie auch die Pflanzung des Apfelbaumes, durch das Lokale Bündnis für Familie Eberswalde organisiert und errichtet wurde. Hier konnten sich die Kinder in den Unterrichtspausen kreativ betätigen, Seifenblasen machen, Geschicklichkeitsspiele erleben und viele andere Dinge ausprobieren. Der Eberswalder Bauhof war mit einem Dienstfahrzeug vor Ort, welches durch die Schülerinnen und Schüler laut hupend in Beschlag genommen werden konnte. In parkendem Zustand, versteht sich.

Die Eberswalder Familienwoche ist ein Projekt des Lokalen Bündnisses für Familie Eberswalde. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Frau Forster-König, Referentin für Generationen und Familie (Telefon: 03334 / 64- 503, eMail: ).

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde – 18. Mai 2022




So sahen einige Standorte mit Altkleidercontainern zeitweise im vorigen Jahr aus. Zum Jahresende sind die Verträge mit dieser Altkleiderfirma gekündigt worden, während der städtische Bauhof die Standorte bereinigte.

Standorte:
Altkleidercontainer im Kiez

maxe. im vorigen Jahr waren einige Standplätze von Altkleidercontainern zum Problem geworden (siehe »Altkleider zu Müll« und »Altkleider zu Müll (2)«).

Noch im vorigen Jahr wurde hier eine Lösung gefunden, die vor allem darin bestand, daß die Container jener Firma, die die Abholung und Sauberhaltung nicht in den Griff bekam, entfernt wurden. Die Stellplätze selbst wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Bauhofes gereinigt.

Nun gab es eine Anfrage eines Kiezbewohners, der nach einem Altkleidercontainer in der Nähe der Havellandstraße fragte. Die MAXE-Redaktion wandte sich an die Pressestelle der Stadtverwaltung mit der Bitte, eine Übersicht mit den Standorten der Altkleidercontainer im Kiez zur Verfügung zu stellen.

Dies hat der Pressesprecher Johan Bodnar nun dankenswerterweise getan. Altkleidercontainer stehen im Brandenburgischen Viertel an folgenden Stellen:

  • Flämingstraße gegenüber Hausnummer 1
  • Gubener Straße gegenüber Hausnummer 5 auf dem Parkplatz
  • Lübbenauer Straße Ecke Spreewaldstraße
  • Nauener Straße gegenüber Hausnummer 4
  • Schwedter Straße gegenüber Hausnummer 34
  • Schorfheidestraße Höhe Hausnummer 14
  • Templiner Straße gegenüber Hausnummer 1
  • Zum Schwärzesee Höhe Hausnummer 45

(10. Mai 2022)

Siehe auch:
»Altkleider zu Müll« und
»Altkleider zu Müll (2)«




Kita »Gestiefelter Kater«:
Eine echte Spielstraße

Eine echte Straße auf dem Spielplatz – diese Idee entstand in der Ideenwerkstatt 2020/2021 der Kita »Gestiefelter Kater«. Familien und Teammitglieder wurden im Rahmen der Werkstatt befragt, welche Veränderungen sie sich für das Außengelände der Kita wünschen.

Der Spielplatz der Kita verfügte bereits über eine asphaltierte Fahrbahn für Kinderfahrzeuge mit einem leichten Gefälle und Kurven, welche sich über das Kita-Gelände erstreckt. Dort sind die Drei- bis Zehnjährigen sehr gerne mit verschiedensten Fahrzeugen unterwegs.

»Die Kinder genießen es, mit Tempo den 'Berg' hinabzufahren und sich in die Kurve zu legen. Doch wenn viele Kinder die gleiche Idee haben, kann es schon mal eng und gefährlich werden. Die jüngeren Kinder fühlen sich erst recht nicht so sicher. Da kam die Idee, die Asphaltstraße mit einer Fahrbahnmarkierung zu versehen, wie gerufen«, so die Leiterin der Kita, Dörthe Schmidt.

Mit Hilfe der Firma Straßenverkehrstechnik Thiele GmbH wurde diese Idee verwirklicht. Am 29. März 2022 war es soweit, das Wetter und die Temperaturen passend für den Farbauftrag. Richtungspfeile, Fußgängerüberwege, Haltelinien und Radwegmarkierungen machen jetzt das Fahren noch viel interessanter. Demnächst werden noch dazu passende Verkehrszeichen aufgestellt.

»So wird die Strecke auf dem Kitagelände noch authentischer und führt die Kinder noch realistischer an den realen Straßenverkehr heran. Ein guter Beitrag zum Thema Verkehrssicherheit«, so Kerstin Ladewig, Leiterin des Amtes für Bildung, Jugend und Sport.
Die Finanzierung erfolgte über Fördermittel aus dem Kiez-Kita-Programm des Landes Brandenburg in Höhe von ca. 600 Euro.

Pressestelle der Stadtverwaltung Eberswalde – 26. April 2022




Der »Schorfheideplatz« im Brandenburgischen Viertel Neuer Platz mit alten Bäumen

Entwurfsplanung für Einmündung Beeskower/Schorfheidestraße

maxe. Die Bezeichnung »Schorfheideplatz« hatte nie einen offiziellen Status. Nun fällt in der überarbeiteten Entwurfsplanung auch der größere gepflasterte Platz weg, der diesen Namen gerechtfertigt hätte.

Das Baudezernat der Stadtverwaltung hat auf die öffentliche Kritik, die hier im Kiezmagazin MAXE und zu den Beratungen im Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr (ASWU) geäußert wurde, positiv reagiert. Nachdem die ursprüngliche Variante im Februar vom Einreicher zurückgezogen wurde, entwickelte das Tiefbauamt nun gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro Weiland aus Gransee eine alternative Planvariante. Die Versickerung des Regenwassers an Ort und Stelle in den als flache und begehbare Mulden gestalteten Grünflächen blieb Bestandteil des Entwurfsplans. Der Versiegelungsanteil wird durch den Verzicht auf die gepflasterte Platzfläche weiter reduziert. Die veränderte Gestaltung erlaubt nun auch, daß alle vorhandenen Bäume erhalten bleiben. Zusätzlich sollen 13 Bäume neu gepflanzt werden.

Die Beeskower Straße dient als Zufahrt zum Wirtschaftshof und Parkplatz des AWO Pflegeheims »Im Wolfswinkel« sowie zum Innenhof und Parkplatz der Studentenwohnheime an der Prenzlauer und Strausberger Straße. Die Beläge der Fahrbahnen und Gehwege bestehen derzeit aus verschiedenen Materialien wie Asphalt, Pflaster und Betonplatten und sind stellenweise stark beschädigt. Nur wenige Borde sind abgesenkt, was die Barrierefreiheit sehr eingeschränkt. Die unübersichtliche Wegeführung trägt ihren Teil dazu bei, daß die Verkehrssituation in dem Bereich vor allem für Fußgänger und Radfahrer recht unübersichtlich ist.

Im neuen Entwurfsplan bleibt die jetzige Straßenführung erhalten. Lediglich die Fahrbahnbreiten sollen in der Schorfheidestraße auf 4,75 m und in der Beeskower Straße auf 4,50 m reduziert werden. In der Schorfheidestraße werden im Spielplatzbereich zudem gepflasterte Rampen zur Verkehrsberuhigung gebaut. Die Zufahrten für PKW, LKW, Rettungs- und Entsorgungsfahrzeuge zu den anliegenden Grundstücken wird auch nach dem Umbau sichergestellt sein, wird in der neuen Planung versprochen.

Die Gestaltung der Wege und damit die Führung des Fuß- und Radverkehrs soll die bestehenden Wegeverbindungen aufgreifen und durch breitere Absenkungen der Bordsteine sowie erneuerter Wegebeläge die Barrierefreiheit verbessern. Die Gehwege erhalten eine wassergebundene Decke, was den Versiegelungsgrad weiter senkt. Lediglich im Bereich oberhalb des Kollektors der EWE soll wieder eine Asphaltdeckschicht aufgebracht werden, da hier eine Befahrung für Wartungs- und Reinigungsarbeiten, nicht zuletzt am Lüftungsbauwerk des Kollektors, möglich sein muß.

Die vorhandenen Alt- und Jungbäume können erhalten bleiben, weil die bisherige Straßenführung beibehalten wird. Die geplanten zusätzlichen Bäume sollen die Durchgründung der Straßenzüge optimieren. Unter den Baumscheiben sollen Rigolen zur Wasserspeicherung eingebaut werden, um den Wasserbedarf der Bäume auch bei Trockenheit und Hitze zu gewährleisten.

Schließlich soll eine neue Beleuchtungsanlage entlang der Gehwege gebaut werden, um die Orientierung und das Sicherheitsgefühl auch im Dunkeln zu stärken.

Für die Neugestaltung der insgesamt etwa 1.770 Quadratmeter großen Fläche sollen circa 355.000 Euro ausgegeben werden. Die Finanzierung der der Maßnahme soll zu zwei Dritteln über Fördermittel des Bundes und des Landes erfolgen.

Der Beginn der Baumaßnahme ist Anfang 2023 vorgesehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich zehn Monate betragen.

Am 5. April beraten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt über die erneuerte Entwurfsplanung bevor am 26. April die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung fällen wird.

(5. April 2022)

Siehe auch:
Beschlußvorlage zur geänderten Entwurfsplanung vom April 2022
»Bäume bleiben erstmal stehen«
»Erstmal alle Bäume fällen«




Christian Vahrson, Prokurist der Kreiswerke Barnim (li.) und Johannes Schlößer (re.), Projektmanager Barnimer Energiegesellschaft mbH überreichen Informationstafeln zu den installierten Solaranlagen auf den Dächern der Grundschule Schwärzesee und der Turnhalle Heidewald an die Stadt Eberswalde, vertreten durch Bert Bessel (Leiter des Amtes Hochbau und Gebäudewirtschaft, 2.v.l.) und Kerstin Ladewig (Leiterin Amt für Bildung, Jugend und Sport, 2.v.r.).

Grundschule »Schwärzesee« und Sporthalle »Heidewald«:
Sonnenstrom für‘s Klassenzimmer

Kreiswerke Barnim betreiben Solaranlagen im Kiez

maxe. Gemeinsam mit der Stadt Eberswalde haben die Kreiswerke Barnim zwei Solaranlagen auf den Dächern der Grundschule Schwärzesee (Leistung: 138 kWp) und der dazugehörigen Sporthalle Heidewald (Leistung: 190 kWp) realisiert. Diese sind bereits im Dezember 2020 in Betrieb gegangenen Anlagen haben schon gute Arbeit geleistet. Die gebührende öffentlichkeitswirksame Einweihung fiel damals den Einschränkungen der Coronamaßnahmen zum Opfer. Am 8. März wurde das nachgeholt.

»Die Anlagen produzierten in ihrem ersten Betriebsjahr zusammen mehr als 300.000 kWh Strom und konnten den Strombedarf von Schule und Sporthalle zu 100% decken«, sagt Christian Vahrson, der Prokurist der Kreiswerke Barnim. »Das ist eine gelungene Investition an diesem Bildungsstandort und ein tolles Signal an die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte. Hier finden sie ein weiteres Stück gelebte Nachhaltigkeit in der Stadt Eberswalde vor.«

Um die »grünen Kraftwerke« auf dem Dach für alle Nutzer der Gebäude sichtbar zu machen, überreichte Christian Vahrson zwei Informationstafeln mit den wichtigsten Daten der Anlagen und einem Blick aus der Vogelperspektive. Kerstin Ladewig, Leiterin des Eberswalder Amtes für Jugend, Bildung und Sport nahm die Informationstafeln im Namen der Grundschule Schwärzesee entgegen und zeigte sich begeistert: »So lassen sich die Solaranlagen gut in den Unterricht integrieren. Ganz direkt können die Kinder einen Bezug zur Solarenergie herstellen und haben diese Art der Energieerzeug täglich im Blick.«

Installiert und betrieben werden die Solaranlagen durch die SUN:BAR GmbH, ein Tochterunternehmen der Kreiswerke Barnim. Die Stadt Eberswalde hat die Dachflächen langfristig an die SUN:BAR verpachtet. »Wir konnten hier am Standort gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen«, freut sich auch Bert Bessel, Leiter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Eberswalde. »Im Zuge des Solaranlagenbaus wurden die Dächer beider Gebäude erneuert oder ertüchtigt, finanziert durch die eingenommene Pacht.«

Alle Beteiligten sind sich einig: Dieses Modell kann im wahrsten Sinne weiter Schule machen. Gemeinsam mit der Stadt Eberswalde werden aktuell weitere Dächer öffentlicher Einrichtungen auf solare Nutzbarkeit überprüft. Neben den Anlagen auf dem Schulkomplex im Brandenburgischen Viertel konnten die Kreiswerke im letzten Jahr auch Solarstromprojekte auf dem neuen Gebäude der Ahrensfelder Grundschule und dem Dach des Begegnungszentrums in Lunow realisieren. Die Kreiswerke, mit ihrer beratenden Tochtergesellschaft der Barnimer Energiegesellschaft GmbH (BEG) unterstützt die Barnimer Kommunen, Unternehmen, Vereine sowie öffentliche Institutionen bei der Planung und Errichtung von Photovoltaikanlagen auf geeigneten Dach- oder Freiflächen.

Die Stadt Eberswalde hätte solche Hilfe eigentlich nicht nötig, verfügt sie doch mit der SSGE Solarstrom GmbH Eberswalde, einem Tochterunternehmen der stadteigenen WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft, selbst über die Strukturen, solche Projekte umzusetzen. Wieso die Stadtverwaltung dennoch auf die Kreiswerke als Partner zurückgreift, wurde weder in den zuständigen Gremien besprochen noch beschlossen.

(14. März 2022)




Weidenkätzchen gehören zur ersten Bienennahrung nach dem Winter. Imkern im Quartier

Sprecherrat bewilligte 4.500 Euro aus Projektfonds

maxe. Bereits 2021 hat Bernd Pfeifer im Brandenburgischen Viertel begonnen, ein Imkerprojekt aufzubauen. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit den Einschränkungen infolge der Corona-Maßnahmen konnte das Projekt allerdings nicht fertiggestellt werden. Das soll nun nachgeholt werden. Bernd Pfeifer hat in diesem Zusammenhang beim Quartiersmanagement einen Förderantrag gestellt, über den am 17. Februar der Sprecherrat in einer Online-Beratung befunden hat.

»Ziel ist es«, so Pfeifer, »Interessenten und Mitwirkende aus dem Quartier und der Umgebung den Umgang mit Honigbienen theoretisch und praktisch nahezubringen. Dabei steht der Umgang mit Insekten im allgemeinen und speziell mit der Honigbiene im Vordergrund.« Ganz nebenbei soll mit dem Projekt auch das Interesse für Holzarbeiten geweckt und vorhandenes Wissen im Quartier für jedermann unter professioneller Anleitung zugänglich gemacht werden. »Die bereits sechs Interessierten bauen die noch nötigen Utensilien selber und lernen gemeinsam, wie mit Honigbienen umgegangen wird.« Mittelfristig sei es das Ziel, auch Schulen und Kitas für das Thema zu interessieren.

»Als Unterstützer habe ich das Quartiersmanagement, die Wohngenossenschaft 1893 e.G. und den Hebewerk e.V. gefunden, die uns den schon vorhandenen Unterstand für die 2 Bienenvölker und einen Raum für Imkerutensilien in der Havellandstr. 15 ermöglichen. Der dort ansässige Verein Hebewerk e.V. gestattet uns die Benutzung der vereinseigenen Holzwerkstatt.«

Die sechs Projektmitglieder haben bereits begonnen, die vorhandenen Trogbeuten vorzubereiten und die notwendigen Waben bauen. Um weiterzumachen werden nun die beantragten Fördergelder für die weiteren Material- und Personalkosten benötigt, sagt Bernd Pfeifer. »Für die Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation möchten wir die Internetpräsenz des Quartiermanagements nutzen. Der Start der Bienenhaltung beginnt mit der Beutenbelegung und wird voraussichtlich Anfang April erfolgen.«

Die Materialkosten betragen 1.700 Euro. Neben Materialien für die Bienenstöcke sind das Imkerutensilien (z.B. Honigschleuder), Schutzkleidung sowie Schulungsmaterial und Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Plakate, Prospekte...). Als Honorar werden 2.800 Euro veranschlagt, wobei eine Aufwandsentschädigung von 10 Euro pro Stunde zugrunde gelegt wird. Kalkuliert sind je 60 Stunden Tätigkeit von vier Menschen sowie jeweils eine Person mit 30 Stunden bzw. 10 Stunden.
Der Sprecherrat stimmte der Finanzierung der beantragten 4.500 Euro aus den Mitteln des Quartiersprojektfonds zu.

(28. Februar 2022)


Hebewerk e.V.
Adresse: Zwischenraum H15/ Hebewerk e.V., Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde




Mit »Kinderhände machen Kunst« hatte Lady Understone im Vorjahr bereits ein ähnliches Mit-Mach-Projekt organisiert. Wer bin ich?

Lady Undertone sammelt Selbstbildnisse

maxe. Mit einem ganz speziellen Aufruf wird sich in den nächsten Tagen Lady Untertone an die Bewohnerinnen und Bewohner des Brandenburgischen Viertels wenden. Sie werden aufgefordert, Portraits von sich zu malen und diese Lady Untertone zuzusenden. Vielen Einwohnern des Kiezes ist die Künstlerin als DJane und Moderatorin der Kiezweihnachtsmärkte und des Stadtteilfestes Fête de la Viertel bekannt.

»Male Dein Gesicht«, heißt es in ihrem Aufruf, »versuche, Deine Wünsche und Gefühle auszudrücken. Wer bist Du? Wer willst Du sein?« Lady Understone bittet, das Bild auf ein helles DIN A4-Blatt zu malen. Und selbstverständlich soll der Name des Künstlers auf dem Bild nicht vergessen werden. Ihr Tip: »Malt Eurer Gesicht kleiner als lebensgroß, also in etwa so groß wie Eure Hand, dann gelingt es am besten«.

Das Ziel ist ein großes Kunstwerk, bestehend aus den Gesichtern der Malerinnen und Maler. Lady Undertone möchte aus den Portraits ein großes buntes Bild montieren, das die teilnehmenden Bewohner des Brandenburgischen Viertels in ihrer Vielfalt, mit ihren Träumen, Wünschen und ihrer Realität zeigt, um dem Viertel ein gemeinsames ganzes Gesicht zu geben, in dem jede und jeder im Fokus ihres und seines Potentials mitwirkt. Auf einem separaten Bild werden die Namen der beteiligten Künstler aufgelistet.

Die Fahrt- und Materialkosten für das Projekt »Wer bin ich – ein Viertel zeigt Gesicht« zusammenstellen, um das Miteinander, das »WIR« des Viertels auszudrücken und zu stärken und ganz nebenbei die Kreativität der Beteiligten anregen.

Mit Zustimmung des Kiez-Sprecherrats werden die Fahrt- und Materialkosten im Zusammenhang mit dem Projekt »Wer bin ich« in Höhe von 200 Euro aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements gefördert. Projektbeginn ist am 1. März, das Gesamtkunstwerk wird, wenn alles klappt, im September vorliegen.

(27. Februar 2022)

Siehe auch: Seite des Quartiersmanagements




Das Regenwasserversickerungsbecken an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße. Neues Grün am Sickerbecken

maxe. Die Grünfläche am entstandenen Regenrückhaltebecken an der Ecke der Frankfurter Allee/Spechthausener Straße wurde bereits im letzten Jahr mit Seniorinnen und Senioren der AWO und Kindern der Kita »Gestiefelter Kater« erfolgreich bepflanzt. »Bereits im letzten Jahr planten wir mit den Beteiligten eine weitere Aktion im Jahr 2022«, schreibt der Initiator Frank Neumann in einem weiteren Projektantrag, mit dem er sich jetzt an das Quartiersmanagement im Kiez wandte. »Dabei ist es mir immer noch wichtig«, so Neumann, »Pflanzenarten aus dem Brandenburger Land auszuwählen und weiterhin auf insekten- und vogelfreundliche Sträucher zu achten. Hier möchte ich Kindern das Setzen und Pflegen der Sträucher nahebringen und eine Kommunikation zwischen verschiedenen Altersgruppen und deren Erfahrungen anregen.« Ein weiterer wichtiger Punkt sei es, eine angenehme Aufenthaltsqualität für alle an diesem Ort zu schaffen. Aus diesem Grund wurde 2021 bereits eine Bank vom Bauhof gesetzt.

»Im vergangenen Jahr mußten wir die Erfahrung machen«, sagt der Naturliebhaber, der selbst im Brandenburgischen Viertel wohnt, »daß Pflanzenarten wie Himbeere, Brombeere und Rhododendron gestohlen werden«. Daher habe er sich diesmal für andere Blühsträucher entschieden (Schneeball, Forsythie, Schlehe, Sanddorn und Falscher Jasmin). Auch das erneute Sähen von Regiosaatgut ist geplant. Die Auswahl der Pflanzensorten wurden bereits mit dem Tiefbauamt besprochen. Die weitere Pflege der Pflanzen und die Mäharbeiten übernimmt ab 2022 der Bauhof. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wird Frank Neumann aber auch in diesem Jahr nach der Anpflanzung immer mal wieder vorbeischauen und für die Bewässerung der Pflanzen sorgen.

Insgesamt soll das Projekt mit 240 Euro aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements gefördert werden. Mit Geldern aus dem Aktionsfonds können kleine Projekte und Initiativen von Einwohnern des Brandenburgischen Viertels oder hier Aktiven bis zu einer Höhe von 250 Euro einfach und unbürokratisch gefördert werden. Der Sprecherrat gab auf seiner Online-Sitzung am 17. Februar dem Projekt und der Förderung seine Zustimmung.

(27. Februar 2022)

Siehe auch:
»Quadratisch, praktisch, häßlich«
»Regenwasserversickerung Nr. 2 «
»Klimaanpassung im Kiez«
»Regenwasser bleibt im Kiez«
»Regenentwässerung angepaßt«
»Warum nicht zur Landschaft passend?«




Konzert vor dem AWO-Pflegeheim mit Tobias Emmerich.

Konzert vor dem Pflegeheim:
Hab Dank für Deine Zeit

maxe. Vom Veranstalter des Konzerts vor dem AWO-Pflegeheim »Wolfswinkel« war am 21. Januar wenig zu sehen. Das Fehlen von Bürgermeisterwahlkampf war keineswegs ein Mangel. Die von Tobias BIA Emmerich vorgetragenen Lieder wirkten umso mehr, gingen in die Seele der knapp 50 Zuhörenden, zu denen neben Bewohnern und Mitarbeitern des Pflegeheims auch mehrere Bewohner aus dem Viertel gehörten, die auf der MAXE-Seite oder aus anderen Quellen von dem Konzerttermin gehört hatten.

Trotz beißender Kälte, die das Gitarrenspiel zur Tortur werden ließ, begeisterte BIA seine Zuhörer mit Liedern von Hannes Wader und Reinhard Mai. Sein Lied zum Abschluß, »Hab Dank für Deine Zeit«, widmete er ganz konkret den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegeheim.

(27. Januar 2022)




Das Versickerungsbecken soll laut Planung eine Größe von rund 20 mal 30 Metern und eine Tiefe von circa 3,5 Metern haben. Die seitlichen Wände des Beckens werden mit Rasenmatten befestigt und die Sohle mit Rasengitterplatten. Aufgrund der Tiefe und der steilen Böschung ist es erforderlich, zur Verkehrssicherung einen Zaun um das »technische Bauwerk« zu errichten.

»Kloppe« für die Baudezernentin Nr. 3:
Quadratisch, praktisch, häßlich

Das »technische Bauwerk« an der Neuruppiner Straße

Beim ersten Regenversickerungsbecken an der Ecke Frankfurter Allee/Spechthausener Straße war die ursprüngliche Planung des bloß »technischen Bauwerks« noch geändert und zumindest die Form der Landschaft angepaßt worden. Entsprechende Hinweise hatte es schon zeitig im Planungsverlauf auch für das zweite Versickerungsbecken an der Neuruppiner Straße gegeben.

So hatte sich Carolin Schlenther von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Projektmanagerin »Vielfalt findet Stadt – Gemeinsam Natur wagen«, die zusammen mit sozioökonomisch 'Benachteiligten eine Fläche an der Neuruppiner Straße für den Schutz der biologischen Vielfalt gestaltet, schon im Frühjahr 2021 dem Eberswalder Tiefbauamt eine naturnahe Gestaltung des Regenversickerungsbeckens vorgeschlagen. Dies habe dort »gemischte Reaktionen verursacht«.

Eine Nachfrage bei der städtischen Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) hatte damals, daß sich die entsprechenden Grundstücke zwar der WHG gehören, sie allerdings in keiner Weise an den Planungen beteiligt sei.

Die »gemischten Reaktionen« im Tiefbauamt hatten letztlich keinerlei Auswirkungen auf die weitere Planung. Die Hinweise und Wünsche wurden im weiteren schlicht ignoriert. Am 2. November begannen die Arbeiten an dem zweiten Becken, das erneut zeige, »daß wir das auch mit der notwendigen Energie und Tatendrang angehen«, wie die Baudezernentin und Erste Beigeordnete Anne Fellner laut der damals veröffentlichten städtischen Pressemitteilung sagte (siehe: »Regenwasserversickerung Nr. 2 «).

Zunächst führten die Bauarbeiten allerdings erst einmal im Dezember zu einer großflächigen Abschaltung von Telefon und Internet für zahlreiche Nutzer im Brandenburgischen Viertel. Bei der Ausbaggerung der Grube war ein wichtiges Kabel der Telekom zerstört worden. Die Arbeiten, um die Leitung wieder flicken und allen Betroffenen wieder den Zugang zu Telefon und Internet zu ermöglichen, dauerten bis Ende des Jahres.

Aufgrund des Winters ruhen derzeit die weiteren Arbeiten an dem Becken. Bei entsprechendem Wollen wären noch Änderungen möglich. Zumindest in bestimmtem Rahmen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, daß das seitens der Stadtverwaltung jemand tatsächlich will.

Immerhin wird mit dieser Maßnahme ein Großteil des anfallenden Regenwassers der Verkehrsflächen und der Gebäude westlich der Potsdamer Allee, im sogenannten 3. Bauabschnitt des Wohngebietes, vor zurückgehalten werden und dann in dem Becken versickern. Insgesamt handelt es sich um rund 31.200 Quadratmeter Flächen (davon 17.500 Quadratmeter Verkehrsflächen und 13.700 Quadratmeter Dachflächen) die dann von der vorhandenen leitungsgebundenen Regenentwässerung ins Drehnitzfließ abgetrennt werden.

»Versickerungsbecken versorgen die Umgebung mit Regenwasser als natürlicher Wasserressource und stabilisieren den Grundwasservorrat. Darüber hinaus verbessern sie die Entwässerung bei starkem Regen. Die Maßnahme ist also in vielerlei Hinsicht eine Verbesserung des Mikroklimas im Brandenburgischen Viertel« so damals die Leiterin des zuständigen Tiefbauamtes Heike Köhler. Warum über diese technischen Zwecke hinaus nicht auch für ein ästhetisch ansehnliches und in die Landschaft ein- und angepaßtes Bauwerk gesorgt werden konnte, schweigen sich sowohl die Baudezernentin als auch die Tiefbauamtsleiterin aus.

Die Firma Gala Tiefbau GmbH aus Schwedt führt den Auftrag aus. Die Maßnahme soll bis zum März 2022 fertig gestellt werden. Die Gesamtkosten werden bei rund 200.000 Euro liegen und werden aus dem Förderprogramm »Stadtumbau-Aufwertung« finanziert.

Anna Fröhlich – 16. Januar 2022

Siehe auch:
»Kloppe 2: Ein Innenhof mit Kiefern drin«
»Kloppe« für die Baudezernentin
»Regenwasserversickerung Nr. 2 «
»Klimaanpassung im Kiez«
»Regenwasser bleibt im Kiez«
»Regenentwässerung angepaßt«
»Warum nicht zur Landschaft passend?«
»Das allerletzte Thema«
»Lausitzer Straße: Gehwege werden zurückgebaut«




Die behördliche Unmenschlichkeit ist systematisch. Es ist erst ein dreiviertel Jahr her, als sich am 11. März 2021 Salah Tayyar aus Angst vor der drohenden Abschiebung von seinem Balkon in der Senftenberger Straße in den Tod stürzte.

Initiative Bürgerinnen- und Bürgerasyl Barnim:
»Behördliche Unmenschlichkeit«

Des Landrats Ausländerbehörde agierte gesetzeswidrig

maxe. Am 20. Dezember kam es in der Flämingstraße zu einem Großeinsatz der Polizei. Inzwischen sind weitere Einzelheiten bekannt geworden.

Wie es in einer Pressemitteilung der Initiative Bürgerinnen- und Bürgerasyl Barnim heißt, galt die Abschiebeaktion nicht nur der Familie, sondern auch einem im gleichen Haus wohnenden 20jährigen, der seit acht Jahren gemeinsam mit seiner Mutter in der BRD lebt. Dieser junge Mann, der im Sommer seine Schulausbildung abgeschlossen und sich aktuell intensiv um einen Ausbildungsplatz beworben hatte, wurde nach Rußland abgeschoben. Aktuell hält er sich in Moskau auf, ohne Aussicht, auf absehbare Zeit seine Mutter wiederzusehen. Frau Osmajewa, seine Mutter, arbeitet als Erzieherin und hat im Herbst einen Aufenthaltstitel erhalten. Für sie brach eine Welt zusammen. Sie hatte nicht damit gerechnet, daß ihr Sohn, weil nun volljährig, abgeschoben werden könne. Für sie brach eine Welt zusammen.

Das gilt auch für die besonders vom Großeinsatz der Polizei und der Ausländerbehörde betroffene Familie. Die Initiative Bürgerasyl Barnim verurteilt die Abschiebung des 20jährigen und die versuchte Abschiebungen der Familie auf das schärfste. Sowohl der junge Mann und seine nun allein zurückbleibende Mutter als auch die Familie seien vor der Bedrohung durch die brutale Diktatur in der russischen Teilrepublik Tschetschenien geflohen. Die Abschiebung der Familie mußte zwar abgebrochen werden, aber die Betroffenen stehen unter Schock. Die Angst vor weiteren Abschiebungen ist groß, auch unter den vielen anderen geflüchteten Tschetschenen, die in Eberswalde leben.

»Wir haben mit einigen der Betroffenen gesprochen und möchten der offiziellen Darstellung die der betroffenen Familien gegenüberstellen«, erklärt Thomas Janoschka vom Barnimer Bürgerasyl. »Der Einsatz war organisiert, als gälte es bewaffnete Schwerverbrecher oder Terroristen festzunehmen. Die Betroffenen wollten aber nichts anderes, als hier in Sicherheit leben. Abschiebungen sind unmenschlich – wir fordern dagegen ein Bleiberecht für alle!«

Wie Frau Kukijewa berichtete, kamen Polizisten mit Maschinengewehren bewaffnet in die Wohnung ihrer Familie und blieben dort für die Dauer des Einsatzes. Aus Verzweiflung wollte Frau Kukieva ein Messer gegen sich selbst verwenden um sich zu verletzen, aber die Polizei hat sich kurzzeitig selbst bedroht gefühlt. Inzwischen hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen »Nötigung« gegen sie eingeleitet. Glücklicherweise war der 16-jährige Sohn der Familie nicht zu Hause, vermutlich wurde auch deshalb die Abschiebung der Familie abgebrochen.

Die Familie, die schon seit 9 Jahren in der BRD lebt, hatte nicht mit einer Abschiebung gerechnet. Laut Gesetz muß diese angekündigt werden, wenn die Betroffenen schon mehr als ein Jahr lang geduldet werden. Dabei wird den Betroffenen nicht der genaue Termin mitgeteilt, aber die Absicht in nächster Zeit abzuschieben. Weil die Ausländerbehörde die Abschiebung nicht wie vorgeschrieben angekündigt hatte, hat die Anwältin der Familie eine Einstweilige Verfügung bei Gericht beantragt. Zunächst hat die Barnimer Ausländerbehörde dem Gericht mündlich zugesagt, in den nächsten vier Wochen keine Abschiebeversuche zu unternehmen. Außerdem ist ein Antrag auf Bleiberecht wegen guter Integration für den 16jährigen Sohn anhängig.

Für den Vater der Familie, Herrn Tschechojew, hatte die Familie der Ausländerbehörde ein mehrseitiges ärztliches Gutachten vorgelegt. Wegen einer Krebserkrankung ist er nicht reisefähig. Eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde soll bei Vorlage des Attestes gesagt haben: »Selbst wenn Sie daliegen wie ein Toter, ist mir das egal und Sie werden abgeschoben werden.«

Frau Kukijewa wird immer noch schlecht, wenn sie an die Anspannung dieses Polizeieinsatzes denkt. Auf die Frage: »Wie fühlt es sich an, so lange schon mit einer ,Duldung‘ zu leben?« sagt sie: »Wir sind immer im Streß. Wir haben immer Angst, daß eine Abschiebung kommen könnte. Wir haben keine Chance, eine Arbeit zu finden, weil die Duldung nur 3 Monate gilt. Wir können fast nie entspannen.«

Der 20jährige aus demselben Haus, der tatsächlich nach Rußland abgeschoben wurde, hatte für Anfang Januar einen OP-Termin, den er nun nicht mehr wahrnehmen kann. »Für mich ist das ein großer Schock.«, sagt Frau Osmajewa. »Ich war seit 2013 mit meinem Sohn in Deutschland. Ich war immer alleinerziehend. Im Herbst habe ich den Aufenthaltstitel bekommen und nicht geahnt, daß mein Sohn trotzdem abgeschoben werden kann, weil er volljährig ist.« Jetzt sei er in Moskau und es sei unklar, ob er jemals wieder her kommen könne. »In Rußland hat er nur gelebt bis er 12 Jahre alt war. Er hat 8 Jahre in Deutschland gelebt – er ist hier viel besser integriert als in Rußland.«

»Wir fordern die sofortige Erlaubnis der Rückkehr des abgeschobenen 20jährigen«, so Thomas Janoschka vom Barnimer Bürgerasyl, »und wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, daß es keine weiteren Abschiebungen aus dem Barnim gibt.«

(9. Januar 2022)

Siehe auch:
»Weihnachtsgeschenk des Landrats«
Antirassismustag in Eberswalde: »Wir sind alle Salah!«
»Bürgerstiftung Barnim Uckermark: Zum Tod von Salah Tayyar«
»Ein Mensch springt in den Tod«


Bürgerinnen- und Bürgerasyl Barnim
internet: www.b-asyl-barnim.de
eMail:




Die Gestaltung der Sporthalle des REKI e.V. in der Schorfheidestraße schmückte im Oktober 2012 die erste Ausgabe des Kiezmagazins MAXE. Damals gehörte die Halle noch dem SV Medizin, aus dem heraus sich später der REKI e.V. bildete. Die eigenständige Existenz war nur vorübergehend. Seit dem 1. Oktober hat die AWO Eberswalde die Halle samt den dort stattfindenden Aktivitäten übernommen. REKI e.V. hat sich aufgelöst

AWO Eberswalde übernimmt alle Aktivitäten und Angebote

maxe. Seit dem 1. Oktober 2021 ist es offiziell, heißt es in einer Mitteilung der AWO Eberswalde auf deren Internetseite. Der REKI-Verein sei nun Mitglied der AWO-Familie.

Um eine Weiterführung der Vereinsaktivi9täten auch in Zukunft gewährleisten zu können, habe der REKI-Verein sich dazu entschlossen, den Verein offiziell aufzulösen und alle vereinsinternen Angelegenheiten an den AWO Stadtverband Eberswalde zu übergeben. Der neue Träger verspricht, daß sich für die Vereinsmitglieder und alle Nutzerinnen und Nutzer der Angebote des REKI-Vereins nichts ändern werde. »Alle bisherigen aktivitäten und Angebote werden vom AWO Stadtverband uneingeschränkt weitergeführt.«

Obwohl seit dem 1. Oktober offiziell, informierte der Eberswalder Sozialdezernent Prof. Jan König die Mitglieder des stüdtischen Ausschusses für Jugend, Bildung und Sport (ABJS) am 7. Oktober lediglich in der nichtöffentlicher Sitzung über den Trägerwechsel, wie der fraktionslose Stadtverordnete aus dem Kiez Carsten Zinn verwundert feststellte.
Zinn hatte im öffentlichen Teil am 7. Oktober gefragt, ob seine Informationen stimmen, wonach die AWO die REKI-Sporthalle übernimmt und der bisherige Geschäftsführer dort Abteilungsleiter werden soll.

Carsten Zinn informierte auch über Gerüchte, wonach auf der Grünfläche vor der Sportstätte, dort wo einst die Rosa-Luxemburg-Oberschule stand, eine Integrations-Kita mit etwa 160 Plätzen entstehen soll. Dies solle im Zusammenwirken mit von AWO Bernau und AWO Eberswalde passieren und es sollen die Kinder aus dem Leibnizviertel dort untergebracht werden.
Auch hierzu verweigerte der Dezernent das erbetene offizielle Statement. Zu den Gerüchten in Bezug auf die Entwicklung im Brandenburgischen Viertel, also dem Gelände zwischen der Sporthalle und dem Sanitätshaus, werde er öffentlich keine Stellung nehmen, sagte er laut der inzwischen vorliegenden Niederschrift der Ausschußsitzung.

Wenn die AWO den Bau einer Kindertagesstätte plant, so der Kiez-Stadtverordnete, müsse dies auch beim Landkreis und der Stadt angemeldet werden. Wenn die Kita-Bedarfsplanung für 2022-2027 aufgestellt wird, müßte das der neue Träger doch auch rechtzeitig anmelden. Er wünsche sich mehr Informationen zu solchen Themen.
Das wünschen sich sicherlich auch viele Einwohnerinnen und Einwohner, vor allem Eltern, für die es seit mehreren Jahren immer schwerer wird, einen passenden Kita-Platz für ihre Kinder zu bekommen.

(28. Oktober 2021)




Die WHG will im Brandenburgischen Viertel neue Wohnungen bauen und ihre unsanierten Wohnungen in der Finsterwalder und Cottbuser Straße im zweiten Bauabschnitt modernisieren.

11 Millionen Euro für Neubau und Modernisierung:
WHG investiert im Kiez

maxe. Der Aufsichtsrat der stadteigenen WHG Wohnungsbau- und -hausverwaltungsgesellschaft mbH Eberswalde hat am 26. Mai in seiner 48. Sitzung »den Weg frei gemacht für ein weiteres millionenschweres Stadtentwicklungsvorhaben der WHG«.

Mit mehr als 18,5 Millionen Euro sei das WHG Sanierungs- und Instandhaltungsprogramm 2021 bereits »sehr ehrgeizig und ambitioniert«, sagt Doreen Boden, Prokuristin und Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der WHG. Nun hat der Aufsichtsrat weitere 11 Millionen Euro genehmigt, die von 2021 bis 2024 in einen Neubau und für Modernisierungen im Brandenburgischen Viertel investiert werden.

Die WHG folgt mit dieser Investition dem Beispiel der Wohnungsgenossenschaft 1893 eG, die durch Fördermittel unterstützt von 2020 bis 2024 insgesamt 57 Millionen Euro in den Umbau und die Modernisierung von Wohnblocks im Brandenburgischen Viertel verbaut. Bestandteil der Investitionen der Genossenschaft sind auch der Abriß von drei Wohnblocks, von denen zwei bereits »zurückgebaut« worden sind. Der dritte Abriß der Genossenschaft in der Brandenburger Allee 15 bis 21 soll im Winter 2021/22 realisiert werden.

Die WHG will demgegenüber als erster Wohnungsanbieter seit mehr als 20 Jahren im Brandenburgischen Viertel neue Wohnungen bauen.

(31. Mai 2021)




Im Winter war der »Schwarze Weg« zeitweise ein »weißer Weg«. Mehr Licht im Wald

Beleuchtungsanlage im "Schwarzer Weg" wird erneuert

maxe. Der sogenannte »Schwarze Weg« vom Brandenburgischen Viertel bis zum Bahnübergang zum Tierpark und zum Krankenhaus wird bald in neuem Licht erstrahlen. Dies hat der Hauptausschuß der Stadt Eberswalde im Februar beschlossen. Die Erneuerung der Wegebeleuchtung geht auf einen Antrag der Fraktionen SPD/BFE und Bündnis Eberswalde zurück.

»Die Wegeverbindung Schwarzer Weg«, argumentiert das städtische Tiefbauamt, »ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Krankenhaus und dem Zoo ins Brandenburgische Viertel und in Richtung Finow«. Zurzeit wird der etwa 800 Meter lange Weg mit elf alten verschlissenen Leuchten aus DDR-Zeiten beleuchtet.

Die Vorplanung der HVB Ingenieurgesellschaft mbH aus Wandlitz sieht nun vor, eine eine Beleuchtungsanlage mit LED-Leuchten mit dem Clever Light System der Firma Leipziger Leuchten GmbH aufzustellen. Die Leuchten werden auf eine sehr geringe Grundhelligkeit eingestellt. Passieren jedoch Fußgänger und Radfahrer den Weg, werden sie von den an den Leuchten angebrachten Sensoren erfaßt und die Leuchtstärke erhöht sich automatisch und fährt auf das zuvor programmierte Beleuchtungsniveau hoch. Das Signal wird an die nächste Leuchte weitergegeben, die ebenfalls hochfährt. Das Licht begleitet so den Verkehrsteilnehmer auf seinem Weg. Nach einer eingestellten Zeit fahren die Leuchten wieder zurück, bis die programmierte Grundhelligkeit erreicht ist. Vergleichbares gibt es bereits im Schwappachweg. Bereits im Dezember hat der Hauptausschuß den Bau einer ähnlichen Beleuchtungsanlage am Weg zwischen Zainhammer und dem Tierpark Eberswalde beschlossen.

Statt der bisherigen elf Leuchten soll die neue Beleuchtungsanlage 20 LED-Leuchtpunkte umfassen. Die Ausleuchtung des „Schwarzen Weges“ wird sich somit deutlich verbessern, bei zugleich geringeren Energiekosten. Das Leipziger Clever Light System wirkt sich nicht nur positiv auf den Stromverbrauch aus, sondern trägt auch zu weniger Lichtverschmutzung und Schonung nachtaktiver Insekten bei. Der gewählte Leuchtentyp »Alfons« minimiert zudem auch konstruktionsbedingt unnötige Lichtverschmutzung.

Die Erneuerung der Lichtanlage des Schwarzen Weges kostet insgesamt etwa 150.000 Euro, die vollständig durch Eigenmittel der Stadt aufgebracht werden. Die Realisierung ist im dritten Quartal 2021 geplant. Weil für den Auftrag weniger als 500.000 Euro umgesetzt werden, reichte ein Beschluß des Hauptausschusses aus, der der »Entwurfsplanung zum Bau der Straßenbeleuchtung Schwarzer Weg« zustimmte.

(27. März 2021)




Auf dem Areal südöstlich der Spechthausener Kreuzung sollen neue Gewerbe- und Wohngebäude mit bis zu 80 Wohnungen entstehen. (Karte aus dem Bericht zur Städtebaulichen Machbarkeitsstudie für die Grundstücke Eberswalder Straße Ecke Spechthausener Straße in Eberswalde)

Vor den Toren des Brandenburgischen Viertels:
Ein neues Zentrum für Eberswalde

maxe. Im Dezember haben die Eberswalder Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen, den Bebauungsplan Nr. 527 »Finowtal« aufzustellen. Der Bebauungsplan befaßt sich mit dem etwa anderthalb Hektar großen Gelände südlich der Eberswalder Straße zwischen dem Toom-Baumarkt und der Spechthausener Straße einschließlich des ehemaligen Friedhofs Eisenspalterei. Auch das Bethaus neben dem Friedhof ist einbezogen. Nach eigenen Aussagen des Bauträgers konnte er das Grundstück allerdings noch nicht wie beabsichtigt erwerben.

Bei dem Bauträger handelt es sich um die IZ GmbH & Co. KG mit Sitz in der Coppistr. 3 in Eberswalde. Die IZ arbeitet eng mit der Anevix Union GmbH aus der Drehnitzstraße zusammen. Aktuelle Projekte in Eberswalde sind das einstige Bahnhofshotel, ein Doppelhaus am Finowkanal, vier Doppelhäuser in Finow (am Ortsausgang Richtung Finowfurt) und ein Mehrfamilienhaus in der Spechthausener Straße (ehemaliger Lindenhof).

Bereits 2007 hatte die Stadtverordnetenversammlung die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal südöstlich der Spechthausener Kreuzung beschlossen. Damals sollten »weitere städtebaulich unerwünschte Ansiedlungen von Discountern im Kreuzungsbereich ausgeschlossen werden und eine Lenkung dieser in das EKZ Heidewald unterstützt werden«. Nun gilt eine »geänderte Zielsetzung«, die mit der Stadtverwaltung abgestimmt wurde.

Von einer »Lenkung« beabsichtigter Gewerbeansiedlungen in das EKZ Heidewald ist keine Rede mehr. Vielmehr sollen »Wohnen und Arbeiten am Standort Eisenspalterei gestärkt werden. Generelle Ziele der Stadtentwicklung Eberswalde wie die Stärkung der Erwerbsgrundlage, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie eine auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgerichtete Entwicklung wurden in die Standortentwicklung integriert.«

Laut der städtebaulichen Machbarkeitsstudie, die am 1. Dezember im Ausschuß für Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt präsentiert wurde, beabsichtigt die IZ GmbH & Co. KG eine Neubebauung für Büro-, Service- und Dienstleistungsnutzungen (Gewerbe), vielleicht auch mit einem Hotel und einer integrierten Kindertagesstätte sowie für Wohnungen.

Der Gewerbeteil soll in zusammenhängender viergeschossigen Blockrandbebauung an der Eberswalder Straße zwischen dem alten Friedhof und der Kreuzung sowie in etwa gleicher Länge von der Kreuzung entlang der Spechthausener Straße entstehen. Dem soll sich, baulich mit dem Gewerbeteil verbunden, ein Mehrfamilienhaus anschließen. Weitere Wohnhäuser sind im hinteren Bereich des Grundstückes vorgesehen. Die Studie schlägt in einer Variante 80 Wohnungen mit Flächen zwischen 41 und 108 Quadratmetern vor. Eine zweite Variante beschränkt den Mietwohnungsbau auf den vorderen Bereich mit insgesamt 32 Wohnungen. Im hinteren Bereich wäre dann Platz für 19 »Townhäuser« (Reihenhäuser) mit Wohnflächen zwischen 181 und 214 Quadratmetern.

Letzteres könnten sich sicherlich nur Menschen mit höherem Einkommen leisten. Für die Linksfraktion ist die Mietpreisentwicklung bei Neuvermietungen in Eberswalde »besorgniserregend«. Daher setzte sie eine Änderung des Aufstellungsbeschlusses durch. Als Ziel wird nun festgeschrieben, daß für 25 Prozent des Gesamtwohnbestandes geförderter sozialer Wohnraum vorzusehen ist. Davon abgesehen begrüßen die Linken »die Entwicklung des Geländes und die grundsätzlichen Planungen«.

Nach diesen »grundsätzlichen Planungen« wird sich die bisherige Ansammlung von Lebensmittel- und Fachmärkten sowie Kfz-Werkstätten in profanen Zweckbauten mit zugehörigen Parkplätzen zu einem neuen Zentrumsbereich in Eberswalde entwickeln.

Wie sich dies auf die bisherigen Zentren (Innenstadt, Finow und Brandenburgisches Viertel) auswirken wird, ist in der Machbarkeitsstudie nicht untersucht worden. Nachteilig dürfte das neue Zentrum vor allem für das Brandenburgische Viertel und hier insbesondere für das Einkaufszentrum »Heidewald« wirken, das dann möglicherweise bald billig zu haben ist.
Im Viertel selbst hat zuletzt der Neubau eines Sanitätshauses mit zwei Arztpraxen zur weiteren Angebotsdezentralisierung innerhalb des Ortsteils beigetragen, was dem seit zwanzig Jahren faktisch verfolgten städtebaulichen Prinzip entspricht.

Die Stadtverwaltung wurde von den Stadtverordneten beauftragt, »die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit« zu gewährleisten. Zu diesem Zweck soll der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden. Dabei soll auch bekannt gemacht werden, daß der Bebauungsplan »im beschleunigten Verfahrung ohne Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt werden soll«.

(27. Dezember 2020)




Frostiger Blick über die Brachflächen südlich der Brandenburger Allee auf den Abriß-Block der Wohnungsgenossenschaft in der Brandenburger Allee 15-21 (rechts). Eine Neugestaltung des Bereichs soll den »Stadtteileingang West« künftig aufwerten.

Beteiligungsverfahren auf Einladung:
Den Kiezeingang West gestalten

Bereits seit Jahren wird die nach 1990 entstandene Situation an den Eingangsbereichen ins Brandenburgische Viertel im Westen wie im Osten als »städtebaulicher Mißstand« bewertet. Durch die neuen Förderstrukturen für den Stadtumbau können künftig dafür Fördermittel akquiriert werden. Dadurch gerieten diese Mißstände nun auch in den Fokus konkreter Planungen der Stadtverwaltung.

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Frankfurter Allee wird ab Januar, sobald es das Wetter zuläßt der östliche Eingang des Brandenburgischen Viertel – also die Einmündung der Frankfurter Allee in die Spechthausener Straße neu gestaltet. Dabei wird inbesondere das geplante Regenwasserversickerungsbecken als neues gestalterisches Element ins Auge fallen (siehe »Regenentwässerung angepaßt«).

Der anschließende Bereich – von der »Specht«-Ruine abgesehen – hat bereits mit dem neuen Sanitätshaus eine gewisse Aufwertung erfahren. Allerdings zum Nachteil der Auslastung des Stadtteilzentrums am Potsdamer Platz und nicht zuletzt wegen fehlender Forderung und Förderung auf architektonisch-gestalterischem Minimalniveau.

Am westlichen Zugang zum Brandenburgischen Viertel, also für den Bereich an der Brandenburgischen Allee zwischen Schwärzesee- und Lehnitzseestraße, ist ab kommendem Jahr ähnliches geplant. Ein Planungsbüro ist bereits mit der Ideenfindung beauftragt und eigentlich sollte es schon 2020 ein erstes Beteiligungsverfahren für die Einwohnerinnen und Einwohner des Kiezes geben. Das konnte wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Nun soll im Rahmen des Beteiligungsverfahren »Stadtteileingang West« im I. Quartal ein Workshop stattfinden, allerdings nur eingeschränkt auf 30 Personen, die speziell eingeladen werden. Interessenten können sich an das Quartiersmanagement oder direkt an das Eberswalder Baudezernat wenden.

Ob der Termin wie geplant im Januar stattfinden kann, hängt vor allem davon ab, wie sich die Ausbreitung des Covid-19-Virus nach den aktuell verschärften Kontaktsperren weiterentwickelt – ist also ungewiß.

Am westlichen Kiezeingang dominieren nach den Wohnungsabrissen der vergangenen Jahre südlich der Brandenburger Allee vor allem Brachflächen das Bild. Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG will für die Erweiterung der Brachen – trotz der Proteste gegen weiteren Abriß von Wohnungen – einen weiteren Beitrag leisten und auch den nördlichen Teil bis zur Lehnitzseestraße, soweit in ihrem Besitz, in eine Abrißbrache umwandeln. Wie östlich der Lehnitzseestraße bereits geschehen.

Zu dem städtebaulichen Desaster hatte zuvor schon die Stadt Eberswalde beigetragen, indem sie die beiden Schulgebäude südlich der Brandenburger Allee (Albert-Einstein-Schule und die alte Schwärzeseeschule) unmittelbar nach Schließung bzw. Umzug abreißen ließ. Auf dieser Fläche soll nun, sozusagen als erster Akt der Wiederaufwertung des Stadtteileingangs West, der Neubau eines Hortes entstehen (siehe »Wettbewerb für Hortneubau«).

Auf der bislang als wilder Parkplatz genutzten Freifläche südlich des aktuellen Abrißblocks und nördlich der ehemaligen Kaufhalle wird nach aktuellen Überlegungen im Rahmen eines Kunstprojekts ein Wasserspielplatz entstehen. Daneben könnte auf dem Grundstück zwischen Havelland- und Schwärzeseestraße ein neues Ärztehaus gebaut werden, in das dann auch der jetzt noch im beanchbarten Genossenschafts-Abrißblock in der Brandenburger Allee 15-21 praktizierende Zahnarzt einziehen könnte.

Daß es zum Abriß des Wohnblocks keine genossenschaftsinterne Alternative gibt, hatte die Genossenschaftsgeschäftsführung zuletzt im Frühsommer nachdrücklich gegenüber anfragenden Kaufinteressenten klar gemacht. In der virtuellen Sprecherratssitzung am 19. November erläuterte die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit der Genossenschaft Claudia Riethbaum die Gründe. Das Sprecherratsmitglied Frank Neumann hatte zuvor sein Bedauern zu den Abrissen von Wohnungen geäußert. »Wir nennen es nicht Abriß, sondern Rückbau«, stellte sie klar. Die Zusagen zum »Rückbau« von drei Wohnblöcken sei notwendig gewesen, »damit uns Banken überhaupt angucken«.

Zwei Wohnhäuser in der Cottbuser Straße und in der Brandenburger Allee sind bereits »zurückgebaut«. Der »Rückbau« der Brandenburger Allee 15-21, so die Genossenschaftsmitarbeiterin, soll im Herbst 2021 erfolgen.

Mitarbeiter des städtischen Stadtentwicklungsamtes reden unverblümt von den städtebaulichen Chancen, die sich durch den Abriß und die dadurch entstandenen und entstehenden Brachflächen ergeben.

Sowohl Abriß als auch Neubau generiert zusätzliches Bruttosozialprodukt und sorgt damit für den notwendigen Aufschwung – und für teurere Mieten.
Diese Chancen sollen unter anderem bei der Gestaltung des »Stadtteileingangs West« umgesetzt werden.

Nicht zuletzt deshalb ist bei den jetzt angelaufenen Planungen eine möglichst breite Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner notwendig.

Die Einschränkungen wegen der Pandemiebekämpfung erschweren das, soweit bisherige Beteiligungsformate beibehalten werden. Es entstehen aber zugleich Chancen für eine erweiterte Bürgerbeteiligung, wenn auf Streams, Chats und andere Onlinebeteiligungsmöglichkeiten zurückgegriffen wird. Wichtig für eine Beteiligung ist vor allem eine größtmögliche Transparenz in der Diskussion. Wer sich beteiligen will muß schließlich wissen, woran sie oder er sich beteiligt und was zu befürworten oder zu kritisieren ist.

Man darf gespannt sein, wie sich das »Beteiligungsverfahren Stadtteileingang West« entwickelt und inwieweit dabei tatsächlich die Interessen und Wünsche der Kiez-Bewohner Berücksichtigung finden.

Gerd Markmann – 25. Dezember 2020

Siehe auch:
»Regenentwässerung angepaßt« und
»Wettbewerb für Hortneubau«




Das »Wimmelbild« von Sophia Schrade steht hier zum Herunterladen zur Verfügung.

Zum Ausmalen:
Ein Wimmelbild für den Kiez

maxe. Quartiersmanagerin Julia Klemm informierte am 17. September den Sprecherrat »Soziale Stadt« über die Fertigstellung eines »Wimmelbildes« vom Brandenburgischen Viertel. Das Bild zum Ausmalen kann vervielfältigt werden und wird vom Quartiersmanagment bereitgestellt.

Gezeichnet wurde das »Wimmelbild« von der Eberswalder Grafikerin Sophia Schrade (www.sophiaschrade.com). Sophia Schrade arbeitet derzeit an einem Malbuch über die Fête de la Viertel 2020, in das weitere »identitätsstiftende Bauwerke« im Kiez, wie das Freizeit-Schiff in der Prignitzer Straße.

(30. September 2020)


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel
Kontaktbüro Soziale Stadt / Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: (Di) 03334 81 82 45, (Mo, Mi-Fr) 030 44 36 36-85
Mobil: 0176 95 49 82 20
Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 16 Uhr, Donnerstag, 10 – 13 Uhr
eMail: quartiersmanagement@eberswalde.de"




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