Kiezmagazin fürs Brandenburgische Viertel in Eberswalde





Kiez-Termine

Sonnabend, 23. Juni, 8-14 Uhr:
Tag der offenen Tür im Verkehrsgarten Eberswalde im WBG-Vereinshaus in der Havellandstraße 15. Weitere Infos

Donnerstag, 28. Juni, 10 Uhr:
Das Quartiersmanagement für das Brandenburgische Viertel lädt Vertreterinnen und Vertreter aus Einrichtungen und Institutionen des Viertels zum 1. Trägertreffen in die Aula der Grundschule Schwärzesee ein (Kyritzer Str. 29).

Dienstag, 3. Juli, 15 Uhr:
Das Quartiersmanagement für das Brandenburgische Viertel lädt ein zum Rundgang zur Besichtigung möglicher Flächen für Hundeauslaufplätze. Treffpunkt ist um 15 Uhr auf dem Potsdamer Platz.

Kulturbund Klub "Heinrich Mann" Cottbuser Str. 5a (hier mehr):
Malzirkel 7. u. 21.6., 14 Uhr
Handarbeiten 31.5., 12. u. 26.6., 14 Uhr
Foto-Club 12. u. 28.6., 18.30 Uhr
FG Ornithologie, 19.6., 18.30 Uhr
Klöppelgruppe 26.6., 14 Uhr

KANALTHEATER:
»2038 - die große Freiheit«
Wir erleben unseren ersten Tag in einer arbeitsfreien Gesellschaft. Eine Versuchsanordnung, ein Experiment. Was wirst du tun, wenn die Zukunft dir Freiraum gibt?
EXIL Am Bahnhof Eisenspalterei. Jeweils Freitag und Sonnabend am 22./23. und 29./30. Juni mehr

Eltern-Kind-Zentrum:
Mütter-Fitness-Gruppe Mo 9.30 Uhr, SV Motor Turnhalle, Potsdamer Allee 37
Krabbelgruppe Mi 9.30 - 11 Uhr, Bonhoeffer-Haus, Potsdamer Allee 35

WBG-Vereinshaus, Havellandstr. 15
Sportgruppe @ H15 Mo 18.30-20 Uhr
Offene Naehwerkstatt Mi 10-13 Uhr
Repair-Café & Six-to-Zero Fr 15/18 Uhr
Hebewerk e.V. im H15

WBG-Freizeitschiff:
Rommé, Skat ... Mo 14 Uhr
Handarbeitstreffen Do 13 Uhr
Prignitzer Str. 48

Gemeindezentrum:
Familiennachmittag dienstags, 16 - 17 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Potsdamer Allee 35
Familiensport, Di 15-16 Uhr, Do 15-16.30 Uhr, SV Motor Turnhalle, Potsdamer Allee 37

AWO Ortsverein Finow:
Frankfurter Allee 24
Nachmittag im Seniorenclub Mi 14 Uhr

Bürgerinitiative
Radwege in Eberswalde

Mitteilungen der Bürgerinitiative
Sammelstellen
Liste zum Ausdrucken

MAXE-Volltextsuche:
Kontakt zur

Baudezernentin Anne Fellner besuchte den Hundeauslaufplatz in Fürstenwalde, um von den dortigen Erfahrungen zu profitieren. Ab Herbst ist eine Einzäunung des Gebietes geplant, das unmittelbar an einen Kinderspielplatz angrenzt.

Quartiersmanagment arbeitet wieder:
Hundeauslaufplatz entsteht im südlichen Barnimpark

ebw-prest Bis zum Herbst entsteht im Brandenburgischen Viertel ein Hundeauslaufplatz: Am 3. Juli 2018 trafen sich mehr als 50 Anwohner, Hundebesitzer, Mitarbeiter des Stadtverwaltung sowie die Quartiersmanagerinnen Patricia Berndt und Ute Truttmann im Brandenburgischen Viertel zu einem Vor-Ort-Termin. Im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens sollte mit den Bürgern und Akteuren des Viertels nach einem geeigneten Standort für einen Hundeauslaufplatz gesucht werden.

Bürgerinnen und Bürger des Viertels hatten sich einen solchen Platz mehrfach in den Bürgerforen zur Zukunft des Brandenburgischen Viertel gewünscht, um ihren Hunden artgerechten und geschützten, freien Auslauf bieten zu können. Auf Grundlage des Stadtteilentwicklungskonzepts soll der Platz jetzt realisiert werden und wird es eine Erprobungsphase geben. „Uns sind die Hinweise und Anregungen aus der Bürgerschaft sehr wichtig. Deshalb hatten wir im Nachgang des letzten Bürgerforums im Brandenburgischen Viertel den Hundeauslaufplatz in Fürstenwalde besucht und uns dort mit den Verwaltungsmitarbeitern über deren Erfahrungen ausgetauscht“, so Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner.

Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld zwei Standorte vorgeschlagen, wobei es sich mit den Flächen westlich der Grundschule Schwärzesee und südlich im Barnimpark um Grundstücke im Eigentum der Stadt handelt. „Gleich zu Beginn des Treffens ging es in  den Barnimpark. Und von Anfang an waren alle Teilnehmer von der Fläche überzeugt, so dass eine Besichtigung der zweiten Variante gar nicht mehr nötig war“, so Gunther Wolf. Der mehr als 8000 Quadratmeter große Platz, geprägt von Gras, Büschen, Bäumen und kleineren Sandflächen, bietet mit seiner Topographie Hunden und Hundehaltern vielfältige Möglichkeiten zum Auslaufen, Herumtollen, Spielen oder einfach zum Erholen. Die Vegetation des Platzes schafft ausreichend Schattenplätze im Hochsommer und hat genügend Freiflächen für den Genuss der ersten oder letzten Sonnenstrahlen des Tages.

Bei diesem ersten Treffen wurde von den Anwohnern vorgeschlagen, auch Sitzbänke aufzustellen. Eine Einzäunung des Geländes wurde ebenfalls angesprochen. Die Gestaltung des Platzes für Mensch, Hund sowie die Nutzungsbedingungen und Regeln sollen im Rahmen eines nächsten Treffens am Dienstag, dem 17. Juli 2018, um 17 Uhr, besprochen werden. „Wieder sind alle interessierten Anwohner und Akteure des Viertel herzlich eingeladen. Wir hoffen natürlich, dass die Beteiligung dann genauso intensiv sein wird. Bereits jetzt kann verraten werden, dass noch im Herbst die Umzäunung der Fläche erfolgen wird. Eine Nutzung des Hundeauslaufplatzes streben wir ab Oktober an“, so Baudezernentin Anne Fellner.

Treffpunkt des zweiten Beteiligungsverfahrens zum Thema Hundeauslaufplatz ist am 17. Juli 2018 der Potsdamer Platz.

Nancy Kersten - 6. Juli 2018
Pressesprecherin, Stadt Eberswalde




Wohnungs-
genossen-
schaft
Eberswalde
1893 e.G.

Beschluß der Vertreterversammlung:
Die WBG hat einen neuen Namen

maxe. Der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow ließ im Juni die Vertreter über einen neuen Namensvorschlag abstimmen. Von 50 Stimmberechtigten sprachen sich 32 für den neuen Namen aus, zwei Vertreter stimmten dagegen. Nicht nur der Name der Genossenschaft ändert sich damit, auch der gesamte Unternehmensauftritt unterzog sich einem Wandel. Die Hausmeister erkennt man schon von weitem an ihren T-Shirts in Dunkel-Türkis mit weißer Schrift und in diesem Jahr feierte man schon das zweite BLAUGRÜNE FEST in der Ringstraße, zu dem alle Genossenschaftler eingeladen waren. Mit dem Namenswechsel soll einerseits die lange Tradition des mieterfreundlichen Wohungsbaus in Eberswalde bekräftigt werden, andererseits wollte man den ellenlangen Firmennamen kürzen und sich stärker von der WHG abgrenzen, um Verwechslungen zu vermeiden.

1. Juli 2018




Haltestelle für den Schülerverkehr

Ende der Bauarbeiten in der Fritz-Weineck-Straße:
Freie Fahrt in Finow-Ost

maxe. Im benachbarten Stadtteil Finow-Ost kehrt wieder ein Stück Normalität ein: Die Fritz-Weineck-Straße ist in Richtung Kopernikusring wieder durchgängig befahrbar. Vom östlichen Ende dieser wichtigen Sammelstraße bis zum Finower Gymnasium wurde die Fahrbahn grunderneuert, verbreitert und mit neuen Gehwegen versehen. Die einzig hergerichtete Bushaltestelle ist für den Schülerverkehr vorgesehen.

Anders als die Stadtverwaltung im Jahr 2016 geplant hatte, fahren nun keine Obusse im Batteriebetrieb auf dieser wichtigen Achse des Ringstraßen-Wohngebiets. Anwohnerproteste, vor allem von Bewohnern der Fritz-Weineck-Straße, verhinderten eine Umsetzung dieses Konzepts, das für ältere und nicht so mobile Einwohner der Ringstraße und des Kopernikusrings wesentliche Vorteile gebracht hätte.

Aufgehoben ist vielleicht nur aufgeschoben? Vielleicht ändern sich die ÖPNV-Anforderungen wieder und die Millionen teure Investition wäre nicht ganz sinnlos gewesen. Solange aber noch eine Mehrheit der Finow-Ost-Einwohner bequem ins Auto steigt, wird sich der politische Wind in dieser Frage nicht drehen.

Der Autoverkehr in der Fritz-Weineck-Straße wurde jedenfalls bautechnisch ausgebremst, sodaß die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h eingehalten werden muss. Als Fahrradfahrer fährt es sich sehr angenehm auf dem glatten neuen Belag und die momentane Einbahnstraßenregelung am Kaufland ist nicht wirklich ein Problem.

jg - 17. Juni 2018




Offene Landesmeisterschaft im Beachhandball 2017 Zonenboys und HVB kooperieren

Seit September 2017 verhandelten Eberswaldes Beachhandballer, die Zonenboys Eberswalde e.V., mit dem Handballverband Brandenburg (HVB) bezüglich einer möglichen Kooperation zwischen dem Verband und dem Beachhandballverein. Mit dem Stichtag des 01.06.2018 ist diese Kooperation nun beidseitig bestätigt.

Die Verhandlungen wurden hierbei auf Seite des HVB durch Wolfgang Hartisch, dem Vizepräsidenten für Entwicklung und Breitensport und Mirko Wolfgramm, dem Geschäftsführer der Zonenboys Eberswalde geführt. Grundlage der gemeinsamen Zusammenarbeit war hierbei die Mitgliedschaft der Zonenboys Eberswalde im Landesverband, welche zum 01.05.2018 in Kraft trat und ein Novum in der Region Brandenburg und Berlin darstellt, denn die Zonenboys sind der erste und bisher einzige Beachhandballverein mit einer Mitgliedschaft in einem der beiden Landesverbände, womit man auch bundesweit zu den Vorreitern gehört, denn auch gesamtdeutsch gibt es bisher nur eine Hand voll Beachhandballvereine mit Mitgliedschaft in Landesverbänden.

Auf Seiten des Landesverbandes bedurfte die Kooperation erst einmal einer generellen Positionierung zum Beachhandballsport. Diese fiel jedoch nicht zuletzt durch die Aufnahme der Zonenboys in den Verband positiv aus. Mit der Vergabe der Ausrichtung sowie Durchführung der Landesmeisterschaften nach Eberswalde setzte man auf Seiten des Verbandes zusätzlich ein deutliches Zeichen in Richtung der Entwicklung der Sportart. Darüber hinaus werden die Zonenboys die Schiedsrichterausbildung der zukünftigen Brandenburger Beach-Schiris übernehmen.

Im Hinblick auf die kommenden Jahre ist darüber hinaus die Durchführung von Jugendmeisterschaften fester Bestandteil der Kooperation. Bereits jetzt kündigte der HVB an, die Landesmeisterschaft 2018 unterstützen zu wollen. Hierzu erklärte sich der Verband bereit, die Zonenboys hinsichtlich der Werbung für das Turnier sowie bei der Spieltechnik zu unterstützen. Die offenen Brandenburger Landesmeisterschaften der Damen und Herren werden vom 06.-08.07.2018 auf dem Sportplatz an der Bernauer Heerstraße in 16225 Eberswalde ausgetragen. Anmeldungen sind noch bis zum 01.07. 2018 möglich und können unter www.zonenboys.org oder via Facebook https://www.facebook.com/zonenboys.ew/ erfolgen.

Philipp Meichßner - Zonenboys Eberswalde e.V.

(veröffentlicht am 15. Juni 2018)




Neueste Meldung!
Hartz-IV-Empfänger fordern: Mehr Kondome für Grünen-Politiker!

maxe. Nachdem die Grünen im Bundestag sich für eine stärkere Geburtenkontrolle bei bestimmten Bevölkerungsgruppen einsetzen (siehe Frankfurter Allgemeine Zeitung), regt sich in weiten Kreisen der ärmeren Bevölkerung Widerstand: "Wir brauchen keine Ungleichbehandlung in der Familienplanung", so eine Gegenthese der arbeitslosen und chancenlosen Plattenbaubewohner - wenn, dann sollten auch die oberen Zehntausend, einschließlich der Grünen, kostenlose Kondome erhalten, teilte der Sprecher des Vereins "Hartz IV von unten" diesem Magazin mit. "Alles andere wäre blanker Rassismus."

Viele arbeitslose und benachteiligte Familien finden gerade in der Kindererziehung ihre Berufung und sorgen mit ihrem Engagement dafür, dem Schrumpfen der Bevölkerung Einhalt zu gebieten.

"Nicht jedes Kind kann eine Claudia Roth werden!" Das war ein oft gehörter Kommentar unter Betroffenen.

Jürgen Gramzow - 9. Juni 2018




Patricia Berndt Ute Truttmann
Neues Quartiersmanagement

Nachdem wir das QM-Büro im Bürgerzentrum nach sechsmonatiger Ruhephase neu bezogen und uns in das Vorliegende eingearbeitet haben, die ersten Tage im Gebiet unterwegs waren und erste Gespräche mit Akteuren sowie mit der Stadtverwaltung geführt haben und uns auch im Ausschuß für Bildung, Jugend und Sport vorgestellt haben, möchten wir uns nun auch auf diesem Wege bei Ihnen vorstellen.

Wer wir sind...

Wir, das sind Patricia Berndt und Ute Truttmann von der S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH. Wir sind von der Stadt Eberswalde zur Durchführung des Quartiersmanagements von Mai 2018 bis September 2019 beauftragt worden.

In dieser Zeit möchten wir gerne auf die Erfolge, insbesondere der vergangenen 1,5 Jahre aufbauen und zusammen mit Ihnen die Weiterentwicklung des Brandenburgisschen Viertels voranbringen.

Unsere nächsten Schritte...

Dazu sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen und gerne möchte wir schnell mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ein erster wichtiger Meilenstein wird daher die Durchführung eines Trägertreffens sein, das noch vor den Sommerferien Ende Juni 2018 stattfinden soll.

Ein weiterer wichtiger Schritt der ansteht, ist die kommende Sitzung des Sprecherrats am Montag, den 11. Juni, 17 Uhr.

Um gemeinsam mit Ihnen kleine und große Projekte umzusetzen, beraten und unterstützen wir Sie auch gerne von der Antragstellung bis zur Abrechnung. Kommen Sie auf uns zu und üben Sie Nachsicht, wenn wir noch nicht gleich »alles und alle auf dem Schirm haben«.

Wie sie uns erreichen können...

Sie finden uns zur Sprechzeit im Stadtteilbüro Brandenburgisches Viertel im Bürgerzentrum (Schorfheidestraße 13), wie gehabt dienstags von 13 bis 18 Uhr sowie gerne nach Vereinbarung.

In den kommenden Monaten sind wir an zwei bis drei Tagen in der Woche im Gebiet tätig, in der Regel dienstags uns donnerstags sowie zu anstehenden Terminen im Viertel. Sollten Sie uns außerhalb der Sprechstunde nicht im Büro antreffen, sind wir im Viertel unterwegs. Daher wäre es gut, wenn Sie uns für ein Gesprächstermin vorab eine kurze Nachricht senden oder anrufen (Kontaktdaten siehe unten).

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen und ein gemeinsames Voranbringen notwendiger und möglicher Schritte hier im Brandenburgischen Viertel!

Herzliche Grüße

Patricia Berndt und Ute Truttmann

(veröffentlicht am 2. Juni 2018)

Siehe auch: »Quartiersmanagement nun extern«, »Sprecherrat im Bonhoefferhaus« und »Bewohnerumfrage zum Brandenburgischen Viertel«


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel · Kontaktbüro Soziale Stadt
Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 18 Uhr
Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 818245 (Di, Mi, Do) oder 030 44363691 (Mo & Fr)
eMail: oder




Hinein in den Wasserturm geht es erst einmal hinunter zur ehemaligen Pumptechnik. Die Messingwerksiedlung unterhalb des Turms ist ebenfalls saniert. Vom ehemaligen Wasserbehälter geht es eine Wendeltreppe hoch zur Aussichtsplattform. Kupferhaussiedlung Wer fit genug ist, kann auch die Wendeltreppe hinuntergehen. Das Torbogenhaus in der Erich-Steinfurt-Straße.

100 Jahre Grundsteinlegung:
Der Finower Wasserturm - eine ganz große Nummer!

maxe. Karl-Dietrich Laffin vom Förderverein Wasserturm Finow und Umgebung e.V. ist stolz auf das bisher Erreichte: Das Wahrzeichen von Finow und Eberswalde wurde aus dem touristischen Dornröschenschlaf erweckt und ist zu einer Attraktion der Region geworden, das sogar das Paul-Wunderlich-Haus weit in den Schatten stellt. Oben von der Aussichtsplattform blickt man hinunter auf die Messingwerksiedlung, auf die alten Fabrikhallen, auf das stillgelegte Walzwerk, auf die Finower Kirche und gleich daneben auf die langen Blöcke des Kopernikusrings.

In weiterer Ferne erspäht man den Montage-Eber des Kranbaus, das Mischfutterwerk, Lichterfelde und Finowfurt. Mit einem guten Teleobjektiv oder einem Fernglas kann man bei klarer Sicht das Zentrum von Eberswalde heranholen, wobei die Maria-Magdalenen-Kirche nur zur Hälfte aus dem Terrain herausragt, dahinter die Südender Höhen und weiter links die Hügel von Ostende. Man entdeckt die Bruno-H.-Bürgel-Schule und am Bildrand lugt die Turmkuppel der Goetheschule hervor. Der ehemalige Stahlbau-Backsteinbau des Kranbaus ist gut zu sehen und zwischen den blühenden Robinien sieht man ganz rechts unten den Turm der alten Papierfabrik Wolfswinkel.

Zwei Radfahrer-Touristen, ein Ehepaar mit westdeutschem Akzent, waren sichtlich beeindruckt und hinterließen gleich lobende Worte im Besucherbuch. Mit 3 Euro Eintritt, für Kinder nur 1 Euro, ist der Wasserturm wirklich für jedermann erschwinglich. Auch kann man bequem mit einem modernen Fahrstuhl, der 2011 eingebaut wurde, bis nach oben fahren, wo sich zwei Museumsetagen befinden. Im ehemaligen Wasserbehälter sind historische Exponate des Messingwerkes sowie des Walzwerkes museal modern präsentiert und man kann die Entwicklung des Finower Industriestandortes von den Ursprüngen an verfolgen.

Das Messingwerk produzierte schon seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts an diesem Standort in Heegermühle, wie Finow damals hieß. Mit dem Bau des Finowkanals (1743-1746) konnten die Rohstoffe für Messing - Kupfer aus dem Mansfelder Revier und Galmei aus Schlesien, aus dem dann Zink gewonnen wurde, sowie Kohle zum Brennen und Schmelzen - leichter und günstiger ins Finowtal transportiert werden. So entstand im Altwerk eine Werkhalle neben der anderen.

Im Jahre 1863 übernahm die Halberstädter Fabrikantenfamilie Hirsch das Heegermühler Messingwerk. Produkte der Messingfabrik wurden zu dieser Zeit in alle Welt exportiert, sogar bis nach Indien, wo man dann aus Messing-Rohlingen Münzen preßte. Vor allem aber dienten die Hirsch Kupfer- und Messingwerke, seit 1908 eine Aktiengesellschaft, der Produktion von Rüstungsgütern, insbesondere Munition bzw. Munitionsteile, aber auch aus Speziallegierungen gefertigte Rohre für die Dampfturbinen, mit denen Schlachtschiffe, Kreuzer und Torpedoboote der kaiserlichen Kriegsmarine ausgerüstet wurden.

Der 1. Weltkrieg brachte dementsprechend eine enorme Ausweitung der Produktion mit sich. Die Gewinne der HKM-Aktionäre vervielfachten sich. Um den steigenden Anforderungen des Militärs zu genügen, aber auch um neuwertige Produktionsanlagen für die Zeit nach dem Krieg zur Verfügung zu haben, gingen die Hirschs an den Bau einer neuen Fabrik, dem »Neuwerk«. Der Bau der neuen Fabrik wurde von 1916 bis 1920 vollzogen.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Neuwerkes der Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG, das zum Teil direkte Kriegsbeute aus Nordfrankreich war, wurde 1916 ein völlig neuartiges Wasserwerk geplant, mit einer leistungsfähigeren Wasserversorgung für das Werk sowie für den ganzen Ort. Es entstand ein Wasserturm nach dem damals neuesten Stand der Technik. In den Turmkopf verbaute man ein Stahlbetonkorsett, einer damals neuen Ingenieurtechnik, das ihm die nötige Stabilität verlieh. Der Wasserhochbehälter garantierte einen gleichmäßigen Wasserdruck von 3 bar, wozu die damalige Pumptechnik noch nicht in der Lage war.

Das aus den Kriegsgewinnen finanzierte Neuwerk bildete die Grundlage für die erfolgreiche Umstellung auf Friedensproduktion. Modernste Technologien kamen zum Einsatz und machten HKM zum führenden deutschen Unternehmen in der Buntmetallbranche, das maßgeblich den »Messingpakt«, ein Kartell der größten deutschen Buntmetallunternehmen bestimmte. Zugleich gingen die Hirschs zur Sicherung der Rohstoffbasis etliche Auslandsbeteiligungen ein. Allerdings verspekulierten sie sich in ihrer Expansionspolitik, was in der Weltwirtschaftskrise 1932 mit der Liquidation des Hirsch-Imperiums endete. In den neu gegründeten Aktiengesellschaften waren die Hirschs nicht mehr vertreten. Das Neuwerk behielt aber den Namen Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG bei.

Nach der faschistischen Machtübernahme 1933 stand wieder die Rüstungsproduktion im Zentrum. Neue Produktionsstätten zur Massenproduktion von Munition entstanden, wofür mit der Finow Industrie GmbH eigens eine Tochtergesellschaft gegründet wurde. 1939 beschäftigte HKM einschließlich Tochter 4000 Arbeiter, die mit dem beginnenden Krieg zunehmend durch Zwangsarbeiter aus ganz Europa, Kriegsgefangene und schließlich KZ-Häftlingen aus dem Frauen-KZ Ravensbrück ersetzt wurden. 1941 übernahm AEG die HKM, dien nunmehr »Finower Kupfer- und Messingwerke AG« (FKM) hießen. Als Rüstungsbetrieb, aber nicht zuletzt auch wegen der engen Beziehungen der Werksführung zur SS, fielen die FKM nach dem Krieg fast vollständig der Demontage zum Opfer.

Im April 1945, der Krieg war so gut wie verloren, sollten aufgrund Hitlers »Nero-Befehl« alle Infrastrukturbauten gesprengt werden. Doch ein tapferer Wehrmachtssoldat, Gerhard Kessler (1917-2007), hörte lieber auf sein Herz und ließ den Turm ungeschoren, nachdem er schon die Sprengladungen angebracht hatte.

Nach dem Krieg entfernte man schnell den großen »Hindenburg«-Schriftzug am Turmkopf sowie dessen Relief im Gedenkhof, der 1930 unten zwischen den Pfeilern zu Ehren der im 1. Weltkrieg gefallenen Messingwerker angelegt wurde. Ansonsten blieb das Kriegerdenkmal zu DDR-Zeiten unangetastet. Es wurde nur höflich verschwiegen. 1958 wurde der Turm offiziell aus hygienischen Gründen für Besucher gesperrt. Dabei spielte wohl auch eine Rolle, daß man von oben einen guten Blick auf das Altwerk hatte, das jetzt von der NVA als Werkstatt genutzt wurde. Daneben konnten wegen des phänomenalen Rundumblicks auch sämtliche Flugaktivitäten der Sowjetarmee auf dem Flugplatz Finow verfolgt werden. Der Wasserturm wurde noch bis 1974 für die Wasserversorgung genutzt, doch dann erzwangen Frostschäden seine Stillegung.

Hinter dem Brandenburgischen Viertel, damals Max-Reimann-Viertel, befand sich die Einflugschneise für die Hubschrauber und MIGs der sowjetischen Streitkräfte des Flugplatzes Finow.

Ab 1990 nahmen die Frost- und Wetterschäden am ehemaligen Wasserturm zu. Alle Versuche, den Turm neu zu nutzen, scheiterten. Ehemalige Walzwerker und weitere Bürger kamen zusammen und überlegten, wie der Turm zu retten sei. Ein erster Schritt war die Ausstellung "Das Messingwerk und seine Lebensader" von 1996, in der viele vom Messingwerker Arnold Kuchenbecker gesammelte Gegenstände und Unterlagen präsentiert wurden. Weitere Ausstellungen im Eberswalder Rathaus, in der Sparkasse Barnim und in der Adler-Apotheke folgten. Die Stadtverordneten beschlossen, den gesamten Bereich der Messingwerksiedlung als Denkmal unter Schutz zu stellen.

Aus dem Festkomitee des im Jahr 2000 groß begangenen Jubiläums »300 Jahre Messingwerk« bildete sich im Jahr 2003 der »Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld e.V.« Wieder war es Arnold Kuchenbecker, der maßgeblichen Anteil daran hatte, die Pläne zur Sanierung des Turm und seiner Begehbarmachung umzusetzen. Neben dem Turm sollten auch die Häuser am Gustav-Hirsch-Platz, die alte Schule, das Torbogenhaus sowie die Kupferhaussiedlung saniert werden.

Viele Bürger und Unternehmen haben durch ihr Engagement die Sanierung des ganzen Komplexes angeschoben, bis sich schließlich die Stadt Eberswalde als Besitzerin des Wasserturms zu ihrer Verantwortung bekannte und Fördermittel für die Sanierung beantragte. Spektakulärer Auftakt der Turmkopfsanierung war - noch vor Mitwirkung der Stadtverwaltung - Mitte Oktober 2004 die Aufbringung des Umganges, einer komplett am Boden vorgefertigten Metallkonstruktion der Fa. Metallbau Finow, die mittels Autokran aufgesetzt wurde. Das ermöglichte potentiellen Sponsoren einen begeisterten Blick vom Wasserturm.

Nach dem Außenumbau und der Sanierung des Mauerwerks (2005/2006) erfolgte der Innenausbau mit der Elektroanlage, der Betonsanierung, der Einsetzung denkmalgerechter Scheiben und den Malerarbeiten. Am 4.12.2007 wurde der Wasserturm nach denkmalgerechter Sanierung feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Zwei Jahre später erfolgte die Einweihung des Museumsbereiches im ehemaligen Wasserbehälter und wieder zwei Jahre später spendierte das Land Brandenburg einen modernen Personenaufzug, der einen weitgehend barrierefreien Zugang ermöglicht. Eine Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Eberswalde und dem Förderverein regelt eine Öffnung des Bauwerkes an drei Tagen in der Woche: Freitag, Sonnabend und Sonntag von 10-17 Uhr.

Ein bißchen mehr Aufmerksamkeit für den Finower Wasserturm täte nicht schlecht, meint Karl-Dietrich Laffin. Viele Eberswalder waren noch nicht ein einziges Mal auf der Aussichtsplattform und auch die Stadt Eberswalde, der eigentlich der Turm gehört, könnte sich etwas aufnahmebereiter die Sorgen und Nöte der Museumsbetreiber anhören. Daß der Wasserturm Finow das ultimative touristische Highlight der Region ist, daran kann jedenfalls kein Zweifel bestehen. Vielleicht wäre ein Shuttle-Bus vom Eberswalder Marktplatz bis zum Wasserturm während seiner Öffnungszeiten eine gute Idee - man kann mit seinen Pfunden ruhig mal wuchern ...

(jg/gm) - 18. Mai 2018

Quellen:
»Der Wasserturm in Finow - vom Reißbrett zum Regionalmuseum«, Juli 2016 - Herausgeber: Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld e.V. mit Unterstützung der Stadt Eberswalde, Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus - Autor: Karl-Dietrich Laffin (nach Aufzeichnungen von Arnold Kuchenbecker)
»Walzwerk im Finowtal«, 2017 - Herausgeber: Geschichtswissenschaftliches Institut Eberswalde e.V. - Autor: Kurt Berus




Pusteblumen-Invasion an der Prignitzer Straße
(12. Mai 2018)



Nach vier Monaten Vakanz:
Quartiersmanagement nun extern

maxe. Seit dem 2. Mai hat das Brandenburgische Viertel wieder ein Quartiersmanagement. Nachdem Quartiersmangerin Johanna Johne-Akçinar Ende 2017 in die Elternzeit ging, blieb der Posten zunächst vier Monate lang unbesetzt. Auf eine im Herbst 2017 erfolgte Ausschreibung für eine befristete Stelle, mit der die Elternzeit überbrückt werden sollte, meldeten sich laut Auskunft des städtischen Sozialdezernats keine geeigneten Bewerber. Daher entschloß sich die Stadtverwaltung, das Quartiersmanagement vorübergehend an einen Fremdanbieter zu vergeben.

Über die Wirksamkeit des immerhin seit 2003 personell durch die Stadtverwaltung selbst getragene Quartiersmanagement wird in der Vergabevorlage geurteilt, daß mit Hilfe des Quartiersmanagements »erste Aktivierungs- und Einbindungsversuche der Bürgerschaft als auch verschiedener Akteure vor Ort umgesetzt« wurden, so daß – mithin nach fast 15 Jahren – »erste Impulse zur positiven Entwicklung und Imagebildung erfolgten«.

Zugleich wurden in dieser Zeit zahlreiche »Impulse« und Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern des Viertels seitens der Stadtverwaltung abgeblockt. Letzteres blieb natürlich in der Verwaltungsvorlage unerwähnt und ist ja auch kein Alleinstellungsmerkmal für unseren Kiez.

Die Fremdvergabe erfolgte im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung, für die sechs »grundsätzlich fachkundige und leistungsfähige Büros um ein entsprechendes Angebot« gebeten wurden. Drei Firmen gaben ein entsprechendes Angebot ab, darunter zwei Berliner Büros und die bereits im Kiez agierende Bildungseinrichtung Buckow e.V. aus Lichterfelde.

Als Kriterien zur Vergabe wurden im Rahmen eines Kurzkonzeptes Instrumente zur Aktivierung und Motivierung der Bevölkerung sowie zur Imageverbesserung des Viertels (20%), der Nachweis von Erfahrungen und Kompetenzen bei der Bearbeitung ähnlich gelagerter Aufträge (30%) sowie der Gesamtpreis (50%) herangezogen.

Die S.T.E.R.N. Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung mbH hatte zwar mit 74.709,69 Euro das teuerste Angebot abgegeben und lag hinsichtlich der neuen Instrumente zur Aktivierung gleichauf zu den Mitbewerbern, konnte aber laut Aussage der Stadtverwaltung deutlich hinsichtlich der Erfahrungen aus gleichartigen Aufträgen überzeugen.

Die Hauptausschußmitglieder folgten dem Verwaltungsvorschlag und betrauten die STERN GmbH in einstimmigem Votum mit dem bis September 2019 befristeten externen Quartiersmanagement für das Brandenburgische Viertel.

Die STERN GmbH ist keineswegs unbekannt in Eberswalde und im Kiez. Im Jahr 2017 war die Gesellschaft für die »Evaluierung des Verstetigungskonzeptes Soziale Stadt« verantwortlich.

Sozialdezernent Prof. Dr. Jan König informierte, daß sich das externe Quartiersmanagement am 16. Mai in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Sport (18.15 Uhr im Saal des Bürgerbildungszentrums Amadeu Antonio in der Puschkinstraße 13, TOP 9) vorstellen wird.

In der gleichen Sitzung wird Petra Pauli über die Allgemeine Soziale Beratung der Kinder-, Jugend- und Seniorenhilfe Buckow gGmbH, die in der Spreewaldstraße 20-22 angeboten wird, informieren.

(10. Mai 2018 - gm)




Kurz vor Wahlende im Stimmbezirk 21 von Eberswalde, im Wahllokal in der Grundschule "Schwärzesee" im Brandenburgischen Viertel. Stichwahl zum Landratsamt

maxe. Die Wahlbeteiligung bei der entscheidenden Stichwahl zum Landrat des Kreises Barnim ist erwartungsgemäß niedriger ausgefallen als der erste Wahlgang. Kurz vor 18 Uhr hatten im Stimmbezirk 21 im Wahllokal der Grundschule Schwärzesee erst 62 Bürger ihre Stimme abgegeben, und das von 1092 Wahlberechtigten in diesem Wahlbezirk. Auf dem Foto: die letzte Wählerin des Tages hat ihren Stimmzettel eingeworfen. Wahlleiter Ralph Hoeck (hinten) überwacht den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl.

Um Punkt 18 Uhr ging es zur Öffnung der Urne und zur Auszählung der Stimmkreuze, entweder für Othmar Nickel (CDU) oder Daniel Kurth (SPD/LINKE). Nach dem vorläufigen Endergebnis liegt der linke Kandidat mit barnimweiten 61,2 Prozent vor dem bürgerlichen Bewerber mit 38,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei insgesamt 18,7 Prozent. Damit ist die Kür des Landrates durch die Bevölkerung erneut gescheitert. Die Wahlbeteiligung hätte bei diesem Ergebnis (61,2 % für Kurth) mindestens 24,5 Prozent betragen müssen.

6. Mai 2018




Nachdem im November einer »Starkastentfernung« irrtümlicherweise ein ganzer Baum zum Opfer gefallen war, erfolgte Anfang April die versprochene Ersatzpflanzung. Neben acht weiteren Winterlinden wurden Insgesamt wurden 525 Sträucher gepflanzt (Purpur-Hartriegel, Gelbbunter Hartriegel, Blutberberitze, Großblättrige Berberitze, Gefüllter Ranunkelstrauch, zwei verschiedene Sorten Sommerflieder, Japanische Scheinquitte, Weigelie, Potentillen, Heckenjasmin, Amethystbeere und Sommer-Tamariske). Neue Bäume und Sträucher

maxe. Im Zusammenhang mit der Neupflanzung von Winterlinden in der Prenzlauer Straße hatte die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Christin Zierach versprochen, daß zudem Sträucher gepflanzt würden, die zum einen als Bienenweide dienen und zum anderen Kleinvögeln Unterschlupf und Versteck bieten können.

»Ab der Strausberger Straße bis kurz vor die Uckermarkstraße«, erläutert Daniel Mattis vom Eberswalder Bauhof die Pflanzaktion, »wurde in der Mitte der Grünfläche ein Pflanzstreifen angelegt. Dazu wurde die vorhandene Grasnarbe dünn abgetragen und mit etwas Mutterboden ausgeglichen. Dann pflanzten die Bauhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter die Sträucher und deckten zum Schluß die Flächen mit Rindenmulch ab.«

Die Auswahl der Sträucher besorgte die Baumexpertin Christin Zierach vom Tiefbauamt unter Berücksichtigung der Standortverhältnisse, klimatischen Bedingungen sowie Insekten- als auch Vogel-Freundlichkeit.

»Insgesamt wurden 525 Sträucher gepflanzt und es handelt sich um folgende Arten: Purpur-Hartriegel, Gelbbunter Hartriegel, Blutberberitze, Großblättrige Berberitze, Gefüllter Ranunkelstrauch, 2 verschiedene Sorten Sommerflieder, Japanische Scheinquitte, Weigelie, Potentillen, Heckenjasmin, Amethystbeere und Sommer-Tamariske.«

In diesem Frühjahr wurden zusätzlich zu den bereits 2017 gepflanzten zehn Winterlinden acht weitere Winterlinden gepflanzt, so daß es jetzt insgesamt 18 neue Bäume in der Prenzlauer Straße gibt.

Hinzu kommen bereits seit 2015 und 2016 die drei kleinen MAXE-Linden. Die aus natürlichem Nachwuchs gewonnenen Bäumchen sehen neben den deutlich älteren Baumschulen-Linden natürlich etwas unscheinbar aus. MAXE hofft dennoch, daß ihnen ein längeres Leben beschieden ist, auch wenn bei einem der 2015 gepflanzten Bäumchen aufgrund von Vandalismus der Hauptast abgebrochen wurde. Inzwischen hat sich die kleine Linde erholt. Allerdings sind deutliche Wachstumsnachteile gegenüber der zeitgleich gepflanzten zweiten MAXE-Linde erkennbar.

In diesem Frühjahr haben die MAXE-Linden einen ersten Erziehungsschnitt bekommen, der hoffentlich (nicht zuletzt dank der helfenden Hinweise des WBG-Mitarbeiters Marco Reinhardt) einigermaßen gelungen ist.

Weitere Pflanzungen im Brandenburgischen Viertel erfolgten in diesem Frühjar laut Daniel Mattis auf dem Gelände des »Club am Wald«. Dort kamen 5 Obstbäume in den Boden und zwar je ein Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und Pfirsich.

(5. Mai 2018 - gm)

Siehe auch:
Pflanzaktion im Kiez zum Tag des Baumes am 25. April 2015
Prenzlauer Straße um einen Eschen-Ahorn ärmer
MAXE-Linde Nummer Drei
Neue Bäume und Büsche im Kiez
Alles zum Thema Baum findet sich hier.




Saisonbeginn im Skatepark

Sommerzeit ist Skaterzeit. Am Samstag, dem 5. Mai 2018, um 14 Uhr kann die diesjährige Saison im Funpark des Clubs am Wald eröffnet werden.

»An diesem Aktionstag werden alle BMX-er, Skater und Interessierte eingeladen, die neuen Skate-Elemente des Funparks auszuprobieren. Die neuen Elemente sind eine Quarter mit Bank, ein Curb Cut mit halber Pyramide, ein Curb und eine Flat Rail«, so Martin Krause vom Amt für Bildung, Jugend und Sport.

Außerdem wird an diesem Tag die Jugendhütte auf dem Gelände eingeweiht. »Die Jugendhütte wurde nach den Vorstellungen und Wünschen gemeinsam mit den Kinder und Jugendlichen des Clubs entwickelt und gebaut. Professionelle Unterstützung gab es dabei von der Projektgemeinschaft Lantana«, so Martin Krause.

Ein weiteres Highlight wird an diesem Tag ein »Water-Soccer-Turnier« sein.

Nancy Kersten, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Eberswalde

(3. Mai 2018




Frühlingshafte Visionen im sozialen Brennpunkt
Auf der Tagesordnung der lokalen Agenda stehen: weiße Blüten, rosa Blüten, gelbe Blüten, blaue Blüten, orange Blüten und violette Blüten. Dazu vermehrt Brutpflege und Nahrungsbeschaffung bei Singvögel- und Säugetierarten. Das alles bei angenehmen Temperaturen um 24 Grad Celsius.
(29. April 2018)



SURFA RIP Emily -
Lebwohl kleiner Engel
Rest In Peace
(Emily-Kate)

Tom Fischer

Links:
Anteilnahme ist kein Fremdwort
Bis zum letzten Atemzug (Emily-Kate)

(24. April 2018)




Weniger lange Rotphasen in der Rush-Hour ließe den Verkehr in Westend besser fließen.

Problemstelle Heegermühler Straße:
Intelligente Ampeln sind notwendig

maxe. Der nicht zufriedenstellende Verkehrsfluß in Westend zwischen Boldtstraße und dem neuen Westend-Center in den Zeiten der Rush-Hour läßt viele Eberswalder zum Stift greifen, um einer Bürgerinitiative mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, die das Ziel hat, durch die Wiederherstellung der Zweispurigkeit ein flüssigeres und sichereres Fahren in diesem Bereich zu ermöglichen.

Die Baudezernentin Anne Fellner ließ in einer Pressemitteilung erklären, daß eine Entfernung der Radspuren nicht zur Diskussion stehe, weil auch Radfahrern gewisse Rechte im Straßenverkehr zustünden und überdies kein Platz für Radfahrer auf den Gehwegen vorhanden sei.

Der Hauptkritikpunkt der Gegner des jetzigen Verkehrszustandes sind allerdings nicht die Radfahrer, die man sowieso nur selten sieht, sondern die wahrgenommene Behinderung des Verkehrsflusses. Ein Grund dafür ist die Einengung des Verkehrs auf eine Spur, ein anderer Grund ist die zusätzliche Ampelanlage an der Einmündung zum Westend-Center.

Außerhalb der Stoßzeiten fließt der Autoverkehr in diesem Bereich problemlos. Die 40 Sekunden Grünphase für die West-Ost-Richtung wird harmonisch von der Triftstraßen-Ampel und der REWE-Ampel absolviert. In der Rush-Hour kommt jedoch die Harmonie aus dem Takt. Die verstärkt vom Grundstück kommenden Einkäuferautos erzwingen für den Hauptverkehr Rotphasen, wo doch eigentlich ein Grün für den zügigen Abfluß der vielen Fahrzeuge notwendig wäre.

Überdies erweisen sich die 40 Sekunden Grün für die Heegermühler Straße am Westend-Kino als zu knapp kalkuliert. Hier könnten 5 Sekunden mehr schon viel bewirken, die man zu Stoßzeiten auf Kosten der Nebenstraßen programmieren könnte. Auch müsste man sich überlegen, daß die Rewe-Ampel zur Ein- und Ausfahrt zum Parkplatz nur dann die Fahrt freigibt, wenn gleichzeitig der Verkehr am Westend-Kino auf Rot steht.

Hier gibt es noch viel Arbeit für die städtischen und kreislichen Behörden. Die Märkische Oderzeitung berichtete im letzten Herbst davon, daß eine intelligente Ampelschaltung geplant sei, die dem Obus-Verkehr Vorrang einräumt. Davon ist noch nichts zu spüren. Auch das Verkehrsaudit an der Heegermühler Straße läßt noch auf sich warten - wie es hieß, aus Personalmangel.

Das Bürgerbegehren "Heegermühler Straße" könnte auf die Verantwortlichen mehr Druck ausüben, daß die Stauproblematik endlich effektiv angegangen wird, damit den Bürgern mehr Lebenszeit geschenkt wird und eine unnötige Emmissionsbelastung unterbleibt.

11. April 2018




Neu im Kiez:
Elisabeth Klappoth,
Fachärztin für Allgemeinmedizin


Ärzte kommen und gehen

Nach der Schließung der Allgemeinarztpraxis von Irene Jordan Ende 2015 schien es zunächst, als würde unser Kiez zur gesundheitspolitischen Wüste werden. Dank des Engagements der kreiseigenen Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG) und ihres Geschäftsführers Dr. Jörg Mocek fand sich schon nach einem halben Jahr eine Lösung. Eine Tochtergesellschaft der GLG, die Medizinische Einrichtungs GmbH (MEG), die in Eberswalde bereits die einstigen Polikliniken in Stadtmitte und im Leibnizviertel betreibt, richtete in den einst von Frau Jordan genutzten Räumen in der Frankfurter Allee 64 eine Zweigpraxis ein.

Dort praktizierten zeitweise sogar zwei Ärztinnen. Neben Mariya Petkova, die seit November 2017 die Praxis jeden Tag offen hielt, steht seit kurzem die Allgemeinärztin Elisabeth Klappoth für die Menschen im Kiez zur Verfügung.

Leider hat Mariya Petkova ihre Praxistätigkeit am 4. April beendet.

Die Verwaltungsdirektorin für die ambulanten Geschäftfelder der GLG Dr. Ortrud Vargas Hein widersprach inzwischen Gerüchten, wonach Petkova-Nachfolgerin Elisabeth Klappoth ebenfalls nur vorübergehend in der Zweigpraxis tätig sein werde.

Sowohl den Patienten als auch der Ärztin ist zu wünschen, daß sich zwischen ihnen ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis entwickeln kann.

Die Sprechzeiten von Elisabeth Klapproth sind:
Montag 8.30 bis 12.30 Uhr
Dienstag 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr

Telefonisch kann man sich unter der Nummer 03334 - 32040 anmelden.

Gerd Markmann - 5. April 2018
(geändert am 15. April 2018)

Siehe auch:
Allgemeinärztin im Kiez hört auf
Ein Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel?
Kein Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel
Wieder Allgemeinärztin im Kiez
Mariya Petkova ist neue Hausärztin im Kiez


GLG Medizinische Einrichtungs GmbH · Medicus-Center Eberswalde
Praxis für Allgemeinmedizin
Frankfurter Allee 64 · 16227 Eberswalde · Tel: 03334 32040 · Fax: 03334 357256




Nachdem im November einer »Starkastentfernung« irrtümlicherweise ein ganzer Baum zum Opfer gefallen war, erfolgte nun die versprochene Ersatzpflanzung.

Pflanzaktion:
Neue Bäume und Büsche im Kiez

maxe. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Bauhofes nutzten das schöne Frühlingswetter nach Ostern, um die schon seit längerem geplanten Pflanzungen in der Prenzlauer Straße zu realisieren. Bereits Mitte März war an mehreren Stellen die Grasnarbe entfernt worden. Nun wurden dort Gehölze gepflanzt, die zu Büschen heranwachsen sollen und mit ihren Blüten nicht nur das wohngebiet verschönern, sondern auch Nahrungsquelle für viele Insekten bieten werden.

Mit sachkundiger Pflege werden hier kleine Biotope heranwachsen, die auch Nahrungsquelle und diverse Unterschlupfmöglichkeiten für Singvögel bieten werden.

Außer Buschwerk pflanzten die Bauhofmitarbeiter auch zwei Linden nach, um die Lücken der Baumreihe in der Prenzlauer Straße wieder zu schließen. Zuletzt war hier eine der wenigen noch vorhandenen älteren Eschenahorne gefällt worden. Wie sich herausstellte, irrtümlich.

(4. April 2018)

Siehe auch: »Starkast-Entfernung« und »Baumfällung war ein Versehen«. Alles zum Thema Baum findet sich hier.




Jede Woche in Ihrem Briefkasten:
Das getaktete Jahr

Im Frühling scheint die Sonne. Und zu Ostern kommt der Osterhase. Worauf muss man im Garten achten? Jetzt kommt die Fahrradsaison! Die Medien, allen voran die Wochenblätter, versorgen uns täglich mit nützlichem oder auch weniger nützlichem Wissen rund ums Haus, den Garten, das Auto und die Gesundheit.

Auch wenn draußen noch dicker Schnee liegt: In den Werbeprospekten wird der Garten gesprengt, man fährt Inline-Skating und das Blumenpflanzen ist offenbar angesagt. Wie kann das sein? Sind unsere Werbeprofis blind für die Umwelt?

Nein! Das ganze Jahr ist aufgeteilt in ganz bestimmte Verkaufsaktionen. Da wird mit Wahrscheinlichkeiten gerechnet. Und wahrscheinlich verkaufen sich zu Ostern am besten Osterdekorationen. Das alles liegt mindestens ein Jahr im Voraus fest. Da kann man nicht auf das aktuelle Wetter achten. Fest eingeplant ist, dass Ende Februar Rasenmäher verkauft werden müssen und Mitte September Schneeschaufeln.

Man kann doch wegen dem blöden Wetter nicht die Werbung ändern! Nächste Woche ist doch schon das Autozubehör dran, und die Woche darauf das Outdoor-Zelten. Das muss man doch alles an den Mann bzw. Frau bringen! Mit der Realität hat unsere schöne bunte Werbewelt, das sollten wir längst wissen, wenig zu tun. Höchstens mit Verführung.

Verführung zum Öffnen des Portemonnaies, ob man die Sachen nun braucht oder nicht. Ob man wirklich das Geld hat oder eigentlich nicht. Ob es nun nur minderwertiger Schund ist oder nicht, der da in den Wühlboxen liegt. Man fragt sich, was diese ganze nutzlose Hochglanz-Werbung kostet? Welche sozialen Nöte man damit bundesweit lindern könnte.

Aber Restriktionen sind verpönt. Das untergräbt die Freiheit! Lieber grillen wir bei minus 10 Grad unser Nackensteak im tiefverschneiten Garten, als dass wir über Sinn und Unsinn des Daseins nachdenken. Werbung muss keinen Sinn machen. Sie muss Kohle bringen!

Jürgen Gramzow - 24. März 2018




Bürgerbegehren »Heegermühler Straße« ist zulässig

Die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« hat mittlerweile 2.400 Unterschriften gesammelt. Etwa 1.100 gültige Unterschriften sind noch notwendig, um das Bürgerbegehren erfolgreich ein­reichen zu können.

Wir bedanken uns bei den bisherigen Unterzeichnern.

Niemand kann den Eberswalder Bürgern das Recht streitig machen, ein Bürgerbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Über die Zulässigkeit entscheidet nach der Einreichung die Stadtverordnetenversammlung und nicht die Baudezernentin.

Unser Bürgerbegehren zielt auf die Einhaltung von Recht und Gesetz in Gestalt des Verkehrsentwicklungsplans von 2008. Dieser sieht Radstreifen in der Heegermühler Straße erst nach Fertigstellung einer Umgehungsstraße vor, durch die der Verkehr in der Heegermühler Straße spürbar entlastet wird. Und das auch nur als Zwischenlösung.

Die aktuelle Verkehrsbelastung der zentralen Verkehrsachse von Eberswalde, man denke nur an die vielen LKWs, erlaubt kein sicheres Nebeneinander von Kraftverkehr und Radfahrern auf einer Fahrbahn.

Setzen Sie dieser Farce ein Ende! Nehmen Sie ihr demokratisches Recht wahr, sich in die Unterstützungslisten einzutragen!

Gerd Markmann und Dr. Ulrich Pofahl
(Sprecher der Bürgerinitiative RADWEGE IN EBERSWALDE)

(7. März 2018)


Diese Mitteilung finden Sie auch zum Ausdrucken. Weitere Informationen zur Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« finden Sie hier







Maxe - das Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel, fährt mit seinen Lesern im elektrischen Oberleitungsbus durch Eberswalde:

Die obere Eisenbahnstraße entlang bis zum Hauptbahnhof

Durch die Heegermühler Str. bis zur Werbelliner Straße

Durch die Brandenburger Allee bis zum Potsdamer Platz im Mai

Durch die Frankfurter Allee bis zum Potsdamer Platz

Durch die Eisenbahnstraße bis zum Karl-Marx-Platz

Durch die Spechthausener Straße bis Eisenspalterei

Vom Markt nach Ostende

24. Februar 2018 (zuletzt aktualisiert am 18.05.18)

Mit dem Obus durch Eberswalde



Fahrt durch das Brandenburgische Viertel bis zum Kleinen Stern in Finow




Brauchen wir ein Sozialkaufhaus?

»Alternative Liste Eberswalde« (ALE) ist für den
Erhalt des »Speicher«-Sozialkaufhauses

maxe. Vor anderthalb Jahren, im September 2016, öffnete im Einkaufszentrum (EKZ) »Heidewald« in einem der schon lange leer stehenden Verkaufsläden der »Speicher – Lehr- und Lernbetrieb« seine Pforten. Der europäische Regionale Förderverein e.V. (eRFV) etablierte damit nach dem »Speicher« im Leibnizviertel das Sozialkaufhaus Nr. 2 in der Stadt Eberswalde. Die Stadtverwaltung hatte das ambitionierte Projekt damals aktiv begleitet.
Doch am 14. Februar lehnte der städtische Ausschuß für Soziales, Bildung, Kultur und Sport (ASBKS) einen Förderantrag für das Projekt »Speicher – Lehr- und Lernbetrieb« ab.

Das besondere am »Speicher« Nr. 2 ist das Konzept des Lehr- und Lernbetriebes. Auszubildende können hier ihr Wissen und Können eigenverantwortlich im Echtzeitbetrieb erproben. Die Auszubildenden erhalten hier die einzigartige Möglichkeit, sich selbst einen festen Arbeitsplatz zu schaffen. Sie verwerten noch gebrauchsfähige Möbel und Hausrat und retten sie somit vor der Vernichtung. Damit ergänzt der »Speicher« die Angebotspalette des »Heidewald« und wertet das EKZ auf. Zugleich wird einkommensschwachen und benachteiligten Einwohnern im Brandenburgischen Viertel die Möglichkeit des Nahkaufs von Möbeln und Hausrat ermöglicht.

Soweit, so gut. Im Mittelpunkt beider »Speicher«-Standorte sollte die Eigenerwirtschaftung der Kosten aus den laufenden Umsätzen ohne vorrangige Inanspruchnahme von Fördermitteln stehen. Der 2014 eröffnete »Speicher« Nr. 1 im Leibnizviertel arbeitete bereits nach etwa zwei Jahren weitgehend kostendeckend. Der Lehr- und Lernbetrieb im »Heidewald« erwirtschaftet seine laufenden Kosten noch nicht. Hauptgrund ist die im Vergleich zur Gesamtstadt deutlich geringere Kaufkraft der Menschen im Brandenburgischen Viertel. Dabei orientiert sich die monatliche Umsatzentwicklung stark an den Hartz-IV-Auszahlungsterminen. Es kann daher kaum erwartet werden, daß die Kostendeckung so schnell wie im Leibnizviertel erreicht wird, zumal die derzeitigen Festkosten nicht reduzierbar sind.

Der Betrieb des Lehr- und Lernkaufhauses benötigt somit Zuschüsse für die laufenden Kosten. Bereits im September 2017 hatte der eRFV einen Förderantrag für 7.500 Euro aus dem Programm zur »Förderung von sozialen Maßnahmen und Initiativen in der Stadt Eberswalde« gestellt. Am 14. Februar 2018 hatten die Mitglieder des ASBKS den Antrag zur Entscheidung auf dem Tisch. Laut Aussage der Verwaltung »entspricht der Förderantrag der Richtlinie zur kommunalen Förderung von sozialen Maßnahmen und Initiativen«.

»Der SPEICHER ist ein von der IHK anerkannter Ausbildungsbetrieb«, bestätigte Uwe Siegel vom eRFV die entsprechende Frage des Ausschußvorsitzenden Lutz Landmann (DIE SPD). Es stehe eine ausgebildete Lehrkraft zur Verfügung, die »die Jugendlichen als Verkäufer/in ausbildet, wobei auch Themen wie Logistik und Möbelkunde eine wichtige Rolle in der Ausbildung spielen«.

Von den drei Auszubildenden konnten zwei im Jahr 2017 ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, einer wurde in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Bei der dritten Auszubildenden ruhte das Lehrverhältnis wegen einer Schwangerschaft. Ein Absolvent der Einstiegsqualifizierung begann im September 2017 seine Ausbildung im »Speicher«. Weitere Jugendliche begannen 2017 die Einstiegsqualifizierung, die bereits auch die Teilnahme am ersten Ausbildungsjahr in der Berufsschule beinhaltet.

Irene Kersten (DIE LINKE) sprach sich insgesamt positiv zum »Speicher« am Standort »Heidewald« aus. Sie »findet es gut, daß Lehrlinge dort ausgebildet werden«. Die Umsatzzahlen seien indes »bedenklich«.

Deutlich gegen »einen Möbelverkauf am Standort Heidewald« sprach sich Carsten Zinn (Fraktion »Unabhängiges Wählerbündnis Eberswalde«) aus. Er wünsche »sich den ursprünglich charakteristischen Zustand als Einkaufszentrum« zurück.

Die Wählergruppe »Alternative Liste Eberswalde«(ALE), die den früheren Ortsvorsteher des Brandenburgischen Viertels als ihren Kandidaten zur Kommunalwahl 2014 nominiert hatte, widerspricht hingegen dieser Auffassung. Angesichts der realen Situation im Ortsteil und des Leerstandes im EKZ »Heidewald« sei es völlig weltfremd, die Angebotspalette im »Heidewald« an jener der »Rathauspassage« im Stadtzentrum messen zu wollen. Die ALE werde sich für den Erhalt des »Speicher«-Sozialkaufhauses im EKZ »Heidewald« einsetzen, versicherte ALE-Sprecher Gerd Markmann.

(24. Februar 2018)


Weitere Artikel zum Thema »Heidewald«:
MAXE Nr. 4 vom Januar 2013 (pdf)
Aktivierung EKZ Heidewald
»Hilfe zur Selbsthilfe«
Kampf ums Klo im »Heidewald«
Neuer Anbieter im »Heidewald«?
Keine Kritik am »Sozialkaufhaus«




Borsighalle bald im neuen Glanz
maxe. Laut Beschluß des Bauausschusses vom 19.10.2017 wurde Bürgermeister Friedhelm Boginski ermächtigt, den Zuschlag für Zimmerer- und Holzbauarbeiten an die A. Lockfeldt Haustechnik Gmbh im Wert von 149.026,95 EUR für Sicherung und Inwertsetzung der Borsighalle zu vergeben. Der vorliegende Vergabevorschlag bezieht sich auf Zimmerer- und Holzbauarbeiten zur Errichtung eines Walmdaches einschließlich Dachhaut, Dachabdichtung und der zugehörigen Klempnerarbeiten auf dem ehemaligen Gasgeneratorenhaus. Des Weiteren sind Instandsetzungsmaßnahmen am Oberlicht der Borsighalle einschließlich der Demontage der alten Dachhaut, Auswechseln von zerstörten Holzteilen und das Montieren der neuen Dachhaut inklusive Dachabdichtung vorgesehen. Die Förderung durch Bund und Land beträgt 80 Prozent.
(16. Februar 2018)



Sozialreferentin Barbara Bunge auf dem Einwohnerforum:
»Integration geht alle an«

maxe. Auf der Einwohnerversammlung am Abend des 19. September 2017 in der Aula der Grundschule »Schwärzesee« stellte nach dem Beifall für Patricia Berndt (die die Ergebnisse der Einwohnerbefragung präsentierte) die Sozialreferentin der Stadt Eberswalde, Barbara Bunge, die Erfolge und Mißerfolge des Programms »Soziale Stadt«aus der Sicht des Quartiersmanagement vor:

Barbara Bunge resümierte, viele Dinge seien falsch eingeschätzt worden; insbesondere sei unterschätzt worden, wieviel Zeit man brauchen würde um mit den Menschen in Kontakt zu kommen, um Vertrauen aufzubauen, um ihnen auch Vertrauen zu schenken und sie »mitzunehmen«, damit ein Verständnis aufgebaut werden kann.

Nach diesem Umsteuerungsprozeß sei das Programm »Soziale Stadt« auf einem guten Weg, aber, betonte die Sozialreferentin, es habe die Verstetigungsphase noch lange nicht erreicht. Deshalb kam es auch zur erneuten Evaluierung (einschließlich Befragung), um zu sehen: »Wie ist unser Stand als Quartiersmanagement?« Es zeigte sich, daß dieses Instrument der Stadtplanung umgestaltet werden und an die neuen Herausforderungen angepaßt werden müsse, die sich im Brandenburgischen Viertel ergeben haben.

Mit einer gewissen Portion Stolz berichtete die Sozialreferentin der Stadt von einem neuen Vertrag mit der Bundesagentur für Arbeit, die nun zum ersten Male gebietsbezogene Arbeitsmarktdaten zur Verfügung stelle, so daß ein stadtteilbezogenes Sozial-Monitoring möglich sei.

Barbara Bunge schlug ebenfalls vor, daß aus Sicht des Quartiersmanagements das Programm »Soziale Stadt« ab 2019 fortgeführt werden muß, und daß darüber hinaus »Erweiterungsfelder im investiven und nichtinvestiven Bereich« benötigt werden. Sie fragte zudem rhetorisch: »Welche Aufgabe soll das Quartiersmanagement haben?«, um gleich die Antwort zu liefern: es müsse auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels ausgerichtet sein!

Direkte Kontakte zum Bürger seien nötig, ein »Kümmerer« müsse man sein, sich die Sorgen der Bürger anhören, ihre Vorschläge ernst nehmen und gegebenfalls der Verwaltungsspitze als Handlungsoptionen vorzuschlagen. So hätte das Quartiersmanagement, wie im letzten Einwohnerforum vorgeschlagen, den Potsdamer Platz für sich entdeckt, der in den letzten 15 Wochen durch verschiedenste Aktionen bespielt wurde. Sie seien überrascht über den großen Zuspruch gewesen, müßten aber nun auch auswerten, welche Dinge weniger gut angenommen worden sind.

»Ihre Anwesenheit auf dem Potsdamer Platz« habe gezeigt, so Barbara Bunge mit Blick auf die Einwohnerinnen und Einwohner, die zu den »Bespielungen« kamen, daß er ein Ort für die Kontaktaufnahme ist, ein Ort für kulturelle Angebote und ein Platz, wo man gemeinsam aktiv sein kann. Auch das Finden einer Form für die Vernetzung und Abstimmung der verschiedensten Träger im Viertel sein enorm wichtig, um ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen und neue Ideen zu entwickeln.

Zum Abschluß gab die Sozialreferentin bekannt, daß man der Stadtverordnetenversammlung im November vorschlagen werde, einen Grundsatzbeschluß zu verabschieden, der die »Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes für das Brandenburgische Viertel« beinhalten soll und, natürlich, die Fortführung des Programms »Soziale Stadt« mit neuen Schwerpunkten, wie folgt:

  • Der wichtigste Schwerpunkt sei die Integrationsarbeit. Viele dächten, daß sei nur eine Sache der Zugewanderten. Frau Bunge sieht das anders: Es sei auch eine Aufgabe der Einheimischen, der langjährigen Bewohner der Stadt und des Viertels, die Zugewanderten »mitzunehmen« und in die Gesellschaft zu integrieren. Dieser Prozeß gelinge nur, wenn wir ihn gemeinsam gestalten.

  • Der zweite wichtige Aspekt sei die Bildung, und zwar in all ihren Facetten und überall dort, wo Bildung möglich ist. Das beginne bei den Allerkleinsten in der Kindertagesstätte, dann über den Kindergarten, die Schule, den Hort, aber auch Bildung für Erwachsene und Senioren, und schließlich auch Bildung über Kultur. In der Arbeit mit Kindern müssen die Eltern gestärkt werden und die Familien, die Unterstützung benötigen, so daß sie »mit auf den Weg«genommen werden können.

  • Und als letzter Schwerpunkt: Es müssen Treffpunkte geschaffen werden für Begegnungen und das Zusammenkommen, wo SIE (die Einwohner des Brandenburgischen Viertels) die Möglichkeit haben, untereinander ins Gespräch zu kommen und miteinander etwas gemeinsam gestalten können.

»Das Brandenburgische Viertel hat eine Chance, aber es wird nur so stark sein wie ihre Bewohnerinnen und Bewohner.« Mit diesen Worten schränkte Barbara Bunge die Handlungsmöglichkeiten der Stadt Eberswalde ein und schloß ihren Redebeitrag.

(23. September 2017)

Siehe auch:
Vom »Ghetto« zur »Endlösung«?
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel
Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Vor 40 Jahren Grundsteinlegung Wohnkomplex "Max Reimann"
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik

maxe. Am 28. Januar 1976 beschloß der Rat des Kreises Eberswalde die "Gesellschaftspolitischen und volkwirtschaftlichen Zielstellungen für den Wohnkomplex »Spechthausener Weg«", wie das Neubaugebiet in der Planungsphase genannt wurde. (1) Die Beschäftigten des neu gebauten SVKE benötigten Wohnraum, und so wurde, ganz in der Nähe, auf einem 82 ha großen forstwirtschaftlich genutzten Gebiet südlich der Chemischen Fabrik ein Wohnkomplex von der Größe einer Kleinstadt konzipiert.

Das vom VIII.Parteitag der SED beschlossene Wohnungsbauprogramm bildete das Kernstück des sozialpolitischen Programms der DDR-Regierung. Die Lebensbedingungen der Menschen, gerade auch in der Freizeit, sollten mit komfortablen Wohnungen verbessert werden. So wurde an einem Dienstagnachmittag, am 19. Juli 1977 in der Nähe des Spechthausener Weges der Grundstein für das größte Neubaugebiet von Eberswalde gelegt.


Der Vorsitzende des Rates des Kreises, Genosse Horst Copitzky, schwang symbolisch den Hammer, um eine Kassette mit dem Lageplan des Neubaugebietes sowie mit einem "Neuen Deutschland" und einem "Neuen Tag" einzumauern. Mit folgenden Worten taufte er das neu zu bauende Wohngebiet:

"Dieses Wohngebiet soll den Namen unseres unvergessenen Max Reimann tragen. Max Reimann, Arbeiterführer, Kommunist und Ehrenbürger unserer Kreisstadt, wird damit ein ehrendes Denkmal erhalten. Wir möchten damit all die Antifaschisten ehren, die durch ihre unbeugsame Haltung in der finsteren faschistischen Vergangenheit, durch ihre Tat dem Finowtal den Beinamen »Rotes Finowtal« verliehen."(2)
Einen Monat früher, am 22. Juni 1977 fasste der Rat des Kreises Eberswalde den Grundsatzbeschluß (5) zu den Investitionsaufwendungen für die Errichtung der Neubauten: die Summe für den 1. Bauabschnitt betrugen 57 Mio Mark und für den 2. Bauabschnitt 49 Mio Mark der DDR. Insgesamt waren 6672 Wohnungen geplant, in denen 18.000 bis 21.000 Menschen leben sollten. Laut einem Politbürobeschluss vom 24. April 1973 kam dabei ein ganz bestimmter Wohnungsschlüssel zur Anwendung, mit dem folgende Wohnraumgrößen gebaut werden sollten:

   665 1-Raum-Wohnungen = 11,1 %
1101 2-Raum-Wohnungen = 18,3 %
3194 3-Raum-Wohnungen = 52,1 %
1036 4-Raum-Wohnungen = 17,2 %
     76 5-Raum-Wohnungen =   1,3 %

H. Kliche vom Autorenkollektiv des Geschichtswissenschaftlichen Institutes Eberswalde bewertete 2010 die Entscheidung zum Bau des Wohngebietes: "Die günstigen topographischen Verhältnisse und die technisch unklomplizierte Erschließung wegen des geringsten Abrisses und der Verlagerungskosten und der guten Anbindungen zu den nördlich gelegenen Arbeitstätten gaben schließlich den Ausschlag zur Standortwahl."(3)

Mit den gleichen Worten erläuterte Kreisarchitekt Heinz Maske im Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979 die Standortentscheidung. In dieser Publikation stellte er zurückblickend auch die Bebauungskonzeption für das Max-Reimann-Viertel vor:

"Hierbei wurden eindeutige Straßenräume mit den technisch und stadthygienisch maximalen Raummaßen in Kontrast zu den vorgesehenen intimen Wohninnenhöfen gesetzt, die großräumig ca. 60 x 60 bis 130 x 130 Meter angelegt werden, um eine sinnvolle Nutzung und den zusammenhängenden Baumbestand erhalten zu können. Um eine Monotonie in der Raumgestaltung zu vermeiden, weist jede Wohngruppe ihre eigene und typische Raumproportion auf."(4)
In der Endausbaustufe, nach Fertigstellung aller Bauabschnitte, seien folgende Einrichtungen geplant gewesen:
  • Mehrzwecksaal, Zirkelräume
  • Wohngebietsgaststätte
  • Fachverkaufseinrichtungen
  • Zweigbibliothek und Volksbuchhandlung
  • Blumenverkaufshalle
  • Dienstleistungsbereiche
  • Sparkasse / Post
  • Poliklinik / Apotheke
  • Jugendklub
  • Hallenbad und Sauna (4)(5)
Heinz Maske, der Architekt legte 1979 weiter dar, daß im Wohngebiet durch Komposition, Zuordnung, Farb- und Materialauswahl eine gestalterische Einheit und Differenziertheit der einzelnen Bereiche erreicht wird, die zu einem höheren Niveau der Stadtgestaltung führt. Erstmals im Bezirk Frankfurt/Oder und darüber hinaus wurde der vorhandene Waldbestand in die Wohngebietskonzeption einbezogen.(4)

Am 1. April 1978 wurden die ersten Wohnungen im 1. Bauabschnitt an 40 Bewohner übergeben.(3) Im Juli 1978 beschloss die 24. Tagung des Rates der Stadt Eberswalde die ersten Straßenbenennungen im Wohngebiet "Max Reimann". Bis 1979 enstanden dann 1100 Wohnungen für SVKE-Beschäftigte. Am 25. November 1986 meldete der "Neue Tag" die vorfristige Eröffnung der zweiten Kaufhalle (die Öffnungszeiten beschloss der Rat der Stadt), und einen Monat später die Fertigstellung von 586 neuen Wohnungen im Jahr 1986. (1)(6)

Am 8. November 1987, zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution, rollten die ersten Obusse durch den Kiez. Die bisher eingesetzten Kraftomnibusse wurden durch elektrifizierte Busse des Typs IKARUS 280 T ersetzt. Hierbei unterstützten der Kraftverkehr Weimar und Potsdam die Eberswalder mit zwei Bussen. Um 3.50 Uhr fuhr die erste reguläre Fahrt von der Allendestraße bis Nordend. Die Taktung der Obusse war dabei alle 6 min (5-8 Uhr), alle 15 min (8-14.30 Uhr) und am Nachmittag alle 8 min (14.30-17.30 Uhr). Später am Abend dann alle 15 bzw. 20 min. (7)

Zwei Jahre später sollte die Mauer fallen und so kam es nicht mehr zur Fertigstellung des Wohngebietes. Am 2. März 1990 beschloss die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde die Überarbeitung der Bebauungskonzeption für den Stadtteil "Max Reimann". Mit dem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Nr. 16 - 103/91 vom 13. Juni 1991, unterzeichnet von Dr. Hans Mai (Bürgermeister), vollzog die Stadt Eberswalde einen Schlusstrich unter 40 Jahre Arbeiter- und Bauern-Staat:

Neben der Leninstraße (Eberswalder Str.), dem Platz der Freundschaft, der Ernst-Thälmann-Straße (Heegermühler Str.) und der Umbenennung des gesamten Wohngebietes in "Brandenburgisches Viertel", wurden sämtliche Straßen des DDR-Neubaugebietes per Dekret umbenannt, allerdings erst anderthalb Jahre später aus Kostengründen umgesetzt. (1)

Aus der Walter-Ulbricht-Straße wurde die Rathenower Straße, aus der Georg-Ewald-Straße die Cottbusser Straße, aus der Dr.-Salvador-Allende-Straße die Potsdamer Allee, aus der Max-Reimann-Straße die Frankfurter Allee, aus der Karl-Maron-Straße die Beeskower Straße, aus der Otto-Winzer-Straße die Nauener Straße - usw. usf.

Mit rotem Klebestreifen wurden die Namen von Antifaschisten und Sozialisten überklebt, solange bis neue Schilder und Ständer installiert waren, die die Stadt Eberswalde mit der neuen harten Währung bezahlen konnte.

Zur weiteren Entwicklung des Viertels ab 1990 verweisen wir auf diesen Artikel.

(jg) - 1. August 2017

(1) Quelle: Kreisarchiv Barnim
(2) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 22. Juli 1977 (Kreisarchiv)
(3) "Von der Bodenreform zur Wurstfabrik" - Wege zur industriellen Produktion in der Landwirtschaft im Raum Eberswalde / 1. Auflage Eberswalde 2010 / Autorenkollektiv unter Leitung von H. Kliche
(4) "Ein neues Wohngebiet entsteht" - Städtebauliche Betrachtungen zum Wohnkomplex "Max Reimann" in der Kreisstadt Eberswalde-Finow von Heinz Maske, Architekt BDA/DDR - Kreisarchitekt - / Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979; Herausgeber: Rat des Kreises, Abteilung Kultur
(5) Grundsatzbeschluß des Rates des Kreises Eberswalde vom 22. Juni 1977 zu den Investitionen im 1. und 2. Bauabschnitt des WK "Max Reimann" - Quelle: Kreisarchiv Barnim
(6) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 25. Nov. 1986 und vom 2. Dez. 1986 (Kreisarchiv)
(7) Tageszeitung "Neuer Tag" vom (ohne Angabe). November 1987 (Kreisarchiv)

Bildnachweis:
Grundsteinlegung am 19.7.1977 (Autor unbekannt)
Foto aus der Bauphase am 1.10.1979 - Herbert W. Brumm, Gramzow
(Quelle: Kreisarchiv Barnim)




Die Einwohnerversammlung 2016, die erstmals als Einwohnerforum organisiert war, bildete den Startschuß zur Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzeptes. Im September 2017 sollen auf einem weiteren Einwohnerforum die Ergebnisse vorgestellt werden.

Vom 26. Juni bis 14. Juni findet im Zusammenhang mit der Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzepts eine Bewohnerbefragung statt. Die ersten Umfragebögen wurden bereits verteilt.
ACHTUNG! Es handelt sich um weiße Umschläge im Format A5, die trotz der Aufschrift "Achtung: Keine Werbung" leicht mit Werbung verwechselt werden können.
Daher aufpassen und lieber die Werbestapel vor dem Wegwerfen nochmal durchgucken!

Neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK):
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel

Fortführung des Programms Soziale Stadt

maxe. Seit 1999 werden mit dem Förderprogramm Soziale Stadt im Eberswalder Ortsteil »Brandenburgisches Viertel« ganz unterschiedliche Maßnahmen realisiert – von investiven Maßnahmen in die Infrastruktur bis zu Beteiligungs- und Aktivierungsangeboten.

Das Verstetigungskonzept von 2012, mit dem ein langsamer Ausstieg aus dem Programm Soziale Stadt gesichert werden sollte, wird derzeit evaluiert. Dabei zeigt sich, erläutert Baudezernentin Anne Fellner, »daß eine Vielzahl an Maßnahmen noch keine Verstetigungsreife erlangt hat, zudem haben sich neue Herausforderungen durch den Zuzug von geflüchteten Menschen ergeben. Eine Fortführung des Programms Soziale Stadt wird demzufolge sinnvoll und erforderlich sein.«

Die aktuelle Entwicklung war für die Stadtverwaltung Anlaß, über die Stadtteilentwicklungsstrategie des Brandenburgischen Viertels neu nachzudenken. Hierzu erarbeitet die Verwaltung derzeit ein neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK).

»Mit diesem Konzept«, so die Dezernentin, »wird ein Strategiewechsel für das Quartier eingeleitet, der eine nachhaltige Stabilisierung und Entwicklung zum Ziel hat.« Bisher war das Quartier Schwerpunkt des Wohnungsrückbaus - und hat mit diesem »negativen Image« auch die Bemühungen der Wohnungsmarktakteure erschwert, den Wohnungsleerstand zu verringern. Das soll nun anders werden.

Die Stadtverwaltung verfolgt dabei vier Strategien:

  • Schaffung vielfältiger Wohnungsqualitäten (Bestandsanpassung, Neubau und langfristige Rückbauziele, Barrierefreiheit, bezahlbar)
  • öffentliche und private Räume/Freiflächen pflegen und gezielt aufwerten (Wegenetze, Barrierefreiheit, Stadtteileingänge, Parkanlagen pflegen)
  • sozialen Zusammenhalt stärken (Bildung, Sport, Kultur, Freizeit, Integration/Inklusion, Nachbarschaften)
  • (Nah)Versorgung sichern (Einzelhandel, medizinische Versorgung).

In einem ersten Bürgerforum am 25. Oktober 2016 wurden Ideen diskutiert und ausgetauscht. Auf einem zweiten, für den Herbst 2017 vorgesehenen Bürgerforum, soll der Entwurf des Stadtteilentwicklungskonzeptes in den Diskussionsfokus gestellt werden.

Aus den vier Strategien ergeben sich laut Anne Fellner eine Reihe von Handlungsansätzen. So stehe z.B. die weitere Sanierung des Wohnraums durch die Wohnungsunternehmen auf der Agenda.
Hier haben die Akteure vor allem den veränderten Wohnbedarf vor Augen: Mit Grundrißveränderungen, dem Auf- bzw. Anbau von Aufzügen, der barrierearmen bzw. -freien Gestaltung von Zugängen, Wohnungen und Außenanlagen werden die Unternehmen darauf reagieren – was an sich nichts neues ist.

»Auf kommunaler Seite besteht Handlungsbedarf bei der weiteren barrierefreien Gestaltung von Wegebeziehungen, der Beseitigung von städtebaulichen Mißständen – insbesondere in den Eingangsbereichen zum Quartier – sowie in der Sanierung von Sport- und Freizeiteinrichtungen«, informiert die Baudezernentin. Dringlicher Handlungsbedarf bestehe bei der Realisierung zusätzlicher Kita-, Hort- und Schulplätze. »Hier sind rasche Lösungen gefragt«.

Bei der Umsetzung des Handlungsbedarfs, betont Anne Fellner, ist die Stadt auf die weitere Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Ziel sei, auch künftig einen Fördermittelmix aus Stadtumbau, Wohnraumförderung und Sozialer Stadt einzusetzen. Diese Kombination unterschiedlicher Fördermittel habe sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt und sollte auch künftig fortgesetzt werden.

(23. Juni 2017)

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