Kiezmagazin fürs Brandenburgische Viertel in Eberswalde


Kiez-Termine

6./20./21. Oktober, 20 Uhr
Das Kanaltheater:
KOHLHAAS - Anatomie eines Aufstands
nach Motiven von Heinrich Kleist

in Halle 33 / Kranbau, Eingang Boldtstr.
Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €
Karten unter info@kanaltheater.de
oder bei der Touristinfo im Museum, Steinstr.

Montag, 23. Oktober 17 Uhr
KEIN TATORT OHNE SPUREN - Kriminaltechnik zum Anfassen
Wolfgang Frick, Erster Kriminal-
hauptkommissar a. D.
vermittelt faszinierende Einblicke in das Fachgebiet
Bahnhofstreff Finow, Bahnhofstr. 32
Tel. 03334 - 38 35 86

Eltern-Kind-Zentrum:
Mütter-Fitness-Gruppe
montags, 9.30 Uhr
SV Motor Turnhalle, Potsdamer Str. 37
Krabbelgruppe Mi 9.30 - 11 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Potsdamer Str. 35

Kulturbund Klub "Heinrich Mann"
Cottbuser Str. 5a (hier mehr):
Handarbeiten 5./19.10., 14 Uhr
Malzirkel 12./26.10., 14 Uhr
Klöppelgruppe 23.10., 14 Uhr
Foto-Club 10./24.10., 18.30 Uhr


Herbstfarben auf dem Weg zum Einkauf

WBG-Freizeitschiff: Prignitzer Str. 48
Ivonne Führlich, 0173 / 740 44 78
Sozialberatung Mo 9-12 Uhr
Romme, Skat und mehr Mo 14-18 Uhr
Wir nähen mit Anleitung Di 14-16 Uhr
Die Malweiber Di 17 Uhr
English-Lessons Mi 14-15.30 Uhr
Handarbeitstreffen Do 13 Uhr

WBG-Vereinshaus:
Havellandstr. 15
Nähwerkstatt Mi 10-13 Uhr
Hebewerk e.V. im H15

MAXE-Volltextsuche:
Kontakt zur

Herbst im Brandenburgischen Viertel

(25. Oktober 2015)


Im Goldenen Oktober:
Herbstspaziergang im Zoo

maxe. Auch in diesem Jahr zeigte sich unser Heimat-Zoo von der besten Sonnenseite. Während die Brüllaffen ihr alltägliches Konzert veranstalteten, lagen die Löwen bei angenehmsten Wetter faul auf der Seite und ließen sich die Sonne auf den Rücken scheinen. Auch bei den Erdmännchen war man Wärme nicht abgeneigt, und die künstliche und natürliche Hitze erwärmte die kleinen Bäuche. Die Esel wollten wie immer gefüttert werden und im Tropenhaus zwitscherten kleine Finken ihr Konzert.

Die Tiger hatten sich verkrochen und unsere Wappentiere waren wie eh und jeh auf dem Präsentierteller und suchten in der aufgewühlten Erde nach Nahrung. Auch die Bären dösten bei dieser Oktoberwärme nur träge in ihrem Gehege, während gleich nebenan die Kinder den Abenteuerspielplatz eroberten.

An diesem Montag war es etwas ruhiger im Zoo, trotzdem waren genügend Gäste unterwegs. Auch aus dem Nachbarland. Die nächsten Tage soll das schöne Wetter anhalten - da ist ein erholsamer Spaziergang im herbstlichen Wald-Zoo nicht der schlechteste Ratschlag.

16. Oktober 2017





Fotogalerie »HERBST 2017«






Fotos: Jürgen Gramzow, 2017




Kein Geld, kein Obdach und keine Ahnung wie es weitergeht? Ein Sturm legt die Deutsche Bahn lahm.

Orkan »Xavier« präsentiert die Rechnung:
Zugbindung der Deutschen Bahn verursacht Millionenschaden

maxe. Das im Verlaufe des 5. Oktober 2017 über Deutschland ziehende Orkantief "Xavier" verursachte laut internen Schätzungen für die Kunden der Deutschen Bahn Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Nicht nur, daß die meisten Züge entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt fuhren, aus denen sich Fahrgastansprüche ergeben; die Menschen mußten ja auch irgendwo übernachten und dafür in Vorleistung gehen: für Zimmer in Pensionen und Hotels, die auf sofortiger Bezahlung bestanden. Und viele werden dafür nicht genügend Geld gehabt haben, oder es war kein Zimmer mehr frei. Die Bahn funktionierte die zwangsweise pausierenden Züge zu Hotelzügen um, aber eine Nacht auf einem Zugsitz zu verbringen, mit diesen Toiletten - dafür müßte es eigentlich Schmerzensgeld geben.

Das alles hätte vermieden werden können, wenn die Deutsche Bahn am Morgen dieses Donnerstages über die Medien die Aufhebung der Zugbindung verkündet hätte. So waren die Menschen gezwungen, sich der gefährlichen Reise auszusetzen, die genauso gut ein paar Tage später hätte stattfinden können. Nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war, lenkte die Deutsche Bahn zwei Tage später schließlich ein und erklärte die Gültigkeit aller Fahrkarten bis zum 15. Oktober.

Bei geschätzten 200.000 betroffenen Fernreisenden und einer durchschnittlichen Entschädigungssumme von 200 EUR ergibt sich für den Konzern nun ein Schaden von 40.000.000 EUR, der den Bahnkunden zu erstatten ist. Nicht eingerechnet sind dabei die Erstattungsansprüche von Hunderttausenden Pendlern, die nur mit dem Taxi zur Arbeit kamen. Die angeblich eingerichteten Busersatzverkehre waren nur Zeit- und Nervenverschwendung. Es fuhr meistens nichts und die Menschen wurden buchstäblich im Regen stehengelassen.

10. Oktober 2017




Die Aufräumungsarbeiten der Sturmschäden im Eberswalder Stadtwald wird noch lange andauern.

Stadtförster erneuert Warnung:
Den Wald nicht betreten!

Sturmtief »Xavier« fegte am vergangenen Donnerstagabend durch die Region und hinterließ in Eberswalde wie andernorts eine Spur der Verwüstung. Die ersten Überprüfungen haben die schlimmsten Befürchtungen von Stadtförster Mattes Krüger wahr werden lassen. Die Schäden im Stadtwald sind so groß, daß die Aufräumarbeiten die nächsten Monate andauern werden.

So lange das Absperrband reichte, hat es der Förster am zweiten Tag nach »Xavier« angebracht. 4.500 Festmeter Wald liegen am Boden und zehn bis zwanzig Prozent der geschädigten Bäume hängen noch in den Kronen anderer Bäume und können durch Windstöße jederzeit hinunter gestoßen werden. »Hier besteht Lebensgefahr. Der Stadtwald sollte jetzt und demnächst nicht betreten werden«, so der Stadtförster. Er warnt noch einmal eindringlich, da er während seiner Überprüfungen auf diverse Pilzsammler gestoßen ist. »Dafür habe ich kein Verständnis. Wir hatten noch nie eine solch gefährliche Situation im Wald«, so Mattes Krüger.

Besonders in der Oberheide, das Gebiet zwischen dem Behördenzentrum in Südend und dem Waldcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung, und in den so genannten Höllen bei Kaufland sind die Schäden besonders groß. Zum Teil sind 10 Hektar große Flächen kahl gefegt.

Der Stadtförster, der normalerweise mit drei weiteren Waldarbeitern im Einsatz ist, hat sofort Firmen beauftragt und ist nun in einer Stärke von bis zu zwölf Mann im Einsatz. »Ohne große Forstmaschinen wie dem Harvester geht bei den Ausmaßen gar nichts«, so der Stadtförster. Er hofft auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger und appelliert, den Wald auf unbestimmte Zeit nicht zu betreten.

Nancy Kersten - 8. Oktober 2017
Pressesprecherin der Stadtverwaltung Eberswalde




Hebewerk im WBG-Vereinshaus H15:
Brainstorming
künstliche Intelligenz

Am Freitag, dem 6. Oktober, findet um 19 Uhr in der Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde, in den Räumen des Hebewerk e.V. ein Workshop mit gemeinsamem Brainstorming zur Lösung einer technischen Frage statt.

Prof. Hartmut Ginnow-Merkert von den Vereinen Unser Finowkanal e.V. und Solarbootverein Berlin-Brandenburg e.V. gibt hierzu Einblicke in die Plattform Elektromobilität, die Mitte November in Leipzig der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Er möchte an diesem Abend Lösungsansätze mit Hilfe künstlicher Intelligenz (AI) für eine auf dieser Plattform auftretende Herausforderung diskutieren. Der Lösungsansatz für ein AI-System soll in die Richtung gehen, daß die Kenntnis des Partizipanten eines analogen Systems nachbildet wird und Anfragende und Antwortende zielgenau zusammenführen werden können.

Die Einladung richtet sich vor allem an Techniker, Informatiker und Nerds sowie natürlich Interessierte, die Interesse am Thema haben und inhaltlich etwas beisteuern können und wollen.

Christoff Gaebler - 4. Oktober 2017


Hebewerk e.V.
Zwischenraum H15 / Hebewerk e.V., Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde




Obst soll das neue Fleisch sein? Gedruckte Aufforderungen

Ist es wirklich so, wie man es uns weismachen will?

Neulich, beim letzten Grillen des Jahres, bemerkte der jüngste Sproß der Familie: "Der Mensch kann Fleisch gar nicht verdauen!" Nanu? Was hat er plötzlich gegen die Lieblingsbeschäftigung des Familienvaters? Hat er das von Facebook? Dort wird ja allerhand Unsinn gepostet.

Die Bemerkung ließ mich nicht mehr los. Mit dem Bauch voller Steaks konnte man aber schlecht nachdenken, also fragte ich das schlaue Internet, das auf jede Frage eine Antwort weiß. Als Erstes kam eine Rohkost-Seite; das kann ja heiter werden, dachte ich. Der Autor dort versuchte es auf die anatomische Tour:

Der Mensch hätte keine Pranken mit Krallen, um Tiere zu reißen; er hätte keine Reißzähne, um rohes Fleisch zu zerteilen; seine Magensäure und seine Leberenzyme wären zu schwach, um mit Fleisch fertig zu werden; sein Darm wäre zu lang - das unverdaute Fleisch würde anfangen zu faulen; und schließlich führten die nicht abbaubaren Fleischbestandteile zu Zivilisationskrankheiten wie Arterienverkalkung und Herzinfarkt.

Ganz schön starker Tobak! Doch damit nicht genug, erzählte der Kolumnist die süße Geschichte vom Baby, das, würde man es selbst wählen lassen, sich für frisches Obst entscheiden würde. Also wäre der Fleischkonsum nur eine schlechte Angewohnheit der Erwachsenen. Beziehungsweise ein Überbleibsel der letzten Eiszeit, wo es wirklich wenig zu Beißen gab.

Um einem noch einen letzten Hieb zu geben: Fleischesser verursachten Massentierhaltung, Umweltvergiftung durch Gülle, brutale Tiertransporte und Schlachtmethoden, Wasserverschwendung und Nahrungsmittelknappheit in ärmeren Ländern. Und jetzt wollten die Chinesen auch noch anfangen, Fleisch zu essen. Dafür, so der Autor, bräuchten wir drei Planeten.

Nun fragte ich mich, als passionierter Freizeit-Grillmeister, ist das nun Aufklärung oder aufdringliche Missionierung? Will mir der Mann mein Nackensteak schlecht machen? Heutzutage gibt es ja kaum noch einen Lebensbereich, der nicht von irgendwelchen Experten in Frage gestellt wird.

Nachher kommen wir noch dahin, daß jemand sagt, Schule hätte gar nichts mit Lernen zu tun. Oder Sex nichts mit Liebe. Oder Sport wäre gar nicht so gesund. Oder ganz krass: Daß es im Leben gar nicht darauf ankäme, möglichst viel Geld zu scheffeln. Man will doch schließlich jemanden enterben können!

Nichts ist heutzutage noch sicher. Auch das Internet nicht mehr. Ich wollte mein Biowetter googlen und kam auf eine seltsame Seite voller Werbung, und plötzlich ploppte ein Fenster auf, mit der Aufforderung: "Bitte rooten Sie jetzt ihr Handy!"

Nein, meine Freunde, nicht mit mir ...


Jürgen Gramzow - 1. Oktober 2017




Ein Mückenweibchen, scheinbar schon in den ewigen Jagdgründen (by Alan R. Walker, CC-BY-SA 3.0)

Aus aktuellem Anlaß:
Das Jahr im Lauf der Zeit

maxe. Nicht nur gewisse geflügelte Gäste sind einem zur Zeit in den Abendstunden lästig, auch das ganze Jahr über ist es meist kein Zuckerschlecken ...

Von Mai bis Juni nerven uns die Pollen.
Von Juni bis Juli nervt uns die Sonne.
Von Juli bis August nervt uns die Hitze.
Von August bis September nerven uns die Wespen.
Von September bis Oktober nerven uns die Mücken.
Von Oktober bis November nervt uns der Regen.
Von November bis Dezember nervt uns die Dunkelheit.
Von Dezember bis Januar nerven uns die Festtage.
Von Januar bis Februar nervt uns die Kälte.
Von Februar bis März nervt uns der Schnee,
und von März bis April nervt uns die Trockenheit.
Nur von April bis Mai ... da ist es schön!

J.G. - 28. September 2017




Keine Kritik am »Sozialkaufhaus«

In ihrer Ausgabe vom 25. September 2017 berichtet die Eberswalder Lokalausgabe der »Märkischen Oderzeitung« über Aussagen der Eberswalder Baudezernentin Anne Fellner auf der diesjährigen Einwohnerversammlung, wonach es für das Einkaufszentrum Heidewald »positive Zeichen« gebe, daß Bewegung in den Handel komme.

Anne Fellner berichtete über eine Zusammenkunft mit den Heidewald-Händlern. Wenn diese gemeinsam auftreten, seien sie gegenüber der Vermieterin - einer in Luxemburg ansässigen Fondsgesellschaft mit Eigentümern in Irland und Immobilienbesitz in der ganzen BRD - in einer deutlich besseren Verhandlungsposition als die Eberswalder Stadtverwaltung.

Der MOZ-Bericht erwähnt auch den MAXE-Bericht zu den Plänen für die Eröffnung eines TEDi-Marktes einschließlich der dort wiedergegebenen Kritik von Einwohnern, daß es außerhalb der preisgünstigen Warensortimenten keine Angebote gebe und sich das EKZ »immer mehr zu einem Sozialkaufhaus in der gesamten Breite der Angebotspalette« entwickeln würde. In der MOZ-Überschrift wurde dies zur »Kritik am Sozialkaufhaus« verkürzt.

Möglicherweise war der MOZ-Redakteurin nicht bewußt, daß einer der Anbieter im EKZ Heidewald als »Sozialkaufhaus« firmiert. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen der üblichen kommerziellen Anbieter von Billigwaren. Träger des »Sozialkaufhauses« ist vielmehr ein gemeinnütziger Verein, der zum einen benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht und mit dem »Sozialkaufhaus« auch Chancen für eine berufliche Perspektive ermöglicht und zum anderen der »Wegwerfgesellschaft« Paroli bietet, indem das Kaufhaus gebrauchte Sachen, welche die einen nicht mehr brauchen, zu »sozialen Preisen« einer Weiterverwendung durch andere zugänglich machen.

Dieses Projekt verdient Beachtung und Förderung.

Kritisiert wurde nicht das »Sozialkaufhaus«, sondern der Mangel an höherwertigen Angeboten im EKZ Heidewald. Tatsächlich wohnen im Brandenburgischen Viertel durchaus auch viele Menschen mit einem »mittleren Einkommen«, die nicht auf Billigstangebote angewiesen sind und gerne auch ein bißchen mehr Verkaufskultur verkraften würden. Allerdings ist gerade dieses Käuferklientel meist mobiler und nicht darauf angewiesen, auch direkt im Kiez einzukaufen.

Mehr Kaufkraft ins Viertel zu bringen ist gewiß nicht Aufgabe der Händler. Die können nur Angebote machen.

Gerd Markmann - 26. September 2017

Siehe auch: hier




In unserem Kiez hatten fünf Wahllokale geöffnet: im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße, bei Buckow e.V. in der Spreewaldstraße, in der Heidewaldsporthalle Frankfurter Allee sowie zwei Wahllokale in der Schwärzesee-Grundschule. Wahl zum Deutschen Bundestag

Vorläufiges amtliches Ergebnis (Bundeswahlleiter):

maxe. Nach dem vorläufigen Ergebnis von 20.41 Uhr sind in allen fünf Wahlbezirken im Brandenburgischen Viertel die Stimmen ausgezählt worden. Hier die Ergebnisse:

Wahlbezirk 18 (Bürgerzentrum)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 881 881
Wähler/innen 437 49,6% 437 49,6%
Gültige Stimmen 432 428
CDU (Koeppen) 96 22,2% 91 21,3%
SPD (Zierke) 85 19,7% 78 18,2%
DIE LINKE (Büttner) 90 20,8% 89 20,8%
AfD (John) 114 26,4% 115 26,9%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 12 2,8% 12 2,8%
NPD 4 0,9%
FDP (Schieritz) 13 3,0% 13 3,0%
FREIE WÄHLER (Klix) 6 1,4% 6 1,4%
MLPD 1 0,2%
BGE 2 0,5%
DKP (Zieger) 4 0,9% 2 0,5%
DM 2 0,5%
ÖDP 0 0,0%
Die PARTEI (Petzold) 12 2,8% 4 0,9%
Die Tierschutzpartei 9 2,1%

Wahlbezirk 19 (Buckow e.V.)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 940 940
Wähler/innen 383 40,7% 383 40,7%
Gültige Stimmen 371 372
CDU (Koeppen) 92 24,8% 92 27,7%
SPD (Zierke) 70 18,9% 69 18,5%
DIE LINKE (Büttner) 92 24,8% 87 23,4%
AfD (John) 84 22,6% 85 22,8%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 7 1,9% 3 0,8%
NPD 2 0,5%
FDP (Schieritz) 12 3,2% 14 3,8%
FREIE WÄHLER (Klix) 6 1,6% 3 0,8%
MLPD 0 0,0%
BGE 2 0,5%
DKP (Zieger) 0 0,0% 0 0,0%
DM 1 0,3%
ÖDP 0 0,0%
Die PARTEI (Petzold) 8 2,2% 7 1,9%
Die Tierschutzpartei 7 1,9%

Wahlbezirk 20 (Sporthalle Am Heidewald)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 798 798
Wähler/innen 400 50,1% 400 50,1%
Gültige Stimmen 392 392
CDU (Koeppen) 85 21,7% 74 18,9%
SPD (Zierke) 75 19,1% 76 19,4%
DIE LINKE (Büttner) 95 24,2% 84 21,4%
AfD (John) 102 26% 105 26,8%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 13 3,3% 11 2,8%
NPD 8 2,0%
FDP (Schieritz) 8 2,0% 7 1,8%
FREIE WÄHLER (Klix) 6 1,6% 5 1,3%
MLPD 0 0,0%
BGE 0 0,0%
DKP (Zieger) 0 0,0% 1 0,3%
DM 2 0,5%
ÖDP 1 0,3%
Die PARTEI (Petzold) 8 2,0% 8 2,0%
Die Tierschutzpartei 10 2,6%

Wahlbezirk 21 (Grundschule Schwärzesee 1 - Aula)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 1030 1030
Wähler/innen 432 41,94% 432 41,94%
Gültige Stimmen 419 417
CDU (Koeppen) 88 21,0% 77 18,5%
SPD (Zierke) 111 26,5% 84 20,1%
DIE LINKE (Büttner) 100 23,9% 102 24,5%
AfD (John) 92 22,0% 104 24,9%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 5 1,2% 5 1,2%
NPD 5 1,2%
FDP (Schieritz) 12 2,9%
FREIE WÄHLER (Klix) 3 0,7% 5 1,2%
MLPD 1 0,2%
BGE 3 0,7%
DKP (Zieger) 3 0,7% 4 1,0"
DM 0 0,0%
ÖDP 0 0,0%
Die PARTEI (Petzold) 5 1,2% 2 0,5%
Die Tierschutzpartei 8 1,9%

Wahlbezirk 22 (Grundschule Schwärzesee 2 - Schule)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte 924 924
Wähler/innen 334 36,15% 334 36,15%
Gültige Stimmen 324 323
CDU (Koeppen) 52 16,0% 44 13,6%
SPD (Zierke) 76 23,5% 63 19,5%
DIE LINKE (Büttner) 64 19,8% 64 19,8%
AfD (John) 97 29,9% 95 29,4%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 11 3,4% 20 6,2%
NPD 7 2,2%
FDP (Schieritz) 11 3,4% 9 2,8%
FREIE WÄHLER (Klix) 1 0,3% 0 0,0%
MLPD 0 0,0%
BGE 3 0,9%
DKP (Zieger) 2 0,6% 1 0,3%
DM 2 0,6%
ÖDP 3 0,9%
Die PARTEI (Petzold) 10 3,1% 5 1,5%
Die Tierschutzpartei 7 2,2%

Briefwahl Wahlbezirk 13-15, 18-22, 33, 35
(Leibnizviertel, Brandenburgisches Viertel, Spechthausen und Südend)
ErststimmenZweitstimmen
AnzahlAnteilAnzahlAnteil
Wahlberechtigte
Wähler/innen 809 % 809 %
Gültige Stimmen 802 802
CDU (Koeppen) 198 24,7% 187 23,3%
SPD (Zierke) 199 24,8% 172 21,4%
DIE LINKE (Büttner) 175 21,8% 176 21,9%
AfD (John) 112 14,0% 114 14,2%
GRÜNE/B90 (Dyhr) 39 4,9% 42 5,2%
NPD 6 0,7%
FDP (Schieritz) 31 3,9% 34 4,2%
FREIE WÄHLER (Klix) 19 2,4% 13 1,6%
MLPD 2 0,2%
BGE 7 0,9%
DKP (Zieger) 5 0,6% 0 0,0%
DM 7 0,9%
ÖDP 5 0,6%
Die PARTEI (Petzold) 24 3,0% 18 2,2%
Die Tierschutzpartei 19 2,4%

Die Wahlbeteiligung für Gesamt-Eberswalde betrug 65,5 Prozent.

24. September 2017 - Quelle: https://service.uckermark.de/wahlen/btw2017.html




Sozialreferentin Barbara Bunge auf dem Einwohnerforum:
»Integration geht alle an«

maxe. Auf der Einwohnerversammlung am Abend des 19. September 2017 in der Aula der Grundschule »Schwärzesee« stellte nach dem Beifall für Patricia Berndt (die die Ergebnisse der Einwohnerbefragung präsentierte) die Sozialreferentin der Stadt Eberswalde, Barbara Bunge, die Erfolge und Mißerfolge des Programms »Soziale Stadt«aus der Sicht des Quartiersmanagement vor:

Barbara Bunge resümierte, viele Dinge seien falsch eingeschätzt worden; insbesondere sei unterschätzt worden, wieviel Zeit man brauchen würde um mit den Menschen in Kontakt zu kommen, um Vertrauen aufzubauen, um ihnen auch Vertrauen zu schenken und sie »mitzunehmen«, damit ein Verständnis aufgebaut werden kann.

Nach diesem Umsteuerungsprozeß sei das Programm »Soziale Stadt« auf einem guten Weg, aber, betonte die Sozialreferentin, es habe die Verstetigungsphase noch lange nicht erreicht. Deshalb kam es auch zur erneuten Evaluierung (einschließlich Befragung), um zu sehen: »Wie ist unser Stand als Quartiersmanagement?« Es zeigte sich, daß dieses Instrument der Stadtplanung umgestaltet werden und an die neuen Herausforderungen angepaßt werden müsse, die sich im Brandenburgischen Viertel ergeben haben.

Mit einer gewissen Portion Stolz berichtete die Sozialreferentin der Stadt von einem neuen Vertrag mit der Bundesagentur für Arbeit, die nun zum ersten Male gebietsbezogene Arbeitsmarktdaten zur Verfügung stelle, so daß ein stadtteilbezogenes Sozial-Monitoring möglich sei.

Barbara Bunge schlug ebenfalls vor, daß aus Sicht des Quartiersmanagements das Programm »Soziale Stadt« ab 2019 fortgeführt werden muß, und daß darüber hinaus »Erweiterungsfelder im investiven und nichtinvestiven Bereich« benötigt werden. Sie fragte zudem rhetorisch: »Welche Aufgabe soll das Quartiersmanagement haben?«, um gleich die Antwort zu liefern: es müsse auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels ausgerichtet sein!

Direkte Kontakte zum Bürger seien nötig, ein »Kümmerer« müsse man sein, sich die Sorgen der Bürger anhören, ihre Vorschläge ernst nehmen und gegebenfalls der Verwaltungsspitze als Handlungsoptionen vorzuschlagen. So hätte das Quartiersmanagement, wie im letzten Einwohnerforum vorgeschlagen, den Potsdamer Platz für sich entdeckt, der in den letzten 15 Wochen durch verschiedenste Aktionen bespielt wurde. Sie seien überrascht über den großen Zuspruch gewesen, müßten aber nun auch auswerten, welche Dinge weniger gut angenommen worden sind.

»Ihre Anwesenheit auf dem Potsdamer Platz« habe gezeigt, so Barbara Bunge mit Blick auf die Einwohnerinnen und Einwohner, die zu den »Bespielungen« kamen, daß er ein Ort für die Kontaktaufnahme ist, ein Ort für kulturelle Angebote und ein Platz, wo man gemeinsam aktiv sein kann. Auch das Finden einer Form für die Vernetzung und Abstimmung der verschiedensten Träger im Viertel sein enorm wichtig, um ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen und neue Ideen zu entwickeln.

Zum Abschluß gab die Sozialreferentin bekannt, daß man der Stadtverordnetenversammlung im November vorschlagen werde, einen Grundsatzbeschluß zu verabschieden, der die »Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes für das Brandenburgische Viertel« beinhalten soll und, natürlich, die Fortführung des Programms »Soziale Stadt« mit neuen Schwerpunkten, wie folgt:

  • Der wichtigste Schwerpunkt sei die Integrationsarbeit. Viele dächten, daß sei nur eine Sache der Zugewanderten. Frau Bunge sieht das anders: Es sei auch eine Aufgabe der Einheimischen, der langjährigen Bewohner der Stadt und des Viertels, die Zugewanderten »mitzunehmen« und in die Gesellschaft zu integrieren. Dieser Prozeß gelinge nur, wenn wir ihn gemeinsam gestalten.

  • Der zweite wichtige Aspekt sei die Bildung, und zwar in all ihren Facetten und überall dort, wo Bildung möglich ist. Das beginne bei den Allerkleinsten in der Kindertagesstätte, dann über den Kindergarten, die Schule, den Hort, aber auch Bildung für Erwachsene und Senioren, und schließlich auch Bildung über Kultur. In der Arbeit mit Kindern müssen die Eltern gestärkt werden und die Familien, die Unterstützung benötigen, so daß sie »mit auf den Weg«genommen werden können.

  • Und als letzter Schwerpunkt: Es müssen Treffpunkte geschaffen werden für Begegnungen und das Zusammenkommen, wo SIE (die Einwohner des Brandenburgischen Viertels) die Möglichkeit haben, untereinander ins Gespräch zu kommen und miteinander etwas gemeinsam gestalten können.

»Das Brandenburgische Viertel hat eine Chance, aber es wird nur so stark sein wie ihre Bewohnerinnen und Bewohner.« Mit diesen Worten schränkte Barbara Bunge die Handlungsmöglichkeiten der Stadt Eberswalde ein und schloß ihren Redebeitrag.

(23. September 2017)

Siehe auch:
Vom »Ghetto« zur »Endlösung«?
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel
Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Mehr als 60 Teilnehmer konnten am Abend des 19. September in der Aula der Grundschule "Schwärzesee" gezählt werden. Zur diesjährigen Einwohnerversammlung, wie im Vorjahr in Form eines Einwohnerforums mit Diskussionsmöglichkeiten an mehreren Tischen organisiert, nahmen 36 Funktionsträger der Stadtverwaltung, der vier Großvermieter WHG, WBG, TAG und AWO sowie von Einrichtungen im Kiez teil. Auch drei Stadtverordnete, Irene Kersten und Carsten Zinn aus dem Brandenburgischen Viertel und Viktor Jede aus Finow, waren da. Einschließlich der beiden Stadtverordneten kamen etwa 25 der Versammlungsteilnehmer aus dem Brandenburgischen Viertel.

Ergebnisse der Einwohnerbefragung präsentiert:
Vom »Ghetto« zur »Endlösung«?

22 Prozent der Befragten sind mit der Zusammensetzung der Bevölkerung im Viertel unzufrieden

maxe. Am 19. September 2017, von 18 bis 20 Uhr, fand die jährliche Einwohnerversammlung für das Brandenburgische Viertel in Anwesenheit des Bürgermeisters und seiner ersten Dezernentin statt. Aber nicht nur die Rathausspitze erschien zu diesem besonderen »Einwohnerforum«, auch die Spitzenvertreter der großen Wohnungsunternehmen im Kiez nahmen im Rund der Gäste Platz, vom Bürgermeister besonders erwähnt: die WHG, die WBG, die TAG und die AWO.

Friedhelm Boginski übergab nach den Eröffnungsworten an Frau Fellner, die das Procedere der Veranstaltung etwas erläuterte, um schließlich Frau Berndt das Wort zu erteilen, die im Namen der S.T.E.R.N.-GmbH die Ergebnisse der Bürgerbefragung präsentierte.

Gleich am Anfang schränkte die Agentur für Stadterneuerung aus Berlin die Aussagekraft der Ergebnisse ein: 1.) haben nur 19 Prozent der Bewohner teilgenommen, 2.) vor allem ältere und alteingessene Bewohnerinnen und Bewohner antworteten auf die Fragen und 3.) fanden jüngere Einwohner, darunter besonders Familien mit Kindern, keine Zeit und Interesse, den Umschlag zu öffnen und den umfangreichen Fragenkatalog auszufüllen.

Mit dieser Einschränkung stellte Frau Berndt folgendes fest: Negative Assoziationen mit dem BBV überwiegen, darunter die Nennung von »Ausländern, Flüchtlingen und Migranten«, die »Verwahrlosung und mangelnde Pflege« des Viertels sowie der »Ghetto«-Begriff. Desweiteren wurden als negative Aspekte »Kriminalität, Gewalt, Vandalismus« und »Arbeitslosigkeit, Armut und Hartz IV« genannt.

Es gebe aber auch positive Assoziationen zum Kiez, darunter sehr stark die »Natur«, das »Grün« und die »Nähe zum Wald«. Für viele Befragten ist das Brandenburgische Viertel »Heimat«, der Ort wo sie sich wohlfühlen, sie spüren hier »Zufriedenheit« und eine gewisse »Nostalgie«. Weiterhin sind als positive Begriffe die gute Verkehrsanbindung, die Sauberkeit, Sicherheit und Schönheit des Viertels genannt, also Dinge, die sich teilweise mit den negativen Aspekten widersprechen, aber es müssen ja nicht unbedingt Aussagen derselben Befragten sein.

Bei der Auswertung der Noten-Bewertungen stellte sich heraus, daß die Einschätzung der Sauberkeit und Sicherheit sich leicht gebessert hat im Vergleich zur Analyse vor 6 Jahren. Ebenfalls fanden die Befragten das Wohnumfeld und die Grünanlagen als gebessert vor. Leider verschlechterten sich »Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote« um eine ganze Note gegenüber 2011. Hier ist also dringender Handlungsbedarf. Insgesamt erhält das Brandenburgische Viertel eine Note von 3,0. Das sei so schlecht nicht, aber es gebe noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Ein Indikator dafür, das Programm Soziale Stadt fortzuführen, seien die Abnahme stabiler Nachbarschaftsbeziehungen; auf der anderen Seite wurde jedoch angegeben, weniger problematische Nachbarn als 2011 zu haben. Das habe die S.T.E.R.N.-GmbH doch »ein Stück weit« überrascht.

Der dringendste Wunsch der Bewohner ist die Verbesserung der Versorgungssituation (Ärzte, Gastronomie, Heidewald-EKZ). An zweiter Stelle wird Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit genannt. Überraschend häufig wurde das Hundeproblem erwähnt, wobei viele offenbar übersehen, daß durch die »Patrouillen« von Herrchen und Frauchen zu jeder Tages- und Nachtzeit die Sicherheit im Viertel entscheidend erhöht wird. Desweiteren müsse das Alkoholproblem auf dem Potsdamer Platz gelöst werden, sowie wünsche man sich eine andere Bevölkerungszusammensetzung mit weniger Ausländern und Flüchtlingen. Hierbei ist anzumerken, daß sich die Befragten doch hoffentlich keine »Endlösung« wünschten, die schon ein gewisser Herr Hitler vor über 70 Jahren in einem mörderischen Reinheitswahn auslebte, und mit ihm das gesamte deutsche Volk in einen totalen Krieg führte ...

Einig waren sich die Befragten darin, daß die Wohnungsbestände qualitativ aufgewertet werden sollen, und daß die Specht-Ruine beseitigt werden muß. Auch Radwege, Gehwege und Straßen seien verbesserungsbedürftig. Das Image des Brandenburgischen Viertels müsse besser werden, die gesamte Atmosphäre des Kiezes.

Als Hauptaspekte der Einwohnerwünsche können zusammenfassend genannt werden: »bessere Versorgung«, »mehr Ordnung« und »weniger soziale Probleme«. Die Befragten zeigten dabei eine gestiegene Bereitschaft, selber aktiv an der Überwindung der Probleme mitzuwirken.

Frau Berndt sprach sich dafür aus, das Programm »Soziale Stadt« fortzuführen, insbesondere sei wichtig der Integrationsaspekt, auf den auch ihre Nachrednerin, Frau Barbara Bunge, ausführlicher einging. Darüber wird im nächsten Beitrag berichtet ...

(19. September 2017)

Siehe auch:
»Integration geht alle an«
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel
Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Neuer Anbieter im »Heidewald«?

maxe. In den vergangenen Wochen gab es einiges Gerede über beabsichtigte Veränderungen im Einkaufszentrum (EKZ) »Heidewald«. Indes wurde schnell klar, daß an den Gerüchten über eine Schließung des Lotto-Tabak-Presse Shop (LTP) Henri Bohtz aktuell nichts dran ist.

Lediglich für die Filiale des NKD (Niedrig-kalkuliert-Discount) stand eine dreitägige Schließung auf dem Plan, in deren Rahmen sich die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und mittels Neugestaltung die Kundenfreundlichkeit verbessern sollen. Eine Erweiterung der Ladenfläche ist dabei nicht beabsichtigt. Auch in der benachbarten KiK-Filiale sind bei der Mitarbeiterschaft aktuell keine Erweiterungsabsichten bekannt.

Allerdings gibt es konkretere Pläne, wonach demnächst ein TEDi-Nonfood-Markt im EKZ »Heidewald« seine Türen öffnet.

Die TEDi GmbH & Co. KG mit Stammsitz Dortmund wurde 2004 gegründet und zählt mittlerweile mit rund 1.500 Filialen und europaweit etwa 11.500 Mitarbeiter in 6 Ländern zu den führenden Unternehmen der Nonfood-Branche. Gemäß Eigendarstellung versteht sich TEDi als »familienfreundlicher Nahversorger, der nicht nur in Großstädten, sondern auch in ländlichen Gebieten präsent ist«. Pro Filiale würden »mindestens 5.000 Produkte« angeboten. Das Angebot umfasse neben Haushalts-, Party-, Heimwerker- und Elektroartikeln beispielsweise auch Schreib- und Spielwaren sowie Drogerie- und Kosmetikprodukte.

Eine Rückfrage in der TEDi-Zentrale in Dortmund ergab, daß von dort tatsächlich »derzeit Gespräche über Immobilien in Eberswalde« geführt werden. »Da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind«, so Rebecca Alishah von der Abteilung Unternehmenskommunikation, »bitten wir um Verständnis, daß wir noch keine Aussagen zu diesem Thema treffen können«.

Inzwischen wurden Befürchtungen geäußert, daß sich mit dem neuen Markt das EKZ »Heidewald« »immer mehr zu einem Sozialkaufhaus in der gesamten Breite der Angebotspalette« entwickeln würde. Außerhalb von niederschwelligen und preisgünstigen Warensortimenten gebe es keine Angebote. Die mittleren und und gehobenen Preiskategorien – und die entsprechende Verkaufskultur – fehlen im EKZ und im gesamten Kiez.

Dabei leben im Brandenburgischen Viertel durchaus auch viele Menschen, die über die entsprechende Kaufkraft verfügen. Dieses Kundenklientel nutze aber in aller Regel andere Märkte in Eberswalde, wie z.B. die Angebote des neuen Westend-Centers oder die Märkte im benachbarten Ortsteil Finow – oder Online-Angebote, weil im EKZ »Heidewald« und auch sonst im Viertel das ihen Bedürfnissen entsprechende Angebot fehlt.

Indes ist die Versorgungslücke, die durch die Schließung der Schleckerfiliale entstand, bisher nicht geschlossen. Zu solchem Lückenschluß könnte ein Anbieter wie TEDi vielleicht beitragen.

(18. September 2017)




Zu den Bemühungen der Stadt Eberswalde zur »Belebung des Potsdamer Platzes« gehörte auch eine Kooperationsvereinbarung zur kostenlosen WC-Nutzung für die Besucher des Potsdamer Platzes. Die Vereinbarung wurde Anfang des Sommers seitens der Stadtverwaltung ohne weitere Begründung beendet. Kampf ums Klo im »Heidewald«

maxe. Am 31. Mai 2017 ist die zweijährige Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Eberswalde und dem Gülüm-Bistro im Einkaufszentrum (EKZ) »Heidewald« über die kostenlose WC-Nutzung für Besucher des Potsdamer Platzes ohne Verlängerung ausgelaufen.

Die Absicht, den Vertrag nicht zu verlängern, hatte die Stadtverwaltung dem Bistro-Betreiber Umit Mordunlu Anfang Mai in einem formlosen Brief mitgeteilt. Gründe nannte die Stadtverwaltung nicht, was laut Vertrag aber auch nicht erforderlich war. Die dadurch entstandenen Irritationen veranlaßten sogar die lokale Tageszeitung, darüber zu berichten (MOZ, 27./28.8.2017).

Die Fraktion »Alternatives Wählerbündnis Eberswalde (ALE/BdE/AfW)« hat das Problem inzwischen aufgegriffen und eine entsprechende Beschlußvorlage für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (StVV) am 28. September 2017 eingereicht.

Die Stadtverwaltung soll demnach den Vertrag zur kostenlosen Nutzung der Toilette im Gülüm-Bistro rückwirkend wieder in Kraft setzen. Denn Umit Mordunlu hatte bisher weiterhin eine kostenlose Nutzung erlaubt, weil zahlreiche Besucher des Potsdamer Platzes und des EKZ wie bisher gewohnt danach fragten.

Während die Stadtverwaltung die kostenlose WC-Nutzung abbestellte, gab es zugleich verstärkt Bemühungen, wie die Pressesprecherin Nancy Kersten mitteilte, den Potsdamer Platz durch spezielle Veranstaltungen zu beleben. Die so angezogenen Besucher haben nun allerdings keine Möglichkeit, im Falle des Falles bestimmten Bedürfnissen nachzugehen.

Hier werde, argumentiert die Fraktion, mittels Vertragskündigung kaputtgemacht, was an anderer Stelle durch Aktionen zur Belebung des Potsdamer Platzes aufgebaut werden soll. Besonders bedauerlich sei, »daß hier seitens der Verwaltung eine einsame Entscheidung getroffen wurde, ohne die Gremien der Stadtverordnetenversammlung und die Interessenvertretungen im Ortsteil, wie z.B. dem Sprecherrat 'Soziale Stadt', einzubeziehen.«

Einmal mehr zeige sich hier zudem der Nachteil einer fehlenden Ortsteilvertretung.

(17. September 2017)


Fraktion »Alternatives Wählerbündnis Eberswalde (ALE/BdE/AfW)«
c/o Carsten Zinn (Fraktionsvorsitzender) · Frankfurter Allee 57 · Tel.: 0170/2029881 · eMail:




Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde«:
Bürgerbegehren auf dem Weg

maxe. Auf ihrem Treffen im August hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« ihr Ziel bekräftigt, alles zu tun, die im Herbst 2016 realisierte Maßnahme in der Heegermühler Straße rückgängig zu machen.

Unter Berufung auf das Radnutzungskonzept der Stadt Eberswalde war damals die vierspurige Verkehrsführung auf je eine Richtungsfahrbahn für den Kraftverkehr reduziert worden, um Platz für Radschutzsstreifen zu schaffen. Es zeigte sich aber schnell, daß die angeblichen »Radschnellverbindungen« mit erheblichen Mängeln behaftet sind und von Fahrradfahrern kaum genutzt werden.

Die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« wird daher im September ein Bürgerbegehren zur Rückabwicklung der Maßnahme auf den Weg bringen, durch das die Entscheidung den Einwohnerinnen und Einwohnern von Eberswalde in die Hand gegeben wird.

Zugleich ruft die Bürgerinitiative dazu auf, auch die seit Anfang August laufende Online-Petition für den »Rückbau des Fahrradschutzstreifens Heegermühler Straße in Eberswalde« zu unterstützen. Die von Sandra Murawski initiierte Online-Petition ist im Internet unter folgendem Link zu erreichen: https://www.openpetition.de/petition/online/rueckbau-des-fahrradschutzstreifens-heegermuehler-strasse-in-eberswalde .

Die Mitglieder der Bürgerinitiative machten auf ihrem Treffen zugleich deutlich, daß die Wiederherstellung der vierspurigen Verkehrsführung in der Heegermühler Straße nur der erste Schritt sein kann. Notwendig ist eine generelle Überarbeitung des 2015 beschlossenen Radnutzungskonzeptes der Stadt Eberswalde.
Das betrifft insbesondere das Leitbild des »durchgehenden Radverkehrsnetzes« mit der Priorität von Radschnellverbindungen entlang der Bundes- und Landesstraßen, die nicht in der Baulast der Stadt liegen. Direkte Folge ist, daß im aktuellen Doppelhaushalt 2017/18, einschließlich Instandhaltung, weniger als ein Euro pro Einwohner und Jahr für Radwege eingeplant ist.

Langfristig müsse die Stadt deutlich mehr Mittel für den Radwegebau bereitstellen als bisher. Die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« fordert, daß mindestens 5 Euro pro Einwohner und Jahr in Eberswalde als Eigenanteil für Radwege eingeplant werden.

Wer die Bürgerinitiative »Radwege in Eberswalde« direkt unterstützen möchte, findet den Kontakt am besten per eMail unter der Adresse radwege(AT)alternative-eberswalde.de. Weitere Informationen zur Bürgerinitiative sind im Internet unter http://radwege.alternative-eberswalde.de abrufbar.

Das nächste Arbeitstreffen der Bürgerinitiative findet am 15. September im griechischen Restaurant »Athos« (Eberswalder Straße 24, ehem. Chemische Fabrik) statt.

(12. September 2017)




Wer die Wahl hat, hat die Qual. Mit Briefwahl kann man in Ruhe entscheiden und kann sich für den Wahlsonntag mit wichtigeren Dingen beschäftigen.

Bundestagswahl am 24. September 2017:
Wahlvorbereitungen

Podiumsdiskussion am 15. September, 18 Uhr

maxe. Am 24. September sind Wahlen zum Bundestag. Darauf weist die Pressestelle der Stadt Eberswalde hin. Im Rathaus laufen die Arbeiten rund um die Bundestagswahl auf vollen Touren, sagt Pressesprecherin Nancy Kersten.

Einen breiten Raum nehme hierbei die Ausstellung von Briefwahlunterlagen ein, die einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Wahlleiter Robby Segebarth: »Zwei Wochen vor dem Wahltag haben wir bereits rund 3.500 Briefwahlunterlagen versandt oder im Briefwahllokal ausgegeben. Das sind schon jetzt 400 mehr als für die Bundestagswahl 2013 insgesamt ausgestellt wurden.« Robby Segebarth, zugleich Leiter des für die Wahlorganisation zuständigen Bürgeramtes, freut sich über das große Interesse.

Ein weiterer Grund zur Freude sei die vielfache Bereitschaft zur Übernahme eines Wahlehrenamtes. Alle Wahlvorstände in der Stadt konnten wie geplant besetzen werden.

Mit Blick auf den Wahlsonntag bittet der Bürgeramtsleiter alle Wählerinnen und Wähler an die Mitnahme eines amtlichen Lichtbildausweises ins Wahllokal zu denken, da vor der Ausgabe eines Stimmzettels grundsätzlich das Vorlegen eines dieser Dokumente erforderlich ist. Ein Lichtbildausweis kann zum Beispiel der Personalausweis, der Reisepaß, der Führerschein oder die mit einem Lichtbild versehene Karte einer gesetzlichen Krankenversicherung sein. Dies gilt auch beim Vorweisen einer Wahlbenachrichtigungskarte, welche die Arbeit der Wahlvorstände erleichtert, die jedoch im Unterschied zum Lichtbildausweis nicht unbedingt vorgelegt werden muß.

Die Öffentlichkeit bekommt davon, daß bald Wahlen sind, vor allem anhand der vielen an den Laternenmasten hängenden Plakaten mit. Hinzu kommen einige Großplakate, mit denen die Grünanlagen vollgestellt wurden. Ab und zu sieht man auch mal einen lokalen Direktkandidaten, der an einem Info-Stand erklären will, warum die Wählerinnen und Wähler gerade bei seinem Namen ihr Kreuz auf dem Stimmzettel machen sollen.

Wer »alle Kandidaten der demokratischen Parteien und deren Positionen« kennenlernen will, hat dazu am Freitag, dem 15. September, Gelegenheit. Dann führt die Lokale Agenda 21 Eberswalde im Plenarsaal des Kreishauses (»Paul-Wunderlich-Haus«) am Eberswalder Marktplatz ihre traditionelle Podiumsdiskussion durch.

Wie Frank Wruck, der Vorsitzende der Lokalen Agenda 21 Eberswalde, mitteilt, gibt es solche Podiumsdiskussionen seit ihrer Gründung zu allen Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen organisiert.

»Dieser guten Tradition«, sagt Frank Wruck, »möchten wir auch bei der diesjährigen Wahl für den Deutschen Bundestag folgen und haben die Kandidaten des Wahlkreises eingeladen. In der Podiumsdiskussion erhält jeder Kandidat die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen und seine Ziele und Ideen für die zukünftige Entwicklung der Region darzustellen und wie er diese Entwicklung als Mitglied des Bundestages unterstützen will. In einer weiteren Fragerunde wollen wir den Gästen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen. Der Rahmen der Veranstaltung soll den Zeitrahmen von zwei Stunden möglichst nicht überschreiten.

Wenn Sie sich noch informieren wollen, sind sie als Gäste herzlichst eingeladen.«

(12. September 2017)




Zwischenraum H15 im WBG-Vereinshaus:
Repair Café

maxe. Hast du einen kaputten Toaster oder ein anderes defektes elektrisches Kleingerät?

Im Repair Café in der Havellandstraße 15 kannst du diese elektrischen Geräte unter Anleitung reparieren und somit aktiv etwas für den Klimaschutz und gegen die allgegenwärtige Wegwerfmentalität tun. Und anschließend geht es zum Six-to-zero, dem Treffpunkt für alle Techniker, (Hobby)Bastler, IT affine Menschen und Nerds.

Wann und wo?
Jeder dritte Freitag im Monat von 15-18 Uhr, Hebewerk e.V., WBG-Vereinshaus in der Havellandstraße 15 (1. Stock), 16227 Eberswalde, im Ortsteil Brandenburgisches Viertel.

Nächster Termin: 15. September 2017, 15-18 Uhr

Christoff Gaebler - 6. September 2017


Hebewerk e.V.
Adresse: Zwischenraum H15/Hebewerk e.V., WBG-Vereinshaus in der Havellandstraße 15, 16227 Eberswalde




Friedrich Dieme mit Schulleiterin Anke Billing und Schülern der Grundschule »Schwärzesee« bei der Übergabe des neuen Bolzplatzes im Rahmen des Schulfestes am 6. Juli 2017. (Foto: Katrin Ehlert)
Förderer der Grundschule »Schwärzesee« verstorben

Leider mußten wir die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, daß der ehemalige sachkundige Einwohner im Ausschuß für Energiewirtschaft Friedrich Andreas Dieme am 22. August im Alter von 79 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist.

Wir werden ihn stets als streitbaren Fachexperten in Erinnerung behalten.

Dankbar erinnern wir uns zugleich an sein großes soziales Engagement, nicht zuletzt im Lionsklub, aber auch sehr speziell für die Grundschule »Schwärzesee« im Brandenburgischen Viertel.

In den schweren Stunden des persönlichen Abschiednehmens gilt unsere tiefempfunde Anteilnahme den Hinterbliebenen insbesondere seiner Gattin, seinen beiden Söhnen mit Familien und seiner Schwester.

Carsten Zinn
Stadtverordneter der Alternativen Liste Eberswalde (ALE) und
Vorsitzender der Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde*

Gerd Markmann
Sprecher der Wählergruppe Alternative Liste Eberswalde (ALE)

(3. September 2017)

Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, dem 8. September 2017,
um 14 Uhr auf dem Waldfriedhof in Eberswalde statt.


Grundschule Schwärzesee, Kyritzer Straße 29, 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 32025 · Telefax: 03334 356415
eMail:
Internet: (www.grundschule-schwaerzesee.de)

Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde, c/o Carsten Zinn, Frankfurter Allee 57, 16227 Eberswalde, Tel.: (03334) 354268, Mobil: (0170) 2029881, eMail: kommunal (et) gmx.de

Wählergruppe Alternative Liste Eberswalde (ALE), c/o Gerd Markmann, Prenzlauer Straße 19, 16227 Eberswalde, Tel. 03334/356542, eMail: ALE (et) alternative-eberswalde.de

* Zur Fraktion Alternatives Wählerbündnis Eberswalde in der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde haben sich im Juni 2014 die Stadtverordneten der drei Wahlträger Alternative Liste Eberswalde (Carsten Zinn), Bündnis für ein demokratisches Eberswalde (Otto Baaz) und Allianz freier Wähler (Dr. Günther Spangenberg) zusammengeschlossen.




Volles Haus zur Stadtverordnetenversammlung am 23. März 2006. Eltern und Erzieherinnen der Kita »Spatzennest« protestieren gegen die geplante Schließung der Kindertagesstätte im Brandenburgischen Viertel. Mehr Kita- und Schulplätze

Ehemalige Kitas im Kiez sollen reaktiviert werden

maxe. Im Jahr 2006 hat die Stadt Eberswalde gegen den Widerstand der betroffenen Bevölkerung und trotz alternativer Vorschläge zur teilweisen Offenhaltung die Kita »Spatzennest« im Brandenburgischen Viertel geschlossen. Die Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow eG (WBG) rettete das Gebäude vor dem Abriß und baute die ehemalige Kita mit großem finanziellen Aufwand, darunter Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm, zu einem Vereinhaus um.

Die Schließung war kaum vollzogen, da änderte das Land die Rahmenbedingungen der Kitabetreuung. Zugleich stabilisierte sich die Geburtenrate in Eberswalde. Plötzlich gab es in Eberswalde einen Mangel an Kita-Plätzen.

Seit 2009 werden wieder neue Kitas gebaut und die Platzkapazitäten der vorhandenen erweitert. Dennoch reichen die Kita-Plätze in Eberswalde nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Abhilfe soll nun zum einen der neue Zentralhort in der Eisenbahnstraße 100 schaffen, der am 1. September 2017 mit einem »Tag der offenen Tür« offiziell eröffnet wurde.

Desweiteren gibt es offenbar umfangreiche Aktivitäten der Stadtverwaltung zur Schaffung temporärer Kita-Plätze im Brandenburgischen Viertel. Im Fokus stehen die ehemaligen Kita »Spatzennest« in der Havellandstraße und der ehemalige Kita-Standort in der Spreewaldstraße. Diese Kita-Plätze könnten vermutlich bereits zum Jahresende 2017 genutzt werden.

Auch die Grundschule »Schwärzesee«, die 2014 in ihr neues Gebäude umzog, hatte bald darauf Platzprobleme. Die aktuell geführten Gespräche zur Schaffung zusätzlicher Raumkapazitäten in unmittelbarer Nähe der Schule sollen aber erfolgversprechend sein.

(3. September 2017)
(zuletzt bearbeitet am 9. September 2017)

Siehe auch: Bürgerzentrum bleibt Kita, Vermietung von Räumen im Bürgerzentrum, Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel, Kinderland ist noch nicht abgebrannt (in »Barnimer Bürgerpost«
Nr. 4/2006, Seiten 4 und 5)
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Vor 40 Jahren Grundsteinlegung Wohnkomplex "Max Reimann"
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik

maxe. Am 28. Januar 1976 beschloß der Rat des Kreises Eberswalde die "Gesellschaftspolitischen und volkwirtschaftlichen Zielstellungen für den Wohnkomplex »Spechthausener Weg«", wie das Neubaugebiet in der Planungsphase genannt wurde. (1) Die Beschäftigten des neu gebauten SVKE benötigten Wohnraum, und so wurde, ganz in der Nähe, auf einem 82 ha großen forstwirtschaftlich genutzten Gebiet südlich der Chemischen Fabrik ein Wohnkomplex von der Größe einer Kleinstadt konzipiert.

Das vom VIII.Parteitag der SED beschlossene Wohnungsbauprogramm bildete das Kernstück des sozialpolitischen Programms der DDR-Regierung. Die Lebensbedingungen der Menschen, gerade auch in der Freizeit, sollten mit komfortablen Wohnungen verbessert werden. So wurde an einem Dienstagnachmittag, am 19. Juli 1977 in der Nähe des Spechthausener Weges der Grundstein für das größte Neubaugebiet von Eberswalde gelegt.


Der Vorsitzende des Rates des Kreises, Genosse Horst Copitzky, schwang symbolisch den Hammer, um eine Kassette mit dem Lageplan des Neubaugebietes sowie mit einem "Neuen Deutschland" und einem "Neuen Tag" einzumauern. Mit folgenden Worten taufte er das neu zu bauende Wohngebiet:

"Dieses Wohngebiet soll den Namen unseres unvergessenen Max Reimann tragen. Max Reimann, Arbeiterführer, Kommunist und Ehrenbürger unserer Kreisstadt, wird damit ein ehrendes Denkmal erhalten. Wir möchten damit all die Antifaschisten ehren, die durch ihre unbeugsame Haltung in der finsteren faschistischen Vergangenheit, durch ihre Tat dem Finowtal den Beinamen »Rotes Finowtal« verliehen."(2)
Einen Monat früher, am 22. Juni 1977 fasste der Rat des Kreises Eberswalde den Grundsatzbeschluß (5) zu den Investitionsaufwendungen für die Errichtung der Neubauten: die Summe für den 1. Bauabschnitt betrugen 57 Mio Mark und für den 2. Bauabschnitt 49 Mio Mark der DDR. Insgesamt waren 6672 Wohnungen geplant, in denen 18.000 bis 21.000 Menschen leben sollten. Laut einem Politbürobeschluss vom 24. April 1973 kam dabei ein ganz bestimmter Wohnungsschlüssel zur Anwendung, mit dem folgende Wohnraumgrößen gebaut werden sollten:

   665 1-Raum-Wohnungen = 11,1 %
1101 2-Raum-Wohnungen = 18,3 %
3194 3-Raum-Wohnungen = 52,1 %
1036 4-Raum-Wohnungen = 17,2 %
     76 5-Raum-Wohnungen =   1,3 %

H. Kliche vom Autorenkollektiv des Geschichtswissenschaftlichen Institutes Eberswalde bewertete 2010 die Entscheidung zum Bau des Wohngebietes: "Die günstigen topographischen Verhältnisse und die technisch unklomplizierte Erschließung wegen des geringsten Abrisses und der Verlagerungskosten und der guten Anbindungen zu den nördlich gelegenen Arbeitstätten gaben schließlich den Ausschlag zur Standortwahl."(3)

Mit den gleichen Worten erläuterte Kreisarchitekt Heinz Maske im Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979 die Standortentscheidung. In dieser Publikation stellte er zurückblickend auch die Bebauungskonzeption für das Max-Reimann-Viertel vor:

"Hierbei wurden eindeutige Straßenräume mit den technisch und stadthygienisch maximalen Raummaßen in Kontrast zu den vorgesehenen intimen Wohninnenhöfen gesetzt, die großräumig ca. 60 x 60 bis 130 x 130 Meter angelegt werden, um eine sinnvolle Nutzung und den zusammenhängenden Baumbestand erhalten zu können. Um eine Monotonie in der Raumgestaltung zu vermeiden, weist jede Wohngruppe ihre eigene und typische Raumproportion auf."(4)
In der Endausbaustufe, nach Fertigstellung aller Bauabschnitte, seien folgende Einrichtungen geplant gewesen:
  • Mehrzwecksaal, Zirkelräume
  • Wohngebietsgaststätte
  • Fachverkaufseinrichtungen
  • Zweigbibliothek und Volksbuchhandlung
  • Blumenverkaufshalle
  • Dienstleistungsbereiche
  • Sparkasse / Post
  • Poliklinik / Apotheke
  • Jugendklub
  • Hallenbad und Sauna (4)(5)
Heinz Maske, der Architekt legte 1979 weiter dar, daß im Wohngebiet durch Komposition, Zuordnung, Farb- und Materialauswahl eine gestalterische Einheit und Differenziertheit der einzelnen Bereiche erreicht wird, die zu einem höheren Niveau der Stadtgestaltung führt. Erstmals im Bezirk Frankfurt/Oder und darüber hinaus wurde der vorhandene Waldbestand in die Wohngebietskonzeption einbezogen.(4)

Am 1. April 1978 wurden die ersten Wohnungen im 1. Bauabschnitt an 40 Bewohner übergeben.(3) Im Juli 1978 beschloss die 24. Tagung des Rates der Stadt Eberswalde die ersten Straßenbenennungen im Wohngebiet "Max Reimann". Bis 1979 enstanden dann 1100 Wohnungen für SVKE-Beschäftigte. Am 25. November 1986 meldete der "Neue Tag" die vorfristige Eröffnung der zweiten Kaufhalle (die Öffnungszeiten beschloss der Rat der Stadt), und einen Monat später die Fertigstellung von 586 neuen Wohnungen im Jahr 1986. (1)(6)

Am 8. November 1987, zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution, rollten die ersten Obusse durch den Kiez. Die bisher eingesetzten Kraftomnibusse wurden durch elektrifizierte Busse des Typs IKARUS 280 T ersetzt. Hierbei unterstützten der Kraftverkehr Weimar und Potsdam die Eberswalder mit zwei Bussen. Um 3.50 Uhr fuhr die erste reguläre Fahrt von der Allendestraße bis Nordend. Die Taktung der Obusse war dabei alle 6 min (5-8 Uhr), alle 15 min (8-14.30 Uhr) und am Nachmittag alle 8 min (14.30-17.30 Uhr). Später am Abend dann alle 15 bzw. 20 min. (7)

Zwei Jahre später sollte die Mauer fallen und so kam es nicht mehr zur Fertigstellung des Wohngebietes. Am 2. März 1990 beschloss die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde die Überarbeitung der Bebauungskonzeption für den Stadtteil "Max Reimann". Mit dem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Nr. 16 - 103/91 vom 13. Juni 1991, unterzeichnet von Dr. Hans Mai (Bürgermeister), vollzog die Stadt Eberswalde einen Schlusstrich unter 40 Jahre Arbeiter- und Bauern-Staat:

Neben der Leninstraße (Eberswalder Str.), dem Platz der Freundschaft, der Ernst-Thälmann-Straße (Heegermühler Str.) und der Umbenennung des gesamten Wohngebietes in "Brandenburgisches Viertel", wurden sämtliche Straßen des DDR-Neubaugebietes per Dekret umbenannt, allerdings erst anderthalb Jahre später aus Kostengründen umgesetzt. (1)

Aus der Walter-Ulbricht-Straße wurde die Rathenower Straße, aus der Georg-Ewald-Straße die Cottbusser Straße, aus der Dr.-Salvador-Allende-Straße die Potsdamer Allee, aus der Max-Reimann-Straße die Frankfurter Allee, aus der Karl-Maron-Straße die Beeskower Straße, aus der Otto-Winzer-Straße die Nauener Straße - usw. usf.

Mit rotem Klebestreifen wurden die Namen von Antifaschisten und Sozialisten überklebt, solange bis neue Schilder und Ständer installiert waren, die die Stadt Eberswalde mit der neuen harten Währung bezahlen konnte.

Zur weiteren Entwicklung des Viertels ab 1990 verweisen wir auf diesen Artikel.

(jg) - 1. August 2017

(1) Quelle: Kreisarchiv Barnim
(2) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 22. Juli 1977 (Kreisarchiv)
(3) "Von der Bodenreform zur Wurstfabrik" - Wege zur industriellen Produktion in der Landwirtschaft im Raum Eberswalde / 1. Auflage Eberswalde 2010 / Autorenkollektiv unter Leitung von H. Kliche
(4) "Ein neues Wohngebiet entsteht" - Städtebauliche Betrachtungen zum Wohnkomplex "Max Reimann" in der Kreisstadt Eberswalde-Finow von Heinz Maske, Architekt BDA/DDR - Kreisarchitekt - / Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979; Herausgeber: Rat des Kreises, Abteilung Kultur
(5) Grundsatzbeschluß des Rates des Kreises Eberswalde vom 22. Juni 1977 zu den Investitionen im 1. und 2. Bauabschnitt des WK "Max Reimann" - Quelle: Kreisarchiv Barnim
(6) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 25. Nov. 1986 und vom 2. Dez. 1986 (Kreisarchiv)
(7) Tageszeitung "Neuer Tag" vom (ohne Angabe). November 1987 (Kreisarchiv)

Bildnachweis:
Grundsteinlegung am 19.7.1977 (Autor unbekannt)
Foto aus der Bauphase am 1.10.1979 - Herbert W. Brumm, Gramzow
(Quelle: Kreisarchiv Barnim)




Industriedenkmäler vor Ort
Dunkle Wolken über der Borsighalle: Die denkmalgerechte Sanierung des historischen Industriebaus kostet viel Geld. Allein die Entsorgung von belasteter Erde verteuert sich auf über 400.000 EUR! An den kommenden Juli-Wochenenden findet die Kunstaktion "Weiße Schatten" auf dem Ruinengelände der ehemaligen Papierfabrik Wolfswinkel statt, jeweils von 13 bis 18 Uhr. Mehr Infos unter endmoraene.de



Die Bibliothek in Frankfurt/Oder, ein archtektonisches Juwel im Backsteinstil.

Presse-Echo auf MAXE-Kritik
Die Bibliothek -
ein Aushängeschild der Stadt

maxe. Am 4. Juni berichtete MAXE über die Öffnungszeiten der Eberswalder Stadtbibliothek und verglich sie mit anderen Städten der Region. Dabei stellte sich heraus, daß Bernau, Oranienburg, Frankfurt, Schwedt und Fürstenwalde ihren Bürgern einen weitaus besseren Zugang zur Bildung ermöglichen.

Die Märkische Oderzeitung zitierte am 22. Juni ausführlich die vom Maxe-Autor geäußerte Kritik in diesem Artikel und ließ auch Kulturamtsleiter Stefan Neubacher zu Wort kommen, der die Position der Stadt Eberswalde in diesem Bereich als »ganz hervorragend« darstellte. Die vom Amtsleiter angeführten Vergleiche bezogen sich dabei auf Angermünde, Bad Freienwalde und Luckenwalde - Städte mit 13.800, 12.400 bzw. 20.350 Einwohnern (Quelle: Wikipedia) und damit wesentlich kleiner als die Stadt Eberswalde, die fast genausoviel Einwohner hat, wie die drei genannten Städte zusammen und sich mit dem Titel »Mittelzentrum mit Funktionen eines Oberzentrums« schmückt.

Als Vorbild sollte sich die Stadt Eberswalde lieber Frankfurt an der Oder nehmen. Die ehemalige Bezirksstadt, mit Stammsitz oben genannter Zeitung, ehemalige Hansestadt und Universitätsstadt der »Viadrina«, hat ein ebenso schönes wie repäsentatives Bibliotheksgebäude wie die Barnimer Waldstadt, gleich gegenüber dem Rathaus gelegen, und am Eingang begrüßt ein lesendes Mädchen aus Bronze die Gäste.

Die Öffnungszeiten der Frankfurter Bibliothek unterscheiden sich von denen in Eberswalde in einem wesentlichen Punkt: an Freitagen ist schon ab 10 Uhr die Benutzung der Bibliothek möglich und statt mittwochs ist montags geschlossen. Wir schlagen deshalb für die Stadt Eberswalde und ihre Bürger bessere, der Bedeutung der Barnimer Kreisstadt angemessenere Öffnungszeiten vor:

Montag 14 bis 18 Uhr
Dienstag 10 bis 18 Uhr
Mittwoch - geschlossen -
Donnerstag 10 bis 18 Uhr
Freitag 10 bis 18 Uhr
Sonnabend 10 bis 14 Uhr

Damit hätte die Eberswalder Stadtbibliothek die gleiche Anzahl an Wochenstunden wie vor 2009, und zum anderen bliebe die beliebte Öffnung am Sonnabend bestehen, die, wie die MOZ den Kulturamtsleiter zitierte, »sich bewährt habe«.

Diese 4 Stunden sollten doch für die Barnimer Kreisstadt mit der gegenwärtigen Mitarbeiterzahl (6,25 Stellen auf 40 Wochenstunden gerechnet) zu schaffen sein, denn bei einer Bibliothek ist nicht nur die Fassade wichtig, auch der Inhalt zählt!

(jg) - 24. Juni 2017




Die Einwohnerversammlung 2016, die erstmals als Einwohnerforum organisiert war, bildete den Startschuß zur Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzeptes. Im September 2017 sollen auf einem weiteren Einwohnerforum die Ergebnisse vorgestellt werden.

Vom 26. Juni bis 14. Juni findet im Zusammenhang mit der Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzepts eine Bewohnerbefragung statt. Die ersten Umfragebögen wurden bereits verteilt.
ACHTUNG! Es handelt sich um weiße Umschläge im Format A5, die trotz der Aufschrift "Achtung: Keine Werbung" leicht mit Werbung verwechselt werden können.
Daher aufpassen und lieber die Werbestapel vor dem Wegwerfen nochmal durchgucken!

Neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK):
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel

Fortführung des Programms Soziale Stadt

maxe. Seit 1999 werden mit dem Förderprogramm Soziale Stadt im Eberswalder Ortsteil »Brandenburgisches Viertel« ganz unterschiedliche Maßnahmen realisiert – von investiven Maßnahmen in die Infrastruktur bis zu Beteiligungs- und Aktivierungsangeboten.

Das Verstetigungskonzept von 2012, mit dem ein langsamer Ausstieg aus dem Programm Soziale Stadt gesichert werden sollte, wird derzeit evaluiert. Dabei zeigt sich, erläutert Baudezernentin Anne Fellner, »daß eine Vielzahl an Maßnahmen noch keine Verstetigungsreife erlangt hat, zudem haben sich neue Herausforderungen durch den Zuzug von geflüchteten Menschen ergeben. Eine Fortführung des Programms Soziale Stadt wird demzufolge sinnvoll und erforderlich sein.«

Die aktuelle Entwicklung war für die Stadtverwaltung Anlaß, über die Stadtteilentwicklungsstrategie des Brandenburgischen Viertels neu nachzudenken. Hierzu erarbeitet die Verwaltung derzeit ein neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK).

»Mit diesem Konzept«, so die Dezernentin, »wird ein Strategiewechsel für das Quartier eingeleitet, der eine nachhaltige Stabilisierung und Entwicklung zum Ziel hat.« Bisher war das Quartier Schwerpunkt des Wohnungsrückbaus - und hat mit diesem »negativen Image« auch die Bemühungen der Wohnungsmarktakteure erschwert, den Wohnungsleerstand zu verringern. Das soll nun anders werden.

Die Stadtverwaltung verfolgt dabei vier Strategien:

  • Schaffung vielfältiger Wohnungsqualitäten (Bestandsanpassung, Neubau und langfristige Rückbauziele, Barrierefreiheit, bezahlbar)
  • öffentliche und private Räume/Freiflächen pflegen und gezielt aufwerten (Wegenetze, Barrierefreiheit, Stadtteileingänge, Parkanlagen pflegen)
  • sozialen Zusammenhalt stärken (Bildung, Sport, Kultur, Freizeit, Integration/Inklusion, Nachbarschaften)
  • (Nah)Versorgung sichern (Einzelhandel, medizinische Versorgung).

In einem ersten Bürgerforum am 25. Oktober 2016 wurden Ideen diskutiert und ausgetauscht. Auf einem zweiten, für den Herbst 2017 vorgesehenen Bürgerforum, soll der Entwurf des Stadtteilentwicklungskonzeptes in den Diskussionsfokus gestellt werden.

Aus den vier Strategien ergeben sich laut Anne Fellner eine Reihe von Handlungsansätzen. So stehe z.B. die weitere Sanierung des Wohnraums durch die Wohnungsunternehmen auf der Agenda.
Hier haben die Akteure vor allem den veränderten Wohnbedarf vor Augen: Mit Grundrißveränderungen, dem Auf- bzw. Anbau von Aufzügen, der barrierearmen bzw. -freien Gestaltung von Zugängen, Wohnungen und Außenanlagen werden die Unternehmen darauf reagieren – was an sich nichts neues ist.

»Auf kommunaler Seite besteht Handlungsbedarf bei der weiteren barrierefreien Gestaltung von Wegebeziehungen, der Beseitigung von städtebaulichen Mißständen – insbesondere in den Eingangsbereichen zum Quartier – sowie in der Sanierung von Sport- und Freizeiteinrichtungen«, informiert die Baudezernentin. Dringlicher Handlungsbedarf bestehe bei der Realisierung zusätzlicher Kita-, Hort- und Schulplätze. »Hier sind rasche Lösungen gefragt«.

Bei der Umsetzung des Handlungsbedarfs, betont Anne Fellner, ist die Stadt auf die weitere Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Ziel sei, auch künftig einen Fördermittelmix aus Stadtumbau, Wohnraumförderung und Sozialer Stadt einzusetzen. Diese Kombination unterschiedlicher Fördermittel habe sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt und sollte auch künftig fortgesetzt werden.

(23. Juni 2017)

Siehe auch: hier




Gefährlicher Radweg an der Papierfabrik Wolfswinkel Familienfreundliche Radfahrer-
Stadt mit Wachstumspotential

maxe. In der Juni-Ausgabe der Barnimer Bürgerpost, erschienen am 23. Mai 2017, war das Radfahren bzw. das Radverkehrskonzept der Stadt Eberswalde Schwerpunktthema der Berichterstattung. Zum Teil wurden Stimmen laut, die die markierten Radstreifen in der Heegermühler Straße in Frage stellten, andere lobten sie hingegen als zukunftsgewandte Maßnahme; es wurde von Bundes- und Landespolitik bzgl. Förderung des Fahrradfahrens gesprochen, aber es gab auch konkrete Vorschläge wie den von Kurt Berus, den gut befahrbaren Radstreifen auf Höhe Wolfswinkel für den Gegenverkehr in Richtung Eisenspalterei freizugeben.

Insgesamt ist das Thema Radverkehr in Eberswalde ein kontrovers diskutierter Schwerpunkt und eigentlich zu bedeutsam, als dass im laufenden Haushaltsplan der Stadt Eberswalde, wie Gerd Markmann in der BBP schrieb, nur Brotkrumen für einige wenige Projekte zur Verfügung stehen. Das widerspricht eigentlich der Titelaussage, zu dem sich der Bürgermeister uneingeschränkt bekennt. Die Lösung heißt: das Land Brandenburg soll es richten, und zwar entlang der Hauptstraßen des langgestreckten Mittelzentrums, die allesamt Bundesstraßen sind und deren Ausbau das Land bezahlt.

Deswegen werden auch Radschnellverbindungen entlang der B167 priorisiert, die ein "durchgehendes Radverkehrsnetz" erzeugen sollen. Abgesehen von der Tatsache, dass wirklich zügiges Fahren von zahlreichen Ampeln und Kreuzungen gestoppt wird, ergeben sich aus der Gesundheitsperspektive bessere Lösungen um in Eberswalde von A nach B zu gelangen. Beispielsweise ist die Route über den Zoo, am Krankenhaus entlang oder am Schwappachweg, sehr beliebt; und auch der Treidelradweg am Finowkanal ist eine gesündere Alternative, als dem Obus und dem Autoverkehr zu folgen.

Manchmal kommt der Fahrradfahrer aus dem Westen nicht umhin, die Eisenbahnstraße anzusteuern, was einige Komplikationen mit sich bringt. Hat er (oder sie) die Bahnhofsbrücke erklommen, müsste er/sie eigentlich mit einem Hinweisschild gewarnt werden, die Geschwindigkeit zu reduzieren, um nicht die wartenden Obus-Gäste umzufahren. Hat der Radfahrer dann den folgenden Anstieg bis zum ehemaligen RAW gemeistert, beginnt das Problem von neuem. Manche Velozipedisten meistern mutig das Problem, indem sie auf der Fahrbahn des Autoverkehrs nach unten rauschen. Das ist nicht verboten. Für alle anderen gilt das Betätigen der Bremse. Denn im Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung steht seit eh und je: "Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind oberstes Gebot."

Radschnellverbindungen sind in dieser Hinsicht äußerst kontraproduktiv. Solche Wege kann man zwischen Finow und Finowfurt anlegen oder zwischen Nordend und Oderberg, aber nicht in einer pulsierenden Stadt, wo ständig Gefahrenquellen lauern. Ein bekannter Unfallschwerpunkt ist die Einmündung Kupferhammerweg. Hier fehlt wieder ein Hinweis für die Radfahrer, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Außerdem droht dem unaufmerksamen Radfahrer die Frontalkollision mit einem Obus-Leitungsmast, der mitten auf der Spur steht. Ebenso auf der abwärts führenden Radspur am Krankenhaus. Hier sind solche Dellen im Radweg, die sich gut als Absprungschanze für Skater machen würden. Allesamt lange bekannte Unfallschwerpunkte. Hat die Stadt Eberswalde wirklich kein Geld dafür?

So schlecht, wie in der jüngst veröffentlichten Studie (Platz 18 von 23) zum Thema Radverkehr, kommt die Barnimer Waldstadt allerdings in Wirklichkeit nicht weg. Der Radweg am Finowkanal ist konkurrenzlos schön; ebenso die Erlebnisachse Schwärzetal vom Zoo bis zum Waldsolarheim. Das sind die Pfunde, mit denen Eberswalde wuchern sollte, anstatt die Familien, womöglich mit kleinen Kindern, entlang der nachweislich krebserregenden Abgasluft der Hauptstraßen fahren zu lassen.

(jg) - 24. Mai 2017




Für sozial gerechte Mieten

In Eberswalde sind die Mieten laut Mietspiegel in den letzten zehn Jahren um etwa 30 Prozent gestiegen.

Im gleichen Zeitraum haben sich auch die Betriebskosten, insbesondere für Heizung, Strom und Gas beträchtlich erhöht. Nach Abzug der Kosten für das Wohnen bleibt den Bürgern immer weniger Geld zum Leben. Das schmälert den Wohlstand und bewirkt eine verstärkte Armut. Besonders sozial Schwache und ältere Menschen sind von Armut betroffen und können sich ihre Wohnung nicht mehr leisten.

Andererseits hat die stadteigene Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH Eberswalde in ihrer Satzung eine Verpflichtung, »...breite Schichten der Bevölkerung der Stadt Eberswalde mit Wohnungen zu sozial vertretbaren Mieten« zu versorgen. Tatsächlich aber ist sie als größter Vermieter in der Stadt mit ihrer Geschäftspolitik zugleich Preistreiber bei den Mieten.

Im Interesse sozial gerechter Mieten in Eberswalde fordern wir:

  • Der Bürgermeister der Stadt hat als Gesellschaftervertreter der WHG Einfluß auf die Geschäftspolitik der WHG für sozial gerechte Mieten zu nehmen.
  • Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung müssen dafür Sorge tragen, daß die WHG ihren satzungsgemäßen Auftrag für sozial gerechte Mieten erfüllt. Dazu sind ggf. ergänzende Satzungsregelungen zu beschließen.
  • Die WHG ist in der Verantwortung, durch treuhänderisches Handeln für die Mieter auf die Minimierung der Betriebskosten hinzuwirken.
  • Die Geschäftstätigkeit der WHG ist auf die eigentliche Aufgabe der Wohnungswirtschaft zu beschränken. Es sind alle Aktivitäten zu unterlassen, die das Betriebsergebnis zulasten der Mieter schmälern.
  • Grundlage der Wohnungsmieten der WHG muß die reale Kostenentwicklung sein. Die einfache Anlehnung der Mietgestaltung an den Mietspiegel steht gegen den Grundsatz der Bereitstellung von Wohnungen mit sozialen Mieten. Als größter Vermieter in der Stadt hat die WHG die Pflicht, dämpfend auf die Mietentwicklung in der Stadt zu wirken.

Interessengemeinschaft der Mieter Eberswalde - 1. Mai 2017




Abrißbagger in der Lübbenauer Straße im Februar 2014. War das der letzte Wohnungsabriß?

Kiez mit mehr Einwohnern

Bevölkerung im Viertel wuchs 2016 um fast 5 Prozent

maxe. Die Einwohnerzahl der Stadt Eberswalde erhöhte sich im Jahr 2016 um 582 auf nunmehr 41.134. Erstmals seit 1990 kehrte sich damit der Nachwende-Schrumpfungsprozeß um.

Bemerkenswert ist, daß erstmals auch das Brandenburgische Viertel am Bevölkerungswachstum beteiligt war. Und dies sogar überproportional. Ende 2016 lebten 6.678 Menschen im Kiez, das waren fast 300 mehr als Ende 2015. Dies entspricht einem Zuwachs um etwa 4,6 Prozent. Für die Gesamtstadt liegt dieser Wert hingegen nur bei 1,4 Prozent.

Dabei hat sich die Zahl der gemeldeten Personen mit Nebenwohnsitz deutlich reduziert. Während des Jahres 2016 betraf dies nur noch im Mittel 50 Menschen. Ende 2014 waren es noch 251.

Nach den MAXE vorliegenden Zahlen war im 1. Quartal 2015 der Tiefpunkt erreicht. Damals wohnten 6.097 Personen mit Hauptwohnsitz sowie 200 mit Nebenwohnsitz, in Summe also 6.297 Personen im Kiez.

Ein Jahr zuvor, im Februar 2014, waren in der Lübbenauer Straße nochmals 90 Wohnungen abgerissen worden (siehe Video). Danach fiel im Frühjahr 2015 noch das alte Gebäude der Schwärzesee-Grundschule dem Abrißbagger zum Opfer. Inzwischen sind die Räumlichkeiten der neuen Schule zu eng für die wieder wachsende Schülerzahl.

Die wachsende Einwohnerzahl ist Folge des höheren Zuzugs. In ganz Eberswalde standen im vergangenen Jahr 3.074 Zuzügen 2.357 Wegzüge gegenüber. Aus eigener Kraft können die Eberswalder ihre Zahl nicht beibehalten. Den 387 Geburten standen 522 Sterbefälle gegenüber.

Die gestiegene Bevölkerungszahl ist dabei fast ausschließlich dem Zuzug von Ausländern zu verdanken, im Saldo 572, während der deutsche Bevölkerungsteil immerhin 10 Personen zum Positvsaldo beisteuerte. Den 1.324 Zuzügen stehen bei Ausländern 789 Wegzüge gegenüber. Und auch deren Geburtensaldo ist positiv. Bei 6 Sterbefällen kamen 43 Kinder als Neu-Eberswalder zur Welt.

In der nachfolgenden Tabelle stehen die genauen Zahlen für das Brandenburgische Viertel:


Datum Hauptwohnsitz Nebenwohnsitz Gesamt

31.03.2015 6097 200 6297
31.03.2016 6363 50 6413
30.06.2016 6436 48 6484
30.09.2016 6546 47 6593
31.12.2016 6626 52 6678


(12. Februar 2017)

Siehe auch: Zwei Drittel wohnen hier




Neue Bürgersprechstunde

Zu allen sozialen Fragen und Behindertenangelegenheiten

Die neue Bürgersprechstunde im Brandenburgischen Viertel findet erstmals am Donnerstag, den 19. Januar 2017, statt. In der Zeit von 9 bis 12 Uhr können sich Bürger mit allen sozialen Fragen und Behindertenangelegenheiten an die Sprechstunde wenden, welche von Barbara Bunge, Sozialreferentin der Stadt Eberswalde, gehalten wird.

Die Sprechstunde findet in den Räumlichkeiten des Bürgerzentrums in der Schorfheider Straße 13 statt.

Im Folgenden wird die Sprechstunde jeden dritten Donnerstag im Monat jeweils in der Zeit von 9 bis 12 Uhr angeboten. Nächste Termine sind der 16. Februar 2017 sowie der 16. März 2017.

Nancy Kersten,
Pressesprecherin der Stadtverwaltung Eberswalde

(veröffentlicht am 5. Januar 2017)




Die verwandelte Stadt

Wie sich das Brandenburgische Viertel seit 1990 entwickelte

Im Museum der Stadt Eberswalde kann man sich zur Zeit die Ausstellung »Die verwandelte Stadt« ansehen. Hier wird der Versuch unternommen, die vielfältigen Entwicklungen des letzten Vierteljahrhunderts darzustellen, einer Zeit großer Umbrüche, im gesellschaftlichen wie im privaten. Man muß den Museumsmachern, wie auch dem Amt für Wirtschaftsförderung, das einen Begleitband gestaltet und gedruckt hat, Respekt zollen für einen bunten Überblick der Highlights von Kultur, Wirtschaft, Sport, Städtebau, Bildung und Politik.

Gezeigt werden Produkte der Seilrollenfertigung des ehemaligen Kranbaus, Highend-Lautsprecher der Firma C.E.R.T., ein Bedienelement eines Außenfahrstuhls, Utensilien eines Faschingsclubs, diverse Sportpokale und eine Videodokumentation über Eberswalde im Jahre 1990.

Daß über den Bau des Paul-Wunderlich-Hauses berichtet wird, über die Wiedereröffnung der forstlichen Fachhochschule und über die Sanierung und den Umzug des psychiatrischen Landeskrankenhauses, das alles ist natürlich selbstverständlich. Weniger verständlich ist hingegen, daß die Finower, die Nordender, die Ostender, die Westender und die Bewohner des Brandenburgischen Viertels in der Stadtgeschichte der letzten 25 Jahre überhaupt nicht vorkommen, so als sei Eberswalde noch der kleine Marktflecken des 18. Jahrhunderts, der vom Kanal bis zur Kirche reicht.

Die Passage wurde gebaut. Zu dieser Zeit wurde wohl in jeder größeren deutschen Stadt ein Einkaufscenter errichtet. Dafür mußten viele kleine Läden, besonders in der Eisenbahnstraße, ihr Geschäft aufgeben. Die Altstadt wurde saniert, sehr lobenswert. Aber damit die steigenden Mieten an den Mann bzw. die Frau gebracht werden können, mußte anderswo in Eberswalde »der Markt bereinigt« werden.

Diese andere Stadtgeschichte illustriert nebenstehende Abbildung: Im Brandenburgischen Viertel wurden im letzten Jahrzehnt 26 Wohnblöcke abgerissen. Preiswerter Wohnraum für 3000 Menschen!
Das Reimannviertel war in den 1980ern gefragt bei jungen Familien, moderne Häuser mit Zentralheizung und Bad. Auch viele Familien der sowjetischen Bundesgenossen wohnten hier im Waldviertel, während die MiGs zum Landeanflug nach Finow ansetzten.

In dem Video, das im Museum läuft, kann man zurückblicken: auf ein Reimannviertel voller Menschen, auf gut besuchte Kaufhallen, auf Spielplätze, die noch weit vom heutigen Standard entfernt waren – auf ein junges Wohngebiet, das noch vorwiegend von Sand, von Kiefern und von Trabants beherrscht wurde.

Reimannviertel - dieser Name wurde schnell obsolet in der neuen Marktwirtschaft Brandenburgs. Was lag näher, als das Viertel nach dem Land und die Straßen nach ihren Städten zu benennen? Ein Zeichen von märkischem Patriotismus. Aber auch ein Zeichen davon, die eigene Geschichte verdrängen zu wollen. Wenigstens das Denkmal des Namensgebers Max Reimann durfte stehenbleiben.

Noch wohnten 1992 über 13.000 Menschen im neuen Brandenburgischen Viertel, die teilweise recht gut verdienten. Der Geist der Zeit erforderte nun ein Einkaufszentrum und ein Bankgebäude, und so kam das Viertel zu einem richtigen Zentrum mit einem zentralen Platz, der zum Treffpunkt, zum Marktplatz und zum Festplatz wurde.

Aber vielen Familien wurde es zu eng im Wohngebiet, sie wollten ein Häuschen im Grünen, es gab ja so günstige Kredite vom Bankhaus! Wohnst du noch, oder baust du schon? Die neue Zeit machte es möglich.
Dazu kam die allgemeine Situation in den östlichen Bundesländern mit hoher Arbeitslosigkeit, was den Wegzug der jungen Leute in den Westen zur Folge hatte.

So kam es, daß immer mehr Wohnungen leer standen, die Vermieter nur noch wenig investierten und ein Block nach dem anderen abgerissen wurde. Es hieß, es werde im Rahmen des Stadtumbaus »zurückgebaut«. Ein schönes Wort für die Vernichtung von Werten. Erst kam der Bagger, dann kam der Schutt, dann kam die Sandfläche und dann kamen die Kräuter und Bäumchen. Gras wuchs über die ganze Sache.

Aber nicht nur Wohnungen mußten weg. Ganze 4 Schulen wichen den »Stadtumbauern«: die Grundschule Am Stadtwald (vorher 6. POS Max Reimann), die Gesamtschule Rosa Luxemburg (13. POS), die Gesamtschule Albert Einstein (14. POS Ernst Thälmann) und schließlich, im letzten Jahr, das alte Gebäude der Schwärzesee-Grundschule. Dabei wohnen hier im Viertel die meisten Kinder von Eberswalde. So viele Spielplätze wie hier gibt es in keinem anderen Stadtteil!

Aber die Goetheschule war wichtiger. Schließlich stammte sie noch aus alter preußischer Zeit. So müssen nun viele Oberschüler weit fahren am frühen Morgen. Mit einem Schülerabo der Barnimer Busgesellschaft (BBG).

Ach ja, die Busse! Die fehlten ein bißchen in der Ausstellung. Was wäre Eberswalde ohne seine Obusse? Das ist ein Auftrag ans Stadtmuseum. Das sollte man nicht der BBG alle Jubeljahre überlassen.

Das ehemalige Reimannviertel jedenfalls hat sich, ungewollt, dahin entwickelt, wie es sich der planende Architekt eigentlich vorgestellt hatte: großzügig, weit, mit Sonne und Licht und viel Grün. Und vielen spielenden Kindern. Aber was der Architekt sagt, ist das eine, das andere bestimmt die Politik ...

Jürgen Gramzow - 23. November 2015




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