Kiezmagazin fürs Brandenburgische Viertel in Eberswalde


Kiez-Termine

Freitag, 21. September, 15 - 18 Uhr:
Repair Café beim Hebewerk e.V. im WBG-Vereinhaus (Havellandstr. 15).

Freitag, 21. September, ab 18 Uhr:
Virtual Reality & Six-to-zero im Ideenraum & Makerspace des Hebewerk e.V. (Havellandstr. 15).
Virtuelle Realität durch die spezielle Brille (von Google Earth über Golf-, Renn- und Geschicklichkeitsspiele bis zum Egoshooter). Hinweis: Für Brillenträger nicht geeignet, ggf. Kontaktlinsen nutzen.
Anschließend Treffpunkt und Netzwerkabend für alle digitalen und analogen Technikbegeisterten, (Hobby)Bastler und Nerds für Themen wie Linus, Robots, Coding, Retro, 3D-Druck, Tabletop, lasercutten etc.

Eltern-Kind-Zentrum:
Mütter-Fitness-Gruppe Mo 9.30 Uhr,
SV Motor Turnhalle, Potsdamer Allee 37
Krabbelgruppe Mi 9.30 - 11 Uhr, Bonhoeffer-Haus, Potsdamer Allee 35

WBG-Vereinshaus, Havellandstr. 15:
Sportgruppe @ H15 Mo 18.30-20 Uhr
Offene Naehwerkstatt Mi 10-13 Uhr
Repair-Café & Six-to-Zero Fr 15 Uhr
Hebewerk e.V. im H15

WBG-Freizeitschiff:
Rommé, Skat ... Mo 14 Uhr
Handarbeitstreffen Do 13 Uhr
Prignitzer Str. 48


Es herbstelt...

Gemeindezentrum:
Familiennachmittag dienstags, 16 - 17 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Potsdamer Allee 35
Familiensport, Di 15-16 Uhr, Do 15-16.30 Uhr, SV Motor Turnhalle, Potsdamer Allee 37

AWO Ortsverein Finow:
Nachmittag im Seniorenclub Mi 14 Uhr, Frankfurter Allee 24

Bürgerinitiative
Radwege in Eberswalde

Mitteilungen der Bürgerinitiative

MAXE-Volltextsuche:
Kontakt zur

Der waldseitige Fußweg in der Lausitzer Straße wird abgetragen und damit als Ausgleichsmaßnahme Fläche in der Stadt Eberswalde entsiegelt. Nach schwerer Arbeit hat sich der Bauarbeiter das Wochenende redlich verdient. Als Ergebnis entsteht ein Versickerungsgraben für das Straßenwasser, das bei starken Niederschlägen nicht mehr in der Kanalisation fortfließt, sondern vor Ort im Boden bleibt. Den Gehweg selber hat schon der Lauf der Zeit entsiegelt: Der Sickertest bei Starkregen-Simulation ergab, daß kaum Wasser bis zum Gulli gelangte. Die Gullis ihrerseits werden mit Entfernung des Gehweges stillgelegt.

Lausitzer Straße:
Gehwege werden zurückgebaut

In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Extremwetterereignisse ist auch die Stadt Eberswalde gefordert, sich auf diese Gefahren einzustellen und aktiv vorzubeugen. Insbesondere Starkregenereignisse mit anschließenden Überflutungen können zu erheblichen Schäden führen. Die Entwicklung und Umsetzung von wirksamen Projekten zur Erhöhung der dezentralen Rückhaltung und Versickerung von Regenwasser gehört daher zu den wichtigsten Klimaanpassungsmaßnahmen im Rahmen des städtischen Klimaschutzkonzeptes.

Aus diesem Grund beabsichtigt das Tiefbauamt der Stadt im Brandenburgischen Viertel eine Fläche von insgesamt 400 Quadratmetern nicht mehr genutzte Infrastruktur zu entsiegeln und auf diesem Wege zusätzliche Versickerungsflächen für Regenwasser bereitzustellen. So kann der oberirdische Abfluss reduziert, die Regenwasserkanalisation entlastet und die ursprünglichen Bodenfunktionen wiederhergestellt werden

In der Lausitzer Straße soll zwischen der Potsdamer Allee und dem Jugendclub auf der Waldseite der alte, verwitterte und durch starke Schäden gekennzeichnete Gehweg auf einer Länge von etwa 250 Metern entsiegelt werden. Anstelle des Gehweges wird eine Sickerfläche für das Regenwasser geschaffen, so dass das Regenwasser an Ort und Stelle versickern kann Der Gehweg auf der Nordseite bleibt erhalten.

Die Maßnahme wird als Ersatzmaßnahme für das Bauvorhaben Sicherung und Sanierung Altlastenstandort ehemalige Dachpappenfabrik Büsscher & Hoffmann Eberswalde am Luisenplatz 1 durchgeführt. Dort wurde die Stadt durch die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Barnim aufgefordert, entsprechende Ersatzmaßnahmen durchzuführen. Diese notwendigen Ersatzmaßnahmen betreffen eine Fläche von etwa 400 Quadratmetern. Der verbleibene Abschnitt des Gehweges bis zur Zoostraße soll zu einem späteren Zeitpunkt entsiegelt werden.

Die Baumaßnahme soll bis zum 28. September 2018 durchgeführt werden. Den Auftrag hat die Firma Tiefbau und Baustoffhandel Andre Rouvel aus Eberswalde von der Stadt erhalten. Die Maßnahme wird ca. 24.000 Euro kosten und aus der Ersatzmaßnahme Sicherung und Sanierung Altlastenstandort ehemalige Dachpappenfabrik Büsscher & Hoffmann Eberswalde finanziert.

Nancy Kersten (Pressesprecherin der Stadtverwaltung Eberswalde)

(veröffentlicht am 20. September 2018)




Auch die Glocke am Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee wird sich am »Glockenläuten für den Frieden« beteiligen.

In Eberswalde und im gesamten Landkreis Barnim läuten am Internationalen Friedenstag auch die Glocken anderer Kirchen. In der Maria-Magdalenen-Kirche finden zudem regelmäßig zum Weltfriedenstag am 1. September Friedensgottesdienste statt.
Internationaler Friedenstag am 21. September: Glockenläuten für den Frieden

Erstmals in der Geschichte wird am 21.09.2018 von 18.00 bis 18.15 Uhr das europaweite Glockenläuten anläßlich des Internationalen Friedenstages mit kirchlichen und säkularen Glocken geben, um gemeinsam ein starkes Zeichen des Friedens zu senden. Dazu rufen in Deutschland unter anderem der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das katholische Bonifatiuswerk, die Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz auf.

Auch im Barnim läuten von den Kirchtürmen die Glocken für Frieden, gemeinsam mit vielen hundert anderen in ganz Europa.

Mit dabei ist die Glocke am Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Brandenburgischen Viertel. Zu hören sind unter anderen die Glocken in:

  • Eberswalde (Finow, Evangelische Friedenskirche)
  • Eberswalde (Evangelische Maria-Magdalenen-Kirche)
  • Eberswalde (Evangelische Johanniskirche)
  • Bernau (Katholische Herz-Jesu-Kirche)
  • Biesenthal (Evangelische Stadtkirche)
  • Biesenthal (Katholische Kirche St. Marien)
  • Danewitz (Evangelische Dorfkirche)
  • Groß Schönebeck (Evangelische Immanuelkirche)
  • Joachimsthal (Evangelische Kreuzkirche)
  • Klosterfelde (Evangelische Dorfkirche)
  • Lanke (Evangelische Dorfkirche)
  • Prenden (Evangelische Dorfkirche)
  • Rüdnitz (Evangelische Dorfkirche)
  • Stolzenhagen bei Klosterfelde (Evangelische Dorfkirche)
  • Wandlitz (Katholische Kirche St. Konrad)
  • Werneuchen (Katholische Kirche St. Joseph)
  • Zerpenschleuse (Evangelische Ziegelfachwerkkirche)

Mehr Informationen finden Sie unter https://www.ekbo.de/themen/kirche-politik/friedenslaeuten.html und www.sharingheritage.de/europaweites-glockenlaeuten.

Christoph Strauß - 19. September 2018

Christoph Strauß ist Pfarrer und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Barnim.


Dietrich-Bonhoeffer-Haus · Potsdamer Allee 35 · 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383930 · Fax: 03334 383931
eMail: gemeindezentrum-bbv@t-online.de




Nach der Aktion der Alternativen Liste Eberswalde & der Partei Die PARTEI zum Stadtteilfest am 8. September auf dem Potsdamer Platz, sollen anläßlich der WHG-Mieterhöhungs-Veranstaltung am Dienstag, dem 18. September, ab 17 Uhr im Familiengarten weitere Protestaktionen gegen die aktuelle Mietpreisentwicklung folgen. Dazu haben inzwischen auch andere Gruppen aufgerufen.

Alternative Liste Eberswalde & Die PARTEI:
Aktionen gegen Wohnungsabriß und Mietsteigerung

maxe. Mit einer gemeinsamen Aktion am Rande des Stadtteilfestest im Brandenburgischen Viertel »Fête de la Viertel« am 8. September machten die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI auf ein Problem aufmerksam, das seit einiger Zeit auch Eberswalde erreicht hat.

Mietpreissteigerungen und Mangel an bezahlbaren Wohnungen schienen lange Zeit ein Thema der großen Metropolen zu sein. In Eberswalde herrschte seit Mitte der 1990er Jahre ein Mieter-Markt. Die Menschen verließen die Stadt und Wohnungsleerstand wurde zunehmend zu einem Problem, das durch staatlich subventionierten Wohnungsabriß gelöst werden sollte. Dabei hatte die Privatisierungspolitik der städtischen WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft im Zusammenhang mit der sogenannten Altschuldenhilfe dazu geführt, daß der Abriß in einer städtebaulich katastrophalen Art und Weise erfolgte.

Während die Fördermittel für den Abriß sprudelten, blieb das Fördergeld für Sanierungen eher knapp bzw. wurde in Bereiche des sogenannten »hochwertigen« Wohnungsbaus umgeleitet (Michaelisgärten).

Inzwischen steigen die Mietpreise auch in Eberswalde rasant an. Dennoch hält es die Wohnungsgenossenschaft aus betriebswirtschaftlichen Gründen für erforderlich, weitere Wohnungen abzureißen.

Die Alternative Liste Eberswalde (ALE) und die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI wollten mit ihrer Aktion zum Stadtteilfest auf den Zusammenhang von Wohnungsabriß und steigenden Mieten aufmerksam machen.

Am Dienstag, den 18. September, lädt die größte Eberswalder Wohnungsgesellschaft, die städtische WHG Wohnungs- und Hausverwaltungsgesellschaft mbH, um 18 Uhr in die Hufeisenfabrik im Familiengarten ein, um über ihr aktuelles Mieterhöhungs-Konzept zu informieren (mehr Informationen dazu hier).

Inzwischen haben mehrere Gruppen dazu aufgerufen, diese Veranstaltung zu nutzen, um gegen die Mietpreissteigerungen, die nun auch Eberswalde erreicht haben, zu protestieren. Die Proteste im Familiengarten sollen gegen 17 Uhr beginnen.

(17. September 2018)


Links:
Alternative Liste Eberswalde (ALE)
Die PARTEI Brandenburg oder Die PARTEI Eberswalde auf Facebook




Der Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski begrüßt am Nachmittag des 8. September gemeinsam mit den Quartiersmanagerinnen Ute Truttmann und Patricia Berndt (v.l.n.r.) die Gäste des Familienfestes auf dem Potsdamer Platz.

Gemeinsam im Viertel:
Reges Treiben beim Stadtteilfest

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Samstag, dem 8. September, die Féte de la Viertel auf dem Potsdamer Platz im Brandenburgischen Viertel gefeiert. Viele waren gekommen, Groß und Klein, Alt und Jung.

Eröffnet wurde das Fest vom Bürgermeister Friedhelm Boginski, der die Vielfalt der Stände und Aktivitäten lobte. Begleitet wurde er vom Sozialdezernenten Prof. Dr. Jan König.

Unter dem Motto »Wir zeigen, was es gibt im Brandenburgischen Viertel« konnten die Bewohner und Gäste sich neben Musik, Essen aus unterschiedlichen Kulturen, einer mobilen Cocktailbar mit alkoholfreien Getränken, verschiedenen Mitmachaktionen wie dem Schachspielen und einem Tanzkurs sowie Riesenseifenblasen-Machen mit dem Seifenblasenzwerg vergnügen.

Regen Andrang bei Kindern und Jugendlichen fanden die vielen sportlichen Aktivitäten im hinteren Teil des Platzes. Zu den Highlights gehörten u.a. die Segways zum Ausprobieren und das Pfeil und Bogen schießen sowie die Hüpfburg. Wer Lust hatte, sich im Jonglieren zu üben, konnte beim Spirkus-Mitmachzirkus mitmachen.

Das Spreewald-Café zog mit Tisch und Stuhl auf den Potsdamer-Platz. Neben Kaffee und Kuchen gab es frisch gepreßten Apfelsaft. Besonders ältere Menschen fanden hier einen Ort zum klönen und zuschauen.

Überhaupt gab es genug Möglichkeiten Im Café und an den verschiedenen Stationen Austausch und zum Kennenlernen.

Man wollte es erst nicht glauben. Es gab einen Kleider-Verschenke-Markt, der so gut angenommen wurde, daß am Ende mehr als die Hälfte der Kleider unter die Leute gebracht wurden. Ideen, wie einen Flohmarkt auf dem Potsdamer Platz zu etablieren, wurden laut.

DJane Lady Undertone sorgt für das musikalische Programm für Jung & Alt sorgte besonders bei den jungen Mädchen für einige Tanzeinlagen. Die im Viertel ansässige Tanzsportschule zeigte ihr Können mit einer Vorführung von Thaiboxen. Den Musikalischen Höhepunkt bildete die Live-Musik mit Cello und E-Gitarre von »The Epix«.

Organisiert wurde das Fest vom Quartiersmanagement (QM) im Brandenburgischen Viertel und von Buckow e.V. . Wir, Ute Truttmann und Patricia Berndt vom QM, nutzen die Gelegenheit, uns nochmals bei allen, die mitgewirkt haben, zu bedanken. Dazu zählen die Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow eG (WBG), die Stadt Eberswalde, die Polizei, das Dietrich Bonhoeffer-Haus, Kontakte e.V., der Wohnverbund Eberswalde, Wuckizucki e.V., SPI, SV Motor, Hebewerk, Kampfschule, Palanka e.V. , Buckow e.V. , der Kulturbund, Kreissportbund Barnim und Mascha, Herr Geißler (Bogenschießen), Herrn Voight (Segways), Herr Zinn (tatkräftige Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit), Herr Pfeiffer (tolle Fotos) und viele mehr, die zu diesem tollen Fest beigetragen haben.

Ute Truttmann, Quartiersmanagement - 14. September 2018

(geändert am 19. September 2018)


Quartiersmanagement im Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: 03334/818245 · eMail:




Familienfest auf dem Potsdamer Platz am 8. September:
Fête de la Viertel

Ein buntes Familienfest findet am Samstag, dem 8. September, auf dem Potsdamer Platz im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde statt. Von 14 Uhr bis 18 Uhr soll gezeigt werden, was das Brandenburgische Viertel zu bieten hat. Eröffnet wird das Fest im Viertel von Bürgermeister Friedhelm Boginski.

Neben viel Musik, kulinarischen Angeboten, verschiedenen Mitmachaktionen, einem Tanzkurs und Thaiboxen, Kleider-Verschenke-Markt und sportlichen Aktivitäten gibt es weitere Highlights wie eine mobile Cocktailbar für alkoholfreie Erfrischungen, eine Hüpfburg, Segways und Lastenfahrräder zum Ausprobieren. Wer Lust hat, kann sich im Jonglieren oder beim Spirkus-Mitmachzirkus üben. Für Fest-Stimmung sorgen Live-Musik von The Epix, DJane Lady Undertone mit musikalischem Programm für Jung & Alt.

Und natürlich bringen sich zahlreiche Akteure des Viertels an diesem Tag ein: Das Spreewald-Café zieht beispielsweise auf den Potsdamer-Platz. Hier und an verschiedenen Stationen gibt es die Möglichkeit zum Austausch und zum Kennenlernen. Das Quartiersmanagement, die WBG, die Polizei und die Träger aus dem Viertel informieren, was im Allgemeinen los ist im Brandenburgischen Viertel.

Organisiert wird das Fest vom Quartiersmanagement des Brandenburgischen Viertels (S.T.E.R.N GmbH) und vom Familienzentrum Buckow e.V. Unterstützt wird das Fest von der Stadt Eberswalde, der WBG und vielen Akteuren und Einrichtungen vor Ort.

Nancy Kersten (Pressesprecherin der Stadtverwaltung Eberswalde)
(veröffentlicht am 3. September 2018)


Quartiersmanagement im Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: 03334/818245 · eMail:




Blues in der Zainhammermühle

Liebe Bluesfreunde,

Karten für das Konzert in der Zainhammermühle am nächsten Freitag, den 7. September, könnt ihr gerne auch bei mir bestellen. Schickt mir bitte einfach eine , falls ihr Karten haben wollt. Ich lasse Sie dann für euch an der Kasse hinterlegen.

Bis dahin!

Jürgen Peters - 2. September 2018

Die Band wurde 2004 als »Planning & Farming Blues Company« P&F Blues Company von Professoren, AbsolventInnen und Studierenden der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde gegründet. Ihre Besetzung der letzten Jahren sind Jürgen Peters (git, voc), Eugen Fraenger (voc, bs), Oliver Brauner (sax) und Holger Menzel (dr).

Die Band hat ihre musikalischen Wurzeln im Blues und variiert die Songs mit groovigen Rhythmen, kraftvollen Gitarrenriffs und expressiven Saxophon-Läufen. Neben bekannten Songs der Blues- und Rock-Szene spielt die Band auch eigene Lieder. So ist mit »Guten Morgen Eberswalde« eine rauhe Liebeserklärung als Hymne an die Hochschulstadt entstanden. Eigene Lebenserfahrungen im ländlichen Raum haben zu Titeln wie »Village Boy«, »Tomato Fields« und »Life is Beautiful« inspiriert.


Konzert »P & F Blues Company«
Beginn: 7. September 2018, 19.30 Uhr · Ende: 7. September 2018 21 Uhr
Eintritt: 10 Euro · Reservierung: hier

Die Mühle e. V. · Am Zainhammer 3b · 16225 Eberswalde · www.diemuehle.de)



Nachbarschaftstreff am 3. September 2018, 15 - 18 Uhr:
»Wer sind die denn?!«

Wer wohnt da eigentlich?
Weißt du welche Sprache dein Nachbar spricht?
Woher kommt der überhaupt?
Warum sind die nebenan immer so laut? Muß das sein?
Warum guckt der denn so?

Wir wollen essen, fragen, zuhören, antworten und verstehen. Kommt und erzählt von eurem Leben. Ob vor der Wende, nach der Wende, mit oder ohne Fluchtgeschichte, mit oder ohne Hobby, mit oder ohne Kinder. Wir interessieren uns!

Bringt eure Leibspeise mit und laßt uns gemeinsam essen. Ein Stück Nachbarschaft probieren….

Die Veranstaltung erwächst aus der Kooperation zwischen Dietrich-Bonhoeffer-Haus, der Koordinationsstelle für Geflüchtetenarbeit des evangelischen Kirchenkreises und dem Familienzentrum Spreewaldstraße und wird über das Programm »Soziale Stadt« gefördert.

Wir treffen uns am 3. September, ab 15 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Potsdamer Allee 35.

Dorothea Malik (Familienzentrum) - 30. August 2018


Dietrich-Bonhoeffer-Haus · Potsdamer Allee 35 · 16227 Eberswalde
Tel: 03334 383930 · Fax: 03334 383931
eMail: gemeindezentrum-bbv@t-online.de




Gibt es die Klimarettung auch im Sonderangebot?

Die Zeiten ändern sich:
Weltuntergang im Sonderangebot

"Sie sind überall. Sie kommen aus allen Löchern. Sie fressen alles!"

Diese Schlagzeile unserer allseits beliebten Großbuchstaben-Presse nimmt Bezug auf die wochenlange Sommerhitze dieses Jahres. Auf den ersten Blick dachte man vielleicht, die vielen Zweibeiner seien gemeint, die nach dem Ostseeurlaub wieder zahlreich die Straßen, Busse und Supermärkte bevölkerten. Aber nein, es sollte nur vor possierlichen Nagetieren Angst gemacht werden, die am liebsten Nutella vom Finger schlecken. Habe ich mir sagen lassen.

Doch an der ungewöhnlichen Hitze haben haben nun nachtaktive Kleinsäugetiere weniger Schuld als der tag- und nachtaktive vollmotorisierte, luftverpestende, Müllberge verursachende Trockennasenprimat, genannt Mensch. Wozu ist die angebliche Intelligenz des Menschen eigentlich gut? Daß er Mega-Metropolen aus Beton baut? Daß seine Wohnung ein begehbarer Kühlschrank mit Internetanschluß ist? Oder daß er für seinen 5-km-Arbeitsweg einen spritfressenden Asphalt-Panzer braucht, der kleinen Kindern Angst macht? 5 Kilometer! Das sind unsere Großväter und Großmütter jeden Tag zur Schicht gelaufen, oder geradelt.

Heutzutage wird in der vollklimatisierten S-Klasse gefahren, natürlich geleast, man möchte schließlich immer das neueste Modell in der Garage haben. Und weil man im Speckgürtel wohnt, im netten Häuschen, 200.000 Euro Schulden, ist der Arbeitsweg nun mal etwas länger. Im Stau auf der A10 erledigt der Geschäftsführer nebenbei seine Kundengespräche und räumt den Spam-Ordner auf. Die Rettungsgasse wird selbstverständlich freigehalten. Selbst für dringende Bedürfnisse liegen ein Ein-Handgriff-Behälter bereit, doch die Damen der Schöpfung greifen lieber auf Windeln zurück. Man muss auf alles vorbereitet sein!

Auf die Klimaveränderung ist der Mensch in keinster Weise vorbereitet: Die Bemühungen um CO2-Reduzierung laufen ins Leere angesichts des wachsenden Verkehrs, der wachsenden Städte, des wachsenden Konsums und des wachsenden Bedürfnisses nach Wohlstand in allen Teilen der Welt. Die Europäer und Amerikaner haben es vorgemacht und priesen ihr System und ihre Wirtschaftsweise als die beste aller Welten. Da darf man die Thailänder und Koreaner nicht anklagen, wenn sie genauso leben wollen. Oder die Nigerianer.

Mega-Städte nach amerikanischem Vorbild wachsen in allen Teilen der Welt wie Metastasen eines Krebsgeschwürs, das sich Zivilisation nennt. Verzeihen Sie die drastischen Worte! So eine Stadt wie Bangkok oder Shanghai macht natürlich mächtig Eindruck auf die Provinzbevölkerung, die es wie ein riesiger Magnet anzieht und das einfache Landleben unattraktiv erscheinen läßt. Die Landgüter kaufen internationale Agrarkonzerne auf, die mit Palmöl und Soja Geschäfte auf dem globalen Nahrungsmittelmarkt verbuchen können. Und die Anteilseigner verbuchen satte Renditen.

Das Kapital sucht immer neue Möglichkeiten nach Renditen-Maximierung. Dabei ist es ihm egal, ob eine ganze Branche verfällt oder ein ganzer Staat abgewickelt wird. Für die Braunkohle kommt der Solarstrom und für Papp-Autos kommen Elektro-Smarts. Entscheidend ist, was die Kunden zu zahlen bereit sind. Auf einen Hype muss man unbedingt aufspringen, denn da gibt es das Meiste zu verdienen. Der Hype der heutigen Zeit sind überdimensionierte Stadtautos, die durchaus fürs Militär taugen, alles von und für Smartphones, und seit Jahrzehnten: das eigene Häuschen am Stadtrand. Man kommt um diese Frage einfach nicht herum!

Jeder Bewohner dieses Planeten hat einen ökologischen Fußabdruck, der diese Welt belastet. Ein Bewohner eines Industriestaates wie Deutschland verschuldet automatisch ein Mehrfaches der Belastung wie Bewohner von Äthiopien. Doch auch in einem entwickelten Land gibt es Unterschiede: eine Oma, die von Grundsicherung in ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung lebt, hat einen anderen Fußabdruck als ein jetsettender Star-Künstler, der jede Woche in einer anderen Hauptstadt gastiert. Diese Unterschiede zu nivellieren wäre illusorisch. Doch die Welt passiert im Kleinen!

Muss ich mir wirklich ein neues Auto kaufen? Oder ist es nicht besser, ein Jahres-Abo der Verkehrsbetriebe zu erwerben? Muss es dieser Joghurt im Sonderangebot sein, der den dreifachen Müll einer Großverpackung produziert?* Reicht es nicht aus, sich in der Wohnung gemütlich zu machen, als das finanzielle Risiko und den ökologischen Wahnsinn eines Hausbaus zu verantworten? Muss ich ständig online sein, damit ich keine Nachricht verpasse und dafür müssen dann weltweit Rechenzentren aktiv sein, die insgesamt einen Stromverbrauch verursachen wie eines der weltgrößten Länder?

Für Optimismus in Klimafragen bleibt immer weniger Platz. Seit bekannt ist, daß das höchst komplizierte und fragile Wettersystem der Erde umkippen kann, müssten die politisch Verantwortlichen eigentlich mehr tun, um die Welt zu retten. Aber nun gibt es einen Handelskrieg, zahlreiche militärische Konflikte und Billiarden an marodierendem Kapital, das nach neuen attraktiven Anlagemöglichkeiten sucht. Die Frage ist immer: Was sind die Kunden bereit zu zahlen? Sollten wir für die Rettung der Welt nicht ein paar Euro übrighaben? Ist uns das eigene Portemonnaie wirklich lieber als ein intaktes Ökosystem?

Fakt ist eins: In der neuen Heißzeit wird es kein Begrüßungsgeld geben!

Jürgen Gramzow - 23. August 2018


* - Schaut man allerdings genauer hin, stimmt diese Behauptung nicht immer: Vergleicht man beim REWE-Bio Joghurt mild 1,8% Fett (im Pappmantel) den 500 g Becher mit drei 150 g Bechern, wiegen die drei kleinen zusammen nur 10 Gramm, während der große 11 Gramm Plastemüll verursacht. Also Großpackung = weniger Müll, das stimmt nicht immer.


Ein besonderer Tipp der Redaktion: www.fussabdruck.de
www.ressourcen-rechner.de

Testen Sie Ihre ökologische Belastung dieser Welt und erhalten Sie Vorschläge für eine nachhaltigere Lebensweise ...

Fußabdruck und Rucksack des Autors:

Wie man sieht, kommen die beiden Angebote zu unterschiedlichen Ergebnissen. Beim zweiten Angebot wird wohltuend darauf verzichtet, zu sehr in Ernährungsfragen bevormunden zu wollen.




Konzert im Gemeinschaftsgarten:
Mama spielt die beste Musik...

Am Abend des 19. August 2018 fand im Gemeinschaftsgarten an der Schorfheider Straße im Brandenburgischen Viertel das Eberswalder Gartenkonzert Nr. 3 statt, bei dem die Sängerin und Liedermacherin Johanna Zeul auftrat, die - nach eigener Bekundung - »mit den Fingern in der Steckdose schläft«.

Müdigkeit und Langeweile kamen jedenfalls nicht auf für die zahlreichen Besucher, die dem Spektakel im Grünen und bei bestem Wetter lauschten. Mit »Ich will was Neues« startete die Sängerin ihr Programm, mit dem sie den Zeitgeist und seine Shopping-Ekzesse aufs Korn nimmt. »Hey Fremder« war fast eine persönliche Beichte von Verlangen, mit dem sich zahlreiche Besucher offenbar identifizierten, denn auf den unklaren Schluss kam der Beifall nur sehr zögerlich.

Ob Johanna Zeul nun »kein Geld auf dem Mond« braucht oder ihren Liebsten rettet, der zu weit hinausschwimmt - denn nur er allein kann ihren Hunger stillen - sie wird jedenfalls sein Herz nicht brechen, hoffentlich im Gegensatz zu den Zuschauern, die ihr Herz an eine junge erfrischende Künstlerin verloren, die gerade eben das zweite Album ihrer Karriere herausgebracht hat.

Verlieren Sie nicht die Adresse der Liedermacherin auf www.johannazeul.de.

Ihr Webauftritt ist nicht das »Labyrinth ihres Lieblingstraums«, sondern mit dem Erwerb einer Platte kann der geneigte Leser »im Hier und Jetzt ankommen« und der jungen engagierten Künstlerin, eine gerechte Unterstützung zukommen lassen, damit sich ihr rhythmisches Schlußgeständnis nicht bewahrheiten muß: »Ich bin allein!«

Nein, Johanna Zeul nimmt ihre Zuhörer nicht »auf den Arm«, wenn sie ihr das Fell abziehen sollen, sondern die obligatorische Zugabe kündigt ihre kleine Tochter am Mikrofon an: »Mama spielt die beste Musik im Radio und mein Papa ist auch hier!«

(jg) - 19. August 2018


Siehe auch .»Gartenkonzert im Kiez«.
Mehr über die Gartenkonzerte in Eberswalde erfahren Sie hier.




Nachwuchs bei der Eichen-Familie
(14. August 2018)



Mißbraucht der Fotograf dieses Foto von der Museumsinsel, oder ist es eine Form künstlerischer Freiheit?

Philosophie der Freiheit:
Ausländer mißbrauchen unser Sozialsystem?

Verzeihen Sie, lieber Leser, die provokante Fragestellung. Ist es wirklich so, daß Asylbewerber und Migranten die einzigen in Deutschland sind, die (manchmal) etwas mißbrauchen? Oder ist es nicht viel mehr so, daß alle deutschen Bürger, ob links oder rechts, ob arm oder reich, ob schwul oder hetero, mehr oder weniger Mißbrauch in bestimmten Lebensbereichen betreiben?

Wie sieht es zum Beispiel mit der Steuererklärung aus? Geht da wirklich alles mit rechten Dingen zu? Da mißbraucht der kleine Mann kleine Belege, und die große Firma mißbraucht große Belege. Und Weltkonzerne verlegen ihren Sitz gleich in eine Steueroase, um überhaupt keine Steuern zu zahlen. Wenn das kein Mißbrauch ist ...

Wir zeigen mit dem Finger auf Habenichtse, die von Stütze leben, dabei leben wir gut abgesichert in einem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes, mit automatischer Gehaltssteigerung, können fleißig das Eigenheim abbezahlen und haben keinerlei Gewissenbisse dabei, daß wir eigentlich schon ab 9 Uhr ständig auf die Uhr schauen, wann denn endlich Feierabend ist.

Auch Beamte lassen sich sich mißbrauchen: mit dem Verzicht auf Streikrecht, mit unbedingter Mobilität, mit dem Kampf gegen die Langeweile des Dienstes und mit der Annahme des dreizehnten Monatsgehaltes, einer ganz klaren Form staatlicher Bestechung, wovon Hartz-IV-Empfänger nur träumen können. Doch wo wären wir ohne die Beamten? Dann hätten wir wieder eine Oberschicht mit Parteiabzeichen ...

Den Mißbrauch sieht man jederzeit in jeder Stadt. Wenn Personen, die kaum größer als 1,70 sind, mit einem tonnenschweren Special Urban Vehicle (SUV) über die Straßen donnern, und das nur, um den Unannehmlichkeiten des Öffentlichen Nahverkehrs zu entgehen, ist das ein Mißbrauch der Ressourcen dieses Planeten und der Möglichkeiten seiner Klimaregulierung, der einen sprachlos macht. Im Prinzip mißbrauchen diese Menschen sich selber und das Leben und die Zukunft ihrer Kinder.

Über Mißbrauch wird gar nicht nachgedacht. In der Kindererziehung zum Beispiel, gibt es viele Grauzonen, die in den Mißbrauch von Seelen führen. Wenn die Eltern sich ständig streiten, wenn ein Kind als Ersatzpartner mißbraucht wird, wenn ein Kind Aufgaben übernehmen muß, die es überfordern. Oder wenn nur mit Strafen und Vorwürfen erzogen wird. Der Mißbrauch macht die Kinder dann krank!

Oder nehmen wir unsere Demokratie: Ist es nicht ein Mißbrauch, wenn wir nur alle vier Jahre einen Stimmzettel ausfüllen können, ansonsten aber nicht viel zu melden haben? Wo ist die echte Bürgerbeteiligung? Und wenn dann mal ein Bürgerbegehren gestartet wird, reden die Politiker nur von Mißbrauch, und setzen die Hürden unüberwindbar hoch. Wer mißbraucht da was?

Auch in der Freizeit wird kräftig mißbraucht. Daß Spitzensportler ihren Körper mißbrauchen, ist ein offenes Geheimnis; aber auch Freizeit-Kicker mißbrauchen ihre Knochen, ihre Sehnen und Gelenke, um im Wettkampf - und sei es jenseits der 50 - mithalten zu können. Das führt unweigerlich in die mißbräuchliche Inanspruchnahme der Leistungen des Gesundheitssystems, das ohne die vielen Sportverletzungen nur halb so viel zu tun hätte.

Hier sei die Frage gestattet: Mißbrauchen auch Rentner unser Sozialsystem? Die jetzige Goldene Generation mit gut gefülltem Rentenkonto leistet sich Welt- und Auslandsreisen, ein neues Eigenheim oder Luxus-Appartments für Senioren, und das von den Rentenbeiträgen der jüngeren Generation, die in ferner Zukunft sich so etwas nicht mehr leisten wird können. Ist das ein Mißbrauch der Generationen-Solidarität? In traditionellen Gesellschaften wurden die Älteren von den Kindern versorgt. Es gab zwar keine Rente, aber dafür musste auch kein aufwändiges Pflegesystem installiert werden.

Heute müssen sich die Kinder in Erzielung des Profits ihres zwielichtigen Arbeitgebers mißbrauchen lassen und haben keine Zeit mehr für die Familie, weder für die Kleinen, noch für Oma und Opa. Das Leben, das doch eigentlich ein Fest sein soll, wird buchhalterisch zerhackt in Stunden und Minuten, in denen man funktionieren muss, oder man wird aussortiert wie ein fauler Apfel und wird auf den Müllhaufen der Gesellschaft geworfen, wo man nur von Hartz-IV lebt und sich schließlich des Elends des Mißbrauchs von Lunge und Leber ergibt.

Soviel Mißbrauch gibt es in unserem Land! Und doch leben wir in einer freien Gesellschaft. Nur eine Diktatur wird es je schaffen, Mißbrauch einzuschränken - doch Diktaturen hatten wir eigentlich schon genug, nicht wahr? Bevor wir mit dem Finger auf andere zeigen, sollten wir genau überlegen: "Wen oder was mißbrauche ich eigentlich?"

Jürgen Gramzow - 10. August 2018




Beim ersten und bisher einzigen Gartenkonzert im Brandenburgischen Viertel kamen am 1. September 2012 gut 50 Menschen in den Garten des Bürgerzentrums in der Schorfheidestraße (siehe MAXE Nr. 1 vom Oktober 2012). Das Skazka-Orchestra war angesagt. Noch mehr Zuhörer sah man auf den Balkons der umliegenden Häuser. »Ein Experiment« nannte der Programmacher Udo Muszinski damals den »Ausflug in das Neubauviertel«. Wie so oft, bekamen viele Kiezbewohner vom Gartenkonzert erst etwas mit, als es schon in vollem Gange war. Vielleicht ist es diesmal etwas anders...

Am 19. August im Gemeinschaftsgarten:
Gartenkonzert im Kiez

maxe. Seit 2006 organisiert die Stadtverwaltung Eberswalde in Zusammenarbeit mit dem Konzertveranstalter Udo Muszynski Konzerte in besonderen Gärten der Stadt. In diesem Jahr ist der Gemeinschaftsgarten »ZusammenWachsen« im Brandenburgischen Viertel dabei.

Der einstige Schulgarten an der Schorfheide-/Ecke Beeskower Straße wird schon seit längerem von dem Studentenverein ALNUS bewirtschaftet. Im Frühjahr 2012 öffneten sie ihren Garten der neuen Initiative des Gemeinschaftsgartens und seit Anfang 2014 gibt es klare vertragliche Regelungen (MAXE Nr. 18 vom März 2014 und Nr. 19 vom April 2014). Inzwischen gärtnern auch die Mitglieder der Initiative »wandelbar« im Gemeinschaftsgarten mit.

Am Sonntag, den 19. August, spielt um 17 Uhr die preisgekrönte Sängerin und Liedermacherin Johanna Zeul (u.a. Rio Reiser Songpreis, Udo Lindenbergs Panikpreis) im Kiezgarten auf.

»Diese Frau ist Seele«, heißt es in der Ankündigung des Konzertveranstalters. »Johanna Zeul schläft mit den Fingern in der Steckdose. Sie hat sich eine Freiheit und Frische bewahrt, die in einer Zeit der Kopien und glatten Pop-Produktionen, selten geworden ist. Mit ihrer Energie transportiert sie Emotionen und Themen unserer Zeit und Welt. Intelligente deutsche Texte und eingängige Melodien, zarte Liebeserklärungen und wilde Feuerwerke wechseln sich zielsicher ab. Ihre Auftritte leben von einer sprudelnden Wildheit. Sofort ansteckend.«

Eine Eintrittskarte kostet 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse. Im Vorverkauf in der Eberswalder Tourist-Information in der Steinstraße 3 kosten die Karten jeweils einen Euro weniger.

Das Konzert im Gemeinschaftsgarten ist das letzte von insgesamt drei Gartenkonzerten in diesem Jahr. Bereits am Freitag, den 17 August, spielt um 20 Uhr »Safe, Sane & Singles« im Café Liesbeth (Ackerstr. 5) feinste Tanzmusik der 20er bis späten 50er Jahre. Am Sonnabend, den 18. August, ist bereits um 10.30 Uhr im Rahmen von »Guten Morgen Eberswalde« im Stadtcampus der HNEE in der Schicklerstraße 5 der junge Sänger Erik Leuthäuser mit seiner einzigartigen Soloperformance zu hören. Mehr Informationen zu den »Gartenkonzerten« gibt es unter www.mescal.de.

Es gibt für alle Orte Regenvarianten. Ausschilderungen werden gegebenenfalls vor Ort vorhanden sein. »Die Gäste können sich wieder auf tolle Konzerterlebnisse an besonderen Orten in entspannter Atmosphäre freuen, die alle Generationen ansprechen“, verspricht der Konzertveranstalter Udo Muszynski.

(7. August 2018)




Die Partei Die PARTEI grillt

maxe. Das Sommertreffen des Ortsvereins Eberswalde der Partei Die PARTEI findet am Sonntag dem 12. August, um 16 Uhr, in »Selifs Snack« (Käthe-Kollwitz-Str. 41-45, 16225 Eberswalde) statt!

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Bericht vom LandesPARTEItag der Partei Die PARTEI, die Vorbereitung von zwei konkreten politischen Aktionen sowie die Vorbereitung des Barnimer KreisPARTEItages der Partei Die PARTEI, der planmäßig im Oktober/November zusammenkommen wird. Dort wird es nicht zuletzt darum gehen, wie und ggf. mit welchen Partnern sich die Partei Die PARTEI an den kommenden Wahlen beteiligen wird.

Ganz nebenbei wird im übrigen gegrillt - wie betont wurde, unter Beachtung der Brandschutzvorschriften. Wer oder was gegrillt wird, war der Pressemitteilung der Partei Die PARTEI leider nicht zu entnehmen.

Die Partei Die PARTEI sieht sich als die echte Alternative zu den nicht mehr ernst zu nehmenden sogenannten »etablierten« Parteien in der Bundesrepublik. Insbesondere auf Bundes- und Europaebene wird die Partei Die PARTEI in den öffentlichen Medien oft nur als »Spaßpartei« wahrgenommen. Die dahinterliegende ernsthafte Gesellschaftskritik soll auf diese Weise ausgeblendet werden. Die Partei Die PARTEI will aber - vor allem auf kommunaler Ebene - durchaus mehr sein, als bloß eine »Spaßpartei«. Auch darum soll es am 12. August gehen.

(29. Juli 2018)




Leben auf dem Potsdamer Platz

Sommerfest im Kiez am 8. September, 14 bis 18 Uhr

maxe. Die Belebung des Potsdamer Platzes ist ein Thema, welches seit Jahren auf der Agenda steht. Im Vorjahr hatte das Quartiersmanagement (QM) in den Sommermonaten eine regelmäßige »Bespielung« mit kleinen oder größeren Aktionen organisiert. Bis Mai war das QM fast ein halbes Jahr unbesetzt, so daß es keinerlei Vorbereitungen gab. Der Sprecherrat »Soziale Stadt« wollte sich zwar bereits im März auch mit diesem Thema befassen, wurde aber seitens der Stadtverwaltung ausgebremst. Der Sozialdezernent blieb damals der Sitzung fern und hatte auch keinen Vertreter geschickt.

Die beiden externen Quartiersmanagerinnen Patricia Berndt und Ute Truttmann, die Anfang Mai ihre Arbeit aufgenommen hatten, wollen dennoch etwas tun. »Vorstellbar wäre ein Sommerfest im August, das dann jedes Jahr gefeiert wird«, schlugen sie zur Sitzung am 11. Juni dem Sprecherrat vor. Inzwischen steht der Termin fest: Es ist Sonnabend, der 8. September, von 14 bis 18 Uhr.

Die Sprecherratsmitglieder brachten sich mit weiteren Ideen ein. So wurde beispielsweise die Einbeziehung des Eberswalder Flötenorchesters angeregt, ein Graffiti-Workshop auf dem Potsdamer Platz und ein »Erntefest« in dessen Rahmen Marmelade gekocht werden könnte. Eine entsprechende Koch AG gebe es bereits im Eltern-Kind-Zentrum in der Kita »Arche Noah«, informierte Tabea Westphal. Vorgeschlagen wurde auch ein Leitsystem im Viertel, bei dem in einzelnen Aktionen Wegweiser auf die Gehwege gemalt werden könnten.

Marco Reinhardt, der die Eberswalder Wohnungsgenossenschaft im Sprecherrat vertritt, schlug als weitere Projektidee vor, die Broschüre »Familie Fröhlich stellt sich vor« zu aktualisieren und neu herauszugeben. Sie sei sehr hilfreich bei der Vermietung von Wohnungen im Brandenburgischen Viertel. Für die Träger möglicher Förderanträge wäre ein Flyer hilfreich, so Marco Reinhardt weiter, in klargestellt wird, was förderfähig ist und was nicht. Schließlich regte er an, zur Verbesserung der Kommunikation im Sprecherrat einen Newsletter zu realisieren.

Das QM wird die vorgeschlagenen Projekte und Aktionen zusammenfassen und die Teilnahme der Unterstützer organisieren. Weitere Ideen für den Potsdamer Platz und für den Kiez insgesamt sind gern gesehen.

(29. Juli 2018)


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel · Kontaktbüro Soziale Stadt Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 18 Uhr Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde Telefon: 03334 818245 (Di, Mi, Do) oder 030 44363691 (Mo & Fr)
eMail: oder




Finower Wasserturm und sein Umfeld e.V.:
Mondfinsternis am Wasserturm

Da wir gestern gut besucht waren, haben wir spontan entschieden, auch zur Mondfinsternis am Freitag, den 27. Juli, den Wasserturm zu öffnen.

Wir laden Sie sehr herzlich ein, die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts vom Finower Wasserturm aus zu besichtigen.

Wie gesagt am Freitag, dem 27. Juli, in der Zeit von 21.00 —23.30 Uhr.

Der Eintritt beträgt zu diesem Anlaß 5 €.

Wir hoffen auf gute Sicht und interessierte Besucher.

Ringo Wrase - 22. Juli 2018


Förderverein "Finower Wasserturm und sein Umfeld e.V.",
Am Wasserturm 2, 16227 Eberswalde,
Internet: (www.wasserturm-finow.de)



Lärmentlastung im Skaterpark

maxe. Der Vorsitzende des Vereins Young Rebels e.V. Benjamin Lindner hatte kürzlich die Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung genutzt, um der Stadtverwaltung für »die gute kooperative Zusammenarbeit« bei der Sanierung der Skateranlage in der Senftenberger Straße zu danken. Die Eröffnungsveranstaltung der sanierten Skateranlage, so Lindner, sei »für alle Teilnehmenden ein voller Erfolg« gewesen. Die neue Jugendhütte auf dem Gelände werde von den Jugendlichen sehr gut angenommen.

Der Stadtverordnete Carsten Zinn informierte die Öffentlichkeit, daß es bereits »Verhaltensauffälligkeiten« gegeben habe, ohne konkreter zu werden. Er habe der Beschwerdeführerin empfohlen, sich zurückzuhalten, da die Thematik bereits im zuständigen Dezernat und Amt erörtert werde. Zinn stellte klar, daß das Sonn- und Feiertagsverbot auch für die Skateranlage gilt, auch wenn die entsprechenden Schilder abgerissen worden seien. Das zuständige Amt habe bereits entsprechend reagiert, dankte Zinn der Verwaltung.

Der Stadtverordnete Dietmar Ortel stellte klar, daß die Jugendlichen bei der Thematik »Funpark« eine gute Arbeit geleistet haben. Das Projekt sei fraktionsübergreifend begleitet worden. Direkt an seinen Kollegen Zinn gewandt merkte Ortel an, daß »Jugendliche Freiräume brauchen und sie zum Brandenburgischen Viertel dazugehören. Hier handelt es sich um einen Prozeß der gemeinsamen Gestaltung mit den Einwohnern und den Jugendlichen zusammen«.

Dietmar Ortel wies bezogen auf die angesprochene Lärmbelästigung darauf hin, daß »im Ausschuß für Soziales, Bildung Kultur und Sport (ASBKS) der Ersatzneubau des alten Elementes thematisiert wurde und die finanziellen Mittel bereits im Haushalt eingestellt sind. Das Element wird erneuert, um eine Lärmentlastung sicherzustellen.« Dies komme den Anwohnern zugute.

(19. Juli 2018)

Siehe auch: Saisonbeginn im Skatepark




Nagelneuer Mobilfunkmast zwischen den Eigenheimen am Platz der Jugend in Finow-Ost.

Ausbau der Infrastruktur:
Schnelles Internet für Finow

maxe. Mobiler Datenzugang zum weltweiten Netz ist heutzutage eine Grundversorgung für den städtischen Raum. Daß es da an manchen Stellen der Waldstadt noch Nachholebedarf gibt, ist ein offenes Geheimnis. Während die Fritz-Weineck-Straße grundsaniert und verbreitert wurde, bekamen die Einwohner rund um den Platz der Jugend einen modernisierten Mobilfunkmast, der keine Wünsche in puncto digitaler Erreichbarkeit mehr offen läßt. Auch wenn die ÖPNV-Versorgung die Bewohner der Fritz-Weineck-Straße offenbar kalt gelassen hat, gegen einen besseren Download von Youtube-Videos, zum Beispiel von der Fußball-Weltmeisterschaft, kann ja nun niemand etwas haben. Nach Einwohnerprotesten mußte die Stadt Eberswalde ihre Pläne aufgeben, das Wohngebiet Finow-Ost besser an das Obus-Netz anzuschließen - Maxe berichtete hier.

19. Juli / 7. August 2018




Nachtrag vom Juni:
Sprecherrat traf Quartiersmanagement

maxe. Am 11. Juni traf sich im Bürgerzentrum in der Schorfheidestraße der Sprecherrat »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel. Erstmals hatten Patricia Berndt und Ute Truttmann vom externen Quartiersmanagement (QM) dazu eingeladen. Seit Anfang Mai sind die beiden Mitarbeiterinnen der S.T.E.R.N. GmbH im Viertel tätig, um die seit Anfang des Jahres bestehende Lücke auszufüllen.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Sprecherrates hatten zwar versucht, eigenständig weiterzuarbeiten, aber der zuständige Sozialdezernent Prof. Dr. Jan König hatte keine Zeit oder kein Interesse, so daß die nötige Unterstützung seitens der Stadtverwaltung fehlte.

Diesmal hatte der Sozialdezernent den Weg ins Brandenburgische Viertel gefunden, mußte allerdings wegen anderer terminlicher Verpflichtungen bereits nach gut einer halben Stunde wieder los.

Zuvor informierte Dr. König die Sprecherratsmitglieder, daß das Quartiersmanagement ein halbes Jahr nicht besetzt war, weil Sozialreferentin Barbara Bunge in den Ruhestand und Quartiersmanagerin Johanna Johne-Akcinar in Elternzeit gegangen sind und keine interne Nachfolge gefunden wurde. Die Umstellung auf das externe Quartiersmanagement nahm ein halbes Jahr Zeit in Anspruch, in dem die Quartiersarbeit seitens der Stadtverwaltung faktisch ruhte.

Die S.T.E.R.N. GmbH hatte im vorigen Jahr die Evaluation zur »Sozialen Stadt« im Viertel durchgeführt und kennt dadurch die Situation sowie die Akteure im Viertel. Das neue QM-Team möchte die positiven Ansätze weiterführen und an manchen Stellen neue Impulse setzen.

Die Stadtverordneten hatten schon vor längerem die Fortführung des Programms »Soziale Stadt« im Brandenburgischen Viertel beschlossen. Dazu wird in diesem Jahr ein Integriertes Handlungskonzept (IEK) für das Brandenburgische Viertel erarbeitet. Auch hierfür erhielt die S.T.E.R.N. GmbH den Zuschlag. Dadurch, so Dr. König, können Synergien besser genutzt werden.

Integrationsmanager im Bürgerbüro

Weiterhin informierte der Sozialdezernent den Sprecherrat »Soziale Stadt«, daß es künftig einen »Integrationsmanager« im Quartiersbüro in der Schorfheidestraße geben wird. Die Stadt habe dafür eine 100%-Förderung erhalten, die bis zum Jahr 2021 dauere.

Es hatte sich offensichtlich bewährt, als 2015/16 zeitweise der aus dem Bürgermeisterbüro verbannte Alexander Leifels die Aufgaben eines Flüchtlingskoordinators übernommen hatte. Er wurde dann aber gänzlich aus dem Stadtdienst entlassen, so daß diese Aufgaben fortan von der Quartiersmanagerin nebenbei erledigt werden mußten. Infolge der Förderung wird der Stadthaushalt durch diese Personalaufstockung nicht belastet.

Zugleich kann über die Woche hinweg eine bessere Anwesenheit im Quartiersbüro gewährleistet werden, so Dr. König. Die Stelle der Sozialreferentin konnte bisher nicht besetzt werden. »Hierzu soll zeitnah eine Lösung gefunden werden«, sagte der Dezernent.

Sprecherratsmitglied Frank Neumann begrüßte die Einstellung eines Integrationsmanagers. Im Brandenburgischen Viertel gebe es einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Tabea Westphal vom Eltern-Kind-Zentrum in der Kita »Arche Noah« bat den Dezernenten um genauere Informationen zu den Aufgaben und der Rolle des Integrationsmanagers.

Irina Holzmann vom »Kontakt« e.V. wies darauf hin, daß ihr Verein bereits seit längerer Zeit Migrationsberatung im Viertel anbietet. Der Verein »Kontakt« steht für die Förderung der Integration und die Unterstützung und Hilfe für Zuwanderer sowie der Jugend- und Seniorenarbeit. Der Verein ist auch Mitglied im Netzwerk für Integration des Landkreises Barnim, im Landesintegrationsbeirat sowie der AG Migrationsfachdienst. Auch an einem Integrationskonzept habe der »Kontakt« e.V. mitgearbeitet. Leider wurde dieses Konzept bisher noch nicht umgesetzt. Es wäre daher nicht sinnvoll, meinte Irina Holzmann, eine weitere, zu den vorhandenen Beratungsangeboten parallel laufende Beratungsstelle aufzubauen.

Dezernent Dr. König informierte, daß der Integrationsmanager mit einer Vollzeitstelle eingestellt werde. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderen die Koordination der Flüchtlingsarbeit und der Angebote vor Ort. Die von ihm angebotenen Beratungen dienten dem Ziel, die Migranten an bestehende Angebote und Einrichtungen zu vermitteln. Insbesondere soll er auch als Schnittstelle zum Job Center fungieren. Sein Wirkungsbereich habe seinen Schwerpunkt im Brandenburgischen Viertel, umfasse jedoch die gesamte Stadt Eberswalde.

18. Juli 2018




Baudezernentin Anne Fellner besuchte den Hundeauslaufplatz in Fürstenwalde, um von den dortigen Erfahrungen zu profitieren. Ab Herbst ist eine Einzäunung des Gebietes geplant, das unmittelbar an einen Kinderspielplatz angrenzt.

Quartiersmanagment arbeitet wieder:
Hundeauslaufplatz entsteht im südlichen Barnimpark

ebw-prest Bis zum Herbst entsteht im Brandenburgischen Viertel ein Hundeauslaufplatz: Am 3. Juli 2018 trafen sich mehr als 50 Anwohner, Hundebesitzer, Mitarbeiter des Stadtverwaltung sowie die Quartiersmanagerinnen Patricia Berndt und Ute Truttmann im Brandenburgischen Viertel zu einem Vor-Ort-Termin. Im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens sollte mit den Bürgern und Akteuren des Viertels nach einem geeigneten Standort für einen Hundeauslaufplatz gesucht werden.

Bürgerinnen und Bürger des Viertels hatten sich einen solchen Platz mehrfach in den Bürgerforen zur Zukunft des Brandenburgischen Viertel gewünscht, um ihren Hunden artgerechten und geschützten, freien Auslauf bieten zu können. Auf Grundlage des Stadtteilentwicklungskonzepts soll der Platz jetzt realisiert werden und wird es eine Erprobungsphase geben. „Uns sind die Hinweise und Anregungen aus der Bürgerschaft sehr wichtig. Deshalb hatten wir im Nachgang des letzten Bürgerforums im Brandenburgischen Viertel den Hundeauslaufplatz in Fürstenwalde besucht und uns dort mit den Verwaltungsmitarbeitern über deren Erfahrungen ausgetauscht“, so Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner.

Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld zwei Standorte vorgeschlagen, wobei es sich mit den Flächen westlich der Grundschule Schwärzesee und südlich im Barnimpark um Grundstücke im Eigentum der Stadt handelt. „Gleich zu Beginn des Treffens ging es in  den Barnimpark. Und von Anfang an waren alle Teilnehmer von der Fläche überzeugt, so dass eine Besichtigung der zweiten Variante gar nicht mehr nötig war“, so Gunther Wolf. Der mehr als 8000 Quadratmeter große Platz, geprägt von Gras, Büschen, Bäumen und kleineren Sandflächen, bietet mit seiner Topographie Hunden und Hundehaltern vielfältige Möglichkeiten zum Auslaufen, Herumtollen, Spielen oder einfach zum Erholen. Die Vegetation des Platzes schafft ausreichend Schattenplätze im Hochsommer und hat genügend Freiflächen für den Genuss der ersten oder letzten Sonnenstrahlen des Tages.

Bei diesem ersten Treffen wurde von den Anwohnern vorgeschlagen, auch Sitzbänke aufzustellen. Eine Einzäunung des Geländes wurde ebenfalls angesprochen. Die Gestaltung des Platzes für Mensch, Hund sowie die Nutzungsbedingungen und Regeln sollen im Rahmen eines nächsten Treffens am Dienstag, dem 17. Juli 2018, um 17 Uhr, besprochen werden. „Wieder sind alle interessierten Anwohner und Akteure des Viertel herzlich eingeladen. Wir hoffen natürlich, dass die Beteiligung dann genauso intensiv sein wird. Bereits jetzt kann verraten werden, dass noch im Herbst die Umzäunung der Fläche erfolgen wird. Eine Nutzung des Hundeauslaufplatzes streben wir ab Oktober an“, so Baudezernentin Anne Fellner.

Treffpunkt des zweiten Beteiligungsverfahrens zum Thema Hundeauslaufplatz ist am 17. Juli 2018 der Potsdamer Platz.

Nancy Kersten - 6. Juli 2018
Pressesprecherin, Stadt Eberswalde




Wohnungs-
genossen-
schaft
Eberswalde
1893 e.G.

Beschluß der Vertreterversammlung:
Die WBG hat einen neuen Namen

maxe. Der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow ließ im Juni die Vertreter über einen neuen Namensvorschlag abstimmen. Von 50 Stimmberechtigten sprachen sich 32 für den neuen Namen aus, zwei Vertreter stimmten dagegen. Nicht nur der Name der Genossenschaft ändert sich damit, auch der gesamte Unternehmensauftritt unterzog sich einem Wandel. Die Hausmeister erkennt man schon von weitem an ihren T-Shirts in Dunkel-Türkis mit weißer Schrift und in diesem Jahr feierte man schon das zweite BLAUGRÜNE FEST in der Ringstraße, zu dem alle Genossenschaftler eingeladen waren. Mit dem Namenswechsel soll einerseits die lange Tradition des mieterfreundlichen Wohungsbaus in Eberswalde bekräftigt werden, andererseits wollte man den ellenlangen Firmennamen kürzen und sich stärker von der WHG abgrenzen, um Verwechslungen zu vermeiden.

1. Juli 2018




Haltestelle für den Schülerverkehr

Ende der Bauarbeiten in der Fritz-Weineck-Straße:
Freie Fahrt in Finow-Ost

maxe. Im benachbarten Stadtteil Finow-Ost kehrt wieder ein Stück Normalität ein: Die Fritz-Weineck-Straße ist in Richtung Kopernikusring wieder durchgängig befahrbar. Vom östlichen Ende dieser wichtigen Sammelstraße bis zum Finower Gymnasium wurde die Fahrbahn grunderneuert, verbreitert und mit neuen Gehwegen versehen. Die einzig hergerichtete Bushaltestelle ist für den Schülerverkehr vorgesehen.

Anders als die Stadtverwaltung im Jahr 2016 geplant hatte, fahren nun keine Obusse im Batteriebetrieb auf dieser wichtigen Achse des Ringstraßen-Wohngebiets. Anwohnerproteste, vor allem von Bewohnern der Fritz-Weineck-Straße, verhinderten eine Umsetzung dieses Konzepts, das für ältere und nicht so mobile Einwohner der Ringstraße und des Kopernikusrings wesentliche Vorteile gebracht hätte.

Aufgehoben ist vielleicht nur aufgeschoben? Vielleicht ändern sich die ÖPNV-Anforderungen wieder und die Millionen teure Investition wäre nicht ganz sinnlos gewesen. Solange aber noch eine Mehrheit der Finow-Ost-Einwohner bequem ins Auto steigt, wird sich der politische Wind in dieser Frage nicht drehen.

Der Autoverkehr in der Fritz-Weineck-Straße wurde jedenfalls bautechnisch ausgebremst, sodaß die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h eingehalten werden muss. Als Fahrradfahrer fährt es sich sehr angenehm auf dem glatten neuen Belag und die momentane Einbahnstraßenregelung am Kaufland ist nicht wirklich ein Problem.

jg - 17. Juni 2018




Offene Landesmeisterschaft im Beachhandball 2017 Zonenboys und HVB kooperieren

Seit September 2017 verhandelten Eberswaldes Beachhandballer, die Zonenboys Eberswalde e.V., mit dem Handballverband Brandenburg (HVB) bezüglich einer möglichen Kooperation zwischen dem Verband und dem Beachhandballverein. Mit dem Stichtag des 01.06.2018 ist diese Kooperation nun beidseitig bestätigt.

Die Verhandlungen wurden hierbei auf Seite des HVB durch Wolfgang Hartisch, dem Vizepräsidenten für Entwicklung und Breitensport und Mirko Wolfgramm, dem Geschäftsführer der Zonenboys Eberswalde geführt. Grundlage der gemeinsamen Zusammenarbeit war hierbei die Mitgliedschaft der Zonenboys Eberswalde im Landesverband, welche zum 01.05.2018 in Kraft trat und ein Novum in der Region Brandenburg und Berlin darstellt, denn die Zonenboys sind der erste und bisher einzige Beachhandballverein mit einer Mitgliedschaft in einem der beiden Landesverbände, womit man auch bundesweit zu den Vorreitern gehört, denn auch gesamtdeutsch gibt es bisher nur eine Hand voll Beachhandballvereine mit Mitgliedschaft in Landesverbänden.

Auf Seiten des Landesverbandes bedurfte die Kooperation erst einmal einer generellen Positionierung zum Beachhandballsport. Diese fiel jedoch nicht zuletzt durch die Aufnahme der Zonenboys in den Verband positiv aus. Mit der Vergabe der Ausrichtung sowie Durchführung der Landesmeisterschaften nach Eberswalde setzte man auf Seiten des Verbandes zusätzlich ein deutliches Zeichen in Richtung der Entwicklung der Sportart. Darüber hinaus werden die Zonenboys die Schiedsrichterausbildung der zukünftigen Brandenburger Beach-Schiris übernehmen.

Im Hinblick auf die kommenden Jahre ist darüber hinaus die Durchführung von Jugendmeisterschaften fester Bestandteil der Kooperation. Bereits jetzt kündigte der HVB an, die Landesmeisterschaft 2018 unterstützen zu wollen. Hierzu erklärte sich der Verband bereit, die Zonenboys hinsichtlich der Werbung für das Turnier sowie bei der Spieltechnik zu unterstützen. Die offenen Brandenburger Landesmeisterschaften der Damen und Herren werden vom 06.-08.07.2018 auf dem Sportplatz an der Bernauer Heerstraße in 16225 Eberswalde ausgetragen. Anmeldungen sind noch bis zum 01.07. 2018 möglich und können unter www.zonenboys.org oder via Facebook https://www.facebook.com/zonenboys.ew/ erfolgen.

Philipp Meichßner - Zonenboys Eberswalde e.V.

(veröffentlicht am 15. Juni 2018)




Neueste Meldung!
Hartz-IV-Empfänger fordern: Mehr Kondome für Grünen-Politiker!

maxe. Nachdem die Grünen im Bundestag sich für eine stärkere Geburtenkontrolle bei bestimmten Bevölkerungsgruppen einsetzen (siehe Frankfurter Allgemeine Zeitung), regt sich in weiten Kreisen der ärmeren Bevölkerung Widerstand: "Wir brauchen keine Ungleichbehandlung in der Familienplanung", so eine Gegenthese der arbeitslosen und chancenlosen Plattenbaubewohner - wenn, dann sollten auch die oberen Zehntausend, einschließlich der Grünen, kostenlose Kondome erhalten, teilte der Sprecher des Vereins "Hartz IV von unten" diesem Magazin mit. "Alles andere wäre blanker Rassismus."

Viele arbeitslose und benachteiligte Familien finden gerade in der Kindererziehung ihre Berufung und sorgen mit ihrem Engagement dafür, dem Schrumpfen der Bevölkerung Einhalt zu gebieten.

"Nicht jedes Kind kann eine Claudia Roth werden!" Das war ein oft gehörter Kommentar unter Betroffenen.

Jürgen Gramzow - 9. Juni 2018




Patricia Berndt Ute Truttmann
Neues Quartiersmanagement

Nachdem wir das QM-Büro im Bürgerzentrum nach sechsmonatiger Ruhephase neu bezogen und uns in das Vorliegende eingearbeitet haben, die ersten Tage im Gebiet unterwegs waren und erste Gespräche mit Akteuren sowie mit der Stadtverwaltung geführt haben und uns auch im Ausschuß für Bildung, Jugend und Sport vorgestellt haben, möchten wir uns nun auch auf diesem Wege bei Ihnen vorstellen.

Wer wir sind...

Wir, das sind Patricia Berndt und Ute Truttmann von der S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH. Wir sind von der Stadt Eberswalde zur Durchführung des Quartiersmanagements von Mai 2018 bis September 2019 beauftragt worden.

In dieser Zeit möchten wir gerne auf die Erfolge, insbesondere der vergangenen 1,5 Jahre aufbauen und zusammen mit Ihnen die Weiterentwicklung des Brandenburgisschen Viertels voranbringen.

Unsere nächsten Schritte...

Dazu sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen und gerne möchte wir schnell mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ein erster wichtiger Meilenstein wird daher die Durchführung eines Trägertreffens sein, das noch vor den Sommerferien Ende Juni 2018 stattfinden soll.

Ein weiterer wichtiger Schritt der ansteht, ist die kommende Sitzung des Sprecherrats am Montag, den 11. Juni, 17 Uhr.

Um gemeinsam mit Ihnen kleine und große Projekte umzusetzen, beraten und unterstützen wir Sie auch gerne von der Antragstellung bis zur Abrechnung. Kommen Sie auf uns zu und üben Sie Nachsicht, wenn wir noch nicht gleich »alles und alle auf dem Schirm haben«.

Wie sie uns erreichen können...

Sie finden uns zur Sprechzeit im Stadtteilbüro Brandenburgisches Viertel im Bürgerzentrum (Schorfheidestraße 13), wie gehabt dienstags von 13 bis 18 Uhr sowie gerne nach Vereinbarung.

In den kommenden Monaten sind wir an zwei bis drei Tagen in der Woche im Gebiet tätig, in der Regel dienstags uns donnerstags sowie zu anstehenden Terminen im Viertel. Sollten Sie uns außerhalb der Sprechstunde nicht im Büro antreffen, sind wir im Viertel unterwegs. Daher wäre es gut, wenn Sie uns für ein Gesprächstermin vorab eine kurze Nachricht senden oder anrufen (Kontaktdaten siehe unten).

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen und ein gemeinsames Voranbringen notwendiger und möglicher Schritte hier im Brandenburgischen Viertel!

Herzliche Grüße

Patricia Berndt und Ute Truttmann

(veröffentlicht am 2. Juni 2018)

Siehe auch: »Quartiersmanagement nun extern«, »Sprecherrat im Bonhoefferhaus« und »Bewohnerumfrage zum Brandenburgischen Viertel«


Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel · Kontaktbüro Soziale Stadt
Sprechzeiten: Dienstag, 13 - 18 Uhr
Bürgerzentrum · Schorfheidestraße 13 · 16227 Eberswalde
Telefon: 03334 818245 (Di, Mi, Do) oder 030 44363691 (Mo & Fr)
eMail: oder




Hinein in den Wasserturm geht es erst einmal hinunter zur ehemaligen Pumptechnik. Die Messingwerksiedlung unterhalb des Turms ist ebenfalls saniert. Vom ehemaligen Wasserbehälter geht es eine Wendeltreppe hoch zur Aussichtsplattform. Kupferhaussiedlung Wer fit genug ist, kann auch die Wendeltreppe hinuntergehen. Das Torbogenhaus in der Erich-Steinfurt-Straße.

100 Jahre Grundsteinlegung:
Der Finower Wasserturm - eine ganz große Nummer!

maxe. Karl-Dietrich Laffin vom Förderverein Wasserturm Finow und Umgebung e.V. ist stolz auf das bisher Erreichte: Das Wahrzeichen von Finow und Eberswalde wurde aus dem touristischen Dornröschenschlaf erweckt und ist zu einer Attraktion der Region geworden, das sogar das Paul-Wunderlich-Haus weit in den Schatten stellt. Oben von der Aussichtsplattform blickt man hinunter auf die Messingwerksiedlung, auf die alten Fabrikhallen, auf das stillgelegte Walzwerk, auf die Finower Kirche und gleich daneben auf die langen Blöcke des Kopernikusrings.

In weiterer Ferne erspäht man den Montage-Eber des Kranbaus, das Mischfutterwerk, Lichterfelde und Finowfurt. Mit einem guten Teleobjektiv oder einem Fernglas kann man bei klarer Sicht das Zentrum von Eberswalde heranholen, wobei die Maria-Magdalenen-Kirche nur zur Hälfte aus dem Terrain herausragt, dahinter die Südender Höhen und weiter links die Hügel von Ostende. Man entdeckt die Bruno-H.-Bürgel-Schule und am Bildrand lugt die Turmkuppel der Goetheschule hervor. Der ehemalige Stahlbau-Backsteinbau des Kranbaus ist gut zu sehen und zwischen den blühenden Robinien sieht man ganz rechts unten den Turm der alten Papierfabrik Wolfswinkel.

Zwei Radfahrer-Touristen, ein Ehepaar mit westdeutschem Akzent, waren sichtlich beeindruckt und hinterließen gleich lobende Worte im Besucherbuch. Mit 3 Euro Eintritt, für Kinder nur 1 Euro, ist der Wasserturm wirklich für jedermann erschwinglich. Auch kann man bequem mit einem modernen Fahrstuhl, der 2011 eingebaut wurde, bis nach oben fahren, wo sich zwei Museumsetagen befinden. Im ehemaligen Wasserbehälter sind historische Exponate des Messingwerkes sowie des Walzwerkes museal modern präsentiert und man kann die Entwicklung des Finower Industriestandortes von den Ursprüngen an verfolgen.

Das Messingwerk produzierte schon seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts an diesem Standort in Heegermühle, wie Finow damals hieß. Mit dem Bau des Finowkanals (1743-1746) konnten die Rohstoffe für Messing - Kupfer aus dem Mansfelder Revier und Galmei aus Schlesien, aus dem dann Zink gewonnen wurde, sowie Kohle zum Brennen und Schmelzen - leichter und günstiger ins Finowtal transportiert werden. So entstand im Altwerk eine Werkhalle neben der anderen.

Im Jahre 1863 übernahm die Halberstädter Fabrikantenfamilie Hirsch das Heegermühler Messingwerk. Produkte der Messingfabrik wurden zu dieser Zeit in alle Welt exportiert, sogar bis nach Indien, wo man dann aus Messing-Rohlingen Münzen preßte. Vor allem aber dienten die Hirsch Kupfer- und Messingwerke, seit 1908 eine Aktiengesellschaft, der Produktion von Rüstungsgütern, insbesondere Munition bzw. Munitionsteile, aber auch aus Speziallegierungen gefertigte Rohre für die Dampfturbinen, mit denen Schlachtschiffe, Kreuzer und Torpedoboote der kaiserlichen Kriegsmarine ausgerüstet wurden.

Der 1. Weltkrieg brachte dementsprechend eine enorme Ausweitung der Produktion mit sich. Die Gewinne der HKM-Aktionäre vervielfachten sich. Um den steigenden Anforderungen des Militärs zu genügen, aber auch um neuwertige Produktionsanlagen für die Zeit nach dem Krieg zur Verfügung zu haben, gingen die Hirschs an den Bau einer neuen Fabrik, dem »Neuwerk«. Der Bau der neuen Fabrik wurde von 1916 bis 1920 vollzogen.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Neuwerkes der Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG, das zum Teil direkte Kriegsbeute aus Nordfrankreich war, wurde 1916 ein völlig neuartiges Wasserwerk geplant, mit einer leistungsfähigeren Wasserversorgung für das Werk sowie für den ganzen Ort. Es entstand ein Wasserturm nach dem damals neuesten Stand der Technik. In den Turmkopf verbaute man ein Stahlbetonkorsett, einer damals neuen Ingenieurtechnik, das ihm die nötige Stabilität verlieh. Der Wasserhochbehälter garantierte einen gleichmäßigen Wasserdruck von 3 bar, wozu die damalige Pumptechnik noch nicht in der Lage war.

Das aus den Kriegsgewinnen finanzierte Neuwerk bildete die Grundlage für die erfolgreiche Umstellung auf Friedensproduktion. Modernste Technologien kamen zum Einsatz und machten HKM zum führenden deutschen Unternehmen in der Buntmetallbranche, das maßgeblich den »Messingpakt«, ein Kartell der größten deutschen Buntmetallunternehmen bestimmte. Zugleich gingen die Hirschs zur Sicherung der Rohstoffbasis etliche Auslandsbeteiligungen ein. Allerdings verspekulierten sie sich in ihrer Expansionspolitik, was in der Weltwirtschaftskrise 1932 mit der Liquidation des Hirsch-Imperiums endete. In den neu gegründeten Aktiengesellschaften waren die Hirschs nicht mehr vertreten. Das Neuwerk behielt aber den Namen Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG bei.

Nach der faschistischen Machtübernahme 1933 stand wieder die Rüstungsproduktion im Zentrum. Neue Produktionsstätten zur Massenproduktion von Munition entstanden, wofür mit der Finow Industrie GmbH eigens eine Tochtergesellschaft gegründet wurde. 1939 beschäftigte HKM einschließlich Tochter 4000 Arbeiter, die mit dem beginnenden Krieg zunehmend durch Zwangsarbeiter aus ganz Europa, Kriegsgefangene und schließlich KZ-Häftlingen aus dem Frauen-KZ Ravensbrück ersetzt wurden. 1941 übernahm AEG die HKM, dien nunmehr »Finower Kupfer- und Messingwerke AG« (FKM) hießen. Als Rüstungsbetrieb, aber nicht zuletzt auch wegen der engen Beziehungen der Werksführung zur SS, fielen die FKM nach dem Krieg fast vollständig der Demontage zum Opfer.

Im April 1945, der Krieg war so gut wie verloren, sollten aufgrund Hitlers »Nero-Befehl« alle Infrastrukturbauten gesprengt werden. Doch ein tapferer Wehrmachtssoldat, Gerhard Kessler (1917-2007), hörte lieber auf sein Herz und ließ den Turm ungeschoren, nachdem er schon die Sprengladungen angebracht hatte.

Nach dem Krieg entfernte man schnell den großen »Hindenburg«-Schriftzug am Turmkopf sowie dessen Relief im Gedenkhof, der 1930 unten zwischen den Pfeilern zu Ehren der im 1. Weltkrieg gefallenen Messingwerker angelegt wurde. Ansonsten blieb das Kriegerdenkmal zu DDR-Zeiten unangetastet. Es wurde nur höflich verschwiegen. 1958 wurde der Turm offiziell aus hygienischen Gründen für Besucher gesperrt. Dabei spielte wohl auch eine Rolle, daß man von oben einen guten Blick auf das Altwerk hatte, das jetzt von der NVA als Werkstatt genutzt wurde. Daneben konnten wegen des phänomenalen Rundumblicks auch sämtliche Flugaktivitäten der Sowjetarmee auf dem Flugplatz Finow verfolgt werden. Der Wasserturm wurde noch bis 1974 für die Wasserversorgung genutzt, doch dann erzwangen Frostschäden seine Stillegung.

Hinter dem Brandenburgischen Viertel, damals Max-Reimann-Viertel, befand sich die Einflugschneise für die Hubschrauber und MIGs der sowjetischen Streitkräfte des Flugplatzes Finow.

Ab 1990 nahmen die Frost- und Wetterschäden am ehemaligen Wasserturm zu. Alle Versuche, den Turm neu zu nutzen, scheiterten. Ehemalige Walzwerker und weitere Bürger kamen zusammen und überlegten, wie der Turm zu retten sei. Ein erster Schritt war die Ausstellung "Das Messingwerk und seine Lebensader" von 1996, in der viele vom Messingwerker Arnold Kuchenbecker gesammelte Gegenstände und Unterlagen präsentiert wurden. Weitere Ausstellungen im Eberswalder Rathaus, in der Sparkasse Barnim und in der Adler-Apotheke folgten. Die Stadtverordneten beschlossen, den gesamten Bereich der Messingwerksiedlung als Denkmal unter Schutz zu stellen.

Aus dem Festkomitee des im Jahr 2000 groß begangenen Jubiläums »300 Jahre Messingwerk« bildete sich im Jahr 2003 der »Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld e.V.« Wieder war es Arnold Kuchenbecker, der maßgeblichen Anteil daran hatte, die Pläne zur Sanierung des Turm und seiner Begehbarmachung umzusetzen. Neben dem Turm sollten auch die Häuser am Gustav-Hirsch-Platz, die alte Schule, das Torbogenhaus sowie die Kupferhaussiedlung saniert werden.

Viele Bürger und Unternehmen haben durch ihr Engagement die Sanierung des ganzen Komplexes angeschoben, bis sich schließlich die Stadt Eberswalde als Besitzerin des Wasserturms zu ihrer Verantwortung bekannte und Fördermittel für die Sanierung beantragte. Spektakulärer Auftakt der Turmkopfsanierung war - noch vor Mitwirkung der Stadtverwaltung - Mitte Oktober 2004 die Aufbringung des Umganges, einer komplett am Boden vorgefertigten Metallkonstruktion der Fa. Metallbau Finow, die mittels Autokran aufgesetzt wurde. Das ermöglichte potentiellen Sponsoren einen begeisterten Blick vom Wasserturm.

Nach dem Außenumbau und der Sanierung des Mauerwerks (2005/2006) erfolgte der Innenausbau mit der Elektroanlage, der Betonsanierung, der Einsetzung denkmalgerechter Scheiben und den Malerarbeiten. Am 4.12.2007 wurde der Wasserturm nach denkmalgerechter Sanierung feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Zwei Jahre später erfolgte die Einweihung des Museumsbereiches im ehemaligen Wasserbehälter und wieder zwei Jahre später spendierte das Land Brandenburg einen modernen Personenaufzug, der einen weitgehend barrierefreien Zugang ermöglicht. Eine Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Eberswalde und dem Förderverein regelt eine Öffnung des Bauwerkes an drei Tagen in der Woche: Freitag, Sonnabend und Sonntag von 10-17 Uhr.

Ein bißchen mehr Aufmerksamkeit für den Finower Wasserturm täte nicht schlecht, meint Karl-Dietrich Laffin. Viele Eberswalder waren noch nicht ein einziges Mal auf der Aussichtsplattform und auch die Stadt Eberswalde, der eigentlich der Turm gehört, könnte sich etwas aufnahmebereiter die Sorgen und Nöte der Museumsbetreiber anhören. Daß der Wasserturm Finow das ultimative touristische Highlight der Region ist, daran kann jedenfalls kein Zweifel bestehen. Vielleicht wäre ein Shuttle-Bus vom Eberswalder Marktplatz bis zum Wasserturm während seiner Öffnungszeiten eine gute Idee - man kann mit seinen Pfunden ruhig mal wuchern ...

(jg/gm) - 18. Mai 2018

Quellen:
»Der Wasserturm in Finow - vom Reißbrett zum Regionalmuseum«, Juli 2016 - Herausgeber: Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld e.V. mit Unterstützung der Stadt Eberswalde, Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus - Autor: Karl-Dietrich Laffin (nach Aufzeichnungen von Arnold Kuchenbecker)
»Walzwerk im Finowtal«, 2017 - Herausgeber: Geschichtswissenschaftliches Institut Eberswalde e.V. - Autor: Kurt Berus




Kurz vor Wahlende im Stimmbezirk 21 von Eberswalde, im Wahllokal in der Grundschule "Schwärzesee" im Brandenburgischen Viertel. Stichwahl zum Landratsamt

maxe. Die Wahlbeteiligung bei der entscheidenden Stichwahl zum Landrat des Kreises Barnim ist erwartungsgemäß niedriger ausgefallen als der erste Wahlgang. Kurz vor 18 Uhr hatten im Stimmbezirk 21 im Wahllokal der Grundschule Schwärzesee erst 62 Bürger ihre Stimme abgegeben, und das von 1092 Wahlberechtigten in diesem Wahlbezirk. Auf dem Foto: die letzte Wählerin des Tages hat ihren Stimmzettel eingeworfen. Wahlleiter Ralph Hoeck (hinten) überwacht den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl.

Um Punkt 18 Uhr ging es zur Öffnung der Urne und zur Auszählung der Stimmkreuze, entweder für Othmar Nickel (CDU) oder Daniel Kurth (SPD/LINKE). Nach dem vorläufigen Endergebnis liegt der linke Kandidat mit barnimweiten 61,2 Prozent vor dem bürgerlichen Bewerber mit 38,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei insgesamt 18,7 Prozent. Damit ist die Kür des Landrates durch die Bevölkerung erneut gescheitert. Die Wahlbeteiligung hätte bei diesem Ergebnis (61,2 % für Kurth) mindestens 24,5 Prozent betragen müssen.

6. Mai 2018




Nachdem im November einer »Starkastentfernung« irrtümlicherweise ein ganzer Baum zum Opfer gefallen war, erfolgte Anfang April die versprochene Ersatzpflanzung. Neben acht weiteren Winterlinden wurden Insgesamt wurden 525 Sträucher gepflanzt (Purpur-Hartriegel, Gelbbunter Hartriegel, Blutberberitze, Großblättrige Berberitze, Gefüllter Ranunkelstrauch, zwei verschiedene Sorten Sommerflieder, Japanische Scheinquitte, Weigelie, Potentillen, Heckenjasmin, Amethystbeere und Sommer-Tamariske). Neue Bäume und Sträucher

maxe. Im Zusammenhang mit der Neupflanzung von Winterlinden in der Prenzlauer Straße hatte die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Christin Zierach versprochen, daß zudem Sträucher gepflanzt würden, die zum einen als Bienenweide dienen und zum anderen Kleinvögeln Unterschlupf und Versteck bieten können.

»Ab der Strausberger Straße bis kurz vor die Uckermarkstraße«, erläutert Daniel Mattis vom Eberswalder Bauhof die Pflanzaktion, »wurde in der Mitte der Grünfläche ein Pflanzstreifen angelegt. Dazu wurde die vorhandene Grasnarbe dünn abgetragen und mit etwas Mutterboden ausgeglichen. Dann pflanzten die Bauhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter die Sträucher und deckten zum Schluß die Flächen mit Rindenmulch ab.«

Die Auswahl der Sträucher besorgte die Baumexpertin Christin Zierach vom Tiefbauamt unter Berücksichtigung der Standortverhältnisse, klimatischen Bedingungen sowie Insekten- als auch Vogel-Freundlichkeit.

»Insgesamt wurden 525 Sträucher gepflanzt und es handelt sich um folgende Arten: Purpur-Hartriegel, Gelbbunter Hartriegel, Blutberberitze, Großblättrige Berberitze, Gefüllter Ranunkelstrauch, 2 verschiedene Sorten Sommerflieder, Japanische Scheinquitte, Weigelie, Potentillen, Heckenjasmin, Amethystbeere und Sommer-Tamariske.«

In diesem Frühjahr wurden zusätzlich zu den bereits 2017 gepflanzten zehn Winterlinden acht weitere Winterlinden gepflanzt, so daß es jetzt insgesamt 18 neue Bäume in der Prenzlauer Straße gibt.

Hinzu kommen bereits seit 2015 und 2016 die drei kleinen MAXE-Linden. Die aus natürlichem Nachwuchs gewonnenen Bäumchen sehen neben den deutlich älteren Baumschulen-Linden natürlich etwas unscheinbar aus. MAXE hofft dennoch, daß ihnen ein längeres Leben beschieden ist, auch wenn bei einem der 2015 gepflanzten Bäumchen aufgrund von Vandalismus der Hauptast abgebrochen wurde. Inzwischen hat sich die kleine Linde erholt. Allerdings sind deutliche Wachstumsnachteile gegenüber der zeitgleich gepflanzten zweiten MAXE-Linde erkennbar.

In diesem Frühjahr haben die MAXE-Linden einen ersten Erziehungsschnitt bekommen, der hoffentlich (nicht zuletzt dank der helfenden Hinweise des WBG-Mitarbeiters Marco Reinhardt) einigermaßen gelungen ist.

Weitere Pflanzungen im Brandenburgischen Viertel erfolgten in diesem Frühjar laut Daniel Mattis auf dem Gelände des »Club am Wald«. Dort kamen 5 Obstbäume in den Boden und zwar je ein Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und Pfirsich.

(5. Mai 2018 - gm)

Siehe auch:
Pflanzaktion im Kiez zum Tag des Baumes am 25. April 2015
Prenzlauer Straße um einen Eschen-Ahorn ärmer
MAXE-Linde Nummer Drei
Neue Bäume und Büsche im Kiez
Alles zum Thema Baum findet sich hier.




Weniger lange Rotphasen in der Rush-Hour ließe den Verkehr in Westend besser fließen.

Problemstelle Heegermühler Straße:
Intelligente Ampeln sind notwendig

maxe. Der nicht zufriedenstellende Verkehrsfluß in Westend zwischen Boldtstraße und dem neuen Westend-Center in den Zeiten der Rush-Hour läßt viele Eberswalder zum Stift greifen, um einer Bürgerinitiative mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, die das Ziel hat, durch die Wiederherstellung der Zweispurigkeit ein flüssigeres und sichereres Fahren in diesem Bereich zu ermöglichen.

Die Baudezernentin Anne Fellner ließ in einer Pressemitteilung erklären, daß eine Entfernung der Radspuren nicht zur Diskussion stehe, weil auch Radfahrern gewisse Rechte im Straßenverkehr zustünden und überdies kein Platz für Radfahrer auf den Gehwegen vorhanden sei.

Der Hauptkritikpunkt der Gegner des jetzigen Verkehrszustandes sind allerdings nicht die Radfahrer, die man sowieso nur selten sieht, sondern die wahrgenommene Behinderung des Verkehrsflusses. Ein Grund dafür ist die Einengung des Verkehrs auf eine Spur, ein anderer Grund ist die zusätzliche Ampelanlage an der Einmündung zum Westend-Center.

Außerhalb der Stoßzeiten fließt der Autoverkehr in diesem Bereich problemlos. Die 40 Sekunden Grünphase für die West-Ost-Richtung wird harmonisch von der Triftstraßen-Ampel und der REWE-Ampel absolviert. In der Rush-Hour kommt jedoch die Harmonie aus dem Takt. Die verstärkt vom Grundstück kommenden Einkäuferautos erzwingen für den Hauptverkehr Rotphasen, wo doch eigentlich ein Grün für den zügigen Abfluß der vielen Fahrzeuge notwendig wäre.

Überdies erweisen sich die 40 Sekunden Grün für die Heegermühler Straße am Westend-Kino als zu knapp kalkuliert. Hier könnten 5 Sekunden mehr schon viel bewirken, die man zu Stoßzeiten auf Kosten der Nebenstraßen programmieren könnte. Auch müsste man sich überlegen, daß die Rewe-Ampel zur Ein- und Ausfahrt zum Parkplatz nur dann die Fahrt freigibt, wenn gleichzeitig der Verkehr am Westend-Kino auf Rot steht.

Hier gibt es noch viel Arbeit für die städtischen und kreislichen Behörden. Die Märkische Oderzeitung berichtete im letzten Herbst davon, daß eine intelligente Ampelschaltung geplant sei, die dem Obus-Verkehr Vorrang einräumt. Davon ist noch nichts zu spüren. Auch das Verkehrsaudit an der Heegermühler Straße läßt noch auf sich warten - wie es hieß, aus Personalmangel.

Das Bürgerbegehren "Heegermühler Straße" könnte auf die Verantwortlichen mehr Druck ausüben, daß die Stauproblematik endlich effektiv angegangen wird, damit den Bürgern mehr Lebenszeit geschenkt wird und eine unnötige Emmissionsbelastung unterbleibt.

11. April 2018




Neu im Kiez:
Elisabeth Klappoth,
Fachärztin für Allgemeinmedizin


Ärzte kommen und gehen

Nach der Schließung der Allgemeinarztpraxis von Irene Jordan Ende 2015 schien es zunächst, als würde unser Kiez zur gesundheitspolitischen Wüste werden. Dank des Engagements der kreiseigenen Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG) und ihres Geschäftsführers Dr. Jörg Mocek fand sich schon nach einem halben Jahr eine Lösung. Eine Tochtergesellschaft der GLG, die Medizinische Einrichtungs GmbH (MEG), die in Eberswalde bereits die einstigen Polikliniken in Stadtmitte und im Leibnizviertel betreibt, richtete in den einst von Frau Jordan genutzten Räumen in der Frankfurter Allee 64 eine Zweigpraxis ein.

Dort praktizierten zeitweise sogar zwei Ärztinnen. Neben Mariya Petkova, die seit November 2017 die Praxis jeden Tag offen hielt, steht seit kurzem die Allgemeinärztin Elisabeth Klappoth für die Menschen im Kiez zur Verfügung.

Leider hat Mariya Petkova ihre Praxistätigkeit am 4. April beendet.

Die Verwaltungsdirektorin für die ambulanten Geschäftfelder der GLG Dr. Ortrud Vargas Hein widersprach inzwischen Gerüchten, wonach Petkova-Nachfolgerin Elisabeth Klappoth ebenfalls nur vorübergehend in der Zweigpraxis tätig sein werde.

Sowohl den Patienten als auch der Ärztin ist zu wünschen, daß sich zwischen ihnen ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis entwickeln kann.

Die Sprechzeiten von Elisabeth Klapproth sind:
Montag 8.30 bis 12.30 Uhr
Dienstag 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr

Telefonisch kann man sich unter der Nummer 03334 - 32040 anmelden.

Gerd Markmann - 5. April 2018
(geändert am 15. April 2018)

Siehe auch:
Allgemeinärztin im Kiez hört auf
Ein Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel?
Kein Ärztehaus im Brandenburgischen Viertel
Wieder Allgemeinärztin im Kiez
Mariya Petkova ist neue Hausärztin im Kiez


GLG Medizinische Einrichtungs GmbH · Medicus-Center Eberswalde
Praxis für Allgemeinmedizin
Frankfurter Allee 64 · 16227 Eberswalde · Tel: 03334 32040 · Fax: 03334 357256







Maxe - das Kiezmagazin für das Brandenburgische Viertel, fährt mit seinen Lesern im elektrischen Oberleitungsbus durch Eberswalde:

Die obere Eisenbahnstraße entlang bis zum Hauptbahnhof

Durch die Heegermühler Str. bis zur Werbelliner Straße

Durch die Brandenburger Allee bis zum Potsdamer Platz im Mai

Durch die Frankfurter Allee bis zum Potsdamer Platz

Durch die Eisenbahnstraße bis zum Karl-Marx-Platz

Durch die Spechthausener Straße bis Eisenspalterei

Vom Markt nach Ostende

24. Februar 2018 (zuletzt aktualisiert am 18.05.18)

Mit dem Obus durch Eberswalde



Fahrt durch das Brandenburgische Viertel bis zum Kleinen Stern in Finow




Brauchen wir ein Sozialkaufhaus?

»Alternative Liste Eberswalde« (ALE) ist für den
Erhalt des »Speicher«-Sozialkaufhauses

maxe. Vor anderthalb Jahren, im September 2016, öffnete im Einkaufszentrum (EKZ) »Heidewald« in einem der schon lange leer stehenden Verkaufsläden der »Speicher – Lehr- und Lernbetrieb« seine Pforten. Der europäische Regionale Förderverein e.V. (eRFV) etablierte damit nach dem »Speicher« im Leibnizviertel das Sozialkaufhaus Nr. 2 in der Stadt Eberswalde. Die Stadtverwaltung hatte das ambitionierte Projekt damals aktiv begleitet.
Doch am 14. Februar lehnte der städtische Ausschuß für Soziales, Bildung, Kultur und Sport (ASBKS) einen Förderantrag für das Projekt »Speicher – Lehr- und Lernbetrieb« ab.

Das besondere am »Speicher« Nr. 2 ist das Konzept des Lehr- und Lernbetriebes. Auszubildende können hier ihr Wissen und Können eigenverantwortlich im Echtzeitbetrieb erproben. Die Auszubildenden erhalten hier die einzigartige Möglichkeit, sich selbst einen festen Arbeitsplatz zu schaffen. Sie verwerten noch gebrauchsfähige Möbel und Hausrat und retten sie somit vor der Vernichtung. Damit ergänzt der »Speicher« die Angebotspalette des »Heidewald« und wertet das EKZ auf. Zugleich wird einkommensschwachen und benachteiligten Einwohnern im Brandenburgischen Viertel die Möglichkeit des Nahkaufs von Möbeln und Hausrat ermöglicht.

Soweit, so gut. Im Mittelpunkt beider »Speicher«-Standorte sollte die Eigenerwirtschaftung der Kosten aus den laufenden Umsätzen ohne vorrangige Inanspruchnahme von Fördermitteln stehen. Der 2014 eröffnete »Speicher« Nr. 1 im Leibnizviertel arbeitete bereits nach etwa zwei Jahren weitgehend kostendeckend. Der Lehr- und Lernbetrieb im »Heidewald« erwirtschaftet seine laufenden Kosten noch nicht. Hauptgrund ist die im Vergleich zur Gesamtstadt deutlich geringere Kaufkraft der Menschen im Brandenburgischen Viertel. Dabei orientiert sich die monatliche Umsatzentwicklung stark an den Hartz-IV-Auszahlungsterminen. Es kann daher kaum erwartet werden, daß die Kostendeckung so schnell wie im Leibnizviertel erreicht wird, zumal die derzeitigen Festkosten nicht reduzierbar sind.

Der Betrieb des Lehr- und Lernkaufhauses benötigt somit Zuschüsse für die laufenden Kosten. Bereits im September 2017 hatte der eRFV einen Förderantrag für 7.500 Euro aus dem Programm zur »Förderung von sozialen Maßnahmen und Initiativen in der Stadt Eberswalde« gestellt. Am 14. Februar 2018 hatten die Mitglieder des ASBKS den Antrag zur Entscheidung auf dem Tisch. Laut Aussage der Verwaltung »entspricht der Förderantrag der Richtlinie zur kommunalen Förderung von sozialen Maßnahmen und Initiativen«.

»Der SPEICHER ist ein von der IHK anerkannter Ausbildungsbetrieb«, bestätigte Uwe Siegel vom eRFV die entsprechende Frage des Ausschußvorsitzenden Lutz Landmann (DIE SPD). Es stehe eine ausgebildete Lehrkraft zur Verfügung, die »die Jugendlichen als Verkäufer/in ausbildet, wobei auch Themen wie Logistik und Möbelkunde eine wichtige Rolle in der Ausbildung spielen«.

Von den drei Auszubildenden konnten zwei im Jahr 2017 ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, einer wurde in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Bei der dritten Auszubildenden ruhte das Lehrverhältnis wegen einer Schwangerschaft. Ein Absolvent der Einstiegsqualifizierung begann im September 2017 seine Ausbildung im »Speicher«. Weitere Jugendliche begannen 2017 die Einstiegsqualifizierung, die bereits auch die Teilnahme am ersten Ausbildungsjahr in der Berufsschule beinhaltet.

Irene Kersten (DIE LINKE) sprach sich insgesamt positiv zum »Speicher« am Standort »Heidewald« aus. Sie »findet es gut, daß Lehrlinge dort ausgebildet werden«. Die Umsatzzahlen seien indes »bedenklich«.

Deutlich gegen »einen Möbelverkauf am Standort Heidewald« sprach sich Carsten Zinn (Fraktion »Unabhängiges Wählerbündnis Eberswalde«) aus. Er wünsche »sich den ursprünglich charakteristischen Zustand als Einkaufszentrum« zurück.

Die Wählergruppe »Alternative Liste Eberswalde«(ALE), die den früheren Ortsvorsteher des Brandenburgischen Viertels als ihren Kandidaten zur Kommunalwahl 2014 nominiert hatte, widerspricht hingegen dieser Auffassung. Angesichts der realen Situation im Ortsteil und des Leerstandes im EKZ »Heidewald« sei es völlig weltfremd, die Angebotspalette im »Heidewald« an jener der »Rathauspassage« im Stadtzentrum messen zu wollen. Die ALE werde sich für den Erhalt des »Speicher«-Sozialkaufhauses im EKZ »Heidewald« einsetzen, versicherte ALE-Sprecher Gerd Markmann.

(24. Februar 2018)


Weitere Artikel zum Thema »Heidewald«:
MAXE Nr. 4 vom Januar 2013 (pdf)
Aktivierung EKZ Heidewald
»Hilfe zur Selbsthilfe«
Kampf ums Klo im »Heidewald«
Neuer Anbieter im »Heidewald«?
Keine Kritik am »Sozialkaufhaus«




Borsighalle bald im neuen Glanz
maxe. Laut Beschluß des Bauausschusses vom 19.10.2017 wurde Bürgermeister Friedhelm Boginski ermächtigt, den Zuschlag für Zimmerer- und Holzbauarbeiten an die A. Lockfeldt Haustechnik Gmbh im Wert von 149.026,95 EUR für Sicherung und Inwertsetzung der Borsighalle zu vergeben. Der vorliegende Vergabevorschlag bezieht sich auf Zimmerer- und Holzbauarbeiten zur Errichtung eines Walmdaches einschließlich Dachhaut, Dachabdichtung und der zugehörigen Klempnerarbeiten auf dem ehemaligen Gasgeneratorenhaus. Des Weiteren sind Instandsetzungsmaßnahmen am Oberlicht der Borsighalle einschließlich der Demontage der alten Dachhaut, Auswechseln von zerstörten Holzteilen und das Montieren der neuen Dachhaut inklusive Dachabdichtung vorgesehen. Die Förderung durch Bund und Land beträgt 80 Prozent.
(16. Februar 2018)



Sozialreferentin Barbara Bunge auf dem Einwohnerforum:
»Integration geht alle an«

maxe. Auf der Einwohnerversammlung am Abend des 19. September 2017 in der Aula der Grundschule »Schwärzesee« stellte nach dem Beifall für Patricia Berndt (die die Ergebnisse der Einwohnerbefragung präsentierte) die Sozialreferentin der Stadt Eberswalde, Barbara Bunge, die Erfolge und Mißerfolge des Programms »Soziale Stadt«aus der Sicht des Quartiersmanagement vor:

Barbara Bunge resümierte, viele Dinge seien falsch eingeschätzt worden; insbesondere sei unterschätzt worden, wieviel Zeit man brauchen würde um mit den Menschen in Kontakt zu kommen, um Vertrauen aufzubauen, um ihnen auch Vertrauen zu schenken und sie »mitzunehmen«, damit ein Verständnis aufgebaut werden kann.

Nach diesem Umsteuerungsprozeß sei das Programm »Soziale Stadt« auf einem guten Weg, aber, betonte die Sozialreferentin, es habe die Verstetigungsphase noch lange nicht erreicht. Deshalb kam es auch zur erneuten Evaluierung (einschließlich Befragung), um zu sehen: »Wie ist unser Stand als Quartiersmanagement?« Es zeigte sich, daß dieses Instrument der Stadtplanung umgestaltet werden und an die neuen Herausforderungen angepaßt werden müsse, die sich im Brandenburgischen Viertel ergeben haben.

Mit einer gewissen Portion Stolz berichtete die Sozialreferentin der Stadt von einem neuen Vertrag mit der Bundesagentur für Arbeit, die nun zum ersten Male gebietsbezogene Arbeitsmarktdaten zur Verfügung stelle, so daß ein stadtteilbezogenes Sozial-Monitoring möglich sei.

Barbara Bunge schlug ebenfalls vor, daß aus Sicht des Quartiersmanagements das Programm »Soziale Stadt« ab 2019 fortgeführt werden muß, und daß darüber hinaus »Erweiterungsfelder im investiven und nichtinvestiven Bereich« benötigt werden. Sie fragte zudem rhetorisch: »Welche Aufgabe soll das Quartiersmanagement haben?«, um gleich die Antwort zu liefern: es müsse auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels ausgerichtet sein!

Direkte Kontakte zum Bürger seien nötig, ein »Kümmerer« müsse man sein, sich die Sorgen der Bürger anhören, ihre Vorschläge ernst nehmen und gegebenfalls der Verwaltungsspitze als Handlungsoptionen vorzuschlagen. So hätte das Quartiersmanagement, wie im letzten Einwohnerforum vorgeschlagen, den Potsdamer Platz für sich entdeckt, der in den letzten 15 Wochen durch verschiedenste Aktionen bespielt wurde. Sie seien überrascht über den großen Zuspruch gewesen, müßten aber nun auch auswerten, welche Dinge weniger gut angenommen worden sind.

»Ihre Anwesenheit auf dem Potsdamer Platz« habe gezeigt, so Barbara Bunge mit Blick auf die Einwohnerinnen und Einwohner, die zu den »Bespielungen« kamen, daß er ein Ort für die Kontaktaufnahme ist, ein Ort für kulturelle Angebote und ein Platz, wo man gemeinsam aktiv sein kann. Auch das Finden einer Form für die Vernetzung und Abstimmung der verschiedensten Träger im Viertel sein enorm wichtig, um ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen und neue Ideen zu entwickeln.

Zum Abschluß gab die Sozialreferentin bekannt, daß man der Stadtverordnetenversammlung im November vorschlagen werde, einen Grundsatzbeschluß zu verabschieden, der die »Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes für das Brandenburgische Viertel« beinhalten soll und, natürlich, die Fortführung des Programms »Soziale Stadt« mit neuen Schwerpunkten, wie folgt:

  • Der wichtigste Schwerpunkt sei die Integrationsarbeit. Viele dächten, daß sei nur eine Sache der Zugewanderten. Frau Bunge sieht das anders: Es sei auch eine Aufgabe der Einheimischen, der langjährigen Bewohner der Stadt und des Viertels, die Zugewanderten »mitzunehmen« und in die Gesellschaft zu integrieren. Dieser Prozeß gelinge nur, wenn wir ihn gemeinsam gestalten.

  • Der zweite wichtige Aspekt sei die Bildung, und zwar in all ihren Facetten und überall dort, wo Bildung möglich ist. Das beginne bei den Allerkleinsten in der Kindertagesstätte, dann über den Kindergarten, die Schule, den Hort, aber auch Bildung für Erwachsene und Senioren, und schließlich auch Bildung über Kultur. In der Arbeit mit Kindern müssen die Eltern gestärkt werden und die Familien, die Unterstützung benötigen, so daß sie »mit auf den Weg«genommen werden können.

  • Und als letzter Schwerpunkt: Es müssen Treffpunkte geschaffen werden für Begegnungen und das Zusammenkommen, wo SIE (die Einwohner des Brandenburgischen Viertels) die Möglichkeit haben, untereinander ins Gespräch zu kommen und miteinander etwas gemeinsam gestalten können.

»Das Brandenburgische Viertel hat eine Chance, aber es wird nur so stark sein wie ihre Bewohnerinnen und Bewohner.« Mit diesen Worten schränkte Barbara Bunge die Handlungsmöglichkeiten der Stadt Eberswalde ein und schloß ihren Redebeitrag.

(23. September 2017)

Siehe auch:
Vom »Ghetto« zur »Endlösung«?
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel
Hat das Familienzentrum eine Zukunft?




Vor 40 Jahren Grundsteinlegung Wohnkomplex "Max Reimann"
Reimannviertel geplant mit Hallenbad, Sauna, Bibliothek und Poliklinik

maxe. Am 28. Januar 1976 beschloß der Rat des Kreises Eberswalde die "Gesellschaftspolitischen und volkwirtschaftlichen Zielstellungen für den Wohnkomplex »Spechthausener Weg«", wie das Neubaugebiet in der Planungsphase genannt wurde. (1) Die Beschäftigten des neu gebauten SVKE benötigten Wohnraum, und so wurde, ganz in der Nähe, auf einem 82 ha großen forstwirtschaftlich genutzten Gebiet südlich der Chemischen Fabrik ein Wohnkomplex von der Größe einer Kleinstadt konzipiert.

Das vom VIII.Parteitag der SED beschlossene Wohnungsbauprogramm bildete das Kernstück des sozialpolitischen Programms der DDR-Regierung. Die Lebensbedingungen der Menschen, gerade auch in der Freizeit, sollten mit komfortablen Wohnungen verbessert werden. So wurde an einem Dienstagnachmittag, am 19. Juli 1977 in der Nähe des Spechthausener Weges der Grundstein für das größte Neubaugebiet von Eberswalde gelegt.


Der Vorsitzende des Rates des Kreises, Genosse Horst Copitzky, schwang symbolisch den Hammer, um eine Kassette mit dem Lageplan des Neubaugebietes sowie mit einem "Neuen Deutschland" und einem "Neuen Tag" einzumauern. Mit folgenden Worten taufte er das neu zu bauende Wohngebiet:

"Dieses Wohngebiet soll den Namen unseres unvergessenen Max Reimann tragen. Max Reimann, Arbeiterführer, Kommunist und Ehrenbürger unserer Kreisstadt, wird damit ein ehrendes Denkmal erhalten. Wir möchten damit all die Antifaschisten ehren, die durch ihre unbeugsame Haltung in der finsteren faschistischen Vergangenheit, durch ihre Tat dem Finowtal den Beinamen »Rotes Finowtal« verliehen."(2)
Einen Monat früher, am 22. Juni 1977 fasste der Rat des Kreises Eberswalde den Grundsatzbeschluß (5) zu den Investitionsaufwendungen für die Errichtung der Neubauten: die Summe für den 1. Bauabschnitt betrugen 57 Mio Mark und für den 2. Bauabschnitt 49 Mio Mark der DDR. Insgesamt waren 6672 Wohnungen geplant, in denen 18.000 bis 21.000 Menschen leben sollten. Laut einem Politbürobeschluss vom 24. April 1973 kam dabei ein ganz bestimmter Wohnungsschlüssel zur Anwendung, mit dem folgende Wohnraumgrößen gebaut werden sollten:

   665 1-Raum-Wohnungen = 11,1 %
1101 2-Raum-Wohnungen = 18,3 %
3194 3-Raum-Wohnungen = 52,1 %
1036 4-Raum-Wohnungen = 17,2 %
     76 5-Raum-Wohnungen =   1,3 %

H. Kliche vom Autorenkollektiv des Geschichtswissenschaftlichen Institutes Eberswalde bewertete 2010 die Entscheidung zum Bau des Wohngebietes: "Die günstigen topographischen Verhältnisse und die technisch unklomplizierte Erschließung wegen des geringsten Abrisses und der Verlagerungskosten und der guten Anbindungen zu den nördlich gelegenen Arbeitstätten gaben schließlich den Ausschlag zur Standortwahl."(3)

Mit den gleichen Worten erläuterte Kreisarchitekt Heinz Maske im Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979 die Standortentscheidung. In dieser Publikation stellte er zurückblickend auch die Bebauungskonzeption für das Max-Reimann-Viertel vor:

"Hierbei wurden eindeutige Straßenräume mit den technisch und stadthygienisch maximalen Raummaßen in Kontrast zu den vorgesehenen intimen Wohninnenhöfen gesetzt, die großräumig ca. 60 x 60 bis 130 x 130 Meter angelegt werden, um eine sinnvolle Nutzung und den zusammenhängenden Baumbestand erhalten zu können. Um eine Monotonie in der Raumgestaltung zu vermeiden, weist jede Wohngruppe ihre eigene und typische Raumproportion auf."(4)
In der Endausbaustufe, nach Fertigstellung aller Bauabschnitte, seien folgende Einrichtungen geplant gewesen:
  • Mehrzwecksaal, Zirkelräume
  • Wohngebietsgaststätte
  • Fachverkaufseinrichtungen
  • Zweigbibliothek und Volksbuchhandlung
  • Blumenverkaufshalle
  • Dienstleistungsbereiche
  • Sparkasse / Post
  • Poliklinik / Apotheke
  • Jugendklub
  • Hallenbad und Sauna (4)(5)
Heinz Maske, der Architekt legte 1979 weiter dar, daß im Wohngebiet durch Komposition, Zuordnung, Farb- und Materialauswahl eine gestalterische Einheit und Differenziertheit der einzelnen Bereiche erreicht wird, die zu einem höheren Niveau der Stadtgestaltung führt. Erstmals im Bezirk Frankfurt/Oder und darüber hinaus wurde der vorhandene Waldbestand in die Wohngebietskonzeption einbezogen.(4)

Am 1. April 1978 wurden die ersten Wohnungen im 1. Bauabschnitt an 40 Bewohner übergeben.(3) Im Juli 1978 beschloss die 24. Tagung des Rates der Stadt Eberswalde die ersten Straßenbenennungen im Wohngebiet "Max Reimann". Bis 1979 enstanden dann 1100 Wohnungen für SVKE-Beschäftigte. Am 25. November 1986 meldete der "Neue Tag" die vorfristige Eröffnung der zweiten Kaufhalle (die Öffnungszeiten beschloss der Rat der Stadt), und einen Monat später die Fertigstellung von 586 neuen Wohnungen im Jahr 1986. (1)(6)

Am 8. November 1987, zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution, rollten die ersten Obusse durch den Kiez. Die bisher eingesetzten Kraftomnibusse wurden durch elektrifizierte Busse des Typs IKARUS 280 T ersetzt. Hierbei unterstützten der Kraftverkehr Weimar und Potsdam die Eberswalder mit zwei Bussen. Um 3.50 Uhr fuhr die erste reguläre Fahrt von der Allendestraße bis Nordend. Die Taktung der Obusse war dabei alle 6 min (5-8 Uhr), alle 15 min (8-14.30 Uhr) und am Nachmittag alle 8 min (14.30-17.30 Uhr). Später am Abend dann alle 15 bzw. 20 min. (7)

Zwei Jahre später sollte die Mauer fallen und so kam es nicht mehr zur Fertigstellung des Wohngebietes. Am 2. März 1990 beschloss die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde die Überarbeitung der Bebauungskonzeption für den Stadtteil "Max Reimann". Mit dem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Nr. 16 - 103/91 vom 13. Juni 1991, unterzeichnet von Dr. Hans Mai (Bürgermeister), vollzog die Stadt Eberswalde einen Schlusstrich unter 40 Jahre Arbeiter- und Bauern-Staat:

Neben der Leninstraße (Eberswalder Str.), dem Platz der Freundschaft, der Ernst-Thälmann-Straße (Heegermühler Str.) und der Umbenennung des gesamten Wohngebietes in "Brandenburgisches Viertel", wurden sämtliche Straßen des DDR-Neubaugebietes per Dekret umbenannt, allerdings erst anderthalb Jahre später aus Kostengründen umgesetzt. (1)

Aus der Walter-Ulbricht-Straße wurde die Rathenower Straße, aus der Georg-Ewald-Straße die Cottbusser Straße, aus der Dr.-Salvador-Allende-Straße die Potsdamer Allee, aus der Max-Reimann-Straße die Frankfurter Allee, aus der Karl-Maron-Straße die Beeskower Straße, aus der Otto-Winzer-Straße die Nauener Straße - usw. usf.

Mit rotem Klebestreifen wurden die Namen von Antifaschisten und Sozialisten überklebt, solange bis neue Schilder und Ständer installiert waren, die die Stadt Eberswalde mit der neuen harten Währung bezahlen konnte.

Zur weiteren Entwicklung des Viertels ab 1990 verweisen wir auf diesen Artikel.

(jg) - 1. August 2017

(1) Quelle: Kreisarchiv Barnim
(2) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 22. Juli 1977 (Kreisarchiv)
(3) "Von der Bodenreform zur Wurstfabrik" - Wege zur industriellen Produktion in der Landwirtschaft im Raum Eberswalde / 1. Auflage Eberswalde 2010 / Autorenkollektiv unter Leitung von H. Kliche
(4) "Ein neues Wohngebiet entsteht" - Städtebauliche Betrachtungen zum Wohnkomplex "Max Reimann" in der Kreisstadt Eberswalde-Finow von Heinz Maske, Architekt BDA/DDR - Kreisarchitekt - / Heimatkalender des Kreises Eberswalde für das Jahr 1979; Herausgeber: Rat des Kreises, Abteilung Kultur
(5) Grundsatzbeschluß des Rates des Kreises Eberswalde vom 22. Juni 1977 zu den Investitionen im 1. und 2. Bauabschnitt des WK "Max Reimann" - Quelle: Kreisarchiv Barnim
(6) Tageszeitung "Neuer Tag" vom 25. Nov. 1986 und vom 2. Dez. 1986 (Kreisarchiv)
(7) Tageszeitung "Neuer Tag" vom (ohne Angabe). November 1987 (Kreisarchiv)

Bildnachweis:
Grundsteinlegung am 19.7.1977 (Autor unbekannt)
Foto aus der Bauphase am 1.10.1979 - Herbert W. Brumm, Gramzow
(Quelle: Kreisarchiv Barnim)




Die Einwohnerversammlung 2016, die erstmals als Einwohnerforum organisiert war, bildete den Startschuß zur Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzeptes. Im September 2017 sollen auf einem weiteren Einwohnerforum die Ergebnisse vorgestellt werden.

Vom 26. Juni bis 14. Juni findet im Zusammenhang mit der Erarbeitung des neuen Stadtteilentwicklungskonzepts eine Bewohnerbefragung statt. Die ersten Umfragebögen wurden bereits verteilt.
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Neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK):
Strategiewechsel für das Brandenburgische Viertel

Fortführung des Programms Soziale Stadt

maxe. Seit 1999 werden mit dem Förderprogramm Soziale Stadt im Eberswalder Ortsteil »Brandenburgisches Viertel« ganz unterschiedliche Maßnahmen realisiert – von investiven Maßnahmen in die Infrastruktur bis zu Beteiligungs- und Aktivierungsangeboten.

Das Verstetigungskonzept von 2012, mit dem ein langsamer Ausstieg aus dem Programm Soziale Stadt gesichert werden sollte, wird derzeit evaluiert. Dabei zeigt sich, erläutert Baudezernentin Anne Fellner, »daß eine Vielzahl an Maßnahmen noch keine Verstetigungsreife erlangt hat, zudem haben sich neue Herausforderungen durch den Zuzug von geflüchteten Menschen ergeben. Eine Fortführung des Programms Soziale Stadt wird demzufolge sinnvoll und erforderlich sein.«

Die aktuelle Entwicklung war für die Stadtverwaltung Anlaß, über die Stadtteilentwicklungsstrategie des Brandenburgischen Viertels neu nachzudenken. Hierzu erarbeitet die Verwaltung derzeit ein neues Stadtteilentwicklungskonzept (STEK).

»Mit diesem Konzept«, so die Dezernentin, »wird ein Strategiewechsel für das Quartier eingeleitet, der eine nachhaltige Stabilisierung und Entwicklung zum Ziel hat.« Bisher war das Quartier Schwerpunkt des Wohnungsrückbaus - und hat mit diesem »negativen Image« auch die Bemühungen der Wohnungsmarktakteure erschwert, den Wohnungsleerstand zu verringern. Das soll nun anders werden.

Die Stadtverwaltung verfolgt dabei vier Strategien:

  • Schaffung vielfältiger Wohnungsqualitäten (Bestandsanpassung, Neubau und langfristige Rückbauziele, Barrierefreiheit, bezahlbar)
  • öffentliche und private Räume/Freiflächen pflegen und gezielt aufwerten (Wegenetze, Barrierefreiheit, Stadtteileingänge, Parkanlagen pflegen)
  • sozialen Zusammenhalt stärken (Bildung, Sport, Kultur, Freizeit, Integration/Inklusion, Nachbarschaften)
  • (Nah)Versorgung sichern (Einzelhandel, medizinische Versorgung).

In einem ersten Bürgerforum am 25. Oktober 2016 wurden Ideen diskutiert und ausgetauscht. Auf einem zweiten, für den Herbst 2017 vorgesehenen Bürgerforum, soll der Entwurf des Stadtteilentwicklungskonzeptes in den Diskussionsfokus gestellt werden.

Aus den vier Strategien ergeben sich laut Anne Fellner eine Reihe von Handlungsansätzen. So stehe z.B. die weitere Sanierung des Wohnraums durch die Wohnungsunternehmen auf der Agenda.
Hier haben die Akteure vor allem den veränderten Wohnbedarf vor Augen: Mit Grundrißveränderungen, dem Auf- bzw. Anbau von Aufzügen, der barrierearmen bzw. -freien Gestaltung von Zugängen, Wohnungen und Außenanlagen werden die Unternehmen darauf reagieren – was an sich nichts neues ist.

»Auf kommunaler Seite besteht Handlungsbedarf bei der weiteren barrierefreien Gestaltung von Wegebeziehungen, der Beseitigung von städtebaulichen Mißständen – insbesondere in den Eingangsbereichen zum Quartier – sowie in der Sanierung von Sport- und Freizeiteinrichtungen«, informiert die Baudezernentin. Dringlicher Handlungsbedarf bestehe bei der Realisierung zusätzlicher Kita-, Hort- und Schulplätze. »Hier sind rasche Lösungen gefragt«.

Bei der Umsetzung des Handlungsbedarfs, betont Anne Fellner, ist die Stadt auf die weitere Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Ziel sei, auch künftig einen Fördermittelmix aus Stadtumbau, Wohnraumförderung und Sozialer Stadt einzusetzen. Diese Kombination unterschiedlicher Fördermittel habe sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt und sollte auch künftig fortgesetzt werden.

(23. Juni 2017)

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