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Einkaufszentrum »Heidewald«:
Brandbrief an den Bürgermeister
Stadtverordneter macht wiederholt auf Mißstände aufmerkam
maxe. Carsten Zinn, Stadtverordneter im Kiez und von 2008 bis 2014 auch der bislang letzte Ortsvorsteher, hat zum wiederholten Male einen Brandbrief zum Thema Ordnung und Sicherheit im Bereich des Einkaufszentrums (EKZ) »Heidewald« an den Bürgermeister, diesmal konkret an den amtierenden Bürgermeister Maik Berendt, sowie weitere »Funktions- und Entscheidungsträger auf städtischer und kreislicher Ebene« geschickt.
Die städtische Reinigungssatzung, so Zinn, scheine für den Heidewald »keine verbindliche Wirkung zu entfalten«. Auch der Reinigungszustand im Inneren des EKZ sei »nun schon über Monate andauernd defizitär. Das gilt auch für die Eingangsbereiche der Nebengebäude die sich noch immer in einen grenzwertigen und keimigen Zustand« befinden sollen.
Der angrenzende Heidewald-Parkplatz diene scheinbar dauerhaft der wilden Müllentsorgung. Eine zeitnahe Beräumung und Entsorgung halten die Betreiber offenbar »für nicht geboten« oder sie seien »nicht in der Lage, diese zu finanzieren«. Zu diesem Schluß kam der Stadtverordnete nach seiner Abgeordnetensprechstunde am Sonnabend, an deren Rande er Informationen aus vertraulicher Quelle erhalten habe, wonach die EKZ-Eigentümer auch ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber einem in Eberswalde agierenden Wach- und Sicherheitsunternehmen aus Bremen nicht nachkommen würden. Die Eberswalder Niederlassung in der Finower Mühlenstraße habe schon seit mehreren Monaten ihre Dienste eingestellt. Aktuell soll ein Inkassobüro mit der Beibringung der finanziellen Außenstände beauftragt worden sein.
Damit könnten Gefährdungen einhergehen, weil die automatische Alarmierung im Falle eines Brandes oder ähnlicher Schadensereignissen nicht mehr funktioniert. »Das könnte bei Haveriefällen ernsthafte bis tragische Konsequenzen nach sich ziehen. Todesfälle sind dabei im extremsten Falle nicht ausgeschlossen«, warnt Carsten Zinn.
Der Stadtverordnete wiederholt zudem seine Kritik an der schon seit mehr als zwei Wochen eingestellten Wärmeversorgung des EKZ seitens des Versorgers EWE. Auch hier soll die Ursache darin liegen, daß der Eigentümer seinen vertraglich vereinbarten finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt. Gleiches gilt für den seit Wochen defekten Fahrstuhl zur Praxis der Allgemeinärztin Genalie Friedrich. »Daß mindestens eine, temporär sogar zwei der vier Eingangstüren ins EKZ immer wieder nicht funktionsfähig sind«, erwähnt Zinn »nur am Rande des Tagesgeschehens innerhalb des mehrheitlich traurigen und nervigen Lebensalltags der betroffenen Einwohnerschaft und zugleich Kundschaft des EKZ Heidewald«.
Dies seien die Folgen, wenn der Eigentümer seine Gewerbeimmobilie »zunehmend auf massiven Verschleiß fährt, statt diese vorsorglich und fristgerecht technisch zu warten«, so Zinn abschließend.
(30. März 2026)
Siehe auch:
»Gesundheitsamt reagierte sofort«
»Müll im und am Heidewald«
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