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Frühling

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Der waldseitige Fußweg in der Lausitzer Straße wurde bereits im Jahr 2018 abgetragen und damit als Ausgleichsmaßnahme Fläche in der Stadt Eberswalde entsiegelt. Als Ergebnis entstand ein Versickerungsgraben für das Straßenwasser, das bei starken Niederschlägen nicht mehr in der Kanalisation fortfließt, sondern vor Ort im Boden bleibt.

Klimaanpassung und Entsiegelung im Kiez:
Kfz-Stellplätze zu Grünflächen

Unter der Überschrift »Mehr Grün für bessere Wohnqualität« kündigte die Pressestelle der Eberswalder Stadtverwaltung am 22. April an, daß am Montag, dem 4. Mai, im Brandenburgischen Viertel Arbeiten zur Entsiegelung der dortigen Parkplätze beginnen werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 19. Juni abgeschlossen sein.

»Dabei werden«, heißt es in der Mitteilung, »die Flächen in mehreren Abschnitten entsiegelt und naturnah gestaltet: vom Umbau von Gehwegen über die Schaffung von Entwässerungsmulden bis hin zu Grün- und Waldflächen, zum Beispiel um den Parkplatz Gubener Straße.

Im Zuge der Entsiegelung wird auch die vorhandene Anzahl an Stellplätzen (im Maßnahmenbereich) angepaßt«, sprich verringert. Auswahlzählungen hätten gezeigt, daß von 170 Stellplätzen nur durchschnittlich 27 regelmäßig genutzt würden. »Durch die koordinierte Reduzierung bleiben ausreichend Parkmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner erhalten, während umliegende Straßen zusätzliche Parkmöglichkeiten bieten. So bleibt die praktische Erreichbarkeit der Wohnhäuser bestehen, während gleichzeitig das Stadtviertel grüner und klimaresilienter wird.«

Dazu, wie sich die Situation entwickelt, wenn tatsächlich die geplante Radweg-Südroute mit dem geplanten Parkverbot in der Lausitzer Straße umgesetzt wird, enthält die Mitteilung der städischen Pressestelle keine Angaben. Ebenso fehlen genaue Angaben zur Anzahl der entfallenden Stellplätze.

Organisisert werden die Arbeiten von der Situs GmbH, die im sogenannten »Hufnagelquartier« am Kupferhammerweg ein neues Wohngebiet bauen will. Die Entsiegelungen im Brandenburgischen Viertel gelten als Ausgleichsmaßnahmen für die im »Hufnagelquartier« versiegelten Flächen. So werde ein ökologischer Ausgleich sichergestellt. Es »werden Hitzeinseln reduziert und das Mikroklima im Viertel deutlich verbessert«.

Die Maßnahme umfasse »die gezielte Umwandlung versiegelter Flächen in Grünbereiche sowie die Anlage von Mulden zur Regenwasserversickerung und Grünstreifen entlang der Straßen«. Das Konzept zur Entsiegelung im Brandenburgischen Viertel, so die Pressestelle, »wurde im Rahmen des Energie- und Klimaschutzkonzeptes entwickelt und im Juni 2021 dem Fachausschuß vorgestellt«. Die entsprechende Präsentation der Tiefbauamtsleiterin Heike Köhler findet sich hier. »Ziel ist es dabei, städtische Flächen nach dem Schwammstadt-Prinzip nachhaltig zu entsiegeln, um unter anderem Starkregenereignisse besser zu bewältigen, das Niederschlagswasser vor Ort zu speichern oder versickern zu lassen. Durch diese Maßnahmen werden ökologische Funktionen gestärkt und die Aufenthaltsqualität für Anwohnerinnen und Anwohner spürbar erhöht.«

Mit der Umsetzung hat die Situs GmbH die Firma KORDUAN aus Templin beauftragt. Diese beginnt am 4. Mai »mit dem Rückbau der Parkflächen in der Straße Zum Schwärzesee auf der rechten Seite, von der Prignitzer Straße bis zur Schönholzer Straße. Anschließend werden Teilbereiche der Parkflächen auf der linken Seite der Straße Zum Schwärzesee, von der Schönholzer Straße bis zur Flämingstraße, zurückgebaut.

Der dritte Abschnitt umfaßt sieben Bereiche mit mehreren Stellplätzen in der Flämingstraße. Danach erfolgt der Rückbau des Gehweges entlang der Lausitzer Straße, auf der rechten Seite, aus Richtung Spreewaldstraße. Der letzte Abschnitt betrifft Teilflächen des Parkplatzes zwischen der Gubener Straße und der Spechthausener Straße.«

Nach der Entsiegelung der Park- und Gehwegflächen erfolgt die Neugestaltung in folgender Reihenfolge: 1. Tiefbord, 2. Bankett, 3. Entwässerungsmulde und 4. Grünstreifen. Der entsiegelte Parkplatz an der Gubener Straße soll als Grün- oder Waldfläche angelegt werden.

»Die Bauarbeiten erfolgen unter halbseitiger Straßensperrung und Straßeneinengung«, teilt die Pressestelle abschließend mit, die zugleich alle Verkehrsteilnehmer »um Verständnis und die Beachtung der Verkehrseinschränkungen« bittet. Fragen können per eMail an das Tiefbauamt als zuständiges Fachamt gerichtet werden unter .

Anna Fröhlich – 22. April 2026

Siehe auch:
Ein »richtiger Radweg«
Entwurfsplanung für Radweg-Südroute beschlossen: »Bullshit«
Gehwege und Regenrückhaltung
Lausitzer Straße: Gehwege werden zurückgebaut




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